Erfahrungsbericht über

Legendary (DVD-ROM) (PC-DVD)

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Legendary (DVD-ROM) (PC-DVD)

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LEGENDARY - Werwölfe nehmt euch in Acht!

4  07.12.2008

Pro:
Grafik im Groben ganz gut, neue Gegnertypen, Story mal ´was anderes

Kontra:
manche Texturen sehr verwaschen

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Grafik

Sound

Multiplayer:

Bedienung

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Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 26 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Ciaoler!

Ich freue mich, Euch heute meine Meinung sowie meine Einschätzung zu dem Spiel "LEGENDARY" darlegen zu dürfen.
Das Spiel ist meines Wissens nach erst das zweite Projekt des Entwicklers SPARK UNLIMITED.

Nun werden erfahrene Gamer vermutlich gleich hellhörig werden, wenn sie den Namen SPARK hören: "SPARK? Sind das nicht die, die bereits "Turning Point: Fall of Liberty" verzapft haben?"
Die Antwort ist: JA! Sie sind es!

Nur ist das jetzt ein schlechtes Zeichen für den Shooter LEGENDARY? Oder haben die Mannen von SPARK es diesmal geschafft, ein gutes oder wenigstens brauchbares Programm abzuliefern?
Schließlich was "Turning Point: Fall of Liberty" ja eher am unteren Ende der Bewertungs-Skala angesiedelt...

Eben diese Frage versuche ich in den nun folgenden Zeilen genauer zu klären, beginnen möchte ich (wie eigentlich immer) mit den


1. SYSTEMANFORDERUNGEN
***********************************
- Intel 2.6 GHz SingleCore with HT oder AMD A64 3600+
- Windows XP mit 1 GB RAM oder Windows VISTA mit 2 GB RAM
- Windows compatible SoundCard
- Maus und Tastatur
- GeForce 6600 oder Radeon X1600 (GeForce 8800 oder vergleichbar empfohlen)
- ca. 9 GB freier Platz auf der HDD

Ich selbst habe das Game wieder auf meinem Gaming-Rechner gespielt, welcher mit folgender Hardware ausgestattet ist:
- Intel YORKFIELD Q9550 @ 3.2 GHz oced
- GeForce 8800 GTS 512 G92 @ 725 MHz Core / 1044 MHZ RAM oced
- SB Audigy
- Windows XP mit 3 GB RAM
- G15 Tastatur / MX 518 Maus (beides Logitech)

Wie zu erwarten war, lief das Programm in der von mir bevorzugten Auflösung von 1280x1024 Pixeln absolut butterweich und ohne die geringsten Anzeichen von Rucklern oder FrameRate-Einbrüchen.
Selbst bei maximalen Gegneraufkommen und großen, teilweise sehr hübschen Locations gab es performance-mäßig keine Probleme.


2. GRAFIK
************
Das Spiel LEGENDARY basiert (wie auch bereits "Turning Point: Fall of Liberty") auf der Unreal Engine 3. Doch während man sich bei "Turning Point: Fall of Liberty" noch fragte, wo im ganzen Spiel man überhaupt mal etwas von diesem doch sehr potenten Grafikmotor sehen könnte, bekommt der Spieler bei LEGENDARY teilweise sehr hübsche Locations und im Großen und Ganzen recht hoch aufgelöste Texturen zu sehen.
Ebenso wurde die Performance drastisch verbessert: Während bei "TP-FoL" teilweise noch Einbrüche den Spielspaß trübten, ist die Engine trotz eines gegenüber "TP-FoL" optisch gewaltigen Sprungs nach vorn 1000-Mal besser optimiert!
Man kann SPARK also gewissermaßen beglückwünschen, denn die Mannen scheinen mit jedem Spiel die UT3-Engine besser in den Griff zu bekommen.
So sind die Texturen teilweise messerscharf und durch geschicktes Bump-Mapping auch ausgesprochen

Bilder von Legendary (DVD-ROM) (PC-DVD)
  • Legendary (DVD-ROM) (PC-DVD) Blick auf die Kathedrale
  • Legendary (DVD-ROM) (PC-DVD) Blut soweit das Auge blicken kann...
  • Legendary (DVD-ROM) (PC-DVD) Greif gegen Werwolf
  • Legendary (DVD-ROM) (PC-DVD) Angriff eines Minotauren
Legendary (DVD-ROM) (PC-DVD) Blick auf die Kathedrale
Hier sieht man sehr schön, wozu die Engine fähig ist!
plastisch. Die Shader-Effekte für das Wasser und die Glaseffekte sind ebenfalls gut, aber auch nicht überragend.
Die Gegner sind allesamt recht detailliert modelliert und bewegen sich bis auf einige kleine Ausnahmen bei den menschlichen Feinden (diese bewegen sich manchmal einfach zu steif) auch ganz hübsch durch die Welten.
Dennoch gibt es auch Schattenseiten beim Grafikmotor: So kommt es ab und an mal vor, dass EXTREM häßliche Texturen verwendet werden, welche sich dann mit den restlichen HighRes-Textures regelrecht beißen. Ganz schlimm ist dies meines Erachtens nach auf dem Bild mit der Steuerkonsole der Fall: Irgendwie erinnert mich das an das alte ID-Spielchen Quark Zwo (ihr wißt was ich meine ;-) ) - und das darf ein Spiel im Jahre 2008 eigentlich nicht mehr machen!
Auch die massenhaften Blutflecken sind mir einen Ticken zu "Plastisch" - irgendwie sehen die einfach unnatürlich aus, ich kann mir nicht helfen...
Überhaupt ist das Spiel recht blutrünstig geworden: Neben den (wirklich massenhaften) Blutflecken gibt es überall Leichen und verstümmelte Körper zu "bestaunen" - den Werwölfen müssen gar die Köpfe abgehackt werden, damit diese auch wirklich dauerhaft das Zeitliche segnen...
Gefallene Gegner lösen sich indes nach ca. 2 Sek. in Staub auf, was bei Fabelwesen ja vielleicht auch gar nicht so unnatürlich ist!
Was mich jedoch wirklich etwas stört, sind die Zwischensequenzen in quasi Spielgrafik: Die Protagonisten sind mir hier gehörig zu steif und die Mimik löst bei mir manchmal unfreiwilliges Schmunzeln aus - da hätte sich SPARK noch etwas mehr Mühe geben können.
Dennoch kann ich feststellen, dass der Grafikmotor im Groben ganz gut geworden ist, speziell die größeren Feinde wie Greifvögel oder Minotauren sind sehr gut animiert und in szene gesetzt - also überhaupt kein Vergleich mehr mit "Turning Point: Fall of Liberty"!


3. SOUND
***********
Der Sound ist ebenfalls überraschend "GUT" geworden: Die Waffen klingen realistisch und selbst die deutschen Synchronstimmen bewegen sich durchaus auf brauchbarem Niveau.
Kurzum: In Kombination mit der rockigen Musik (gefällt mir sehr gut!), den recht guten Waffensounds und brauchbaren Sprechern also wieder eindeutig eine Steigerung der Entwickler!
Gut so!


4. STEUERUNG
******************
Auch hier erlaubt sich SPARK keinen Ausreißer: Die Tastur ist gut belegt, keine Taste kann man als "Schlecht plaziert" bezeichnen. Die Maus setzt Drehbewegungen gut um.
Nur wenn man den Scharfschützenmodus aktiviert, steigert sich auch (unerklärlicherweise) die Sensibilität der Maus gehörig und Zielen wird zur Glückssache. Ob es sich hier um einen Bug handelt oder von den Entwicklern tatsächlich so gewollte wurde, kann ich nicht sagen. Mir gefällt dies jedoch nicht...


5. KI
*****
Na gut, hier hat sich nicht wirklich etwas getan sein "Turning Point: Fall of Liberty"...
Die Gegner überzeugen noch immer eher durch Masse als Klasse und versuchen auch erst gar nicht, in Deckung zu gehen. Stattdessen ist die Devise "Losstürmen und Angreifen" - also ganz wie beim Quasi-Vorgänger...
Dennoch: Während ich bei TP-FoL einfach Probleme damit hatte, den Nazi-Schergen ein solches KI-Verhalten abzukaufen, stört mich das Verhalten bei LEGENDARY eher weniger: Ein Werwolf spielt eben kein "Versteckspiel", sondern hat nur das Ableben des Spielers im Monster-Kopf; ein Minotaurus ebenfalls. So kann man sagen, dass die KI zwar wieder Jahrtausende von KI-Bomben wie CRYSIS und Konsorten entfernt ist, die Schwächen jedoch wenigstens beim Kampf gegen die Fabelwesen nicht zusehr auffällt. Anders sieht die Sache bei den Menschlichen Gegnern aus: Diese hätten ruhig etwas koordinierter vorgehen können und sich dadurch von den Monstern positiv abheben können.
Stattdessen handeln diese ebenfalls "Strohdumm" und spielen eher "Strohpuppenschießen", anstelle als gut ausgebildete Kampftruppen zu agieren.
Aber nachdem SPARK schon so viele Kritikpunkte von TP-FoL ausgemerzt oder zumindest gebessert hat, habe ich bei der KI noch Hoffung und freue mich auf das nächste Spiel der Entwickler...


6. STORY und SPIELDESIGN (SPOILER!)
**********************************************
LEGENDARY präsentiert sich als EgoShooter, in dem man hauptsächlich gegen allerlei Fabelwesen kämpfen muss: Werwölfe, Minotauren, Greife, Kraken und viele andere Krabbelviecher warten als nur darauf, vom Spieler in das virtuelle Jenseits befördet zu werden.
Dies ist auch nur gerecht, denn der Spieler selbst löst den Angriff der Monster im (interaktiven) Tutorial in einem Museum erst aus: Er will für seinen Auftraggeber die geheimnisvolle "Büchse der Pandora" stehlen und öffnet diese aus Neugierde kurz. Dabei entweichen allerlei schlecht gelaunte Fabelwesen und fangen ohne Zeitverschwendung sofort damit an, ganz New York zu vernichten.
Nachdem man also aus dem Museum entkommen ist, erblickt man das ganze Ausmaß seiner Taten: Greife fliegen mit Autos durch die Straßen, überall platzt der Boden auf und ein mehrere Meter hoher, aus Schrottteilen bestehender Golem wälzt sich durch eine Hochhauswand nach der anderen - schon ein recht imposanter Einstieg in das Spiel wie ich finde!
Nachdem man sich also vorläufig in der U-Bahn in Sicherheit bringen konnte, erfährt man von einem bereits seit vielen Jahren geführten "Stillen Krieg" zwischen dem "Schwarzen Orden" (den "Bösen") sowie dem "Rat der 98" (den "Guten"): Erstere, zu dem auch euer Auftraggeber vom Anfang des Spiels gehört, wollen durch die Büchse der Pandora die Weltherrschaft erlangen - Letztere wollen dies verhindern.
Und so fängt man an, sich durch Massen von Gegnern zu kämpfen, um die Machenschaften des Ordens zu verhindern.
Sehr hilfreich ist dabei ein Brandmal, welches ihr beim Öffnen der Büchse der Pandora erhalten habt und sich nunmehr in eure linke Handfläche regelrecht "eingebrannt" hat: Ihr könnt jetzt getötete Fabelwesen ihrer Lebensenergie berauben und euch selbst heilen. Dies ist auch bitter nötig, da anders als in so ziemlich jedem anderen Spiel dieser Tage sich eure Energieleiste NICHT selbst erneuert, sondern immer mit der mystischen "Animus-Energie" regeniert werden muss...
Nachdem man also den Golem durch das Aufstellen von Energieknoten vernichtet hat, begibt man sich nach Europa, wo man ein geheimes Labor des Ordens vermutet. Auf dem Weg dorthin werden eure Helikopter jedoch von Greifvögeln angegriffen und zum Absturz gebracht - die restlichen Kilometer bis zu einer geheimnisvollen alten Kathedrale, unter der sich das Labor verbergen soll, müsste ihr kämpfend zu Fuß gehen.
Hat man das Labor erreicht, gelingt es unter erbitterten Kämpfen eine Festplatte mit geheimen Daten zu stehlen und mit in das Hauptquartier des Rates nach London zu bringen. Unglücklicherweise befindet sich auf dem Datenträger jedoch ein fieses Computervirus, welches kurzerhand alle Sicherheitssysteme und Abwehrmaßnahmen außer Kraft setzt und dem Orden somit die Möglichkeit zu einem Gegenangriff und der Flucht mit der Pandora, welche ihr noch gerade in New York unter größtem Waffeneinsatz in eure Hände bringen konntet.
So beschließt der Rat, dem Orden wieder nach New York zu folgen, wo eurer Auftraggeber vom Anfang des Spiels inzwischen eine mächtige Waffe entwickelt hat, mit deren Hilfe er alle freigelassenen Fabelwesen kontrollieren und somit die Welt an sich reißen kann.
Zusammen mit anderen Ratsmitgliedern stürmen wir den Wolkenkratzer des Ordens und kämpfen uns bis aufs Dach vor, wo wir schließlich die Kontroll-Maschine und mit ihr auch die Büchse der Pandora vernichten.
Glückwünsch! Ihr habt das Spiel geschafft und erfahrt im Abspann, dass nunmehr der Rat euch (also den Spieler) in Gefangenschaft nimmt, um eure mystischen Kräfte zu erforschen. Glücklicherweise gelingt euch jedoch die Flucht und es wird noch angedeutet, dass der Spieler seine Kräfte dazu nutzt, die Fabelwesen zu beruhigen... - ENDE!
Was (negativ) auffällt sind die absolut linearen Level: Es gibt genau einen Weg, der Spieler hat nie die Möglichkeit, eigene Marschrichtungen zu wählen, sondern muss sich strikt an die Vorgaben des Designers halten. Dennoch gibt es die Möglichkeit, sich jederzeit durch Druck auf die Taste "Q" eine Wegmarkierung anzeigen zu lassen - Verlaufen ist also GÄNZLICH AUSGESCHLOSSEN!!!
Ebenso scheint immer mehr der Trend weg von freiem Speichern hin zu SavePoints zu gehen: So also auch in LEGENDARY. Doch zu eurer Entwarnung kann ich berichten, dass die Savepoints MASSENHAFT vorhanden sind, gänzlich fair plaziert sind Frust durch das zu weite Auseinanderliegen der SavePoints definitiv nicht aufkommen wird.
Was mir gut gefällt, ist dass es im ganzen Spiel nie wirkliche Ladezeiten gibt. Die Level sind schön groß und wenn geladen werden muss, dann wird dies im Hintergrund einer Zwischensequenz erledigt - Sehr gut!


7. BEWERTUNG
******************
Grafik: 82%
Sound: 75%
Steuerung: 80%
Story: 70%
---------------
OVERALL 76,75%


8. EIGENES FAZIT
**********************
Ehrlichgesagt bin ich ziemlich überrascht, was SPARK hier doch für einen durchweg 'GUTEN' Ego-Shooter zusammengebastelt hat.
Klar gibt es noch Dinge zu verbessern: Die Grafik hat noch einige Ecken und Kanten (Texturenproblem, siehe oben) und die Sprecher könnten noch von besserer Qualität sein. Auch die KI könnte eine deutliche Steigerung vertragen.
Doch wie ihr gelesen habt: Einen wirklichen Tiefpunkt gab es meiner Meinung nach nicht. Und so haben wir hier einen durchaus tollen Shooter, der mit ca. 8 Stunden auch nicht ZU kurz geworden ist und mit seinem neuen Setting und tollen Gegnern Lust auf mehr macht.
Mir jedenfalls hat LEGENDARY tatsächlich viel Spaß gemacht und ich kann allen, die auf der Suche nach einem guten Shooter mit mal "anderen" Gegnern sind, nur eine KAUFEMPFEHLUNG aussprechen!

Ich hoffe, ihr hatten beim Lesen so viel Spaß wie ich beim Zocken!

LG
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
BluBay

BluBay

08.12.2008 22:48

Sehe ich nicht so, für den Preis kann man sich was besseres kaufen ... und so späktakulär ist es auch nicht, wie du es erwähnt hast, ein Werwolf - shooter, finde es ziemlich langweilig wenn man 6 Stunden lang hauptsächlcih nur Werwölfe oder Nazis abschießt

Magistix

Magistix

07.12.2008 22:44

Alles drin, was ein Gamer braucht!

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  1. Black147
  2. MC_Laudi
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