Für den Schnappschuss zwischendurch
16.10.2008
Pro:
Schnell, stabil, saubere Bilder
Kontra:
Menü, Luxgrenze
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 David.1980
Über sich:
Es geht wieder Richtung Messen... wer Filme brauch und sucht... nun bitte melden! Empfehlung!!! Bi...
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Vor wenigen Tagen hab ich ein kleines Schnäppchen gemacht, dass eher was fürs Auge ist, als wirklich zum fotografieren auf höchstem Niveau. Es handelt sich dabei um die Leica C-Lux 1 die inzwischen schon zwei Nachfolger hat und für mich eher wichtig ist, da ich mit der gern kleinere Fotos mache, die nicht unbedingt riesen groß sein müssen oder Top Qualität. Also viel mehr eine für Unterwegs, die nicht gerade die Welt gekostet hat wenn sie kaputt ist. Daher mein neuester Bericht zu einem E-Bay Schnäppchen, der Leica C-Lux 1. Lieferumfang: - Lithium-Ion-Akku - Ladegerät - USB Kabel - AV Kabel - SD Speicherchip mit 64MB - Bedienungsanleitung - Trageschlaufe - CD Rom mit Software
Da mich der kleine Kasten bei Ebay gerade mal 20€ gekostet hat ist es mir nicht so wichtig gewesen, was alles dabei war, aber man erwartet ja schon die Standards. Und die sind bei dem inzwischen nicht mehr im Handel vertretenen Gerät genauso wie bei all seinen Nachfolgern. Die Software ist inzwischen veraltet und wie jeder andere mecker ich ja immer, weil ein zweiter Akku auch nicht verkehrt gewesen wäre. Was ein wenig stört ist auch das nicht genormte Ladegerät, dass man nur für Leica Akkus nutzen kann und damit das Gerät ein wenig inkompatibel ist. Schade, aber für den Preis ist das noch OK. Hersteller: Leica Camera AG Vertrieb Deutschland Oskar-Barnack-Straße 11 35606 Solms Tel.: 06442 208 0
Technische Daten: - 6,37 Millionen Pixel - Effektive Pixelanzahl: 5,95Millionen Pixel - 2,5 Zoll CCD - Optischer Zoomfaktor: 3,7fach (28-103mm) - Betriebsbereit in: 1,15 Sekunden - Aufzeichnungsdauer nach Auslösen: 0,59 Sekunden - Aufnahmebreit nach Auslösen: 1,87Sekunden - Ausmaße: (lxbxh) 93,9 x 52 x 26 mm - Serienbildfunktion: ja - Gewicht: 161Gramm - Geringster Abstand zum Objekt: 4,0cm - Farbfilter: RGB - USB 2.0-High-Speed Monitor: - Monitor: 2,5 Zoll Farb-LCD mit ca. 207.000 Pixel - 88% Farbwiedergabe - Nicht schwenkbar/ nicht drehbar
Verschluss: - Zentralverschluss Einstellungen: - Blitz: Auto / manuell Blitz an / Blitz aus/ Aufhellblitz/ SLOW - Rote-Augen-Reduktion - Bildstabilisator -Programmautomatik: Portrait, Schöne Haut, Selbstportrait, Landschaft, Sport, Nachtportrait, Nachtlandschaft, Speisen, Party, Kerzenlicht, Baby 1, Baby 2, Haustiere, Sonnenuntergang, Hohe Empfindlichkeit, Sternenhimmel, Feuerwerk, Strand, Schnee, Luftbild, Unterwasser.
Verwendbare Speicherkarten: - Multimedia Card - SD Card Kritik: Geschwindigkeit: 1,15 Sekunden bis das Gerät bereit ist, ist echt weit über dem Durchschnitt und man kann dadurch sicher gehen, dass kein Schnappschuss mehr verloren geht. Einfach anschalten, ausrichten und abdrücken so muss das einfach sein! Was aber leider dann ein großes Manko an dem Gerät ist und das obwohl die Pixelzahl nicht mehr so enorm ist, ist das das Gerät auch nur 0,59Sekunden dafür verwendet, das Bild auf den Chip zu bringen, was bei Leuten die gern wackeln oder zu schnell gezückt haben doch zu Schlieren führen kann. Da hilft auch der beste Blitz nix mehr! Nach dem Auslösen ist es meist ja wichtig, noch ein Bild nachzuschieben, und das ist mir 1,87Sekunden auch kein Problem, da man ja eh meist sich noch kurz ausrichten muss. Man muss also folglich nicht auf die schlechtere Variante des Serienbildes zurückgreifen, sondern kann bequem auch die hochwertigen Fotos machen.
Gewicht & Ausmaße: Mit 161 Gramm liegt die Leica C-Lux 2 im absoluten Durchschnitt und man kann endlos damit arbeiten, ohne dass man von Zeit zu Zeit ein Training im Schützenverein braucht. Was man jedoch mal wieder nicht haben sollte, sind schwitzige Hände, denn die Kamera bietet eigentlich nicht viel halt, da sie keinerlei Schaumstoff oder Gummihalterungen hat. Aber was noch viel nerviger ist, sie bietet kam Platz, da sie definitiv für den Einhandbetrieb ausgelegt ist. Wer nämlich zum besseren fixieren die linke Hand dazu nimmt, der wird schnell feststellen, dass er mit seinem Daumen auf dem kleinen Monitor ruht und den nach allen Regeln der Kunst einsaut. Schade eigentlich. Bildstabilisator: Da ich auch das Nachfolger-Modell kenne, bin ich doch überrascht, dass der Bildstabilisator hier doch besser funktioniert als bei den anderen Modellen. Dies mag vielleicht daran liegen, dass er bei der geringen Pixelzahl weniger zu tun hat. Folglich kann der kleine Kasten ohne weiteres ohne Stativ verwendet werden und ist sicherlich gerade bei Festen und Partys ein sicherer Wegbegleiter
Display: Da sollten sich die Hersteller endlich mal was Vernünftiges überlegen, da es bisher nur Sony bei seinen Videokameras schaffte dieses Manko zu lösen. Die Rede ist von den Verzerrungen auf diesen kleinen Bildschirmen, da man hier auch Weitwinkel Fotos betrachten könnte. Das bedeutet aber für alle anderen Fotos, dass sie in dem kleinen Monitor zum Rand hin gestreckt werden und man sich schnell fragt, was hab ich denn für einen komischen Bildaufbau. Der Karotest belegt das übrigens (Man fotografiert ein kariertes Blatt und bemerkt zum Rand hin ein anwachsen der Karogröße) Aber dafür sind 88% Wiedergabe eine ordentliche Leistung und man hat zumindest eine sehr gute Vorstellung davon, wie das Bild auf dem PC erscheinen wird und man merkt auch recht schnell, welche Farben man ein wenig nachziehen muss, oder wo man vielleicht noch eine Aufnahme machen sollte. Auflösung: Natürlich wünscht sich da jeder passionierte Fotograf immer viel mehr als die Kamera letztendlich hat, aber ich denke für das Alter und vor allem für den heutigen Preis ist dieses Gerät optimal für den Anfänger und für den Hobbyknipser. Die werden auch sicherlich das fehlende Raw-Format nicht vermissen, da das ja nur was für Leute ist, die das Bild möglichst groß brauchen und auch noch einiges verändern wollen.
Motivprogramme: Ach herrje, das ist und bleibt bei Leica einfach lausig. Die Menüpunkte sind sehr verworren, das Display zeigt oft abgebrochene Wörter an und auch die Struktur entspricht eigentlich nichts was ich bisher kenne und nutze. Man muss sich ewig durch Untermenüs kämpfen und das einfach nervig und zeitraubend. Da hätte sich Leica wirklich mehr Mühe geben können! Aber letztendlich sind da dann doch welche und man kann munter austesten was die einzelnen Optionen so drauf haben und wird dann wenigstens damit belohnt, dass diese gekonnt eingestellt sind und vor allem auch in genau den Bereichen funktionieren wo sie angeblich auch arbeiten sollen. Was mich aber sehr überzeugt hat, ist das Portraitprogramm, da hier sogar ein farbabgleich eingebaut wurde, der erkennt, wo das Gesicht anfängt und wieder aufhört. (Insofern das möglich ist *fg*) Bedienung: Wie schon gesagt ist das Menü unter aller Sau und das liegt einfach daran, dass man von seinem langjährigen Partner Panasonic die Menüs übernimmt, mittelmäßig übersetzt und sinnlos übernimmt. Das sehr Schade und leider ein riesen Nachteil an diesem kleinen Gerät.
Der Blitz: Leider nicht zu gebrauchen, außer man ist in einem engen Raum oder hat das Objekt direkt vor der Linse. Die Streuung ist nämlich, da er im Gehäuse sitzt sehr eng und flektiert daher sehr gebündelt zurück. Das da dann Farbverluste extrem sind, ist kein Wunder. Ist dann auch noch etwas weiter weg, verliert sich der Blitz sehr schnell im Raum und man erhält nur noch ein unscharfes Trapez, das dann irgendwo im Raum reflektierte. Partyfotos klappen da dann schon eher, da hier sich ja eh alle um den Foto drängeln. Was wiederrum dann eine Frechheit ist, ist der Mangel eines Anschlusses für einen externen Blitz, denn da hätte man wirklich viel reißen können. Der Akku: Der Akku ist natürlich heute für so ziemlich alle Standards immer zu klein und jeder Fotograf darf immer davon ausgehen, dass er mehrere mitnehmen muss! Hier natürlich nicht anders, da man gerade mal auf schlappe 250 Bilder kommt und das bei einem digitalen Foto ja nun wirklich kein Problem. Ein Besuch im Zoo und das Ding ist nach 3 Häusern leer! Sehr Schade, da man da sicherlich noch etwas hätte herausholen können.
Aufnahmetests: Um natürlich den kleinen Apparat ein wenig zu ärgern, hab ich mir auch ein paar Tests einfallen lassen, die beweisen sollen was er kann und was nicht. Test 1: Das Aquarium Ähm, immerhin wenn ich weit genug weg stehe erkenn ich ein Aquarium mit Wasser und Fische. Aber wenn ich direkt ran gehe um darin zu fotografieren ist das alles so als würde ich im tiefsten Sumpf sitzen und der Sumpf hätte eine LSD Vergiftung. Das geht leider gar nicht und egal welchen Modus ich probiert habe, das Ergebnis bleibt immer eine Katastrophe.
Test 2: Fußballspiel der Unterliga Wenn man nur mal einen schönen Schnappschuss will, mal sehen will, wie der Ball so voran gekickt wurde und man keine tollen Großaufnahmen will, dann ist dieses Gerät ideal. Es zeigt einfach den Spielablauf und das Umfeld, was bei Hobbyaufnahmen sicherlich das Größte ist. (Wer sich der Illusion hingibt, man könne damit Profiaufnahmen machen, der sollte mal drauf achten was die so für Objektive haben, also schön auf dem Teppich bleiben!*g*) Test 3: Party Wie oben schon erwähnt, mit ein paar Übungen im Motivprogramm-Chaos sicherlich kein Problem und sicherlich für gute Erinnerungen zu haben! Hier bin ich wirklich mal ganz zufrieden, obwohl ich ungern den Blitz verwende bei sowas! Darauf achten, das auch ein wenig Licht vorhanden ist, sollte man übrigens auch, da die Luxgrenze leider recht bald unterschritten wird und man dann Rauschen im Bild hat.
Bildformat: Merkwürdig ist, dass selbst die großen Formate als JPEG gespeichert werden, was bei einem RGB-Modus eigentlich heißen müsste, dass die Bilder nur künstlich aufgemotzt werden und eigentlich nicht mehr Bildpunkte enthalten. Dies beweist sich dann auch im Photoshop, da man hier sehr schnell merkt, die Größe ist zwar vorhanden und auf dem Bildschirm sauber zu sehen, aber sollte man das Bild als großes Poster ausdrucken wird man schnell sehen das die dpi Zahl zu gering ist und man alles als ein wenig verschwommen sehen dürfte. Garantie: Die Garantie liegt bei 2 Jahren und bedeutet in diesem Fall eine Reparatur beim Hersteller. Also im Notfall 2-4 Wochen warten bis ein Händler sich mal bequemt das abzuschicken und da dann noch in die Werkstatt und man geht am Stock. Besser vielleicht Leica direkt anrufen und nach der Werkstatt-Adresse fragen (Kann variieren, da die manches auch Fremdbearbeiten lassen!) und das Ganze ein wenig beschleunigen.
Zusatzkosten: Aber logisch gibt es die!!! 50€ für einen zweiten Akku, 29,99€ für eine gute Tragetasche und 200€ wenn man mal unter Wasser fotografieren will. Natürlich kann man auch noch Speicherkarten bis zum Umfallen kaufen also keine Sorge, wer Spaß am Sammeln hat, der wird hier sicher nicht enttäuscht! Fazit: Schnell, saubere Bilder, ein wenig schlapp in der Pixelanzahl und ein mieses Menü sind so die Fazits die man aus diesem Produkt ziehen kann! Aber was ganz besonders an diesem Gerät ist, ist das es viele Nachfolger hat und inzwischen sehr günstig geworden ist und bei Ebay und Ähnlichen schon zu den Ladenhütern gehört. Also Ideal, wenn man mal was für den kleinen Schnappschuss sucht oder einfach nur was kleines Günstiges zum Üben sucht um mal ein ganz Großer Fotograf oder Fotografin zu werden. Daher von mir 3 Sterne, da man sicherlich viel besser machen kann, aber dafür auch die Empfehlung ruhig mit dem kleinen Gerät ein wenig zu spielen und seine Freizeit mit ein paar Bildern zu verschönern.
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19.01.2009 20:46
Für den Bericht rücke ich gerne ein bh raus. :) Ist Dir gelungen. Wo sind die Photos? :) :) :) (nicht von der Kamera, sondern von der Kamera geschossen)
28.11.2008 20:25
Klasse Bericht! LG Arielle
30.10.2008 20:05
Bh für deinen super geschriebenen Bericht. Ich selbst habe eine Nikon, mit der ich sehr zufrieden bin! LG Anne