Eine gute Wahl
21.10.2002
Pro:
Robust und zuverlässig
Kontra:
Autofokus nicht abstellbar
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Lichtleistung:
Kontraste
Bildqualität
Geräuschpegel:
 aswie
Über sich:
Mitglied seit:18.09.2002
Erfahrungsberichte:37
Vertrauende:86
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 77 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bedingt durch meine Urlaubsreisen fotografiere ich gern. Allerdings mag ich keine Papierbilder – jedenfalls nicht im Postkartenformat – sondern ich neige hier zu etwas Größe. Ich schätze es, wenn Bilder (fast) im Kinoformat gezeigt werden können und so etwas vom Zauber des Urlaubs zurückholen. Ist es nicht ein Unterschied, ob ein Elefant die Größe eines Elefanten und nicht die einer Maus erreicht? Und ich weiß, daß Diaabende mit Urlaubsbildern – zu recht - sehr gefürchtet sein können. Aber im Interesse meiner Gäste hoffe ich, daß das bei mir nicht der Fall ist. Auswahlkriterien Als Anhänger der Kleinbildfotografie und hier ganz speziell eben der von Dias braucht es natürlich das nötige Equipment um seine Bilder auch entsprechend präsentieren zu können. Bei der Auswahl eines entsprechenden Projektors mußten deshalb folgende Mindestkriterien erfüllt werden:
1. Überblendtechnik soll realisierbar sein Das heißt, ich möchte ohne Dunkelpausen, die Bilder nacheinander betrachten können. 2. Der Projektor soll mit einem Qualitätsobjektiv ausgestattet oder nachrüstbar sein. Denn was nutzt ein gutes Objektiv bei der Aufnahme, wenn bei der Projektion auf mehr als 3 m Bilddiagonale, die Schärfe auf der Strecke bleibt oder das Bild verzerrt wird). 3. Die Technik sollte robust, d.h. nicht allzu störanfällig sein.
Gerade im Überblendbereich bietet Rollei mit seiner Twin-Serie eine Alternative. Aber das „Vergnügen“ hatte ich schon. Da das gute Stück einmal im Jahr wegen des (zumindest bei meinem Modell) noch äußerst anfälligen Transportes in Reparatur war, hatte ich nach der dritten Reparatur (jeweils 250,00 bis 300,00 DM) die Schnauze endgültig voll und sah mich nach etwas Robusterem um. Übrig blieb für mich Rollei, schon wegen seiner hervorragenden Objektive. Äußerlich macht der Projektor einen robusten und ansprechenden Eindruck. Die Funktionalität beschränkt sich auf das Wesentliche. Der Ablauf kann sowohl direkt am Projektor (vorwärts, rückwärts), als auch über die abnehmbare Fernbedienung gesteuert werden. Nur über die Fernbedienung oder direkt am Objektiv kann die Schärfe des Bildes nach geregelt werden. Der Autofokus mag eine schöne Sache sein, schöner wäre es, wenn er abstellbar wäre. Meint Leica, das der Autofocus „blitzschnell“ arbeitet, gehört meiner Meinung etwas Geduld dazu, bis das nächste Bild auch wieder scharf angezeigt wird. Ist der Projektor erst mal etwas in Betrieb fängt unweigerlich das Nachjustieren an. Die Bilder werden mit dem Leica Vario-Elmarit-PL (Extra) 1:2,8 70-120mm scharf und ohne Verzerrung projiziert. Der Pradovit 300 ist mit allen gängigen Magazinen zu benutzen. Das Lüftergeräusch des Projektors ist bei der Projektion hörbar, aber nicht störend Die Projektionslampe (250 Watt) kann in zwei Helligkeitsstufen eingestellt werden. Auf jeden Fall liefert die Lampe genügend Helligkeit, um ein Bild auch tatsächlich „wandfüllend“ vergrößern zu können.
Ergonomie Gut gefällt mir, daß sowohl die zwei Sicherungen, als auch die Halogenlampe über spezielle Abdeckvorrichtungen schnell und einfach von außen zugänglich sind. Ein Aufschrauben des Gehäusedeckels ist somit für Austauscharbeiten nicht nötig. Dias können über eine weitere Klappe bei der Projektion entnommen werden. Die Netzkabel werden nach der Benutzung ordentlich am Gehäuseboden aufgerollt und fixiert. Ebenfalls am Boden befinden sich ein robuster ausklappbarer Tragegriff. Zubehör Als kostenpflichtiges Zubehör gibt es folgende Teile:
o Tageslichtaufsatz o Leselampe sowie o Transportkoffer. Der etwa 100,00 DM preiswerte Leica Pradovit 300 unterscheidet sich von der IR Ausgabe lediglich durch die Fernbedienung. Beim kleineren Bruder läuft das ebenfalls über eine abnehmbare Fernbedienung, die aber durch ein Kabel mit dem Projektor verbunden ist.
Was mir nicht gefällt. Schade, daß der Autofokus nicht abstellbar ist. Außerdem würde es mir gefallen, wenn ich bei der Projektion die Bildnummer sehen könnte. Werden die Dias mit zwei Projektoren betrachtet, sind natürlich auch die Bilder entsprechend in den Magazinen sortiert. Das bedeutet in der Regel eine doch etwas aufwendige Umsortierung. Damit wären aber auch schon alle Schwachstellen aufgelistet. Ergänzung Ich betreibe zwei Leica Pradovit 300 mit einem Steuergerät für Überblendtechnik. Es ist wirklich ein Genuß, Dias ohne Dunkelpause dafür mit regelbarer Überblendzeit zu betrachten. Gerade der Zübehörhandel bietet für Leica Projektoren eine große Auswahl an entsprechenden Steuergeräten.
Resümee Mir gefällt der Projektor nach vier Jahren fast störungsfreien Betriebs so gut, daß ich ihn jederzeit nochmals kaufen würde. Im Klartext heiß das, weder die Sicherungen noch die Halogenlampen mußten bisher ausgetauscht werden. Der einzige Mangel, der sich nicht nur bei mir bemerkbar macht ist, daß sich ein Teil der Filmbühne in das Bild schiebt und so zu Beginn der Projektion die obere rechte Ecke des Bildes abdunkelt. Dieses Problem legt sich aber immer nach ca. einer halben Stunde. Auf jeden Fall empfehle ich ihn im Freundes- und Bekanntenkreis fleißig weiter.
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16.11.2007 11:25
So ein Teil kenne ich noch von "früher" ... *lach* ... und ich findes es auch schön, wenn ein Elefant nicht wie eine Maus aussieht. Als Kind habe ich Diaabende sehr geliebt aber ich habe nun schon sehr lange nicht mehr das Vergnügen gehabt! :o) LG Katharina
16.07.2007 10:25
Hoppla, den habe ich mir letztes Jahr ja auch gekauft, auf Empfehlung meines fotografiebegeisterten Bruders hin. Interessant, jetzt deinen Bericht über den Projektor zu lesen. Gruß, Thomas
03.06.2007 15:53
klingt echt nach einer guten wahl. guter bericht. lg TOM