Leifheit Twist System Set

Erfahrungsbericht über

Leifheit Twist System Set

Gesamtbewertung (8): Gesamtbewertung Leifheit Twist System Set

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Beobachtungen der Konkurrenz

3  24.06.2010

Pro:
guter Säuberungseffekt, flexible Gelenke, steckt eine nette Idee hinter

Kontra:
ungesunde Bremsgeräusche, Twister hakt aus

Empfehlenswert: Ja 

knopfi.de

Über sich: Wer die Flinte ins Korn wirft, sollte aufpassen, dass er kein blindes Huhn damit erschlägt. In diese...

Mitglied seit:05.03.2003

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Vertrauende:181

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 236 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo zusammen,

gestatten: Mat, Wisch-Mat. Ja, ich weiß, der Name ist nicht die schönste Kreation auf Erden, aber was soll´s? Im Laufe eines Lebens gewöhnt man sich auch an so etwas. Glaubt mir, wenn ihr meinen vollen Namen hört, seid ihr der Meinung, dass ich ein vollkommender Roboter bin! Stählern, durchdacht, motorisiert! Ein sich durch die haushaltlichen Räume schwingender Automat mit dem Auftrag von Sauberkeit. Bin ich aber nicht! Ach ja, ihr könnt mich ja gar nicht sehen. Nun gut, ich bin ein Flachwischer aus dem Hause Vileda, bin ausgewachsene ein Meter dreißig und bin der wohl sauberste Mopp des Nordens…

Zusammenbauen

Ach was soll´s. Bisher glaubte ich das zumindest. Seit sage und schreibe fast zwei Jahren lebe ich hier bei meinen beiden Besitzern. Damals haben sie mich, meinen Bezug und sogar den tollen Eimer im Set für teures Geld aus dem Supermarkt erlöst. Es sind einfach meine ganz privaten Helden. Bis dato habe ich mich brav für sie regelrecht ausgewrungen und sich für ihre Treue mit perfekt gesäuberten Fußböden revangiert. Und nun das!

Da steht er nun, der Neue. Prollend in seinem größenwahnsinnigen, buntbebilderten Karton. Die lächelnde Zweibeinerin darauf zeigt ihn sogar mit all seinem Können. So ein Angeber! „Twist-System“ nennt der sich, genauso ein blöder Name wie meiner. Und dann auch noch von der Konkurrenz. Wie kommen meine Besitzer auf den Trichter, sich ein Produkt von „Leifheit“ zu kaufen? Hallo! Die sind doch bekannt für gute Wäscheständer und Bügeltische und nicht für´s Bodenpersonal! Noch nie gab es diese Ausnahme. Immer waren es Produkte meiner Herstellerfirma die hier zum Einsatz kommen, und nun das! Was geschieht hier nur?
Erst Letztens gab es diese völlig überzogene Werbung im Flimmerkasten der Zweibeiner, in dem ein ähnliches Ding angepriesen wurde. Kopfschüttelnd hat mein Herr da noch von großem Murks geredet, sich sogar über die komische Drehscheibe im Eimer lustig gemacht, die per Fußpedale angetrieben wird. Etwas anders reagiert hat er allerdings, als meine Herrin auf ein Bild des aktuellen „Obi-Prospektes“ zeigte: „Ist im Angebot. Kostet nur € 40,00! Das wäre doch was, oder?“ – „Wenn du meinst, mein Engel!“ Wie kann man nur so einknicken! Dabei obliegt ihm doch die Reinigung des ganzen Hauses. Er muss mit den Reinigern, Besen, Lappen, Handtüchern und Wischer klarkommen. Er ist der Saubermann! Die Zweibeiner sind schon merkwürdige Geschöpfe. Erst finden sie etwas doof und dann kaufen sie es doch, weil es im Angebot ist.

Nun steht das „Twist-System“ also im Hauswirtschaftsraum, bereit, sein neues Revier zu markieren. Dabei gehöre ich doch noch gar nicht zum alten Mopp-Müll! Während meine Herrin den Karton auspackt, zwirbelt mein Wendehals-Herr schon einmal den Wischer zusammen. Hah! Gut so, er hat keinen so tollen Teleskopstiel wie ich, den man auf die Größe des Saubermannes einpegeln kann! Und zusammenbauen muss man ihn auch erst noch! Wie aufwendig! Ein grünes Ding namens „Clean-Twist“, in dem sich offenbar das Drehmoment befindet, wird auf den Wischer geschraubt. Dann kommt erst der Stiel! Oha, statt eines flexiblen Teleskopstiels setzt man bei Leifheit auf vier Teilstücke, die auf die gewünschte Länge zusammengesteckt und somit ebenfalls auf die Größe des Nutzers angepasst werden kann. Mist! In voller Länger ist der „Twister“ sogar zehn Zentimeter größer als ich! Sogar an eine Aufhängevorrichtung hat man gedacht. Angeber!
Im Gegensatz zu meinem ist das Wischblatt geradlinig. Ist meines trapezförmig, kann man hier von einem größeren Rechteck reden. Der Feudel an sich ist per Druckknopf am Wischer befestigt. Mit etwas Kraft kann man ihn also vom Wischblatt entfernen, austauschen oder per Waschmaschine säubern. Auch wenn es mir nicht gefällt, aber man hat an alles gedacht, was auch ich habe. Bis auf den befestigten Lappen.

Auch der dazugehörige Eimer, ohne den der Name „Twist“ wohl absolut sinnlos wäre, schlägt den meinigen größentechnisch um einiges. Kein Wunder, denn allein die sogenannte „Wischtuchschleuder“ und der dazugehörige Spritzschutz (Aufsatz) benötigen schon über die Hälfte des Platzes. Auch wenn die „Montage“ der beiden Teile recht einfach erscheint, lobe ich mir doch meinen kleinen, handlich geformten Eimer, der sogar einen wesentlich unkomplizierteren „Auswringer“ an Board hat! So! Auch wenn man ihn nicht so wirklich benutzen kann… Zugegeben: Fertig zusammengebaut sieht der ovale Twister-Kübel respektabel modern aus. Nur keinen Neid vortäuschen!

Heuchlerei

Gelte

Bilder von Leifheit Twist System Set
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Leifheit Twist System Set Leifheit Twist System Set
Äußerliche Verpackung mit lächelnder Lady
ich jetzt als Heuchler, wenn ich dem Neuling in das stielige Face lächle und mich hinten herum skeptischerweise auf das Ausscheiden meines Kontrahenten freue? Genau hier steckt mein Vorteil: Nach zwei Jahren guter, seliger Zusammenarbeit kennt mich mein Herr in und auswendig. Er weiß wie er mich zu handhaben hat, kennt meine Stärken, meine Schwächen. Kann sich der nasse Drehling gegen die launischen Attacken des Schmutzes, die fiesen Hundehaare und dem empfindlichen Laminat durchsetzen? Ich glaube kaum! Zu skeptisch ist mein Besitzer diesbezüglich. Bei ihm muss die Quantität mit der Qualität übereinstimmen, so wie bei mir!

Mittlerweile ist der Sturm-Angeber zusammengebaut und wartet gemeinsam mit seinem Eimer-Freund auf seinen heutigen Einsatz. Noch hängen wir am Besen-Regal. Das Leifheit-Produkt hat neben den ganzen Vileda-Besen,- Lappen und -Wischern einen schweren Stand. Dumm gelaufen, du Einmischer! Da kommt auch schon mein Herr. Dass er sich in diesem Fall nicht für mich entscheidet, nehme ich selbstverständlich hin. Aber ich beobachte! Kein Detail, kein Schimpfen, kein In-Die-Ecke-Schleudern wird mir heute entgehen. Ich lausche dem Kampfe mit dem Ungewohnten, dem Leiden des Weggeworfenen und dem Erleichterungsaufschrei des Altbewährten!

Plätscher. Zusammen mit einem Universalreiniger flutscht das Wasser vom Hahn in den überdimensionalen Dreheimer. Na, wenn diese Mengen nicht auch noch die Wasserkosten in die Höhe treiben! Was grinst mich dieser Wildwischer denn so an? Nur weil er der heutige Auserkorene ist?
Aja, erste Schwierigkeiten gibt es schon: Der Eimer ist zu groß! Dank des feststeckenden Wasserhahns kann mein Herr ihn nur mit Mühe aus dem Becken ziehen. Das kommt davon, wenn man größenwahnsinnig ist! Das wäre meinem Eimer nicht passiert! In gewisser Weise hatte ich das schon vorher gesehen! Hmm… Mit dieser geringen Menge an Wasser will der „Twister“ sein Werk vollziehen? Ich bezweifle es! Na ja, zugegeben, um einen korrekten Schleudergang zu gewährleisten, darf auch nicht mehr des heißen Wassers in den Kübel. Dann wäre ja selbst nach zweihundertmaligem Drücken und Drehen der Lappen immer noch nasser als nass. Also gut, hier ist Sparsamkeit angesagt, was allerdings nicht heißen muss, dass man mit so wenig Wasser auch diesen vielen Schmutz wegbekommt. Auch mit meinem Eimer muss mein Saubermacher mindestens dreimal das Wischwasser wechseln, damit es seinen Hygienevorstellungen entspricht. Wir werden sehen. Auch wenn ich es nur schwer zugebe, ein erster Pluspunkt ist bereits entstanden: Die benötigte Menge an Wasser lässt sich mit dem Konkurrenten etwas soliderer bemessen als mit meinem Eimer. Hier fließt im Grunde genommen meistens viel zu viel des warmen Nasses hinein. Vorteil „Twister“. Mist!

Dank der großen Einzelteile namens Wischer und Eimer wirkt der Transport gen Obergeschoss sehr wackelig, schwer und unhandlich. Der Zweibeiner muss aufpassen, dass der überlange Stiel nicht gegen die Wände und Decken schlägt. Blöd, oder?

Erste Ergebnisse

Oben angelangt erörtert erst einmal der Staubsauger seine Vollzugmeldung. Ja, ein verlässlicher alter Partner in Sachen Vorsorge ;-) . Aja, jetzt höre ich die ersten Klapp- und Drehgeräusche. Der „Twister“ bekommt seinen ersten Auftritt.
Es scheint ganz einfach zu sein, denn mein Meister fabriziert ein dreimaliges Durchdrehen ohne zu meckern. Na gut, was kann man hier auch falsch machen? Dank der vielen Bildchen auf der Verpackung wäre man ein Volldepp, würde man es nicht hinbekommen. Dank des Klappgelenks faltet sich das Wischblatt mittig durch. Über dem „Clen-Twist“ sind zwei dicke Kegel angebracht, die als Einrasthilfe dienen. Ist der Wischer drin, geht’s durchs Drücken des Stieles rund. Fertig! Laut Beschreibung sollte man bei gefliestem Boden dreimal drücken, beim empfindlichen Laminat sechs Mal. Somit wäre der optimale Bedarf an Feuchtigkeit gedeckt. Ja, das alles klingt schön und einfach. Man muss sich nicht mehr Bücken, ein unhandliches Ausdrücken des Wischlappens entfällt hiermit.

Mein Herr scheint offenbar, zu meinem Leidwesen, recht glücklich zu sein mit der Neuanschaffung des Angebers. Der Wischer scheint durch seine flexible Art und Weise durchweg seinen Job zu erfüllen. Höre ich da etwa ein zufriedenes Pfeifen? Oh nein! Mein Saubermann ist tatsächlich zufrieden! Wie gemein!

Hah! Hab ich es doch geahnt! Jetzt kommen die ersten Fehlerchen zu Tage! Das Pfeifen hört rapide auf, als sich mein Herr dennoch bücken muss! Ein leises Fluchen ertönt. Ja, und ich weiß auch wieso! Es haben sich Restflusen, die der Staubsauger übersehen haben muss, beim Wischen angesammelt. Da der Lappen am Wischer geknöpft ist, ist es keine leichte Sache, diese nassen Fussel aufzunehmen. Vorteil Wischmat! 1:1! Ich kann ein wenig aufatmen! Mein Herr holt mich, um diesen Faux Pas zu beheben! Sehr gut, nun bin ich live und direkt am Ort des Geschehens!

Die Wischerei geht weiter. Leider mit dem „Twister ïŒ. Neidvollerweise muss ich ja zugeben, dass das Wischblatt extrem wendig ist. Um 100 Grad kann es sich abschwenken. Respekt. Doch was nützt die beste Flexibilität, wenn sie nicht in die Ecken kommt? Nüscht! 2: 1 – Für mich! Denn Dank meines trapezförmigen Blattes gelangt mein Lappen in die äußerste, blöd gelegene Ecke und nimmt den Schmutz gekonnt auf.
Ich frage mich dann doch, wie man den Wischer samt Lappen ohne Bücken dazu bewegt, mittig aufzuklappen, damit er bereit ist, in die schmale Öffnung der Schleuder zu gehen. Ja, zwar funktioniert es ohne in die Knie zu müssen, doch Umständlicherweise muss mein Saubermann entweder den Wischer per Stiel anheben oder per Fuß anklicken, um dann auf den Hebel dort zu drücken, der den gewünschten Effekt auslöst. Ähnlich also wie bei mir. Kein beidseitiger Vorteil!

Das Wischergebnis auf den Fliesen ist gut, wie ich das so sehe. Es glänzt. Doch irgendwie macht mein Herr sich über die Stabilität des Angebers Sorgen. Was mag da denn los sein? Aja, ich sehe schon. Anscheinend erweckt der Stiel den Eindruck, beim leichtesten Druck durchzubiegen um anschließend in mehrere Teile zu zerfallen. Was allerdings eher einer optischen Täuschung zu Gute kommt. Die Erklärung ist nah. Ein weiteres Gelenk zwischen Wischblatt und Stange sorgt dafür, dass sich auch der Stiel in alle Richtungen (100 Gad) bewegen lässt. Somit kommt man auch unter die tiefsten Ebenen. Nun ist der Stiel auch noch etwas länger als gewöhnlich, womit zusätzlich die Stabilität fraglich erscheint. Dem ist aber nicht so. Alles ist stabil, was meinem Zweibeiner offenbar dennoch nicht die Angst nimmt, dass sich dies eventuell dann doch noch gegenteilig äußern könnte. Verdammt, statt meinem Konkurrenten diesen Fehler anzukreiden, nehme ich ihn nun auch noch in Schutz. Was bin ich doch blöd!

Resultate

Der Laminatbereich wurde erreicht. So ist (außer dem Badezimmer) der gesamte obere Part vom hölzernen Belag eingenommen. Wie jeder weiß, sollte Selbiger nur nebelfeucht gereinigt werden, da er sich sonst wellen könnte. Somit erklärt es sich, dass dem Angeber (wie vom Hersteller empfohlen) nun satte sechs Mal des Schleuderganges drohen. Dieser nimmt es gelassen hin.
Das sechsmalige Drücken des Stieles scheint meinem Herrn keine argen Probleme zu bereiten. Es scheint ihm sogar Spaß zu machen. Hier scheint es eher mit dem Bremsen zu hapern, denn der “Twister“ wirbelt und wirbelt. Wartet man darauf, dass er dies von allein beendet, darf man auf Dauer getrost einige Stunden der Reinigungszeit hinzu planen. Auch dem Hersteller „Leifheit“ scheint diese Problematik aufgefallen sein, denn er erwähnt, dass das ersehnte Bremsen durch leichtes Schrägstellen des Stiels erfolgt. Stimmt. Doch es klingt alles andere als nach gesunder Technik. Während der Wischer nun stoppt, poltert es im Inneren der Schleuder. Zwischenzeitlich hakte das gute Stück sogar aus und musste wieder „eingerenkt“ werden, bevor ein erneutes Trockenschleudern von Statten gehen konnte. Hmm… Ja, ja, man muss schon einige Opfer hinnehmen, wenn man sich bequemerweise nicht bücken möchte. Ich sag´s ja immer: Bequemlichkeit zahlt sich nur selten aus! Es leben die „alten Lappen“!

Das fröhliche Pfeifen meines Herren ist nun einem doch gräulichen Grummeln gewichen. Sehr gut, zuimindest für mich! Der „Twister“ vollzieht auf dem Laminat allerdings gute Resultate, auch wenn aus dem empfohlenen Sechs-Mal-Drücken“ ein „Fünf-Gang-Schleudern“ wird. Genügt offenbar!

Ach ja, die gute Treppe hatte ich ja noch gar nicht erwähnt. Auch sie wurde gefliest. In Zeiten des „Wischmats“ (also mich) ging das Säubern recht einfach von Statten. Tuch in Eimer, auswringen, abwischen, fertig. Stufe um Stufe erreichte so ihren perfekten Säuberungsgrad.
Etwas schwieriger läuft es mit dem „Twister“. Zwar lässt er sich bequem über die Stufen lenken (er kann sogar 90 Grad reinigen), doch die Kanten und verzwickten Winkel im Wendepunkt der Treppe werden kaum erreicht. Dummerweise ist man nun gezwungen, den Lappen abzuknöpfen, ins Wasser tauchen, auszuwringen, um anschließend kniend, schleuderlos die immer noch schmutzigen Stellen zu erreichen. Ich glaube, dass ich nun von einem 3:1 sprechen kann, oder?
Auch wenn diese Prozedur eher als lapidar erscheint möchte ich erwähnen, dass das Tuch recht fest am Blatt geknöpft ist. Zum einen eine sehr sichere Maßnahme, denn wer möchte schon ein ewig abfallendes Tuch in der Schleuder haben? Doch das Wischblatt ist „auch nur“ aus Plastik, dem ein dauerndes Ab- und Anknöpfen nicht sonderlich gut täte. Irgendwann würde aus dem oben erwähnten Vor- ein abgenutzter Nachteil.

Ende gut, alles gut?

Fertig. Mein Herr hat seine Säuberungsaktion beendet. Das Haus ist sauber. Allerdings nicht ohne unerhebliche Mithilfe meinereiners, dem guten, alten Wischmaten! Na gut, es war der lose Lappen, der normalerweise dem meinigen Blatte anhängt, um einige Schwachstellen zu klären. Immerhin. Es ist gut zu wissen, dass man mich in gewissem Maße dann doch vermisst… Aber fassen wir das Ganze noch einmal zusammen, was die Neuanschaffung meiner beiden Zweibeiner mit vielversprechendem Namen „Twister-System“ zu leisten vermochte.

Als alter Hase im Säuberungsgeschäft muss ich fairerweise zugeben, dass nicht alles vom „Twister“ mies ist. Der anfängliche Zusammenbau ist ähnlich hoffnungsvoll wie die lächelnde Dame auf der Verpackung es verheißt. Easy. Eimer raus, Schleuder und Umrandung rauf – fertig. Genauso leicht vollzieht sich die Erschaffung des Wischers: Drehmoment namens „Clean-Twister“ auf das Wischblatt setzen, Stielende aufschrauben, die restlichen drei Teile je nach Größenbedarf ineinander stecken. So ergibt sich eine monumentale Größe von einem Meter vierzig, ausgewachsen. Kleinere Säuberungswillige dürfen dementsprechend auf eines der Stielansätze verzichten.

Ja, dank der Schleuder wird die Rückenmuskulatur durch fehlendes Bücken in Form vom Auswringen entlastet. Der Gedanke ist auch nicht übel, statt einem Fußpedal am Eimer, das Drehgelenk direkt am Stielende zu montieren. Ein kurzer Druck auf den Griff genügt, um den erwünschten automatischen Trocknungseffekt zu erreichen.
Ebenso der Wasser-Spareffekt scheint vorhanden, da sich im Eimer nur eine bestimmte Menge des feuchten Nasses befinden darf. Sämtliche Alternativbehältnisse werden wohl ganz automatisch voller gefüllt als benötigt. Was den Eimer mit seinem ganzen Inventar an Halterungen, Drehmomenten und Umrandungen jedoch nicht unbedingt leichter und handlicher macht.

Das mitgelieferte, per Druckknopf angebrachte Wischtuch leistet soweit glänzende Ergebnisse. Dank der quadratischen Form des Wischblatts gelangt das Tuch leider nicht in enge Ecken. Hätte der Hersteller eine trapezartige Form gewählt, hätte man zumindest die Voraussetzung dafür geschaffen. Ähnlich problematisch verläuft leider auch die Aufnahme von nassen Flusen. Da das Tuch am Brett befestigt ist, ist es sehr umständlich. Hier hilft ein leicht abnehmbares Tuchobjekt wie das Meinige! Dadurch entsteht auch das die „Treppen- Knacknuss“.
Dank der „Rundum-Gelenke“ an Wischblatt und Stiel ist ein bequemes Handling auch für tiefe uneinsichtige Ebenen gewährleistet. Nachteil des Ganzen ist der Eindruck, dass der Stiel durchbiegt, ja sogar durch bricht. Tut er zwar nicht, doch vorsichtig ist man dennoch, unbewusst natürlich!

Die Schleudertechnik bewirkt das Trocknen des Tuches auf einfache Weise. Die Empfehlungen des Herstellers, dreimal bei gefliestem und sechsmal auf Laminatboden zu schleudern, erweisen sich als korrekt. Allerdings darf man natürlich auch seine eigenen Erfahrungen an Staunässe erbringen.
So schön auch die Schleudertechnik zu sein scheint, die lauten „Bremsgeräusche“ und das teilweise Aushaken des Schleudersiebs lassen die ersten Freudentränen schnell versiegen.

Tja, sind die vierzig Euro denn nun gut angelegt, oder eher nicht? Auch wenn ich es nicht gern zugebe, aber dieses Twister-Teil hat etwas. Hersteller „Leifheit“ hat eine nette Spielerei entworfen, die Erleichterung bringt. Allerdings lohnt sich der Kauf nur für die Zweibeiner, denen es an einem solchen Arrangement fehlt; also keinen aktuellen, schwenkbaren Wischer (wie zum Beispiel einen wie mich) besitzen. Allen anderen sein gesagt: Der Preis ist okay, zumal das Set neben den oben erwähnten Teilen noch einen Duschabzieher beinhaltet. Ob die versprochene dreijährige Garantie nun wirklich benötigt wird, bleibt abzuwarten.
Das Angebot ist preislich mehr wie gut, aber euer „Alter“ vollbringt ähnlich gute Arbeit! Denkt man wie ein reinigungswilliger Zweibeiner, würde ich dem ganzen System wohl durchdachte gute drei Sterne vermachen. Genügt völlig, wenn man bedenkt, dass sich doch ohne versprochenes Bücken nicht auskommt.

Tja, nun ist der Angeber also da und wie es so scheint, wird er wohl ein ewiger Mitstreiter bleiben. So ein Mist. Also werde ich wohl weiterhin gute Miene zu bösem Spiel machen. Vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder und mein Herr dreht einen fixen Moment zu doll in den Schleudergang… Oder die Knöpfe halten nicht mehr am Wischblatt…

Hey, man wird ja noch träumen dürfen…

©knopfi.de´10


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Dana16w

Dana16w

03.02.2012 21:37

bh folgt

miss_chocolate

miss_chocolate

29.12.2011 10:54

"nur" 40 Euro?!

Tiggerbaba

Tiggerbaba

01.02.2011 11:50

Auch ein Wisch-Mat Gefühle hat. :L_)

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