Leitner Reisen

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Leitner Reisen

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47% positiv

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Erfahrungsbericht über "Leitner Reisen"

veröffentlicht 19.05.2017 | Volker111
Mitglied seit : 12.03.2000
Erfahrungsberichte : 594
Vertrauende : 379
Über sich :
Ich lebe und liebe mein Leben. Danke an alle treuen Leser. Bemühe mich nach Kräften um Gegenbesuche. Vielen Dank allen, die zu den vielen besonders guten Bewertungen beigetragen haben. ;-) Danke!
Durchschnittlich
Pro Extrem billig, zuverlässige Mitreisende. abwechslungsreiches Ausflugsprogramm
Kontra schlecht organisierte Anfahrt, dürftige Infos, unterdurchschnittliches Hotel
besonders hilfreich
Beratungskompetenz:
Zufriedenheit mit Hotel, Reise, Appartement etc.:
Kinderfreundlichkeit:
Service
Häufigkeit der Buchung:

"Leitners Reiselotto?"

Hotel von seiner schönsten Seite,dem Garten

Hotel von seiner schönsten Seite,dem Garten

Leitner Reisen, Allersberg

Tour Cinque Terre, Portofino & Florenz

** Angebot durch Prospekt **


In der Regel werfe ich alle Postwurfsendungen, sofern überhaupt trotz Hinweis im Briefkasten, gleich wieder weg. Diesmal machte ich nach einem kurzen Blick darauf eine Ausnahme, da es sich ausschließlich um Reisen handelte, von denen ich annehmen konnte, dass diese meiner Frau zusagen könnten, sei es auch nur als Anregung, um dann auf eigene Faust diese zu organisieren.

Zu meiner Überraschung gefielen trotz Busanfahrt einige der Reisen meiner Frau so gut, dass wir schließlich entschieden, das Risiko einzugehen und die oben genannte Reise übers Internet zu buchen, wobei wir vorher noch einige Erkundigungen einholten. Mit ausschlaggebend war aber auch, dass eine Ex-Kollegin meiner Frau insgesamt eher positiv über ihre Erfahrungen mit Leitner Reisen berichtet hatte, wenngleich mit dem Hinweis, dass die Hotels eher einfach seien und die Anreise relativ zeitaufwendig.
** Das Angebot **


Reise vom 9. bis 13.05. mit folgendem Programm:

1. Tag Busanreise zum Urlaubsort an der Versiliaküste
2. Tag Fahrt mit Bus/RL in die Cinque Terre. Von La Spezia aus mit dem Zug nach Riomaggiore. Spaziergang mit RL durch den Ort. Mit dem Zug nach Vernazza. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Monterosso.
3. Tag Tagesausflug nach Florenz. Bei einer Stadtführung mit RL sehen Sie u.a. den Dom und das Baptisterium, Palazzo Vecchia und die Kirche S. Maria Novella. Anschließend Zeit zur freien Verfügung bis ca. 17 Uhr.
4. Tag Nach dem Frühstück Fahrt mit RL zum Küstenstädtchen Portovenere. Nach 2 Stunden Aufenthalt Weiterfahrt nach Santa Margherita Ligure. Von dort Schifffahrt nach Portofino.
5. Nach dem Frühstück Heimreise.

Die malerischen Erläuterungen der Orte sowie einige Lexikonangaben habe ich an dieser Stelle weggelassen, wenngleich diese durchaus reisemotivierend sein könnten.

Im Preis enthalten

· Fahrt im LUXUS-Bus mit WC etc.
· Alle Transfers lt. Programm
· 4 x Üb. Mit Frühstücksbuffet im 3 Sterne Hotel (Landeskategorie) an der toskanischen Versiliaküste, alle Zimmer mit Bad oder DU/WC
· 4 x Abendessen 3-Gang Menu
· Alle 3 Tagesausflüge im Wert von € 140,- pro Person
· Stadtführung mit örtlichem Reiseleiter in Florenz
· Reiseleitung Cinque Terre, Portovenere und Portofino
· Schifffahrt Santa Margherita – Portofino - Santa Margherita
· Zugfahrten lt. Programm

Preis 299 Euro plus 40 Euro Zuschlag pro Person.

*** Reisedurchführung ***


Im Internet hatten wir sehr frühzeitig die Plätze 6. Reihe Gang und Fenster reserviert.
Vor allem aber hatten wir darauf geachtet, dass wir zu einer halbwegs vernünftigen Zeit (08:10) in Günzburg zusteigen konnten. Leider hatten wir auch auf telefonische Nachfrage hin nicht erfahren, dass wir die einzigen Gäste mit Zustieg in Günzburg waren und der Zubringerbus (7 Plätze) am Bahnhof statt an der Berufsschule sogar wesentlich besser parken und uns abholen hätte können. Wir hätten uns den Fußweg durch die Stadt gespart und einen Zug später (30 Min.) von Neu-Ulm bzw. von zu Hause aus losfahren müssen. Statt 6:55 immerhin erst 7:25.
Ganz erheblich viel mehr Zeit wäre jedoch einzusparen gewesen, wenn man uns die Route des Busses telefonisch mitgeteilt hätte, denn die ersten 2,5 Stunden fuhren und hielten wir immer wieder an weiteren Zustiegen, bei deren Nutzung wir ca. 2 Stunden später erst hätten starten müssen.

In Landsberg am Lech kam unser Zubringerbus weit vor der vereinbarten Zeit an, dafür verspätete sich der eigentliche „Luxusbus“ ganz erheblich, was aber nicht an Fahrgästen lag, sondern am Busunternehmen.

In Landsberg dann die nächste Enttäuschung. Die Busplätze waren nach Gutdünken belegt, wobei im oberen Bereich Enge und dichte Luft herrschte, im unteren Bereich manche Plätze durch Gepäckstücke belegt waren, eigentlich frei, aber für die Einsteigenden nicht erkennbar.

Glück im Unglück. Wir fanden 2 Plätze vor der WC Kabine, die aber aus diversen Gründen nicht benutzt werden sollte, was auch überwiegend (Ausnahme zum Umziehen einiger Damen) eingehalten wurde. Neben uns waren einige Fahrerutensilien auf den Plätzen gelagert, so dass wir nur vor uns 2 Fahrgäste hatten, aber ansonsten schön viel Platz hatten und zudem recht nahe beim Ausstieg uns befanden.

Auch beim nächsten Halt in Lindau erfuhren wir immer noch nicht, welche Route zu welchem Ort genau vorgesehen war. Der Busfahrer erfuhr dies angeblich erst selbst während der Fahrt und gab diese Daten seinem Navi ein.

Einige Zeit später wurde dann klar, dass wir über bzw. durch den St. Bernardino-Tunnel fahren würden. An einer Raststätte in der Schweiz hatte wegen der relativ hohen Preise der Busfahrer ein gutes Argument, seine heiße Würstchen zu verkaufen. Bevor alle Interessenten versorgt waren, streikte dann die Sicherung, so dass der Rest verzichten musste.
Immer noch gab es keine Hinweise, welchen Ort und welches Hotel wir anfahren würden. Erst nach wiederholtes direktes Nachfragen beim Busfahrer erfuhr ich, dass der Zielort Marina di Massa sei.

Dort musste dann im Hotel angerufen werden, weil wir erst nach 22 Uhr dort eintreffen würden, damit unser Abendessen noch serviert werden konnte. Zum Hotel später mehr im Bewertungsteil.

Teilzusammenfassung:
Die Hinfahrt hätte bei gleichen Kosten erheblich effektiver organisiert werden können. Die Infos während der Fahrt waren dürftig. Die Reisegruppe selbst ließ die Fahrt trotzdem erträglich wirken.
Ausflugsdurchführungen

Das Frühstück im Hotel war im Vergleich zu den Bildern auf den Internetseiten nochmals reduziert und entsprach bis auf den Kaffee nicht im Geringsten unseren (meiner Frau und meinen) Erwartungen. Wie auf der Hotelseite abgebildet wäre ich von dem Frühstück zwar nicht begeistert aber halbwegs zufrieden gewesen.

Aufgrund der gesetzlichen Pausen für den Busfahrer konnten wir erst etwas später als geplant den Ausflug beginnen. Das Programm wurde leicht umgestellt. Als RL hatten wir Else, eine ältere Dame aus Holland, die vor Ort sich als Nebenjob etwas hinzu verdiente.
Mit dem Bus ging´s nach La Spezia, wobei während der Fahrt Elsje uns einiges über die 5 Dörfer (Cinque Terre) und iher Geschichte sowie auch über La Spezia erzählte. Dort kaufte sie für uns die Tagestickets (12 Euro pro Person, im Gesamtpreis enthalten).
Monterosso fuhren wir als erstes an. In Monterosso waren wir uns weitgehend selbst überlassen, nur Treffpunkt und Zeit wurden vereinbart und zuverlässig von allen eingehalten.

Anschließend ging´s per Zug nach Vernazza. Auch hier hatten wir viel Zeit für uns. Den Abschluss bildete die Fahrt nach Riomaggiore. Die dort sehr engen steilen Gassen erschwerten zuweilen die eigene Orientierung, trotzdem erreichten alle Teilnehmer pünktlich wieder den Bahnhof zur Rückfahrt nach la Spezia.

Am 3. Tag ging´s mit einer neuen RL, Gaby, nochmals in die Cinque Terre, diesmal jedoch nur per Bus zunächst nach Rapollo, später nach Santa Margherita Ligure, dann per Schiff (Fähre, ca. 15 Minuten) nach Portofino. Pro Person für Hin- und Rückfahrt 10 Euro.
Im Bus gab´s recht viele Erläuterungen, manches im Widerspruch zu den Ausführungen des Vortags. An den Zielorten blieb auch Gaby (seit vielen Jahren in Italien lebend) möglichst auf Distanz zur Gruppe. Gaby wirkte insgesamt etwas kompetenter, frei nach dem Motto: Flexibel, spontan und elastisch.
Am Nachmittag fuhren wir noch nach Portovenere, wobei wir den Bus oben vor dem Ort verlassen mussten, er war um einen Meter zu lang, um in den Ort fahren zu dürfen.
In Portovenere zeigte Gaby den Interessierten ein nettes Lokal am Hafen, welches preiswert und gut, also echt günstig war. ;-) Alle weiteren Spaziergänge unternahmen wir auf eigene Faust.
Der Treffpunkt und die Zeit zur Rückfahrt wurde von allen zuverlässig eingehalten.

Am letzten Ausflugstag, wieder mit einer neuen RL bzw. Stadtführerin, einer Italienerin, die in Köln Germanistik studiert hatte, besuchten wir Florenz.
Wen wundert´s, auch hier wurden die Anlaufspunkte teilweise geändert, teilweise ausgelassen, aber auch anderes hinzugefügt. Dadurch wurden die Wege innerhalb der Stadt verkürzt. Nach ca. 2 Stunden, in denen wir einen guten Überblick, einen kleinen Stadtplan als Hilfe zur eigenen Orientierung erhielten, hatten wir Zeit bis 16 Uhr, eigene Zielorte in Florenz anzusteuern. Die Orientierung war mithilfe eigener größerer Stadtpläne aus dem Internet zu Hause ausgedruckt sowieso kein Problem. Wer sich unsicher fühlte, lief zum Essen mit unserer Stadtführerin mit, die alles in allem aus meiner Sicht die beste Kompetenz aufwies.

Um 16 Uhr befanden sich daher wieder alle vollzählig am Reisebus.

Überaus pünktlich am Hotel unternahmen wir dort noch einen Spaziergang in die Stadt und auf dem Rückweg an den Strand.
** Bewertung **


1.) Fahrt

Diese könnte erheblich besser organisert werden, wobei unser Zubringerbus sehr zuverlässig und gut war. Auf der Rückfahrt war es auch kein Problem, am Bahnhof in Günzburg auszusteigen und dadurch früher nach Hause zu kommen.
Der Busfahrer des Reisebusses fuhr gut, war aber besonders auf der Hinfahrt an der Grenze seiner Belastbarkeit. Seine Nebenjobs wie Kaffeeverkauf, Wienerle, Getränke usw. sowie die Suche nach Ursachen des Stromausfalls im Bus erschwerten seinen Job.
Eigentlich war er bemüht, zumeist hilfsbereit und nett, mit Kritik, die nicht einmal an ihm sondern an der Organisation von einigen Teilnehmern geübt wurde, konnte er nur sehr schlecht umgehen.

2.) Hotel

Die Zimmer im Hotel waren insbesondere am ersten Abend klamm, kühl und feucht.
Silberfische, die morgens beim Betreten des Bads, das Weite suchten, trugen ebenfalls nicht zum Wohlfühlen bei. Die bereitgelegten Decken für kühlere Tage mochten wir trotzdem nicht anfassen.
Die Wände, auf der einen Seite Beton/Zement Look, auf der anderen Seite Backstein, erfreuten uns auch nicht.
Wie ich später auf den Internetseiten erkennen konnte, sind die Zimmer jedoch nicht gleich. Einige schauen annehmbar aus, sowohl was Bad/Dusche aber auch was den Raum selbst betrifft.
Warmwasser und Dusche funktionierten, Fön war vorhanden, die Steckdose ließ sich auch nutzen. Manches, was nach Schmutz/Staub aussah, waren vielleicht wirklich nur Altersspuren, wie einige Mitreisenden meinten.

Das Abendessen war mengenmäßig reichlich, aber von der Qualität her würden wir es nicht zweimal bestellen. Die Preise für die Getränke, Wasser, Bier, Wein entsprachen denen in den Lokalen im Ort. Der Preis für Cappuccino oder Espresso schwankte, je nachdem, wer im Hotel gerade kassierte. Da es sich hier jedoch nur um Centbeträge handelte, war mir das egal.
Das Personal war sehr unterschiedlich, teilweise muffig, teilweise aber auch nett und hilfsbereit.
Das Frühstück war nicht nur minimalistisch sondern eines der schlechtesten, die ich bisher in Hotels erlebt habe. Obst, wie man auf Fotos im Internet sehen kann, gab es nie.


3.) Ausflüge

Der angepriesene Wert der Ausflüge ist zweifelhaft. Die Zugfahrten und die Schifffahrt sind mit insgesamt 22 Euro p.P. gering. Die Buskosten dürften ebenfalls nur wenig höher ausfallen, auf 52 Fahrgäste umgerechnet. Bleiben die Kosten für die nebenberuflichen, hobbymäßigen Reiseleiter. Hier wurden wir unfreiwillig Zeuge wie unsere Elsje von einem Kontrolleur auf ihre unlautere Konkurrenz zu den „echten“ Reiseleitern hingewiesen und quasie verwarnt wurde.
Sie stellte ihre Tätigkeit wohl in Abrede und das erklärt auch, warum sie und auch die anderen überwiegend Abstand in bestimmten Bereichen von der Gruppe hielten. Daher vermute ich, dass diese RL hauptsächlich von den Trinkgeldern leben und nur sehr wenig vom Reiseunternehmen erhalten.

Die Ausflüge haben den Vorteil, eigene Anstöße für weitere Reisen zu erhalten, organisatorisch muss man sich um nichts kümmern, die Reisegruppe selbst bietet Schutz und Sicherheit. Erfahrungsaustausch ist möglich, allerdings darf niemand eine fundierte Bildungsreise erwarten. Insgesamt bewerte ich die Ausflüge als positiv, auch wenn ich die oft sehr kurzfristigen Planänderungen, die nicht durch unvorhersehbare Ereignisse bedingt waren, nicht so gut finde.

Zusammenfassend: Ich vergebe 2 von 5 Sternen. An einer weiteren Leitner Reise würde ich nur teilnehmen, wenn ich die Route vorher kennen könnte, wenn man die Zustiegsorte flexibler handhaben würde, wenn Zielort und Hotel für eigene Recherchen rechtzeitig bekannt gegeben würden.
Dafür wäre ich durchaus bereit 50% mehr zu zahlen, denn mir ist klar, dass bei solchen Kalkulationen meistens am Ende der Kette gespart wird, nämlich beim Busfahrer, beim Hotel und bei den „Taschengeldverdienern“.

Die Lust am Reisen ist mir nicht vergangen, ganz im Gegenteil, aber zu billig darf eben eine solche Reise nicht sein, ansonsten gleicht sie einem Glückspiel.

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Sommergirl-Mary veröffentlicht 24.05.2017
    bh
  • Sydneysider47 veröffentlicht 23.05.2017
    das ist toll und ganz kritisch geschrieben. Wir bekommen auch immer wieder den Leitner-Reisen-Prospekt in den Briefkasten - sieht alles ganz toll aus, aber wir trauen dem Unternehmen keine tollen Reisen mehr zu nach dem, was wir im Internet darüber gelesen haben (auch bei Ciao.).
  • MOFFt veröffentlicht 22.05.2017
    gerne ein BH ... lg MOFFt
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Produktbeschreibung des Herstellers

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