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Windowssteuer, Leertaste, Spiegeldisplay, Wlan nur b/g
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Kompletter Erfahrungsbericht
Vorwort
Auf dem Rechner ist ein Windows 7 Home Premium 32bit vorinstalliert. Das wurde beim ersten Rechnerstart durch ein Linux ersetzt. Von daher sollten besonders die Leistungsbewertungen von Windowsnutzern mit Vorsicht betrachtet werden.
Ausstattung und Anschlüsse
Intel Atom CPU N270, 1.6 Ghz (taktet im Leerlauf auf 800 Mhz runter), 32 bit
Soundkarte MCP79 High Definition Audio mit Kopfhörerausgang und Mikrophoneingang
HDMI-Anschluss
Kartenleser (SD-/MMC-Karten)
Netzanbindung
Wlan
Verbaut hat Lenovo eine Karte nach dem 802.11g-Standard (54mbit/s). Mittlerweile Standard - auch schon bei wesentlich kleineren und schwächeren Netbooks - ist allerdings 802.11n (600 mbit/s).
Bluetooth
Ist auch enthalten, hab ich bisher aber nur mal kurz angetestet.
UTMS
In der Anleitung steht schön erklärt, wie man die Sim-Karte in den entsprechenden Kartenhalter einsteckt. Ist nur etwas dumm, dass das dazugehörige UMTS-Modem fehlt. Nach ein paar Minuten Google kommt man auch darauf, dass das Notebook für ein UMTS-Modem vorbereitet ist - mehr aber auch nicht. Welchen Sinn das hat, weiß wohl nur Lenovo selbst.
Eingabe / Ausgabe
Display
Das Display hat eine Größe von 12,1" und kann eine maximale Auflösung von 1280x800 Bildpunkten darstellen. Bisher nutzt ich das Netbook überwiegend zur dunklen Tageszeit. Da fiel das Problem nicht sonderlich auf. Als jedoch von draußen auch mal etwas Sonne in den Raum drang, musste ich mit Erschrecken festellen, dass man das Netbook als perfekten Schminkspiegel gebrauchen kann. Vom darzustellenden Inhalt auf dem Display sieht man dann fast nichts mehr. Spiegelnde Displays werden aufgrund dieser Eigenschaft permanent kritisiert und trotzdem im Consumerbereich fast ausschließlich verbaut. Angeblicher Vorteile sind der höhere Kontrast und die besser Farbbrillanz. Hoffentlich wird dieser Irrweg bald wieder verlassen.
Tastatur
Bisher hatte ich ein Dell Latitude C610. An die Qualität dieser Tastatur kommt das Lenovo S12 nicht ganz heran. Insgesamt lässt sich die Tastatur aber ordentlich bedienen, die Druckpunkte stimmen. Trotz der geringen Größe des Netbooks entsprechen die Tasten bis auf einige Sondertasten einer normalen Tastatur. 2 negative Punkte gibt es aber doch:
Leertaste: Die klemmt. Genauergesagt muss man mit etwas erhöhtem Druck auf die Mitte der Leertaste draufhaun. Bei gewohnter Betätigung mit dem Daumen auf dem rechten Bereich der Leertaste tut sich gar nichts.
Fn-Taste: Die wurde unpraktischerweise genau dort platziert, wo sich auf einer normalen Tastatur die STRG-Taste befindet. Das hat zur Folge, dass man z.B. bei Kopieren und Einfügen (STRG+C, STRG+V) gern mal die Fn-Taste benutzen will. An der Stelle wäre es besser gewesen, die Fn-Taste und die STRG-Taste zu tauschen.
Webcam
Die hab ich bisher nur mit Skype getestet. Große Qualitätssprünge darf man nicht erwarten. Zum Chatten reichts.
Touchpad
Ich musste die Sensibilität bei der Konfiguration etwas ändern, ansonsten lief das Touchpad wie gewohnt. Die Multitouch-Fähigkeiten hab ich nicht getestet. Weiß auch nicht, ob das S12 die unterstützt.
Design
Das Teil gibt's in schwarz und weiß. Natürlich sieht ein weißes Netbook edel aus. Leider find ich das Design des S12 eher grenzwertig. Der Grund ist einerseits dieses häßliche Muster auf der Oberseite des Displays. Und als zweites hätte man den Akku etwas flacher gestalten können. Gute Design-Beispiele sind natürlich das Macbook, aber auch das NC10 von Samsung.
Innereien
Grafikkarte
Verbaut wurde in meinem Netbook eine Nvidia ION, die einer GeForce 9400m entspricht. Ältere Modelle des S12 sind auch mit einer Intel GMA-950 erhältlich, die jedoch aufgrund der mangelhaften Leistung nicht zu empfehlen ist.Die ION-Karte emöglicht das hardwarebeschleunigte Abspielen von HD-Videos. 1080p-Videos liefen bei mir mit mplayer und vdpau-Treiber problemlos und ruckelfrei. Die Atom-CPU zeigte dabei meist eine CPU-Last von ca. 12% an. Zu beachten ist, dass ich die Videos bisher nur auf dem vorhandenen Display (1280x800) ausprobiert habe. Zum Anschluss an einen Full-HD-TV per HDMI hatte ich noch keine Gelegenheit.
CPU
Wichtiges Ziel bei der Entwicklung dieser CPU-Reihe war ein geringer Stromverbrauch. Natürlich schlägt sich das auf die Leistung der CPU nieder. Große Sprünge kann man also nicht erwarten. Für den normalen Einsatz von Officearbeiten sowie Filme und Musik abspielen, reicht die Leistung locker aus. Bildverarbeitung ist auch noch möglich, Spiele hab ich nicht getestet. Insgesamt kann man mit der Leistung momentan ganz gut leben.
Die CPU ist eine Single-Core-CPU. Aufgrund des Hyperthreadings werden 2 aber logische CPUs angezeigt.
Ram
Wie bei der Grafikkarte setzt sich Lenovo auch hier von der Konkurrenz positiv ab. Andere Hersteller verbauen meist nur 1 GB. Lenovo hat das S12 mit 2 GB Ram versehen. Maximal kann der Speicher auf 3 GB aufgerüstet werden.
Akku
der Akku wird wie bei vielen Netbooks unterhalb des Bildschirms angestöpselt. Dadurch sieht das Notebook in diesem Fall leider etwas unförmig aus. Das hätte man vermutlich aus Design-Gründen besser lösen können. Der Akku sitzt fest. Die Laufzeit beträgt bei normaler Nutzung etwas mehr als 4 Stunden.
Software
Windows
Wie schon eingangs erwähnt, kommt mir kein Windows auf den Rechner. Dummerweise scheint kein einziges Netbook ohne Windows verkauft zu werden. Man wird also dazu gezwungen, eine Windowssteuer zu bezahlen. Bei ebay kann man den Linzenzaufkleber nicht verkaufen, da das Handbuch und die Installations-DVD fehlen. Ich hab das vorinstallierte Windows nicht gestartet. In diversen Foren und Blogeinträgen konnte man jedoch nachlesen, dass neben dem Windows auch noch eine ganze Menge Müll vorinstalliert ist, der sich nur schwer entfernen lässt. Das wirkt sich natürlich nicht sonderlich positiv auf die Leistung des Rechners aus.
Linux
Gleich nach Einschalten des Rechners hab ich erstmal die Festplatte neu partitioniert. Dadurch stehen dann wenigstens die vollen 320GB Fesplattenkapazität zur Verfügung. Ich habe als Distribution Gentoo verwendet. Jedes andere aktuelle Linux sollte aber auch problemlos installiert werden können. Treiberprobleme gibt es keine. Sogar die Multimediatasten werden von vornherein korrekt erkannt und benutzt. Im Amarok muss man nicht mal irgendwas konfigurieren, um Play/Pause, Stop usw. benutzen zu können. In diversen Berichten wird berichtet, dass der Lüfter fast permanent läuft, das kann ich unter Linux nicht bestätigen. Der Lüfter wird dann aktiviert, wenn er gebraucht wird. Bei normaler Nutzung (Surfen, Office) läuft der Lüfter bei mir nicht.
- keine Option beim Kauf, auf Windows zu verzichten - hässliches Muster auf der Display-Oberseite - Leertaste, Anordnung STRG-/Fn-Taste - Wlan nur 54 mbit/sec - UMTS nur halb vorhanden (Simkartensteckplatz da, Modem fehlt) - für die Größe ganz schön schwer
Das Notebook war der Kompromiss aus den Kriterien meiner Frau (klein, weiß) und einer halbwegs brauchbaren Leistung (2 GB, ION-Graka). Wenn's etwas größer sein darf, ist man mit einem Subnotebook besser bedient, da durch die stärkeren CPUs bei Subnotebooks nochmal ein Leistungssprung zu erwarten ist. Für den alltäglichen Betrieb ist das Lenovo S12 jedoch ausreichend. In der Preisklasse bis 400 Euro habe ich in tagelanger Recherche kein besseres Netbook (>1 GB Ram, ION-Graka) finden können.
2 Sterne Abzug gibt es von mir für die genannten negativen Punkte. Das ist insofern ärgerlich, da die besonders nervigen Punkte (Tastatur, Muster, Windows) am leichtesten abstellbar wären.
Pro: PCI-Expresscard Slot, robust, billig, leicht, Akku gut Kontra: laut, Soundkarte bzw. Software problematisch, kein UMTS-Modulsteckplatz trotz Andeutung
...CONTRA: Im Gegensatz zu meinem Vorredner möchte ich feststellen, das Lenovo IdeaPad S12, zumindest Modell 2959 (schwarz, mit XP), KEINE UMTS-Modul-Anschlussmöglöichkeit hat; Es befindet sich zwar auf der Unterseite eine Klappe, die eigentlich dafür vro ...
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