Neue Denkmatte kommt nicht von IBM, sondern Lenovo
03.10.2008 (02.02.2012)
Pro:
Gesamtperformance,Thinkligt
Kontra:
Graphikleistung
Details:
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Kontraste
Festplatten-Kapazität
Bedienung/Ergonomie
Software-Ausstattung
mehr
 l.x.klar
Über sich:
Bitte pusht meinen T61 >10.000 ! No time 4 regelmäßig CIS, nur noch NdV + Runden. Wer Lesungen ve...
Mitglied seit:09.04.2005
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Vorgeschichte: Jetzt werden einige Member, die auch schon die anderen 2 meiner Berichte über Laptops aus der Thinkpad-Reihe von IBM sicher gleich denken:"Ach nee, jetzt hat der Bekloppte sich schon wieder ein Thinkpad geholt und das is halt jetzt von Lenovo.". Aber weit gefehlt ! Vielmehr war es so, daß ein Kollege letzten Monat ein Thinkpad T61 von Lenovo für 800 € angeboten bekam. Aufgrund meiner durchweg guten Erfahrungen mit meinen eigenen Thinkpads T23 bzw. R40 riet ich ihn zum Kauf. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer, da ein zügiges Arbeiten trotz einer Speicherausstattung von 1024 MB Arbeitsspeicher und eines Core2Duo-Prozessors mit einer Taktfrequenz von 2,0 GHz nicht möglich war. Schuld daran war das Betriebssystem: Windows Vista Home Edition, das durch grafische Gimmiks so überladen ist, daß es sich sehr ressourcenfressend verhält. Ich sollte mich der Sache annehmen und Abhilfe schaffen, indem ich ihm Linux und Windows XP Professional installieren sollte, nachdem ich das originale Betriebssystem Windows Vista Home Edition entfernt hatte. Außerdem musste ich die von ihm bis dato erstellten Dateien zuvor auf einem Backup-Medium sichern. ACHTUNG ! Andere Produkte, oder Berichte, die auf zuvor von mir veröffentlichte Berichte mit weiterführenden Informationen zu verwandten Themen hinweisen, werden innerhalb dieses Berichtes im Fettdruck erscheinen. Vorbereitung: Ich entschloss mich, den Ordner "Eigene Dateien" komplett auf einen 4 GB großen USB-Stick ( Sandisk Cruzer micro ) zu kopieren, der dadurch ungefähr zur Hälfte belegt wurde. Bei den Daten handelte es sich hauptsächlich um mp3-Dateien, aber auch Grafiken, Bilder und Textdokumente waren vorhanden. Nach dem Sichern der Daten löschte ich mit dem Programm Partition Magic 8, das mittlerweile von Symantec vertrieben wird, die komplette Partitionstabelle und richtete neue Partitionen ein. Benötigt wurden je eine Partition für die beiden zu installierenden Betriebssysteme Ubuntu Linux und Windows XP, eine Partition für die Auslagerungsdatei von Linux sowie je eine Partition für die Anwendungsprogramme, die unter Windows XP installiert werden sollten und eine Partition für die Dateien, die der Nutzer anlegt und speichern möchte. Nach getaner Arbeit sah die Partitionstabelle also wie folgt aus und alle Partitionen waren mit dem Dateisystem formatiert, für das sie bestimmt waren: 1. Windows XP 2. Ubuntu Linux 3. Linux Auslagerungsdatei 4. Programme für Windows XP 5. Eigene Dateien
Betriebssystem-Installation: Zunächst installierte ich Windows XP Professional
Bilder von Lenovo ThinkPad T61 8898
wie gewohnt auf die erste Partition, die den Laufwerksbuchstaben "C" erhielt. Da für Linux formatierte Partitionen von Windows XP nicht erkannt werden, wurden diesen Partitionen auch keine Laufwerksbuchstaben unter Windows XP zugewiesen. Dadurch erhielt die Programmpartition den Laufwerksbuchstaben "D" und die Partition, die für eigene Dateien vorgesehen war den Laufwerksbuchstaben "E". Ich prüfte nach der Installation, ob Windows die gesamte Hardware erkannt hat, musste aber bei einem Blick in den Gerätemanager, der unter der Systemsteuerung zu finden ist, daß dem nicht so war. Einige Geräte waren mit einem gelben Ausrufezeichen markiert, was auf fehlende oder falsche Treiber hinweist. Ich ignorierte diesen Umstand zunächst einmal und installierte Ubuntu Linux auf die dafür vorbereitete Partition, in der Hoffnung mit diesem System mehr Glück bei der Hardwareerkennung zu haben, damit ich die fehlenden Windows-Treiber via Linux aus dem Internet herunterladen könnte. Ich war baff ! Die komplette Installation war innerhalb von 20-30 Minuten erledigt und alles funktionierte. Selbst die Geräte, die Windows XP nicht richtig erkannt hatte bzw. denen es nicht die richtigen Treiber zur Verfügung stellen konnten liefen problemlos, auch die Netzwerkkarte und die WLAN-Karte. Um zwischen beiden installierten Betriebssystemen beim Systemstart wählen zu können, installierte Ubuntu Linux einen grub genannten Bootmanager mit.Treiber-Installation:Durch eingabe von "t61 driver" bei google gelangte ich auf eine Seite von IBM/Lenovo, wo alle Windows-XP-Treiber für das T61 aufgelistet waren. Wirklich alle ? Nein, der Grafiktreiber, der auf dieser Seite herunterladbar war, war für Windows Vista. Ich googlete erneut, um herauszufinden, welcher Grafikchip sich im T61 versteckt und erhielt als Ergebnis, daß es sich um einen Intel-Grafikchip mit der Bezeichnung X3100 handelte. Ich suchte direkt auf der Supportseite von Intel in der Download-Area nach dem passenden Treiber und wurde schnell fündig, so daß ich die immerhin 20 MB große Datei innerhalb kurzer Zeit herunterladen konnte. Nach dem Speichern der Datei auf der Partition, die für eigene Dateien vorgesehen worden war, lud ich alle anderen für Windows XP erforderlichen auf der IBM/Lenovo-Page aufgelisteten Dateien herunter, bootete das komplette System neu und installierte die Treiber unter Windows XP von Hand. Nach mehreren Neustarts waren endlich alle Geräte ordnungsgemäß in das System eingebunden. Programm-Installation: Wer schon einmal eine Linux-Distribution installiert hat, wird wissen, daß man schon während der Installation alle erdenklichen Pakete, die man für notwendig befindet, mitinstallieren kann. So hat man dann etwa einen Mediaplayer, ein Officepaket und eine Brennsuite zur Verfügung. Bei Microsoft-Betriebssystemen sieht die Sache anders aus. Hier muss man nach erfolgreicher Installation des Betriebssystems alle Programme, die man zusätzlich benötigt, nachinstallieren. Ich installierte dem Kollegen folgende Programme auf die D-Partition: Open Office Nero Burning ROM VLC Media Player Nimo Codec Pack Avira Antivir Adobe Photoshop Google Chrome inkl. Kill-ID
Damit konnte er nun alle möglichen Aufgaben erledigen, das Brennen von CDs und DVDs war nun ebenso möglich, wie das Bearbeiten von Text- und Bilddokumenten, das Betrachten von Videos und DVDs sowie das Surfen im Internet. Auch ein Schutz vor bösartiger Software war auf dem System vorhanden, so daß eigentlich nichts schiefgehen konnte. Für alle Fälle fertigte ich aber mit dem DOS-Programm Norton Ghost noch eine Sicherungskopie der Windows-XP-Systempartition an, wobei ich das Backup direkt auf eine DVD brennen ließ. Die zuvor gesicherten Daten wurden nun noch auf die E-Partition kopiert, was ziemlich schnell vonstatten ging. Damit war meine Mission in Sachen Anti-Vista erfolgreich beendet.Was mir während der Arbeit sonst noch so auffiel:Nun, der Grafik-Chip stößt ziemlich schnell an seine Grenzen. Nicht nur das Spielen aktueller Spiele ist bei vernünftigen Framerates nicht möglich, sogar einige Features, die die Oberfläche des Betriebssystems ubuntu-Linux bieten, überfordern hier die serienmässige GPU (GraphicsProcessingUnit = GrafischeProzessorEinheit) derart, dass das Arbeiten sehr erschwert wird. Das fiel mir auch schon beim vorinstallierten Windows Vista auf, wo die Anordnung mehrerer Fenster übereinanderliegend teilweise zu fehlerhafter Darstellung führte. Abhilfe kann man schaffen, indem man sich eine Dockingstation, auch Port-Replicator genannt, für das T61 besorgt (genaue Bezeichnung: LENOVO ThinkPad Advanced Dock), da man diese mit einer zusätzlichen Grafikkarte bestücken kann, die mehr Leistung bietet als die onboard-Lösung. Dies ist allerdings kein billiges Vergnügen. Recherchen im Internet haben ergeben, dass diese Dockingstation ca. 200 € oder mehr kostet. Aber neben einem PCI-Express-Steckplatz für eine bessere Grafikkarte und einer Vielzahl von Schnittstellen bietet sie u. a. sogar noch einen zusätzlichen Ultrabay, in dem man Zusatzakkus oder DVD-Laufwerke bzw. Festplatten unterbringen kann, was den hohen Preis dann doch wieder etwas relativiert. Apropos Akku: mit dem Originalakku muss man schon recht fix arbeiten, da es vor allem bei rechenintensiven Aktivitäten oder häufigen Laufwerkszugriffen schnell leer wird. Hier rate ich zu einer Maßnahme, die auch wir ergriffen haben, um einen Betrieb über wenigstens 2,5 - 3 Stunden zu ermöglichen: der Originalakku wird gegen ein sogenanntes Power-Akku ausgetauscht, das im Gegensatz zum Originalakku mit 5200 Ah über 7800 Ah verfügt, da es statt der üblichen 6 Zellen 9 besitzt und somit die 1,5-fache Leistung zur Verfügung stellen kann. Ca. 100 - 120 € sind dafür zusätzlich zu veranschlagen. Schön fand ich es, dass sich nicht alle USB-Schnittstellen an der Rückseite, sondern sich teilweise an der linken Seite befinden. Das erleichterte die Arbeit sehr. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich das Display im Widescreenformat, da ich vor sowas zum allerersten mal saß, aber nach einer Weile hat man sich dann doch umgestellt. Danach kam mir mein eigener 15"-Normalscreen an meinem Thinkpad R40 sogar anfangs regelrecht klein vor. Einzig schlechter als bei meinem R40 war allerdings erwartungsgemäß die Geräuschentwicklung, wenn der Prozessor mal so richtig gefordert wurde, weil der Lüfter dann schon deutlich hörbar ist, aber es ist lange nicht so extrem wie bei manchen super ausgestatteten Multimedia-Billiglaptops von der Geiz-Ist-Geil-Fraktion oder den Lebensmitteldiscountern. Die Tatsache, daß auch das T61 über ein Thinklight (kleines Birnchen am oberen Rand des Gehäusedeckels) wie meine beiden Thinkpads, Thinkpad T23 und R40 verfügt, ermöglichte es mir sogar, einen großen Teil der Arbeit noch nachts bei ausgeschalteter Deckenbeleuchtung zu erledigen, was natürlich den angenehmen Nebeneffekt hat, Strom sparen zu können. Außerdem lässt sich dazu auch die Taktfrequenz des Prozessors drosseln, da er das sogenannte Speed-Stepping natürlich beherrscht. Technische Daten lt. Hersteller:Abmessungen B x T x H 335.5 x 237 x 28 mm Breite 335.5 mm Gewicht 2300 g Höhe 28 mm Tiefe 237 mm Anzahl Ethernet LAN (RJ-45) Anschlüsse 1 Anzahl IEEE 1394 / Firewire Schnittstellen 1 Anzahl PS/2 Anschlüsse 0 Anzahl USB 1.1 Anschlüsse 0 Anzahl USB 2.0 Anschlüsse 3 Anzahl VGA (D-Sub) Anschlüsse 1 CardBus PCMCIA Slot Typ Type II DC-IN Steckfassung y DVI Port n ExpressCard slot y Infrarotport n Lautsprecher/Köpfhörer/Line-Out Anschluss y Mikrofon, Line-In Anschluss y Modem (RJ-11) Port 1 Parallel Port 0 S/PDIF OUT Port n Serielle Anschlüsse 0 SmartCard Slot n TV-Ausgang n TV-IN Port n Zahl der CardBus PCMCIA Slots 1 Speicher Interner Speicher 1024 MB Interner Speichertyp PC2-5300 DDR2 SDRAM Maximaler Hauptspeicher 4 GB Speichersteckplätze 2 SODIMM Netzwerk Bluetooth y Internes Modem y Modem V.92 Modemgeschwindigkeit 56 Kbit/s Netzwerkfunktionen Gigabit Ethernet Wireless-Technologien IEEE 802.11a/g/n Sicherheit HDD user password y Kabel Verriegelung Slot IBM Anzeige Anzeigegerät - Beschreibung 1440 x 900 pixels Anzeigegröße (Diagonal) 14.1 " Monitor WXGA+ TFT LCD Prozessor Intel Core2Duo T7250 2,0 GHz Hard drive 160GB hard drive size Grafik Intel PM965/GM965 graphics, 128MB CD and DVD drive Ultrabay DVDR Multi-Burner drive Operating System Windows Vista Home Basic 32-bitFazit:Nach Umstellung des Systems auf schlankere, nicht so überladene Betriebssysteme wie Windows Vista ist nun zügiges Arbeiten mit dem Laptop möglich. Daher kann ich nur von Windows Vista abraten. Am besten scheint das Laptop mit Windows XP Pro zu arbeiten, was mein erster Eindruck ist. Wer das nötige Kleingeld hat und unbedingt eine bessere Grafiklösung benötigt, dem sei die Lenovo ThinkPad Advanced Dock ans Herz gelegt und wer längere Akkulaufzeiten benötigt, sollte das Gerät durch einen 7800 Ah Akku aufwerten. Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren !
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11.02.2012 11:15
Sehr gut beschrieben. BH.
08.02.2012 01:20
BH - wirklich toller Bericht von dir :)
07.02.2012 11:28
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