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Quelle: Informationen über die Autorin im Buch und aus diversen Internet-Quellen
Weitere Romane von ihr sind:
- "Nichts zu verlieren (A wie Alibi)" 1982
- "In aller Stille (B wie Bruch)" 1985
- "Abgrundtief (C wie Callahan)" 1986
- "Ruhelos (D wie Drohung)" 1987
- "Kleine Geschenke ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Kicki20 über Letzte Ehre / Sue Grafton 12.10.2005
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
sehr hoch
Spannung
ziemlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Pro:
tolle Krimiserie mit sympathischer und witziger Privatdetektivin, spannender und unterhaltsamer Roman
Kontra:
fällt mir nicht so richtig was ein
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Liebe Leserinnen und Leser,
nach einem kleinen Ausflug in die Welt des Films und Warten auf die Freischaltung meines Vorschlages nun dann wieder mal ein Buchbericht aus einer Krimireihe, die ich momentan sehr gern lese:
SUE GRAFTON - LETZTE EHRE (L WIE LEICHTSINN)
Zwei Berichte über Bücher von Sue Grafton habe ich schon geschrieben, nun habe ich mir ein drittes Buch aus ihrer Serie gekauft - mal schauen, wie das so ist!
"Kinsey Millhone kann es einfach nicht lassen: Kaum hat sich die Privatdetektivin einmal vorgenommen, richtig auszuspannen, da steckt sie auch schon mitten in ihrem nächsten Fall. Für Freunde soll sie herausfinden, warum der verstorbene Kriegsveteran Johnny Lee in den militärischen Akten der Behörden nirgends auftaucht. Seltsam, dass sich plötzlich eine ganze Menge Leute für Lees Nachlass interessieren. Seltsam auch, dass bei seiner Familie eingebrochen und ein angeblicher Freund des Veteranen brutal zusammengeschlagen wird. Für Kinsey Millhone beginnt eine wilde Odyssee quer durch Amerika, die ihren Mut und ihr detektivisches Gespür auf eine harte Bewährungsprobe stellt..."
Mein Taschenbuch hat einen matten Pappeinband, der farblich abgestuft (oben rosarot bis unten dunkelblau/schwarz) eine Art Holzsteg zeigt. Darauf sein die schwarzen Schemen einiger Leute zu erkennen, weit hinten sieh man die Umrisse von einem oder mehreren Gebäuden.
Erschienen ist das Taschenbuch im Goldmann Verlag (www.goldmann-verlag.de) und kostet 7,90 EUR. Die ISBN ist die 3-442-05509-1. Es hat 342 Seiten.
Die amerikanische Originalausgabe hat den Titel "L Is For Lawless" und erschien 1995 bei Henry Holt in New York. Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien 1996. Bei meinem Taschenbuch handelt es sich um die Neuveröffentlichung aus dem März 2003.
Sue Grafton wurde 1940 in Kentucky geboren. Sie ist die Tochter eines Kriminalschriftstellers, studierte Englische Literatur und schrieb Drehbücher für Fernsehfilme. Schließlich wechselte sie das Thema und schrieb (wen wundert's) Kriminalromane. Ihre Serie über die Privatdetektivin Kinsey Millhone wurde sehr erfolgreich und erhielt schon viele Preise, außerdem wurde sie in 28 Ländern veröffentlicht und in 26 Sprachen übersetzt. Grafton ist Präsidentin des Verbandes der "Mystery Writers of America". Sie lebt in Santa Barbara, Kalifornien. Quelle: Informationen über die Autorin im Buch und aus diversen Internet-Quellen
Weitere Romane von ihr sind:
- "Nichts zu verlieren (A wie Alibi)" 1982 - "In aller Stille (B wie Bruch)" 1985 - "Abgrundtief (C wie Callahan)" 1986 - "Ruhelos (D wie Drohung)" 1987 - "Kleine Geschenke (E wie Eigennutz)" 1988 - "Sie kannten ihn flüchtig (F wie Fälschung)" 1989 - "Hoher Einsatz (G wie Galgenfrist)" 1990 - "Dunkle Geschäfte (H wie Hass)" 1991 - "Dringender Verdacht (I wie Intrige)" 1992 - "Stille Wasser" 1993 (Originaltitel: "J is for Judgement") - "Frau in der Nacht" 1994 (Originaltitel: "K is for Killer") - "Letzte Ehre" 1995 (Originaltitel: "L is for Lawless") - "Goldgrube (M wie Missgunst)" 1997 - "Kopf in der Schlinge" 1998 (Originaltitel: "N is for Noose") - "Gefährliche Briefe (O wie Opfer)" 1999 - "Tödliche Gier (P wie Panik)" 2001 - "Totenstille (Q wie Quittung)" 2002 - 2004: "R wie Ricochet" - noch nicht auf deutsch erschienen
Schon ganz am Anfang des Buches erfährt man, dass Kinsey Millhone in diesen Fall hineingeraten ist, weil sie dem Freund eines Freundes einen Gefallen tun wollte. Ihr Vermieter Henry Pitts erzählt ihr vom verstorbenen Johnny Lee, der gerade um die Ecke gewohnt hat. Dessen Enkel möchte eine militärische Beisetzung für den Kriegsveteran - doch das Veteranenamt findet den Mann nicht in seinen Unterlagen. Und Kinsey soll doch einmal bei Enkel Bucky vorbeischauen und Ideen einbringen, was dieser als nächstes tun könnte.
Da es sich nicht weiter gefährlich anhört, Kinsey sowieso gerade Ferien macht und ihr da eigentlich recht langweilig ist, dauert es nicht lang, und sie schaut bei Bucky vorbei. Henry hatte ihr eine Arbeitszeit von 15 - 20 Minuten versprochen - und in dieser kämpft sie sich in Johnnys ehemaliger Wohnung durch Berge von Büchern mit Kriegsgeschichten. Findet allerdings nichts weiter.
Während Bucky und seine Familie zu einem Termin verschwindet, sitzt Kinsey in der Wohnung von Johnny und schaut sich um - als plötzlich ein alter Mann auftaucht, der sich Ray Rawson nennt und behauptet, ein alter Freund von Johnny gewesen zu sein.
Außer Enkel Bucky schaltet sich auch noch Johnnys Sohn Chester ein, der reichlich unfreundlich und unsympathisch ist und keine Ahnung hat, wieso Kinsey sich überhaupt einmischt. Das ganze geht ein wenig hin und her - doch plötzlich sieht Kinsey im Vorbeifahren, wie jemand ihr unbekanntes mit einem Matchsack über der Schulter aus Johnnys Wohnung kommt. Sie nimmt sofort die Verfolgung auf und landet letztendlich am Flughafen.
Mittlerweile hat sie die Vermutung, dass Johnny eigentlich gar kein Kriegsveteran ist, dafür aber Geld besessen und irgendwo versteckt hat. Und etwas wertvolles scheint ja in dem Matchsack zu sein, sonst würde niemand extra deswegen in Johnnys Wohnung einbrechen. Vom Flughafen aus ruft sie bei Bucky und Chester an - und erfährt, dass diese beim nach Hause kommen Ray Rawson zusammengeschlagen in der Einfahrt vorgefunden haben - jemand habe in Johnnys Wohnung eingebrochen.
Nachdem Kinsey ihnen erzählt, dass sie diesen Mann gerade bis zum Flughafen verfolgt hat, geben sie ihr die Erlaubnis, sich ein Flugticket zu kaufen und den Mann weiter zu verfolgen. Doch da tut sich das nächste Problem auf: Der Mann ist in Begleitung einer schwangeren Frau unterwegs - und nur diese und der Matchsack steigen in das nächste Flugzeug, der Mann bleibt, wo er ist.
Kinsey entscheidet sich für die Verfolgung des Matchsacks, der ja die Beute enthalten muss, kauft sich ein Flugticket und macht sich auf den Weg. Sie landet in Texas in einem Hotel, das recht verlassen auf weiter Flur steht - aber den Matchsack hat sie immer noch im Auge. Mit einigen Tricks gelingt es ihr, den Matchsack in die Hände zu bekommen - doch dieser beinhaltet nur Kleidungsstücke. Wo ist die Beute hingekommen? Und wieso taucht plötzlich Ray Rawson in Texas in dem Hotel auf? Wer ist die schwangere Frau?
Das alles möchte ich hier nicht verraten, es entwickelt sich jedoch eine spannende Hetzjagd, wo jeder hinter jedem her ist und keiner dem anderen vertraut.
Der Stil von Grafton ist toll, weil sie diese Krimireihe mit solchem Humor schreibt, dass man manchmal einfach lachen muss. Kinsey Millhone ist eine sympathische Hauptfigur und Privatdetektivin, die auch noch besonders schlagfertig ist.
Auch dieses Buch ist gut zu lesen, und ich finde es auch deutlich spannender als das letzte Buch, das ich von Sue Grafton gelesen habe. Da gerade die letzte Woche meiner Semesterferien angebrochen ist und sich die Termine, an denen ich arbeiten muss, zum Glück (oder leider, ich wollte doch ein wenig Geld verdienen???) in Grenzen halten, hatte ich viel Zeit in den letzten Tagen und habe das Buch äußerst schnell von vorne bis hinten durchgelesen.
Letztendlich wird man so in die Geschichte eingebunden, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Erstaunlicherweise passiert dies aber eher im mittleren Teil des Buches, wenn Kinsey sich in dem Hotel in Texas befindet, der Frau hinterherspioniert und dann auch noch Ray Rawson auftaucht. Sobald die ersten Geheimnisse gelüftet sind (wer ist wer und wer steht auf welcher Seite), lässt die Spannung für mich ein wenig nach. Was nichts daran ändert, dass es sich um einen guten Kriminalroman handelt!
Es ist kein Problem, wenn man dieses Buch lesen möchte und noch kein anderes aus der Serie kennt. Die Romane sind alle so in sich abgeschlossen und Kinsey Millhone wird am Anfang immer wieder neu vorgestellt (bzw. stellt sich selbst vor, da das Buch in Ich-Form geschrieben ist), dass man sofort hineinfindet. Sollte sich bewahrheiten, was ich nach der Lektüre von drei Büchern der Reihe vermute, sind die hinteren Bände aber unterhaltsamer und Grafton hat sich bis dahin besser in ihre Hauptfigur und ihren Stil hineingefunden.
Da ich erst einmal noch genug ungelesene Bücher hier liegen habe und eigentlich für dieses Jahr auch schon genug Geld dafür ausgegeben habe, wird sich der nächste Kauf eines Sue Grafton-Buches leider nach hinten verschieben, aber auf meinem Weihnachtswunschzettel wird mit Sicherheit mindestens eins von ihr draufstehen!
"Ich will ja nicht meckern, aber in Zukunft werde ich es mir genauer überlegen, bevor ich dem Freund eines Freundes einen Gefallen tue. Noch nie habe ich mir einen solchen Haufen Scherereien aufgehalst. Dabei wirkte am Anfang alles so harmlos. Ich schwöre, dass ich einfach nicht vorhersehen konnte, was da auf mich zukam. Ich bin ganz knapp dem Tod entronnen und - was vielleicht noch schlimmer ist (für alle anderen Zahnphobiker) - hätte um Haaresbreite meine beiden Schneidezähne ausgeschlagen bekommen. Zur Zeit bin ich stolze Trägerin einer faustgroßen Beule am Kopf. Und das alles für einen Auftrag, für den ich nicht einmal bezahlt wurde! Auf die Angelegenheit aufmerksam gemacht wurde ich von meinem Vermieter Henry Pitts, in den ich, wie allgemein bekannt ist, seit Jahren verliebt bin. Die Tatsache, dass er fünfundachtzig ist (lediglich fünfzig Jahre älter als ich), konnte offensichtlich nie an der grundlegenden Wirkung seiner Anziehungskraft rütteln. Er ist ein Schatz und bittet mich nur selten um etwas, wie konnte ich also ablehnen? Vor allem, da sich seine Bitte auf den ersten Blick so harmlos ausnahm, ohne den geringsten Anschein der Ärgernisse, die folgen sollten."
Es handelt sich um einen wirklich guten, witzigen und spannenden Krimi - die Leseprobe oben ist übrigens der Anfang des Buches. Das vorige Buch, das ich von Sue Grafton gelesen habe ("B wie Bruch"), fand ich ja nicht ganz so gut wie das erste ("G wie Galgenfrist"), das sehr witzig und spannend geschrieben war und mich sofort dazu gebracht hat, weitere Bücher von Sue Grafton zu kaufen.
Dieses Buch hier kann durchaus mit letztgenanntem mithalten - es ist amüsant, sehr gut zu lesen, mit einer sympathischen und schlagfertigen Hauptfigur ausgestattet und spannend. Wer gerne Krimis liest, dem kann ich "Letzte Ehre" auf jeden Fall ans Herz legen - und somit erhält das Buch von mir fünf Sterne, eine dicke Empfehlung und die Vorfreude darauf, bald wieder ein Buch von Sue Grafton zu lesen!