Über sich:Wo sind all die alten Schreiberlinge geblieben? War ich so lange fort?
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Gerade lief auf PRO 7 ein wunderbarer Film. Der Titel und auch die Grundstory ist nach einem Roman von James F. Cooper benannt worden. Es gab etliche Verfilmungen und auch etliche Bücher, welche nach der Romanvorlage dieses historischen Geschichtenschreibers kreiert worden sind.
Der letzte Mohikaner,
lebte im Jahr 1752. Engländer und Franzosen führen einen gnadenlosen Kampf um die Nordamerikanischen Kolonien. Beide Kriegsparteien versuchen die Ureinwohner, die Indianer, für ihre perfiden Zwecke einzubinden.
Hawkeye ist ein Zögling von dem letzten Häuptling der Mohikaner. Chingachkook heisst er und hat den Jungen mit 2 Jahren adoptiert. Seine Eltern waren damals verstorben. In seinem Herzen schlägt ein Indianerherz und er liebt die Freiheit. Ausserdem lebt er mit den weissen Siedlern im Einklang. Doch der Krieg erfasst auch diese Randgebiete der neuen Siedler, welche unter der "normalen" Bevölkerung verachtet sind und daher an die Randgebiete der jeweiligen Herrschaftsbereiche gedrängt worden sind. Den jetzigen Kriegsgebieten.
Die mänlichen Siedler ziehen für die Engländer in den Krieg. Zurück bleiben die Alten, Frauen und Kinder. Doch sie ereilt als erstes der Tod und das Schicksal des grausames Krieges. Franzosen und auch die Engländer lassen ihren Hass und ihre Mordlust an diesen Menschen aus.
In dieses Geschehen, gelangen zwei Töchter eines englischen Heerführers in das Kriesengebiet. Sie wurden mit einer fingierten Nachricht angelockt. Auf ihrer Reise durch das Kriegsgebiet, werden sie und die begleitende Eskorte von den Huronen überfallen. Die Eskorte wird gemeuchelt und das Überleben der beiden Mädchen und ihres englischen Offiziers, verdanken sie nur der Hilfe von Hawkeye und seinen beiden Begleitern.
Cora verliebt sich auf dere gefahrvollen Wanderung durch das Kriegsgebiet in Hawkeye. Sie erfährt von ihm, wie sich die Siedler und die Indianer in diesem Krieg fühlen und was es eigentlich für Menschen sind. Sie schlagen sich zu dem Fort durch, welches der Vater von Cora als Truppenführer befehligt. Es stellt sich aber heraus, dass dieses Fort zu einem gewaltigen Feldzug der Franzosen auserkoren worden ist und als sie endlich ankommen, sehen sie, wie es im Kanonenfeuer der Franzosen liegt.
Ihnen gelingt es, sich in das Fort zu schleichen. Bald darauf kommt es zur Kapitulation. Der scheinbare friedliche Abzug der Engländer aus dem Fort, zugesagt von dem französischen Befehlshaber, endet in einem gigangtischen Blutbad. Die Odyssee von Hawkeye, Cora und den anderen Begleiterin beginnt. Ebens seine wunderbare Liebesgeschichte.
Meine Meinung:
Dieser Film hat herzlich wenig mit dem Roman von Cooper zu tun. In Amerika produziert und als Kinofilm an die Zuschauer gebracht, musste er vermeintlich Aktion, Liebe und Brutalität vereinigen. Und trotzdem, es ist ein wunderbarer Film geworden.
Wer einmal die Kenntnis um den Roman ausblendet, kann sich da eine wunderbare Liebesgeschichte ansehen, welche, das ist nun eigentlich ein Widerspruch, unglaublich brutal den Krieg der alten Kolonialmächte darstellt.
Die Haupt(roman)figuren Coopers werden eigentlich zu Statisten degradiert. Chingachkook (schreibt er sich so?) und sein Sohn Unkas, die lettzen ihres Stammes der Mohinkaner, werden in den Schatten von Hawkeye gestellt. Um ihn und Cora dreht sich dieser Film. Der Rest ist eigentlich nur Beiwerk und Erklärung für die Beziehung der Beiden.
Aber der Film bringt auch die damalige Wirklichkeit recht real herüber. Aus diversen Geschichtsbüchern habe ich die angelesene Erkenntnis, dass dieser Krieg so ziemlich das Übelste war, was die Menschheit bis dato zu bieten hatte. Die Abenteurer und Visionäre einer Neuen Welt, wurden verfolgt, vertrieben und abgeschlachtet. Alles nur für die Machtspiele des Alten Europas und der beiden verfeindeten Königreiche.
Dieser kritische Touch ist aus dem Roman von Cooper im Film erhalten geblieben. Zum Glück! Ansonsten wäre die ganze Handlung zu einer Schmierenkomödie verkommen. Die Menschen werden gezeigt, wie sie um das nackte Überleben kämpfen und dafür auch wie Bestien morden. Da wird nicht beschönigt und auch nicht grosszügig über diese brutalen Auseinanderstzungen hinweggesehen. Natürlich ist die Fernsehfassung etwas abgeschwächt. Trotzdem lässt sie imeer noch die ungeheure Brutalität erahnen, mit welche rdieser Krieg geführt wurde.
In diesem ganzen Wahnsinn wird dann eine Liebe dargestellt, wie sie nur Hollywood produzieren kann. Es läuft einem heisskalt den Rücken herunter. Die Musik tut ein übriges. Diesen Film sollte man gesehen haben. Er ist sehenswert. Nicht mit einem besonderen Anspruch und auch nicht auf einem hohen, intellektuellen Niveau. Er ist einfach nur schön. Schön brutal? Schön romantisch? Entscheidet Ihr.
Daten zum Film (der Videokassette entnommen):
Titel: Der letzte Mohikaner (1992) Regie: Michael Mann Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis, Madleine Stowe Originaltitel: The Last Of The Mohicans Spielzeit: 108 Minuten FSK: ab 16 Jahre
Als Kind hab ich den (Weihnachts-)Vierteiler geliebt. Diesen Film habe ich auch zur selben Zeit geschaut wie Du, doch die alte Serie habe ich in besserer Erinnerung, zumal sie sich wirklich mehr an die literarische Vorlage hielt. Lederstrumpf war ein deutscher Schauspieler, mir fällt der Name nicht mehr ein, er moderierte früher auch mal ein Kinomagazin im ersten Programm. Lange ? Helmut ? Sags mir bitte...
jetzt hast du mich zu einem neuen buchbericht angestiftet! dieser filmbericht schreit geradezu nach einer darstellung des originals! ;-))) -- grüßle birgit
21.07.2002 22:58
Als Kind hab ich den (Weihnachts-)Vierteiler geliebt. Diesen Film habe ich auch zur selben Zeit geschaut wie Du, doch die alte Serie habe ich in besserer Erinnerung, zumal sie sich wirklich mehr an die literarische Vorlage hielt. Lederstrumpf war ein deutscher Schauspieler, mir fällt der Name nicht mehr ein, er moderierte früher auch mal ein Kinomagazin im ersten Programm. Lange ? Helmut ? Sags mir bitte...
20.07.2002 21:04
Vielleicht ein bisschen schnell geschrieben? Ein paar Verdreher am Anfang verraten das. Gruß Klaus
20.07.2002 18:08
jetzt hast du mich zu einem neuen buchbericht angestiftet! dieser filmbericht schreit geradezu nach einer darstellung des originals! ;-))) -- grüßle birgit