Erfahrungsbericht über

Lexar 233X Professional Compact Flash 4 GB

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Lexar 233X Professional Compact Flash 4 GB

 

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So schnell kann es gehen...

5  22.07.2009

Pro:
sehr schnell und relativ günstig

Kontra:
da fällt mir nichts ein

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Zuverlässigkeit

Robustheit:

Dauer des Besitzes/der Nutzung

Häufigkeit der Nutzung

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schipperke

Über sich: Essen is pfertich :-)

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 109 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Eine neue schnellerer Kamera, und um das Potential ausnutzen zu können, braucht es auch das passende Speichermedium...

CF-Cards sind immer noch das Non-pus-ultra, wenn es um eine schnelle Dateispeicherung bei Digitalkameras geht. 2 Firmen sind dabei die absoluten Performanceführer, die auch wirklich die Performanceversprechungen halten, Sandisk und Lexar. Alle anderen Hersteller wie z.B. Kingston versprechen viel, aber halten wenig. Nachdem ich mir einen neuen Kamerabody angeschafft habe, der doch etwas mehr Daten produzieren kann, benötigte ich auch die dazu passende Speicherkarte, die die ganzen Daten schnell genug verarbeiten kann, aber auch noch bezahlbar ist. fündig geworden bin ich bei Lexar, einem eher unbekannten Hersteller, welcher aber bei Tests regelmäßig sehr gut abschneidet.

Gute 30 MB an Daten produziert meine neue Kamera pro Sekunde im Serienbildmodus, was meine bisherigen Karten von Kingston nicht mitgemacht haben. Obwohl die Schnellste davon nominell dies zwar geschafft hätte, aber leider war dies nur eine Prospektangabe, die sich auf das Lesen der Daten beschränkte. Mit dem Schreiben war es leider nicht so gut bestellt, die Kamera ging in die Knie.

Die Sandisk 4 versprach genug Performance, aber sie ist sauteuer. Von Lexar das Gegenstück mit 45MB/s ebenso. Aber da gibt es ja noch die Lexar mit 233x Speed, und das sind immerhin auch noch 35 MB/Sekunde. Aber eingedenk an die 233er von Kingston, die beim Schreiben bereits nach rund 22MB/s die Grätsche macht und von der nur beim Lesen die volle Geschwindigkeit zur Verfügung steht...
...zumindest wird die 233er von Lexar mit einer Schreibgeschwindigkeit von 35 MB/s beworben! Und sie ist ein richtiges Preis-Leistungsschnäppchen, sollten die 35 MB/s beim Schreiben wirklich möglich sein. Gute 30 Euronen müssen für sie gezahlt werden (in der für mich absolut ausreichenden 4GB-Version), nur 5 Euro mehr wie für die nominell gleich schnelle Kingston, gute 10 Euro weniger wie für die Performancemonster Sandiks 4 und Lexar 300x.

Eine Alternative wär noch die Sandisk Extreme 3, welche mit 30MB/s Schreibgeschwindigkeit beworben wird. Diese Karte ist schon für gute 25 Euro zu haben, aber Vorsicht - unter der gleichen Bezeichnung sind 2 Varianten auf dem Markt, auch eine mit nur 20MB/s...

Am PC testen, das geht mit meinem Möglichkeiten leider nicht. Der einfache Cardreader macht da nicht mit. So bleibt nur die Kamera in der Serienbildfunktion. Und die werkelt ohne Murren vor sich hin, so lang, bis die Karte voll wär! In höchster JPEG-Güte mit 5 Bildern pro Sekunde, was rund 32 MB/Sekunde entspricht. Toll - die nominell gleich schnelle Kingston bringt diese Kamera nach wenigen Sekunden ins Stottern.


10 Jahre Garantie bietet Lexar auf seine Karten, aber diese 10 Jahre, was bedeuten sie schon? Der Industriestandard verlangt mindestens 10000 Lese- und Schreibvorgänge, bevor eine CF-Karte den Geist aufgibt. Die Hersteller versprechen noch viel mehr. Dies bedeutet dies täglich einen Zyklus für 30 Jahre. So lang hat wohl eh niemand seine Karte und beschreibt sie auch nicht täglich neu. Und sollte sie wirklich vor 10 Jahren die Grätsche machen, ist der Preis mittlerweile so gering, daß sich das Porto zum Einschicken nicht lohnt. Die Garantieversprechungen (andere Hersteller sind da noch viel großzügiger) sind also nichts wert in der Praxis. Ob 10 oder 1000 jahre, wo ist der Unterschied?
Viel wahrscheinlicher ist es, daß die Karte fehlerhaft hergestellt wurde. Dies wird aber bei den ersten Zyklen auffallen, und dann greift die Gewährleistung des Händlers.

Trotzdem verdient die Garantiezusage von Lexar eine besondere Erwähnung. Denn sie würde im Zweifelsfall auch funktionieren. Es wird direkt mit dem Hersteller abgewickelt, nach dem gleichen Muster wie bei Computerfestplatten. Das heißt, auf die Homepage gehen, RMA-Nummer beziehen, und die Karte zusammen mit dieser RMA-Nummer und dem Kaufnachweis einschicken. Lexar ist somit der einzige mir bekannte Hersteller von Flashkarten, der seine Garantieabwicklung auch beschreibt und nachvollziehbar macht. Was nützt eine Garantiezusage, wenn niemand weiß, wie die Garantie abgewickelt wird?

Eine nette Zugabe gibt es von Lexar für die online Registrierung des Produktes, die man vornehmen muß, wenn man (eh nie) in den Genuß der Garantie kommen will. Als Dankeschön kann man sich ein kleines Programm herunter laden, welches versehentlich gelöschte Bilder wieder herstellen kann. Ich habe es mir nicht heruntergeladen, aber ich finde die Idee toll!

Was soll ich sonst noch über die Karte schreiben?

Wie jede aktuelle und schnelle CF-Card dieser Größe verfügt sie über eine UDMA-133 Schnittstelle, die theoreitsch bis zu 133MB/s Datentransfer erlaubt. Die gleiche Schnittstelle, die auch die letzten P-ATA-Festplatten für Computer hatten. Dies bedeutet natürlich nicht, daß sie diese Werte auch erreicht, aber es garantiert, daß nicht die Schnittstelle der Flaschenhals ist. Es liegt im Zweifelsfall also an dem benutzten Endgerät, wenn die 35MB/s nicht erreicht werden. USB2-Schnittstellen, die für Cardreader in der Regel benutzt werden, gehen z.B. bis 60MB/s laut Spec, aber durch interne Verwaltungsvorgänge laufen da meist nicht mehr wie 30 bis 40 MB/s drüber, und die "Qualität" vieler Cardreader schluckt auch nochmal. Deshalb sind Performancemessungen via USB bei solchen Hochgeschwindigkeitskarten wenig aussagefähig. Bleibt wirklich nur der interne Versuch innerhalb der Kamera, ob die Serienbilder laufen, was die Karte wirklich kann, wird für immer verborgen bleiben.

CF vs. SD (oder SDHC größer 2GB) - eine Glaubensfrage?
SD-Cards gewinnen ja immer mehr an Boden und verdrängen die CF-Cards immer mehr. Klar, sie sind billiger, aber halt nicht so schnell. Bei Kompaktkameraden und vielen anderen Anwendungen wären CF-Cards auch einfach zu groß (physikalisch gesehen). Da macht eine SD-card auch Sinn.
Langsam kommen auch die ersten wirklich schnellen SD-Cards auf den Markt, die mit der Datenflut einer einfachen Spiegelreflexkamera umgehen können. Und die Hersteller von Spiegelreflexkameras schwenken auch langsam für ihre Einstiegsmodelle um, weg von der CF, hin zu der SD. Einfach, weil es billiger in der Herstellung der Kameraden ist.
Aber SD-Cards sind einfache Consumerkarten, und ihre Deklaration ist mehr wie mangelhaft. Mit Class2, 4 oder 6 werden sie angeboten, mit Class 6 die höchste Performance und Qualität suggeriert.
Lachhaft!
Class 6 garantiert eine Schreibrate von 6 MB/s, damit ist eine moderne Digicam wirklich nicht zufrieden und der unwissende Anwender runzelt die Stirn, weil die Kamera nicht das hält, was sie verspricht. Ein Arbeitskollege von mir kam erst kürzlich mit seiner Neuanschaffung zu mir, einer Nikon D90, und wollte Rat. Eigentlich ne tolle Kamera, aber warum nur hat Nikon da auf SD-Cards gesetzt??? Klar, es gibt eine schnelle Karte für diese Kamera, aber die Verkäufer diverser Großhandelsketten schwören auf "Class 6" und schaffen so viele frustrierte Kunden. So auch bei meinem Arbeitskollegen...

Aber dies hat nu nix mit Lexar zu tun, es war nur ein kurzes Abschweifen. Und meine 2 Kameraden verdauen auch nur CF-Cards. Würd mir derzeit keine Kamera kaufen, die nur mit SD-Cards kann...

Fazit

Eine tolle Karte, die den Preis wirklich wert ist. 4GB langen bei guten 6MB pro Bild für rund 600 Bilder im besten JPEG-Format bei 10 MP pro Bild, oder im Extremfall (wer´s wirklich braucht) für 200 Bilder, die in JPEG und RAW abgespeichert werden. Für mich die ideale Größe, zumal eine Verdoppelung der Kapazität mit deutlich mehr wie einer Verdoppelung der benötigten Euronen einher geht.

Ach ja, zum Schluß noch ein Wort zum Ciao-Produktbild. Dies zeigt die falsche Karte, eine 133er. Ich hab mich bei der einstellung dieses berichtes an der Ciao-Überschrift orientiert ;-).

Liebe Grüße, und ich hoffe, ich konnte ein paar nützliche Infos liefern.
Gerd

Bilder von Lexar 233X Professional Compact Flash 4 GB
Lexar 233X Professional Compact Flash 4 GB CIMG1271 - Lexar 233X Professional Compact Flash 4
Soo viel Vepackung, aber Gott sei Dank keine Blisterverpackung
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
brahmagirl

brahmagirl

11.08.2010 18:24

:D

tapio-maunzi

tapio-maunzi

18.04.2010 11:49

Hier das versprochene und verdiente bh. Gruß Doris.

facinum

facinum

04.10.2009 11:24

Compact Flash haben wir nicht mehr... LG, Philipp

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