Ein Lexikon der besonderen Art. Zum ersten Mal wird einem in einem Buch zu fast jeder alltäglichen uns bekannten nervigen Sache ein Lösungsvorschlag geboten. Wusstet ihr woran man einen Klugscheisser erkennt? Vielleicht ja, aber nicht wie man sich gegen ihn wehren kann. Mehr dazu in der Leseprobe. ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von stang2k über Lexikon der nervigsten Dinge und ätzendsten Typen / Beyerl Beppo, Jatzek Gerald 12. Oktober 2009
Produktbewertung des Autors:
Aufmachung:
schön
Niveau:
durchschnittlich
Pro:
interessant und witzig
Kontra:
nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ein Lexikon der besonderen Art. Zum ersten Mal wird einem in einem Buch zu fast jeder alltäglichen uns bekannten nervigen Sache ein Lösungsvorschlag geboten. Wusstet ihr woran man einen Klugscheisser erkennt? Vielleicht ja, aber nicht wie man sich gegen ihn wehren kann. Mehr dazu in der Leseprobe. Ein Buch welches nicht nur preislich ok ist, sondern sich wunderbar als Geschenk eignet.
Auch kann man es wunderbar zu den anderen Lexika im heimischen Regal stellen und so jederzeit bestimmte Begriffe nachschlagen. Ein Nachschlagewerk der ganz besonderen Art.
Wie schön könnte die Welt sein, wären da nicht all die nervigen Dinge und ätzenden Typen beiderlei Geschlechts, die einem selbst einen strahlenden Morgen im Mai verderben können: etwa Tauben, Tussies und wackelnde Tische.
Doch Frust ist kein Schicksal. Wappnen Sie sich mit Informationen über Ihre Gegner, ob es sich nun um Handwerker, Handys oder Hunde handelt. Lernen Sie, wie man Boutiquenpersonal behandelt, Didgeridoos zum Verstummen bringt, Gartenarbeit, Harald Juhnke sowie den Muttertag vermeidet und weshalb es sinnlos ist, die Steuererklärung auszufüllen...
Warnung: Dieses Buch wird von führenden Psychotherpeuten empfohlen, weil sie um ihre Kundschaft fürchten.
Über die Autoren:
Beppo Beyerl, geboren 1955, lebt als freier Autor und Journalist in Wien und Dobersberg. Verfasst Reportagen über Wien und den Rest der Welt, schreibt Bücher für Jugendliche und Erwachsene.
Gerald Jatzek, geboren 1956, lebt in Wien und ist viel unterwegs auf Reisen. Schreibt über Menschen und Computer, gestaltet die Internet-Ausgabe der "Wiener Zeitung".
Leseprobe:
Klugscheisser:
Vorkommen: Grundsätzlich überall. Mit verstärktem Auftreten ist allerdings in der Nähe von Universitäten zu rechnen.
Verhalten: Ein Klugscheißer hat nichts zu sagen, dies jedoch ausführlich. Er packt Sie am Arm, nähert sich Ihrem Gesicht und überwindet Ihren Widerstand gegen seinen hinterhältigen Erklärungsdrang (voluptas examinandis) durch penetranten Mundgeruch (halitosis). Dass sich etwas von selbst verstehe, würde er nie behaupten. Statt dessen kommt ihm höchstens ein "Dies ist eine Sache, die sich quasi ad hoc motiviert", über die gespitzten Lippen. Auch wenn er vorgibt, primus inter pares zu sein, wäre er doch gern der Gleichste unter Seinesgleichen. Weshalb er tolldreist Sätze drechselt wie: "Ein Kausalzusammenhang zwischen meteorologischen Doppelwasserstoffoxidphänomenen und genereller Fluidität kann sine ira et studio als existent angenommen werden". WAs Sie vermutlich mit "Wenns regnet, ist nass" ausdrücken würden. Verzweifeltes Stöhnen legt der Klugscheisser als Interessebekundungen aus. Jedes "Uh" und "Öh" treibt ihn zu neuen Höchstleistungen. Mit Glück sinken Sie während des Vortrags über die Bekämpfung der Wirtschaftskrise durch den Ausbau der Gummibärchenproduktion in eine wohltuende Ohnmacht. Der Klugscheisser jedoch schwingt sich weiter von Fremdwort zu Fremdwort durch den Sprachdschungel wie ein intellektueller Tarzen. Wenn er daneben greift, landet er auf dem Boden der Wirklichkeit und weckt Sie mit einem kräftigen Fluch. Er ist hic et nunc mit seinem Latein am Ende.
Behandlung: Klugscheisser erkennt man an ihren Einleitungssätzen. Wenn Ihr Gegenüber mit einem "Wusste Sie schon, dass ..." beginnt, sollten Sie sich nach Fluchtmöglichkeiten umschauen. Bei einem atemlosen: "Was ich Ihnen nämlich erzählen wollte ...", ist es bereits zu spät. Erzählen Sie dem Klugscheisser von Forschungsergebnissen, die belegen, dass der übermäßige Gebrauch von Fremdwörtern zu Hämorrhoiden führt. Fragen Sie ihn beiläufig, weshalb er so weiter Hosen trägt. Nicken Sie freundlich, während Sie Ihren Walkman aufsetzen. Lernen Sie die lateinische Fassung des Götzzitats auswendig.
Eigene Meinung:
Ich erhielt dieses Buch zu meinem Geburtstag und wunderte mich zunächst über den Titel. Schnell stellte ich fest, dass es sich hierbei nicht um ein Buch zum einfach nur Durchlesen handelt. Auch wenn das Buch schon ein paar Jahre alt ist und es keine Neuauflage davon gibt, so ist es durchaus eine Anschaffung wert. Ich habe selten so über nervige Dinge wie Handy, Computer, Interne, Geschwister, Berliner und Einbahnstrassen gelacht. 110 Begriffe befinden sich darin und zu jedem, wie man an der Leseprobe erkennt, eine Lösung wie man diese nervigen Sachen behandeln kann. Der Humor ist manchmal ein weni versteckt und man sollte die Dinge kennen über die dort geschrieben werden um es teilweise auch richtig bzw. nicht falsch zu verstehen. Ein Lachen ist jedoch fast immer vorprogammiert.
Ein günstiges Buch, welches man verschenken sollte. Als kleines Extra, gibt es am Ende noch ein paar freie Seiten für eigene Texte. Das macht sich sehr gut, wenn man einen zusätzlichen Artikel über das Geburtstagskind schreiben.
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