Robuster Monsterdrucker für den Dauerbetrieb
21.04.2004
Pro:
schneller Ausdruck, solide Verarbeitung, gut für kleine Arbeitsgruppen
Kontra:
nervige Fehlertöne, riesengroß und schwer, Druckbild nicht so perfekt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Druckqualität
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Betriebskosten
Support/Service
mehr
 carmen
Über sich:
Mitglied seit:15.12.1999
Erfahrungsberichte:1045
Vertrauende:140
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 113 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Und weil es so schön war, füge ich meinem ersten Bericht über einen Drucker gleich noch eine Serie hinzu und stelle euch mal alle Geräte an unserem Lehrstuhl vor, ehe sie im Zuge der baldigen Aufrüstung den Weg alles Irdischen gehen. Wie ich im letzten Beitrag schon gesagt habe, bekam ich vor einiger Zeit ein Multifunktionsgerät und mein vorheriger Drucker ging in das Nachbarbüro meiner beiden Kollegen, weil er sowieso schon für den Netzbetrieb und den Vielbetrieb gedacht war.
** Aussehen ** Ciao liefert hier ein wirklich realistisches Bild zu dem Lexmark, wobei sich alle Geräte dieser 600er Serie überhaupt sehr ähnlich sind. Unser Gerät ist allerdings noch ein wenig monströser, als die Abbildung zeigt. Beim Kauf damals habe ich nämlich ans Papiersparen und an den Massenbetrieb für fünf Leute gedacht und ein zusätzliches Kassettenfach und eine Duplexeinheit dazu bestellt. Und das nimmt unglaublich viel Platz ein. Man denke sich zu dem Bild also unten noch ein ca. 10 cm hohes Papierfach und hinten noch eine Art Trommel zum Wenden des Papiers dazu. Mit den Maßen von 46 cm Höhe und 40 Breite bzw. 60 cm Tiefe inclusivce Duplexeinheit ist das Teil dann wirklich riesig. Und es wiegt insgesamt schlappe 25 kg. Von der Verarbeitung her ist der Lexmark aber deutlich solider als der HP, den ich hier schon beschrieben habe. Die Klappen und Türen wirken stabiler und dicker, nichts klappert oder wackelt in den Scharnieren. Das Design ist schlicht und klassisch, aber praktisch und zweckmäßig. Nur die abgerundete Vorderfront gibt dem ansonsten eckig wirkenden Gerät ein etwas gefälligeres Styling.
** Herstellerangaben ** Der Lexmark Optra T610n Laserdrucker ist geschaffen für die Druckbedürfnisse kleiner Arbeitsgruppen. Mit seinem 133 MHz-Prozessor liefert dieser Drucker hervorragende Qualität bei einer hohen Druckgeschwindigkeit von 15 Seiten/Minute. Bei weniger als 12 Sekunden bis Druckbeginn müssen Sie auch nicht lange warten, bis Sie das Ergebnis in Händen halten. Das werden wir mal überprüfen.
** Lieferumfang * Zum Lieferumfang unseres Gerätes gehörten: der Drucker mit Papierfach für 500 Blatt, die zusätzliche Papierkassette, ein Netzkabel, ein Papierbügel, die Duplex-Einheit, das Benutzerhandbuch, die Installations-CD mit elektronischem Handbuch und eine Druckerkartusche.
** Das Handbuch ** Außer dem elektronischen Handbuch gibt es noch ein ganz dünnes in Papier, den sogenannten Setup Guide und Installationshandbuch. Es gibt einen englisch- und einen deutschsprachigen Abschnitt. Schritt für Schritt und mit Abbildungen zeigt es Aufbau und Installation des Druckers mit allen Optionen,
Bilder von Lexmark Optra T610n
so daß es sogar für Laien ein Kinderspiel ist, das Gerät einzurichten. ** Geräteoptionen ** Für den Lexmark wird eine ganze Menge Zubehör angeboten, das man einbauen oder anbauen kann. So gibt es: Mailbox mit 5 Fächern, einer Ablageverlängerung, ein Ablagefach mit hoher Kapazität, eine Briefumschlagzuführung. Außerdem kann man verschiedene Speicher- und Optionskarten installieren. Aber letzteres sind Optionen, mit denen ich nichts anfange. kann.
** Installation ** Auch diesen Druckers kann man sowohl als Parallelgerät an einem PC einsetzen oder als Netzwerkdrucker innerhalb eines Teams. Extra dafür ist der Lexmark 610N mit einer Netzwerkkarte ausgestattet, insofern wäre es eine regelrechte Verschwendung, ihn allein zu nutzen. Zunächst muß man den Drucker natürlich aufbauen. Das oder die Papierfächer werden zuerst aufeinandergesetzt, unten das optionale Zusatzfach (wahlweise für 250, 500 oder 2000 Blatt), darauf das standardmäßige Papierfach, danach - falls vorgesehen - die Duplexeinheit und obenauf der eigentliche Drucker. Alles sollte an einer gut belüfteten Stelle aufgestellt werden.
Dann sollte man natürlich den Drucker noch an den Strom anschließen, ihn mit dem PC verbinden - das Kabel wird auch leider nicht mitgeliefert - und dann kann es gleich losgehen. Natürlich muß der PC noch den Drucker erkennen. Mit der beiliegenden Software wird der Treiber, falls nicht im Betriebssystem vorhanden, schnell installiert. Beim Betreiben in Microsoft DOS, UNIX, Microsoft Windows 3.x/95/98, Microsoft Windows NT 3.51 oder später, Apple MacOS 7.5 oder später, IBM OS/2 2.x oder später, Microsoft Windows 2000 ist das völlig problemlos. Nur Linux wird auch von diesem Gerät nicht unterstützt. Ob es jetzt für den Betrieb in einer Arbeitsgruppe einiges zu beachten gibt, kann ich nicht so genau sagen. Das macht immer unsere IT-Abteilung. Im Grunde weiß ich nur, dass auf jedem Rechner unseres der Drucker, bzw. sein Pfad für das Druckmenü bereitstehen muß. Wenn ich bei mir bei einem Dokument aufs Druckmenü gehe und diesen Drucker auswählen will, steht dort \\hhlserv3\finance. Aber das hängt vermutlich mit unserem zentralen Druckerserver zusammen, über den alle Druckaufträge gehen. Im richtigen Leben kann es nur einfacher sein, denn sonst könnte Lexmark den ja nicht verkaufen, wenn man zur Installation eine ganz IT-Abteilung benötigte.
Dann schnell noch einen Selbsttest für den Drucker auslösen. Aber jetzt. ** Druckerbetrieb ** Kurze Vorgeschichte: Der Vorgänger dieses Druckers auf meinem Schreibtisch war ein HP, na ja, sogar 2 HP. Erst ein 5er, dann ein 4er. Als ich mit letzterem immer öfter Papierstau beim Massendruck hatte und irgendeine Einheit für 300 € ausgetauscht werden sollte, entschieden wir uns, gleich einen neuen zu kaufen. Allerdings wollten wir den nicht über unsere IT-Abteilung beziehen, weil da die Preise der „Systempartner“ immer ca. 20 % über den Marktpreisen liegen. Von wegen Service und so. Der einzige Kompromiß, zu dem ich bereit war: es durfte auch eine Lexmark sein, weil so einen schon mehrere Lehrstühle bei uns im Haus haben und die Materialbeschaffung dann zentral laufen kann. Hätte ich mal auf meine innere Stimme gehört.
Mit 15 Seiten (schwarz-weiß) pro Minute bei maximal 1200 x 1200 dpi ist die Druckleistung Lexmark schon nicht schlecht, im Grunde sogar besser als mein jetziger HP. Man merkt eben eindeutig, dass der Hersteller Erfahrung mit Druckern hat. Aber es ist kein HP mit dem ausgesprochen guten Druckbild. Ich sag euch weiter unten, warum. ** Patronenwechsel ** Wir kaufen immer eine sogenannte Prebate-Tonerkassette für 25.000 Seiten bei 5% Abdeckung. Leider gibt es kein Zählwerk, mit dem man mal nachrechnen kann, wie weit sie wirklich reicht. Ist die Druckkassette alle, wird sie ganz einfach ausgewechselt. Dazu klappt man an der Vorderfront eine Abdeckung noch oben, indem man die Verriegelung an der linken Seite drückt. Die Kartusche hat einen Griff, an der man sie rausziehen kann. Bei der Lieferung ist die Patrone noch versiegelt. Die wird entfernt und die Kartusche wieder entlang der Führungsschiene eingesetzt. Eine Besonderheit gibt es bei diesem Typ Toner. Hier wird mit der Kartusche immer gleich die Belichtungseinheit gewechselt, die in der Patrone integriert ist. Deshalb sind die Toner auch so wahnsinnig teuer.
** Erfahrungen ** So weit, so gut. Nachdem ich mich mit den Ausmaßen auf meinem Schreibtisch arrangiert hatte, denn der vorherige Drucker, ein HP Laserjet 4, war im Vergleich dazu winzig gewesen, habe ich damit immerhin ein ganzes Jahr gearbeitet und folgende Erfahrungen gemacht: Was die Druckgeschwindigkeit betrifft, bietet der Lexmark absolut überzeugende Leistung. Das sagte ich bereits. Nervig ist ein Umstand: wenn die Papierzufuhr-Option beim Menü Seite einrichten und beim Druckermenü nicht identisch sind, gibt der Drucker drei durchdringende Pieptöne von sich. Es gibt ja bei unserem Gerät drei Papiereinzüge - die zwei Papierkassetten und der Einzelblatteinzug; da muß man diese Einstellungen genau aufeinander abstimmen, damit es richtig funktioniert. Das gleiche, wenn die Papierkassette leer ist.
Ich erklär das mal kurz: man kann ja entweder über den Icon in der Symbolleiste drucken oder über das Menü Datei > Drucken. Dort kann man auch über „Eigenschaften“ besondere Optionen einstellen, wie z.B. 2 auf eine Seite, oder das Fach, aus dem das Papier gezogen werden soll. Wenn ich hier also Fach 1 eingebe, weil ich dort Firmenpapier drin habe, muß ich überprüfen, ob das in dem Menü Datei > Seite einrichten > Papierzufuhr ebenfalls der Fall ist, sonst gibt es eben diese Töne, weil er dann protestiert. Meine Kollegen kriegen das irgendwie nicht auf die Reihe, bei denen piept es öfter. Und das ist echt nervend. Beim Hp ist das einfacher. Der Einzug erfolgt als erstes über die Einzelblattzufuhr, wenn da kein Papier drin ist, geht es über die Papierkassette.
Pünktlich zum Ablauf der Garantiezeit machte dann die Netzwerkkarte die Fliege, so daß man das Gerät entweder nur noch im Parallelanschluß nutzen konnte, oder nervtötend lange auf den Druck der Dokumente warten musste. Besonders lange dauerte das mit PDF-Dokumenten, was bei uns natürlich einer Katastrophe gleichkommt. Deswegen kauften wir uns einen kleinen Printserver, der die Funktion der Netzwerkkarte ersetzen sollte, doch auch hier gab es keine erhebliche Verbesserung. Vor allem mein Chef fluchte jedes Mal wie ein Kutscher, wenn er bis zu einer Viertelstunde für den Druck eines 15seitigen Artikels. Dabei muß der noch nicht mal groß sein, aber bis sich die kb’s so durch die Leitung gequält haben, kann man eine Leipziger Messe abhalten. Auch das Druckbild ist nicht so konsistent wie bei dem vorherigen HP. Bei uns werden oft Präsentationsfolien mit Schrift, Grafiken, Abbildungen und Formeln gedruckt, zudem oft als Zweier- oder Viererausdruck auf einer Seite. Besonders da merkt man vor allem die Unregelmäßigkeit im Schriftbild. Die Schrift wirkt oft zusammengedrängt, farbige Flächen bekommen eine grobe Rasterung statt eine flächige Farbe mit ganz feinen Pixeln. Deshalb drucke ich Folien weiterhin an meinem Drucker.
Die Geräuschkulisse ist übrigens erträglich, nicht zu laut, aber permanent vorhanden. Leider hat der T610n noch keinen Stromsparmodus. ** Preis ** Zum Zeitpunkt des Kaufs hat uns das Gerät mit der Zusatzausstattung eine Stange Geld gekostet, nämlich ungefähr 3500 DM. Nun gut, Laserdrucker waren damals auch wirklich noch viel teurer als heute. Bei ebay – ich hab gerade nachgesehen – kriegt man so einen Drucker schon für 199 € plus 99 € für die Duplex.
Die Patronen (12A5845 Tonerkassette) kosten, wie gesagt, richtig viel Geld, reichen dafür aber auch eine Weile. Es gibt die Prebate für 25.000 Seiten für 237,01 € , bei einer mit 10.000 Seiten zahlt man nur 154,30 €. Die leeren Kassetten kann man an Lexmark zurücksenden, damit sie recyelt werden.
** Technische Daten ** (einfach unkommentiert abgeschrieben) Erforderliches Betriebssystem: Microsoft DOS, UNIX, Microsoft Windows 3.x/95/98, Microsoft Windows NT 3.51 oder später, Apple MacOS 7.5 oder später, IBM OS/2 2.x oder später, Microsoft Windows 2000 Kompatibel mit PC, Mac, Unix Schnittstelle: Parallel, Ethernet 10/100Base-TX Installierter RAM: 8 MB ( 8 MB angelötet) / 264 MB (Max) Netzwerk Druckserver - Ethernet, Fast Ethernet - Plug-in-Modul
Druckausgabe: 15 Seiten/Min. - normal Max. Auflösung (S/W): 1200 dpi x 1200 dpi Druckersprache: PostScript 3, PCL 6, Adobe PPDS Medientyp Briefumschläge, Transparentfolien, Etiketten, Normalpapier, Vinyl Mediazuführungen: 1 x automatischer Dokumenteneinzug - 100 Blätter - A4 (210 x 297 mm) 1 x automatischer Dokumenteneinzug - 250 Blätter - A4 (210 x 297 mm) Gesamte Medienkapazität: 350 Blätter Leistungsaufnahme im Betrieb 324 Watt Stromverbrauch Standby/Ruhezustand78 Watt ** Meine Meinung ** Solange er funktioniert, ist der Lexmark Optra T610n ein sehr gutes Gerät, schnell im Druck, effizient, mit vielen Optionen und Zubehör. Daß mich das Druckbild nicht überzeugt, liegt daran, dass ich mit dem HP verwöhnt worden bin. Manche finden es ja sogar umgekehrt zutreffend.
Ob die Anfälligkeit der Netzwerkkarte serienmäßig ist, kann ich nicht sagen. Ärgerlich ist es schon, dass sie kurz nach der Garantiezeit versagte. Eindeutig negativ sind die enorm hohen Folgekosten für den Toner. Alles in allem ist dieser Drucker gut geeignet für kleine Teams.
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17.05.2004 10:45
OH GRAUS EIN LEXMARK! Viel Glück und viel Geduld.........da warst Du mit dem HPium Längen besser bedient! Mir kommt kein Lexmark ins HAus. Lieben Gruß Patri
03.05.2004 11:43
kein kleines Team verfügbar. ;-) LG Margit
28.04.2004 17:00
Naja für meinen privaten Gebrauch ist das wohl nichts. Gruß Wolfgang