ONE-NIGHT-STAND-DRUCKER
15.01.2005
Pro:
Durckqualität | Funktionen
Kontra:
Maße | Geschwindigkeit | Installation
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Druckqualität
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Betriebskosten
Support/Service
mehr
 Mataina
Über sich:
Nur noch ca. 4.000 Punkte zum nächsten Pünktchen :-) ... fast 7 Jahre hier.... Immer wieder blöd, we...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 86 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Es war wirklich reiner Zufall, dass ich seit wenigen Wochen das Frauchen eines Lexmark P707 Photo Jetprinter bin. Und ehrlich gesagt, bin ich sehr froh, dass ich keine ca. 40 Euro für dieses Teil berappen musste -bereut hätte ich es spätestens nach dem ersten Drucken. + ALTE ERINNERUNGEN + ... werden wach, wenn ich an meinen uralten HP 690x denke, in schicken grau, klobiger Form und überhaupt total undekorativ. Aber egal: er hat gedruckt, schnell und zuverlässig und die Patronen waren nie teurer als der ganze Drucker an sich.
Wobei wir auch schon bei den Kriterien wären, die ein Drucker für mich erfüllen muss. 1.) Druckqualität Prinzipiell ist mir die Druckqualität egal, wenn ich etwas für den privaten oder beruflich-internen Bereich ausdrucke. Sollen jedoch bspw. Bewerbungen o.ä. zu Papier gebracht werden, muss eine hervorragende Druckqualität möglich sein.
2.) Druckgeschwindigkeit Unabdinglich - ich hasse es auf meine Ausdrucke zu warten. In der Arbeit bin ich es gewohnt, dass meine Ausdrucke innerhalb wenigster Sekunden fertig sind - klar, so hohe Ansprüche kann ich an einen "private" Drucker nicht stellen, aber ich sollte während des Druckvorgangs nicht unbedingt einschlafen... 3.) Preis für Tintenpatronen Vor einiger Zeit besaß ich bereits einen anderen Lexmark (Z25), der für wenige Euros im hiesigen Penny-Markt käuflich war. Leider kosteten die dazugehörigen Patronen genauso viel wie der ganze Drucker und so konnte man sich auch gleich ein neues Gerät kaufen, ehe man nur eine Patrone kauft.
+ FIRST LOOK + Auf dem von Ciao bereit gestellten Produkt-Foto und auf meinen beigefügten Schnappschüssen, kann man das Aussehen des Druckers gut erahnen. Der Drucker ist in den verschiedensten Grautönen gehalten; das Lexmark-Logo darf natürlich auch nicht fehlen. Rein optisch gesehen: ein guter Fang. Doch hier bereits der erste leicht-negative Punkt: die Maße. Breite: 47.2 cm Tiefe: 23.6 cm Höhe: 15.2 cm Mit dieser Breite ist der Drucker leider kein Nischenfüller und ich werde im wohl in meinem Computertisch einen Regalfleck
Bilder von Lexmark P707 Photo Jetprinter
freiräumen müssen. Auch wenn man die Klappen für den Blatteinzug und für die Blattausgabe umlegt, spart man nicht sonderlich viel Platz. Alles wird kleiner: Handys, Laptops etc. Warum sind denn die Drucker immer noch fast so klobig, wie vor wenigen Jahren?
+ GIB MIR DEINEN SAFT + Ich bin wirklich keine Freundin von Gebrauchsanweisungen und als typische ITlerin lese ich mir die Anleitungen von Elektrogeräten erst durch, wenn ich am Verzweifeln sein sollte. So auch beim Lexmark: Stromkabel in die Steckdose, das (nicht mitgelieferte!) USB-Kabel an den Drucker und an meinen Rechner, Drucker einschalten und warten...
"Ding-Dong", zumindest hat mein Rechner das Teil sofort erkannt. Na mein Rechner ist ja auch doll! Wie so immer benötigt man auch hier die lästige Installationssoftware... Also lege ich die mitgelieferte Installations-CD ein, die auch sofort starte und bin doch guter Dinge, hoffe, dass ich nicht irgendwelchen Schmarren installieren muss. Doch falsch gedacht: zwar beginnnt die Installation sofort, dauert auch nur ca. 5 Minuten, doch ich konnte einige Schreie des Entsetzens und laute Rufe á la "Stopp, nein ich will nicht!!!!" verbergen, als ich sah, dass sich automatischer Weise das tolle Lexmark Fotocenter intalliert - und ich hatte keine Chance zu sagen: nein, nein, NUR die korrekte Verbindung zum Drucker herstellen. Ich hasse es, wenn sich unnütze Software bei mir auf dem Rechner installiert - ohne, dass ich es verhindern kann. Nun ja, wenige Sekunden nach der Installation war auch auch schon die Option "Fotocenter deinstallieren" gewählt.
+ FIRST TRY + Den Drucker habe ich zum ersten Mal getestet, als mir (natürlich) mitten in der Nacht einfiel, dass ich für meinen Chef noch unbedingt was ausdrucken muss. So setzte ich mich schlaftrunken an den Rechner, drückte den Power-Knopf des Druckers (der dann auch in grellen Gelb leuchtet) und schickte einige Dokumente auf den Druckweg.
Leider hatte ich meine Lautsprecher noch an und so hörte ich plötzlich eine Frauenstimme: "Druckvorgang wird gestartet!". Ach was! Sag' bloß, ich dachte, der kocht mir jetzt noch schnell 'nen Kaffee. Klar für einen Desktop-Drucker eine sehr überflüssige Funktion, aber wenn der Drucker evtl. irgendwo anders steht, vielleicht ganz.... nett. Zwei ein Halb (2,5) Seite wollte ich fix ausdrucken. Und die folgenden Daten
Bis zu 17 Seiten/Min. - Schwarz Entwurf - A4 (210 x 297 mm) Bis zu 10 Seiten/Min. - Farbe Entwurf - A4 (210 x 297 mm) Bis zu 11 Seiten/Min. - Schwarz Normal - A4 (210 x 297 mm) Bis zu 3 Seiten/Min. - Farbe Normal - A4 (210 x 297 mm) verrieten mir, dass ich jetzt eigentlich nicht länger als eine Minute hier sitzen dürfte.
Nun ja, die Minuten rannen dahin... ich chattete noch etwas im ICQ, ersteigerte einen Senseo-Dauerfilter bei ebay, putzte mir nochmal die Zähne... Nach etwas mehr als zehn (10!) Minuten, sagte mir die bereits vernommene Frauenstimme, dass der "Druckvorgang beendet" sei. Ach was, ich dachte, der Kaffee sei fertig? Ergo: viel, viel, viel zu langsam! Ich wollte "eben mal kurz" was ausdrucken und mir nicht ein Van Gogh-Gemälde auf's Papier pinseln lassen. Die vorgegebenen Zeiten für die jeweiligen Ausdrucke (s.o.) werden leider, auch nicht bei schwarz-weiß, überhaupt nicht eingehalten. Schade - und untragbar.
+ QUALITÄT + Nun, dafür, dass der Drucker eine halbe Ewigkeit für seine Ausdrucke benötigt, ist die Qualität (wie zu erwarten) wirklich sehr gut. In diesem Punkt gibt es nun wirklich nichts zu meckern. Und auf dem dazugehörigen Fotopapier (nicht im Lieferumfang) sieht das Ganze auch noch mal gleich viel sauberer aus. Gut, am nächsten Tag habe ich dann natürlich vergessen, die Ausdrucke mit in die Arbeit zu nehmen, und die ganze Aktion war umsonst.
+ SONSTIGES + Der Drucker ist ein kleines Leichtgewicht von 2,1 kg und somit werde ich ihn irgendwo verstauen und, wenn nötig, hervorkramen. Auf Grund der Geschwindigkeit werde ich nicht viel mit ihm drucken, sondern eher die Geräte in meiner Arbeit bevorzugen. Was frisst der Drucker denn so alles? Kleiner Einblick gefällig? Bitte schön:
Briefumschläge, Transparentfolien, Etiketten, Normalpapier, Hochglanzpapier, Transferpapier zum Aufbügeln , Gestrichenes Papier, Fotopapier, Banner, Karteikarte, Karten, Fotopapier etc. Ich werde mir in nächster Zeit mal "Transferpapier zum Aufbügeln" besorgen, denn da bin ich ja mal wirklich gespannt, wie und ob das funktioniert. Ansonsten gab es bei meinen Versuchen mit Transparentfolie (die Richtigen verwenden) keine Probleme und auch meine kleinen Adress-Etikettchen schluckte er problemlos und spuckte sie wieder aus. Doch auch bei allen Variationen, die ich drucken lies: der Lexmark P707 ist einfach eine Schnecke.
Maximal druckt der Lexmark eine größe von A4. Mensch schade, und ich wollte mir doch eine Tapete plotten.... Insgesamt kann man ca. 100 Blätter in den Zuführungsschacht legen, die auch ohne Papierstau eingezogen werden - sofern man keine Knicke, Risse, Falten im Papier hat.
Und als hätte mein Rechner nicht bereits genügend Steckplätze, kann ich auch in den Lexmark P707 alles Mögliche stecken: - 1 SmartMedia-Karte - 1CompactFlash-Karte - 1 SD-Karte und - 1 Memory Stick Fein, an meinen Rechner kann ich acht Karten stecken, hier eine... macht neun insgesamt... und ich besitze keine Einzige! Die Kartenschlitze befinden sich, nach kurzer Suchzeit entdeckt, seitlich am Drucker. Sehr sinnvoll, da hat jemand mitgedacht. Sollte man eine entsprechende Karte besitzen, so muss man nicht erst großartig am Drucker herumhantieren, um die Karte zu verwenden.
Im Lieferumfang ist das nötige USB-Kabel leider nicht dabei. Komisch, warum nicht!? Sogar bei meinen MP3-Player (USB-Stick-Variante) ist ein USB-Kabel dabei, das ich überhaupt nicht benötige und somit gleich für den Drucker verwenden kann. Was aber dabei ist, sind zwei Farbkatuschen: eine Tintenpatrone Farbe und eine Tintenpatrone Foto. Der Drucker entwickelt einen Geräuschpegel von 40dBA, wenn er in seiner ungemeinen Geschwindigkeit druckt. Ganz annehmbar, aber telefonieren o.ä. braucht man dabei nicht ("Hä was?!").
Bis jetzt zeigt mir der digitale Patronen-Füllstand noch annehmbare Werte an und ich rechne damit, dass ich erst ca. in 1 Jahr neue Patronen benötigen werde. Diese könnte man natürlich im Shop für horrende Preise kaufen, jedoch werde ich mich, wenn es soweit ist, bei Ebay umschauen... + CONCLUSIO + An und für sich ist der Drucker von Lexmark wirklich ein gutes Gerät und erreicht sein Klassenziel: sehr gute Druckergebnisse.
Allerdings schwächelt er bei anderen Punkten, die zwar für das Druckergebnis nicht ausschlaggebend sind, aber für die Kaufentscheidung auf jeden Fall. Hier wären v.a. zu nennen: Maße und Geschwindigkeit. Empfehlbar ist der Drucker somit nur für "Zu-Hause-wenig-Drucker", so wie ich es einer bin. Denn dann ist der Drucker perfekt: man verstaut ihn irgendwo und holt ihn nur ganz selten ans Tageslicht, wenn man eben mal einen Ausdruck braucht, den man in der Arbeit nicht tätigen kann. Dann ist auch die "Geschwindigkeit" zu verkraften. Für "Viel-Drucker" könnte ich dieses Gerät guten Gewissens leider überhaupt nicht empfehlen - auch wieder auf Grund der Geschwindigkeit. Zusammengefasst empfehle ich somit den Drucker (nicht jedem!).
+ STARS + + 1 Stern: sehr gute Druckqualität + 1 Stern: nettes Design + 1 Stern: viele Funktionen und Möglichkeiten ---------------------------------------------- = 3 von 5 möglichen Sternen für den Lexmark P707 Photo Jetprinter. + ERGO + Es war halt doch nur ein "One-Night-Stand"....
Mataina, Januar 2005.
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31.10.2005 12:26
Guter Bericht, kann dir i den Aussagen bezüglich des Druckers nur zustimmen!
15.02.2005 18:11
Schöne Satire: "ich dachte, der kocht mir jetzt noch schnell 'nen Kaffee" - haha, schon dafür bh - selbst-installierende Software bringt mich persönlich zur Raserei und mit Betriebsanleitungen geht's mir so wie Dir. Na gut, vielleicht hätte ein Blick in die Anleitung die unerwünschte Installation überflüssiger Software verhindert. Abgesehen davon finde ich: Drucker gehören parallelgeschaltet und sonst nix. LG Tom
13.02.2005 12:53
Klasse Bericht! Gruß, Anna