Erfahrungsbericht über

Liebesluder (DVD)

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Das Hirn ist im Sack

4  22.09.2009

Pro:
Mehr für die Frauenwelt

Kontra:
Männer hassen solche Filme

Empfehlenswert: Ja 

XXLALF58

Über sich: Der Sinn des Lebens besteht in dem Unsinn des Lebens, und der Unsinn des Lebens besteht darin, neuen...

Mitglied seit:26.06.2007

Erfahrungsberichte:533

Vertrauende:120

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 145 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Beim Durchsuchen der zahlreichen DVDs zuhause, die sich in einem kleinen Schränkchen befinden, kam mir eine DVD zwischen die Finger, die mein Mann mal gekauft hat, aber er selber sich diese DVD LiebesLuder noch nicht oft angeschaut hat. Wobei ich der Auffassung bin, dass er diesen Film als Fehlkauf abtut, weil er sich etwas anderes davon erwartet hat. Mir hingegen gefällt dieser Film recht gut, zumal deutsche, mir zum Teil bekannte Schauspieler darin zu sehen sind. Nur eben wird nicht oft mein Wunsch akzeptiert, zumal das weibliche Geschlecht bei uns in der Familie als Minderheit dasteht. Aber so dann und wann setze ich auch meinen Kopf durch, und dann lege ich nach meinem Geschmack eine DVD rein. Wie z.B. LiebesLuder, dessen Titel wohl mehr die Männer anspricht, aber sich im Nachhinein rausstellt, dass das genau das Gegenteil bewirkt.

Nun schaue ich was alles auf der DVD zu lesen gibt, bevor ich zu meiner Meinung übergehe.

Auf der Vorderseite des Covers sind schon mal die Namen der Schauspieler etc. aufgeführt, wobei folgendes dabei steht:

LiebesLuder, jetzt wird´s ernst: Der neue Buck

Anke Engelke, Detlev W. Buck, Mavie Hörbiger, Pierre Besson.

Mavie Hörbiger, Anke Engelke, Pierre Besson, Detlev W. Buck, Barbara Philipp, Matthias Malschke, Bruno Cathomas, Annette Paulmann, Simon Schwarz u. v. a.

Regie: Detlev W. Buck
Kamera: Slawomir Idzika
Ton: Wolfgang Schukrafft
Szenenbild: Agi Dawaachu
Kostüm: Frank Bankowski
Maske: Jekaterina Oertel
Musik: Johny Klimek & Xaver Naudascher, Ludwig Eckmann & Max Geller
Schnitt: Barbara Gies
Drehbuch: Ruth Toma, Detlev W. Buck
Idee: Chris Kraus, Detlev W. Buck
Casting: Ann Dorthe Braker
Produktionsleitung: Milanka Comfort
Herstellungsleitung: Martin Rohrbeck
Redakteur: Michael Andé
Produzent: Claus Boje

Eine Boje Buck Produktion in Co- Produktion mit dem WDR. Mit Unterstützung von Filmstiftung NRW, Filmförderungsanstalt, Filmboard Berlin-Brandenburg. Im Delphi Filmverleih.

Auf der Rückseite steht in einer Kurzfassung die Handlung des Films.

Eine Kleinstadt im Sauerland: Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch als die attraktive Studentin Ina in den Ort kommt, wird die Kleinstadtidylle kräftig durcheinander gewirbelt. Ina verdreht den Männern hemmungslos den Kopf, während deren Frauen zunehmend nervöser werden. Auf der Hochzeit des Bankleiters Nase kommt es dann zum Eklat, als Ina ihren vier Liebhabern eröffnet, dass sie schwanger sei.

Ina will Geld für ihr Schweigen - viel Geld. Aber die Männer wollen nicht zahlen. Stattdessen beschließen sie Ina einen Denkzettel zu verpassen. Nachdem ihr Plan völlig misslingt, wird eine groteske Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die weit reichende Folgen für alle Beteiligten hat...

"...eine köstliche Mischung aus schwarzem Humor und bösen Seitenhieben gegen Spießer - eingebettet in eine Krimistory voller Leichen." TV-MOVIE

www.highlightvideo.de

Extras: Interviews mit Anke Engelke, Mavie Hörbiger und Detlev W. Buck
Sprache: Deutsch
Ländercode: 2
Menü teilweise animiert mit Ton
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1 Multikanal
Bildformat: 1,78:1 in 16:9
DVD-Typ: DVD-5 einseitig, einschichtig
Laufzeit: ca. 87 Min. Film + ca. 16 Min. Extras

Nun kurz zum Film.

Da kommt eine junge, sehr attraktiv wirkende Studentin Ina (Mavie Hörbiger) in eine Kleinstadt ins Sauerland und bringt die wohlhabenden Männer total durcheinander und die Frauenwelt in rage. Denn ihr ist es egal, ob nun diese Männer ledig, verheiratet oder kurz vor der Heirat stehen. Nur reich müssen sie sein. Als erster im Bunde lernt sie Speedy (Simon Schwarz), kennen, der sie als Busfahrer in die Kleinstadt bringt. Ina steigt aus dem Bus aus, sieht ein Sportflugzeug über die Dächer dieser Kleinstadt fliegen, erkundigt sich nur mal schnell bei Speedy wo dieser hinfliegt, lächelt, zwinkert mit den Augen und sieht dem Flugzeug nach. Im Grunde zeigt sich jetzt schon zum ersten Mal, dass der Film nicht unbegründet "LiebesLuder" heißt. Also kombiniert sie: Sportflugplatz, Sportflugzeug reiche Männer. Und recht hat sie. In dieser kleinen Gaststätte, in welcher sich am Abend noch der Fleischer Wusch (Detlev Buck), Sägewerkbesitzer Wagner (Bruno Cathomas), der Direktor der örtlichen Bank Peter Nase (Pierre Besson) und der Chef des Flughafens, Karuso (Matthias Matschke) einfinden, jobbt Ina als Bedienung. Schnell hat sie allen den Kopf verdreht und sich mit allen vieren eingelassen.

Auf der Hochzeit von Peter und Christine (Anke Engelke), auf welcher Ina als Bedienung vertreten ist, verkündet sie das süße Geheimnis den vieren, dass sie nun angeblich schwanger ist. Nur das dumme daran ist, dass Peter auch einer der in Frage kommenden Väter ist. Gut, sie hat sich absichtlich nur mit Männer mit Geld ausgesucht, die sie nun zur Kasse beten kann, indem sie ihnen zum einen mit einem Anwalt droht, wenn sie nicht von jedem 50 000 DM bekommt. Und damit ihre angebliche Vaterschaft nicht an die Öffentlichkeit gelangt, müssen sie wohl oder übel zahlen.

Jedoch ist das gar nicht so einfach soviel Geld heimlich aufzutreiben, zumal jetzt schon drei Verdächtige sich in festen Händen befinden, Das ist Wusch mit Suse (Barbara Philipp), Karuso mit Siegurt (Annette Paulmann) und eben Peter mit Christine.

Aber dennoch sehen sie es nicht ein, soviel Geld zu zahlen, und beschließen, dass Ina so schnell wie irgendwie aus dem Ort muss.

Und da der Sägewerksbesitzer schon gute Erfahrungen gemacht hat, wie man junge Kätzchen aus der Welt schafft, schlägt doch glatt einer diese Machart vor. Nur so radikal wollen sie nun wieder auch nicht mit Ina umgehen, also beschließen sie, dass einer sie zuhause besucht, sie mit Chloroform betäubt, sie dann in einen Sack steckt und sie sie dann zusammen im Wald dann aussetzen.

Soweit so gut. Nur leider besucht Suse Ina und stellt diese zur Rede wegen ihrem Mann, wobei Suse so in rage geratet, dass sie wild auf Ina ein schlägt, sodass diese dann bewusstlos am Boden liegen bleibt. In diesem Augenblick kommt Speedy in das Zimmer und sieht was geschehen war.

Wie es nun weitergeht möchte ich nicht weiter verraten, jedoch geht es noch recht spannend zu, das man schon mit einem Krimi vergleichen kann.

Nun zu meiner Meinung, die Meinung einer Frau.

Da kommt so ein junges, knackiges Mädel in eine kleine, spießbürgerliche Stadt, in welcher die Fachwerkhäuser in Reih und Glied stehen und eins dem anderen gleicht. Ein richtig geordneter kleiner Ort, so hat man zumindest auf den ersten Blick den Eindruck. Jedoch das alles täuscht sehr, denn als die vornehm blasse, knackige Ina mit ihren großen, runden unschuldigen Augen und ihrem Schmollmund auftaucht, gerät die Männerwelt aus allen Fugen. Denn diese geldgierige Schönheit versteht es recht gut, die Männer, Detlev Buck, Bruno Cathomas, Matthias Matschke und Pierre Besson mit ihrem Anblick schwach zu machen. Und da muss ich sagen ist einer wie der andere in diesem Film, ob dieser nun kurz vor der Heirat steht oder schon Jahrelang verheiratet ist. Ist doch im Grunde recht fies von Ina, wobei es nicht umsonst bei Männern heißt, wenn sie ein begehrenswertes Objekt sehen: "Wenn der Wedel steht, ist das Hirn im Sack". Na ja, belassen wir es dabei.

Von Anfang an, als die weiblichen Bewohner dieser Kleinstadt Ina zum ersten Mal sehen, wie sie mit knackig engen Jeans und hohen Schuhen und wackelten Po daher kommt, ahnen sie nichts gutes, was nun über diese doch recht verschlafene Stadt hereinbricht. Eifersucht macht sich breit, wobei sie, die Ehefrauen, ihre Pappenheimer ja am besten kennen.

Nur eine, Christine, Peters zukünftige Frau, denkt darüber so ziemlich naiv, zumal sie ja kurz vor der Heirat steht und glaubt, dass sie so was nicht treffen kann. Und dazu muss ich sagen, dass Anke Engelke diese Rolle wirklich sehr überzeugend spielt. Etwas schusselig, beinahe schon tollpatschig, hab ich das Gefühl, wenn ich mir eine von den ersten Szenen nochmals vor Augen führe, als sie mit ihrem Wagen vor der Einfahrt ihres Hauses einen kleinen Baum über den Haufen fährt und Ina kurz darauf vorbeikommt. Jedoch bezweckt Christine auch etwas mit ihrer angeblichen Schusseligkeit, nämlich dass am Ende ein Mord wie ein Autounfall aussieht, und sozusagen ihr Mann wieder eine "weiße Weste" hat.

Schwarzer Humor kommt erst später richtig ins Spiel, als es heißt, Ina muss weg und die Männer Pläne dazu zu schmieden anfangen. Von Romantik über klare Richtlinien sowie das Leben nun mal ist bis zum Mord, das mitunter im schwarzen Humor endet ist alles vertreten.

Wer auf richtigen Sex in diesem Streifen wartet, was ja unter anderem vom vielversprechenden Titel zu erwarten gewesen wäre, der wartet vergebens. Es wird wohl mit den weiblichen Reizen nicht gegeizt, und auch mit Bettszenen ist zu rechnen, die jedoch recht harmlos dargestellt sind. Da geht es zum Teil schon im Nachmittagsprogramm oder Spätnachmittagsprogramm im Fernsehen mehr zur "Sache", als bei diesem Film, der schon ab 12 Jahren zugelassen ist.

Okay, als Lehrfilm, wer einmal in die Fußstapfen der Ina im Film treten will, muss zeitig damit anfangen, zumal man ja in dieser Branche nicht alt wird oder bald alt aussieht. Genauso könnte der Film den Titel tragen: Wie werde ich zum richtigen "Luder".

Luder hin oder Luder her. Ein klein bisschen Luder steckt doch in jeder Frau, wobei man natürlich auch die Grenzen dabei kennen sollte.

In diesem Film sind die Männer, die geilen Trottel die sich leicht um den Finger wickeln ließen und die Frauen die willenstarken Macherinnen die immer die Fäden in der Hand behielten.

Mir persönlich hat der Film "LiebesLuder" sehr gut gefallen, weil der Film an einigen Stellen die menschlichen Abgründe zeigt, wie mancher im Mord zu allem fähig ist, nur um seinen Status nicht zu verlieren. Christine, so schusselig wie sie sich am Anfang zeigt, ist in Wirklichkeit eine eiskalte Macherin, die auch vor einem Mord nicht zurückschreckt und somit ihr die Männerwelt untertan ist. Jedoch kann man nur Ansatzweise Verständnis für die einzelnen Tragödien aufbringen, die sich im Film ereigneten. Aber dennoch komme ich zu der Überzeugung, dass die Schauspieler allesamt wirklich eine sehr überzeugende Leistung erbracht haben.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tommy197

tommy197

27.09.2009 08:03

Klasse Bericht!...lg.

Sydneysider47

Sydneysider47

26.09.2009 01:12

Wenn dieser Film im Fernsehen käme, würde ich ihn mir ansehen. Viele Grüße!

Yvettte

Yvettte

25.09.2009 10:49

Von mir gibt es auch hier gern ein bh

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