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F A Z I T
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Man sollte von “Liegen lernen” nur einfach nicht zu viel erwarten. Man sollte nicht mit der Erwartung an den Film gehen, dass es sich dabei um ein Porträt der Achtziger und Neunziger und Lebens in dieser Zeit handelt. Diesen Aspekt deckt der Film zwar auch teilweise ... Bericht lesen
liegen lernen, Frank Goosen
2002, 336 Seiten, Maße: 11,5 x 18 cm, Taschenbuch, DeutschEine Stadt im Ruhrgebiet. Anfang ... mehr
der 80er Jahre. Helmut ist 16, besucht die Oberstufe eines Gymnasiums, hat Eltern, die nicht miteinander reden und eine Mutter, die immer nur wissen möchte, was er eigentlich will. Vom Leben, zum Beispiel. Wenn er das nur selbst so genau wüßte. Seine lakonische Selbsteinschätzung: drogenabstinenter, heterosexueller Nichtdemonstrierer, so wenig Engagement wie nötig, so viel Leben (lassen) wie möglich. Helmut hört Platten von den Beatles und Dylan, tanzt zu Madness und Fischer Z, trägt wie alle anderen Bäckerhosen und verliebt sich in die Schulsprecherin Britta. Ihr zuliebe engagiert er sich in der Nicaragua-Gruppe, sie führt den kleinbürgerlichen, immer etwas schüchternen Jungen in die Liebe ein. Zur ersten Liebe aber gehört auch die erste Enttäuschung. Und so erzählt Helmut rückblickend sein Leben als Suche nach der einzigen Frau, die ihm etwas bedeutet hat, während seine amourösen Abenteuer ihn in Wirklichkeit kaltließen.
Liegen lernen (DVD)
Gleich zu Beginn landet Helmut Hermes, der ziemlich träge und eigentlich recht langweilige ... mehr
Anti-Held aus Hendrik Handloegtens Generationsporträt Liegen lernen, mit dem Gesicht in einer Pfütze. Wir schreiben in diesem Augenblick das Jahr 1998, und man wird den Eindruck nicht los, dass es so kommen musste. Jemand, der nie viel Würde und schon gar keine Klasse besaß, ist damit endgültig am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Der Sturz auf die nasse Straße hat eine symbolische Qualität, und so ist es nur konsequent, dass Handloegten in genau diesem Moment ins Jahr 1982 zurückspringt, um uns zu erzählen, warum Helmut (Fabian Busch) schließlich in dieser Pfütze landen musste. Frank Goosens Roman Liegen lernen ist das Produkt des Erfolgs, den der britische Musikkritiker und Schriftsteller Nick Hornby mit seinen Romanen hatte. Wie Hornby nähert sich auch Goosen seiner oft enervierenden Hauptfigur vor allem über popkulturelle Anspielungen und Assoziationen. Helmut ist fest in die Pop-Geschichte der Bundesrepublik eingeschrieben. Das schafft eine gemeinsame nostalgische Basis. So kann sich nahezu jeder, der in Westdeutschland in den 1980er-Jahren aufgewachsen ist, irgendwie in Helmut und seiner Geschichte wiedererkennen. Auf diesen Effekt setzt auch Handloegten. Seine Verfilmung des Romans fügt sich nahtlos in das mit der Jahrtausendwende gekommene 80er-Jahre-Revival ein und kommentiert es zugleich. Auf seiner Oberfläche ist Liegen lernen ein durch und durch provinzieller Film, so wie der aus dem Ruhrgebiet stammende Helmut eben auch ein durch und durch provinzieller Charakter ist. Die Szenen, in denen Handloegten das kleinbürgerliche Milieu nachzeichnet, das Menschen wie Helmut hervorgebracht hat und wohl auch immer noch hervorbringt, können einem Schauer über den Rücken jagen. In ihnen manifestiert sich eine Tag für Tag gelebte Banalität, die Helmut vielleicht für immer anhaften wird. Daran ändern weder seine unglückliche Liebe zu seiner Klassenkameradin Britta (Susanne Bormann) noch seine späteren Liebschaften und Affären etwas. Helmuts Leben ist bedeutungslos, und die Bilder, in denen Handloegten von ihm erzählt, sind es auch. Die so offensichtliche Belanglosigkeit von Liegen lernen ist erst einmal irritierend, dann erschreckend, aber schließlich begreift man, dass sie absolut notwendig ist. Handloegten ist sich ihrer immer bewusst und lenkt so unseren Blick und unsere Wahrnehmung. Nicht ohne Grund läuft hier gleich mehrmals May Spils' Zur Sache Schätzchen im Fernsehen. Helmut ist zweifellos ein Verwandter von Werner Enkes Schwabinger Tagedieb, aber zugleich illustriert er dessen immer wieder geäußertes Menetekel: "Es wird böse enden." Die 80er-Jahre und in ihrer Folge die 90er-Jahre haben das wahrhaft böse Ende der Aufbrüche und Hoffnungen gebracht, die in den späten 60er-Jahren so verlockend waren. --Sascha Westphal
Liegen lernen (DVD)
Obwohl mittlerweile 32 Jahre alt, hat Helmut (Fabian Busch) immer noch nicht viel in ... mehr
seinem Leben bewegt, was er sich mit den verpassten Chancen der Vergangenheit erklärt - insbesondere der einen grossen Liebe, die sich niemals erfüllt hat: Britta (Susanne Bormann). Mit der Entscheidung konfrontiert, ob es endlich weitergehen soll in seinem Leben oder er für immer unfähig bleiben will, sich für die EINE wirklich zu entscheiden, tritt Helmut den Weg zurück in seine Jugend an, zu seiner ersten Liebe: Britta... und wie es wirklich war.Die romantische Komödie LIEGEN LERNEN, nach dem gleichnamigen Bestseller von Frank Goosen, ist eine Liebeserklärung an die Unentschiedenheit der Jugend und erzählt mit viel Witz und Ironie die Geschichte von Helmut und seinen verpassten Chancen im Leben wie in der Liebe.
was er sich mit den verpassten Chancen der Vergangenheit erklärt - insbesondere der einen großen Liebe, die sich niemals erfüllt hat: Britta. Mit der Entscheidung konfrontiert, ob es endlich weitergehen soll in seinem Leben oder er für immer unfähig bleiben will, sich für die eine wirklich zu entscheiden, tritt Helmut den Weg zurück in seine Jugend an, zu seiner ersten Liebe: Britta... und wie es wirklich war.
Liegen lernen (DVD)
Obwohl mittlerweile 32 Jahre alt, hat Helmut (Fabian Busch) immer noch nicht viel in ... mehr
seinem Leben bewegt, was er sich mit den verpassten Chancen der Vergangenheit erklärt - insbesondere der einen grossen Liebe, die sich niemals erfüllt hat: Britta (Susanne Bormann). Mit der Entscheidung konfrontiert, ob es endlich weitergehen soll in seinem Leben oder er für immer unfähig bleiben will, sich für die EINE wirklich zu entscheiden, tritt Helmut den Weg zurück in seine Jugend an, zu seiner ersten Liebe: Britta... und wie es wirklich war.Die romantische Komödie LIEGEN LERNEN, nach dem gleichnamigen Bestseller von Frank Goosen, ist eine Liebeserklärung an die Unentschiedenheit der Jugend und erzählt mit viel Witz und Ironie die Geschichte von Helmut und seinen verpassten Chancen im Leben wie in der Liebe.
Liegen Lernen - Ost
Gute Compilation zu einer zu Recht hoch gelobten Verfilmung eines erfolgreichen ... mehr
Romandebüts. Neben einigen bekannten Songs populärer Interpreten gibt es allerhand bislang Unbekanntes zu entdecken. Die Stimmung dabei ist jedoch meist getragen. In liegen lernen, der literarischen Vorlage, erzählt Autor Frank Goosen vom Erwachsenwerden in der Bundesrepublik ab Anfang der Achtziger Jahre. Obwohl Helmut, der 16-jährige Anti-Held, in dem Buch primär The Beatles, Bob Dylan, Madness und Fischer Z hört, sind auf dem dazugehörigen, abwechslungsreichen Soundtrack nur Letztere vertreten. Macht aber nichts, denn ihnen stehen dafür andere Größen zur Seite wie zum Beispiel R.E.M. oder Kansas. Da die "liebevoll akribische Zeitreise" (Prinz) als romantische Komödie daherkommt, durchzieht sie eine melancholische Stimmung. Gleiches gilt mehrheitlich auch für die Musik. Deshalb gibt es zum Auftakt den Oldie "Rhythm Of The Rain" von The Cascades aus dem Jahr 1963. Und weil zu jedem Song im CD-Booklet die Begründung seiner Verwendung steht, ist hier zu lesen: "Als Kind hörte ich es meistens im Auto und verbinde es seitdem mit dem Reisen. In diesem Fall ist es eine Reise in die Vergangenheit". Mutig, auf das tempogeladene, intensive "Thief Of Fire" (aus der CD We Are Time, 1980) der englischen Punkfunkband Pop Group die Hit-Schnulze "Words" (F.R. David) folgen zu lassen. Die Berliner Klangtüftler Tarwater bieten das semielektronische Instrumental "Otomo". Steamhammers entspannter, lyrischer Blues "Lost You Too" stammt aus ihrer gleichnamigen Debüt-LP aus dem Jahr 1969. Bluesbetont und atmosphärisch ist auch die Neuauflage des romantisch-schwebenden Klassikers "Albatross" von 1971, bei der der englische DJ/Chill-Out-Produzent Chris Loco die exquisite Arbeit des ehemaligen Fleetwood-Mac-Gitarristen Peter Green würdigt. Der verträumt-verspielte "Liebestraum" ist der einzige Ausschnitt vom Score des Aachener Gitarristen/Keyboarders Dieter Schleip. Stark: Cheries folkgetönte Ballade "Coffee Baby". Einige Lieder später liefern die Berliner Produzenten Denzel & Huhn mit "Cotier" eine Kostprobe ihrer minimalistischen Elektronik. An vorletzter Position der 59 Minuten 30 Sekunden langen Disc stehen Morphine. Sie wandeln bei "In Spite Of Me" aus der CD Cure For Pain (1993) auf den Spuren des kanadischen Song-Poeten Leonard Cohen. Und den Abspann untermalen schließlich die Newcomer Wir sind Helden mit einem Stück Elektropop ihrer CD Die Reklamation. Dazu hat der Käufer dieser CD, die 17 Songs plus fünf Audio-Takes aus dem Film beinhaltet, allerdings keinen Grund! --Thomas Hammerl
Hendrik Handloegten. Nach e. Roman v. Frank Goosen. Mit Fabian Busch, Susanne Bormann, Birgit Minichmayr u. a.Obwohl mittlerweile 32 Jahre alt, hat Helmut (Fabian Busch) immer noch nicht viel in seinem Leben bewegt, was er sich mit den verpassten Chancen der Vergangenheit erklärt - insbesondere der einen großen Liebe, die sich niemals erfüllt hat: Britta (Susanne Bormann). Mit der Entscheidung konfrontiert, ob es endlich weitergehen soll in seinem Leben oder er für immer unfähig bleiben will, sich für die EINE wirklich zu entscheiden, tritt Helmut den Weg zurück in seine Jugend an, zu seiner ersten Liebe: Britta... und wie es wirklich war.
Bundesrepublik. Man nehme ein bisschen Zeit, einen Laptop und den Bestseller Die Generation Golf von Florian Illies. Hinzu schütte man ein paar persönliche Erfahrungen, vermenge sie gut mit Altbekanntem und fertig ist ein Roman über die 80er-Jahre. Der Held in Frank Goosens Romandebüt "liegen lernen" heißt Helmut. Seine Mutter ist dick und Hausfrau, sein Vater geht immer in den Keller, um seine riesige Plattensammlung zu bestaunen und um heimlich gedankenverloren zur Musik zu tanzen. Helmut schaut fern, neuerdings sogar in Farbe. Diese Welt ist so lange in Ordnung bis Britta, die Neue, in der Klasse auftaucht. Ihre Eltern wohnen in einem Haus am Waldrand, sie sind Künstler und Britta nennt sie beim Vornamen. Helmut verliebt sich unsterblich in sie, die beiden schlafen miteinander und er beginnt durch sie beeinflusst, sich politisch in Aktionsgruppen zu engagieren. Von heute auf morgen verlässt Britta ihn, um, wie sie sagt, in Amerika neue Erfahrungen zu sammeln. Für Helmut jedoch bleibt sie die große Liebe seines Lebens und es dauert bis in die zweiten Hälfte der 90er-Jahre und bedarf drei weiterer Beziehungsversuche, bis er sich von diesem Schock erholt. Das alles muss der Leser mit ansehen: jede neue Beziehung mit beginnen, sich durch die Mühen der Ebene schleppen und jedes Mal ihr Scheitern durchleiden. Das alles auf der Folie der 80er-Jahre, mit ihren bekannten Symptomen Friedensbewegung, Kohl-Lethargie und Konsumrausch. Alles nichts wirklich Neues. Aber alles spannend für die Kinder dieser Zeit. Die alte Bundesrepublik beginnt nun nach der Wiedervereinigung langsam, sich ihre Geschichte zu erzählen. Sie scheint von den Ereignissen um 1989 ebenso mitgenommen worden zu sein wie die ehemalige DDR. Anders ist diese Bestandsaufnahme und das ewige Kreisen um Kindheit als Versicherung einer Herkunft nicht zu erklären. Frank Goosen hat zu dem Puzzle, das westdeutsche Identität bedeuten könnte, seinen Teil beigetragen. Leider jedoch keinen großen und man glaubt langsam wirklich, dass es damals sehr langweilig gewesen sein muss. --Jana Hensel
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Erfahrungsbericht von BillMaplewood über Liegen Lernen (2003) 21.04.2004
Produktbewertung des Autors:
Pro:
unterhaltsam, Darsteller, einfach schön und kurzweilig anzusehen, Musik . .
Kontra:
kein sonderlich großer Tiefgang, kein detailliertes Porträt der Zeit
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
„Hol den Vorschlaghammer Sie haben uns ein Denkmal gebaut Und jeder Vollidiot weiß, dass das die Liebe versaut Ich werd die schlechtesten Sprayer dieser Stadt engagieren Die sollen nachts noch die Trümmer mit Parolen beschmieren“ [1]
„Ich möchte wirklich mal wissen, wie du so ein gefühlsgehemmter, bindungsunfähiger und feiger Penner geworden bist.“ Mit diesen Worten bekommt der über dreißigjährige Helmut (Fabian Busch) von seiner Freundin Tina (Birgit Minichmayer) den Laufpass. Dabei war Tina seit unzähligen Jahren endlich mal wieder eine Frau, mit der er nicht nur ins Bett ging, sondern die er auch geliebt hat. Doch wie ist er so ein gefühlsgehemmter, bindungsunfähiger und feiger Penner geworden? Das überlegt Helmut nun selbst und seine Überlegungen führen ihn zurück bis zum Anfang der Achtziger, als er mit achtzehn Jahren sich in die Schulsprecherin Britta (Susanne Bormann) verliebte. Es wurde seine erste Liebe, seine erste Beziehung, mit ihr erlebte er das erste Mal. Eine glückliche Zeit bis Britta ihm eröffnete, dass sie für ein Jahr in die USA gehen werde. Am Anfang wollte Helmut die Beziehung weiter aufrecht erhalten, schrieb fünf Briefe pro Woche, doch schnell flaute das ganze ab, schließlich kam sogar die niederschmetternden Botschaft, dass Britta einen neuen Freund hat. Unzählige kurzzeitige und auch längerfristige Beziehungen folgten in den Jahren danach, doch in seinem Hinterkopf war immer Britta und die Hoffnung wieder mit ihr zusammen zu kommen. Während der Rückbetrachtung seines Lebens in den Achtziger und Neunziger Jahren wird Helmut langsam eins klar: Er muss erst ein Denkmal einreißen um eine Liebe zu retten!
Hendrik Handloegten („Paul is dead“) Verfilmung des Romans von Frank Goosen liefert einen schönen Streifzug durch zwei Jahrzehnte. Der Film liefert dabei einen kleinen Einblick in verschiedene typische Erlebnisse der damaligen Zeit. Die Klassenexkursion in das geteilte Berlin mit Besuch im Osten, das biedere Leben in einer westdeutschen Kleinstadt, das Unileben und dürfte deswegen den heute auf die vierzig zusteuernden Mitmenschen, die vielleicht ähnliches erlebt haben, besonders gefallen.
Aber auch der Rest muss seine Finger nicht von dem Film lassen, denn Regisseur Handloegten ist ein unterhaltsamer Film gelungen. Größeren Anspruch sucht man vergebens, braucht man auch nicht, der Film will einfach nur unterhalten und das gelingt ihm die meiste Zeit. Im Mittelteil hängt der Film zwar ein paar Mal durch, driftet etwas zu stark in nur noch wehleidiges Klagen des Protagonisten ab, aber diese Schwächephasen sind immer recht schnell überwunden und werden vor allem durch den spritzigen Beginn und das gelungene Ende wettgemacht.
Handloegten erzählt seinen Film dabei in fast einer einzigen großen Rückblende. Nachdem Helmut bei seiner Freundin rausgeflogen ist, sinniert er über sein Leben nach und der Zuschauer bekommt das, hin und wieder von Helmut kommentiere, Geschehen zu sehen. Das ganze ist, abgesehen von Einzelszenen zwar eigentlich nie richtig witzig, aber trotzdem die meiste Zeit so unterhaltsam, dass man mit einem fast dauerhaften Schmunzeln den Film verfolgt und am Ende sich mit Helmut freut, dass er nun die wirkliche Liebe seines Lebens gefunden hat.
Bei der Inszenierung des Film hat man auf weitestgehend unverbrauchte junge Gesichter gesetzt, die zwar alle schon einiges an Schauspielerfahrung vorweisen können und in sehenswerten Filmen mitgespielt haben (Fabian Busch zum Beispiel in „23“), aber trotzdem nicht zu den ganz bekannten Gesichtern gehören, was nicht unerheblich dazu beiträgt, dass der Film authentischer wirkt. Man hat nicht den Schauspieler Fabian Busch vor sich, sondern Helmut. Dabei schadet es auch nicht, dass im Falle von Helmut und Britta die gleichen Schauspieler die Rollen mit Achtzehn und mit Anfang Dreißig spielen. Die leicht wechselnden Frisuren und die Kleidung der jeweiligen Zeit tragen dazu bei, dass die Leute sich entwickeln und leicht älter bzw. jünger wirken. Handloegten vermeidet dabei eine zu starke Charakterisierung der Personen, was dem Film aber nicht zum Nachteil wird, sondern Dank des Unterhaltungswertes und dieser eindeutigen Zielrichtung einfach unnötig gewesen wäre. Dazu kommt ein unerklärlich sympathischer Protagonist. Helmut ist ein absoluter Normalo, lässt sich perspektivlos durch das Leben von Frau zu Frau treiben, hat rein gar nichts besonderes an sich, ist weder witzig noch schlagfertig (Ausnahmen bestätigen die Regel) und wächst dem Zuschauer trotzdem einfach ans Herz.
Talent hat man auch mit der Auswahl der Musik bewiesen. Passend zu den einzelnen Zeitepochen wird die Musik aus dieser Zeit gespielt. Sei es nun „Berlin“ von „Fischer Z“ oder Songs von R.E.M., alles passt immer hervorragend. Dazu kommt der einzige Song der zwar nicht aus einer der Zeiten im Film, sondern aus der heutigen stammt, aber dafür der perfekte Titelsong für den Film ist. Der Titelsong „Denkmal“ von „Wir sind Helden“ drückt durch seinen Refrain (siehe Einleitung dieser Kritik) genau das aus, was Helmut schließlich erkennt.
F A Z I T °°°°°°°°°° Man sollte von “Liegen lernen” nur einfach nicht zu viel erwarten. Man sollte nicht mit der Erwartung an den Film gehen, dass es sich dabei um ein Porträt der Achtziger und Neunziger und Lebens in dieser Zeit handelt. Diesen Aspekt deckt der Film zwar auch teilweise ab, aber halt nur am Rande, soweit es für die Geschichte nützlich ist. Genauso wenig sollte man eine Komödie erwarten, bei der man sich vor Lachen laufend auf die Schenkel klopft oder eine anspruchsvolle Charakterisierung des Protagonisten. Man sollte sich nur zurücklehnen, den Film genießen und sich unterhalten lassen. Denn das funktioniert bei „Liegen lernen“ prächtig und darauf und auf Helmut kann man beim nächsten Berlin-Besuch schon einmal acht Bier in der Kneipe „Die letzte Instanz“ trinken.
[1]Textzeilen aus Wir sind Helden - „Denkmal“
D A T E N °°°°°°°°°° Originaltitel: Liegen lernen Genre: ... Deutschland 2003, FSK 12, Laufzeit: 94 Minuten
Regie: Hendrik Handloegten Produktion: Maria Köpf Drehbuch: Hendrik Handloegten nach dem gleichnamigen Roman von Frank Goosen Kamera: Florian Hoffmeister Musik: Dieter Schleip Schnitt: Elena Bromund
W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N °°°°°°°°°°°° Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0325734/
Pro: stimmige Atmosphäre Kontra: zu wenig stimmige Atmosphäre
Liegen Lernen
(Achtung: diese Kritik habe ich auch auf meiner hp www.filmzentrale.com veröffentlicht!: kein fake)
Rückwärts wendet sich „Liegen Lernen“, um was zu tun? Uns Mittvierzigern Erinnerungen an Erinnerungen zu schenken? Uns mit unserer bel ...
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Pro: nostalgisch, ruhig, witzig, emotional, sehr gute Besetzung Kontra: nichts
Filme, die in den 80ern spielen scheinen modern. Und nach "Good bye Lenin" und "Verschwende deine Jugend" erreicht nun der dritte "back to the 80's" Streifen die deutsche Kinoleinwand: "Liegen Lernen". Hendrik Handloegten, eher unbekannter Natur, besetzt ...
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Pro: sehr untrhaltsam, 80er rivival Kontra: Gisela ;)
Liegen lernen
Deutschland auf dem Weg zur Kino-Nation? So weit würde ich noch nicht gehen, aber zumindest auf dem Weg zu zahlreichen Literatur Verfilmungen. Diesmal haben sich die Macher von „Lola rennt“ an der Verfilmung des Romans „ ...
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Pro: Nette Idee, guter Haupdarsteller Kontra: wenig spannend, epsidodenhaft
Helmut (Fabian Busch) ist sich nicht sicher, in welche Richtung sich sein Leben entwickeln wird. Zunächst scheint es, daß in die überaus attraktive Britta (Susanne Bormann) in die alternative Ecke ziehen würde, doch ihre kurze Romanze endet zu früh um nac ...
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Pro: Thema Blindheit, Darsteller Kontra: etwas unglaubwürdige Story
...), Liegen lernen (2003)
Hilmir Snær Guðnason ... Jakob Magnusson
Der Darsteller sowie auch Drehbuchautor spielt den blindgewordenen Jacob. Sein Leben nimmt eine Wendung, als er sein Augenlicht verliert. Er sieht keinen Sinn mehr im Leben. Erst als er von der Krankenschwester seiner Mutter erfährt, dass diese nicht mehr lange zu leben hat. Er soll sie schnellstmöglich besuchen kommen. Ein kleines Ziel für sein neues Leben als Blinder ist gegeben.
Weitere Filme: Guy X - Niemand denkt an Grönland (2005), Thicker Than Water (2006), The Higher Force (2008)
Harald Schrott ... Paul
Er spielt den Freund von Lilly. Seine Liebe zur seiner blinden Freundin ist grenzenlos, aber auch sein Behüter Instinkt. Beide wollen in ein Haus zusammen ziehen und eine Familie gründen. Für ihn ist es die wahre Liebe, oder auch nicht? Als der neue Mann / Patient...
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Pro: ein bis zwei gute Gags, ganz nette Musik, Konrad ist als Zombie schon recht nett, DVD ist sehr gut Ausgestattet Kontra: die meisten Witze ziehen einfach nicht, nicht meine Art von Humor...
...lm etwas auf.
Ebenfalls ganz gut fand ich ein paar der Gags wenn sie als Zombies rumrennen. Vor allem Konrad hat mir da gefallen, der sich erst mal an allen rächt, die ihm je böses getan haben und z. B. den Sportlehrer völlig auffrisst (bis auf einen Fuß) oder sich später über die Blutkonserven im Krankenhaus hermacht und ständig damit beschäftigt ist abgefallene Körperteile mittels Tacker wieder an seinem Körper zu befestigen.
Tja, wie erwartet konnte mich auch diese deutsche Komödie nicht überzeugen, irgendwie kann ich dem banalen deutschen Humor nicht wirklich viel abgewinnen, da bleib ich doch lieber bei meinen bösen schwarzen Komödien und bitterbösem, trockenem, britischem Humor. Wer allerdings auch sonst mit deutschen Komödien etwas anfangen kann, der kann hier ruhig auch mal einen Blick drauf werfen, wie gesagt, ein paar Stellen fand auch ich ganz witzig, also der...
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