Lila, Lila / Suter, Martin

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... Geschichten aus der Businesswelt [Diogenes 2003] Lila, Lila [Diogenes 2004] ♥Die Story David Kern ist 23 und wohnt in einer dusteren kleinen Wohnung, mit Möbeln vom Trödler spärlich eingerichtet. Genauso spärlich scheint auch sein Leben. Kaum Freunde, von der Familie ist auch nie ... Bericht lesen





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Lila, Lila - Martin Suter Lila, Lila - Martin Suter
David ist Kellner in einer Szenebar und damit natürlich für das Publikum erstmal ... mehr
uninteressant. Das stört ihn nicht besonders, bis
die 24-jährige Marie im Esquina auftaucht. David
verliebt sich in sie und wird wiederum erst
interessant für Marie, als er sie bittet sein
Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die
Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk
an einen Verlag, der es prompt veröffentlichen
will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine
Problem, dass David den Roman nicht selber
geschrieben, sondern in einem
Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt,
wie es kommen muss. David wird zum gefeierten
Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr
der Entdeckung seines Betrugs manifestiert sich
eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt
vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David
kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln
unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen
Honorare.  In der Folge zeichnet Martin Suter ein
gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs
zwischen Lesungen in Provinzkäffern und besoffenen
Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger
überstürzen sich in Vorauszahlungen und
Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch
Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel
wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im
Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier
natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin
Suter lässt den gefesselten Leser in einer
doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.  Ein
stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt
ist, humorvoll und nicht ohne bösartige
Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David
manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität
geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter
stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den
nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine
Unterhaltung. --Martin Walker  Aus der
Amazon.de-Redaktion "Lila, Lila ist der Roman, auf
den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der
Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete
Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit
diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht
einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte.
Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die
Rückkehr zu alten Werten und großen Themen.
Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren
und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang
kaum beachtete Erstling des jungen David Kern,
stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen
sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star.
Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser
tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden
Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner
hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler
gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu
erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die
beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen
heftig zugetane Marie schickt das Manuskript
heimlich an einen Verlag -- und das Unheil nimmt
seinen Lauf.  Zugegeben -- die Story um "Liebe,
Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den
Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder
eines Martin Suter, seien wir ehrlich, würde sogar
das Telefonbuch zum Pageturner. Wer Suters Romane
Small World und Die dunkle Seite des Mondes
atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird
auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt
mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr
ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter
Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims,
Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit
Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue
Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich
letzten Seite.  Bei alldem ist Lila, Lila aber
auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie
über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in
den Bauch des Literaturbetriebs -- von
Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu
Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise
durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum
in den Annalen der Literaturgeschichte zu finden,
hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich
gewartet: Der Verlagssekretärin setzt Suter das
längst fällige Denkmal. Ihr Urteil, nicht
verlegerischer Sachverstand, bringt das Manuskript
zwischen Buchdeckel: "Ich habe jedenfalls
geweint." --Niklas Feldtkamp
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Lila, Lila - Martin Suter Lila, Lila - Martin Suter
David ist Kellner in einer Szenebar und damit natürlich für das Publikum erstmal ... mehr
uninteressant. Das stört ihn nicht besonders, bis
die 24-jährige Marie im Esquina auftaucht. David
verliebt sich in sie und wird wiederum erst
interessant für Marie, als er sie bittet sein
Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die
Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk
an einen Verlag, der es prompt veröffentlichen
will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine
Problem, dass David den Roman nicht selber
geschrieben, sondern in einem
Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt,
wie es kommen muss. David wird zum gefeierten
Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr
der Entdeckung seines Betrugs manifestiert sich
eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt
vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David
kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln
unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen
Honorare.  In der Folge zeichnet Martin Suter ein
gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs
zwischen Lesungen in Provinzkäffern und besoffenen
Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger
überstürzen sich in Vorauszahlungen und
Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch
Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel
wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im
Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier
natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin
Suter lässt den gefesselten Leser in einer
doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.  Ein
stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt
ist, humorvoll und nicht ohne bösartige
Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David
manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität
geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter
stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den
nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine
Unterhaltung. --Martin Walker  Aus der
Amazon.de-Redaktion "Lila, Lila ist der Roman, auf
den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der
Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete
Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit
diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht
einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte.
Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die
Rückkehr zu alten Werten und großen Themen.
Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren
und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang
kaum beachtete Erstling des jungen David Kern,
stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen
sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star.
Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser
tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden
Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner
hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler
gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu
erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die
beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen
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seinen Lauf.  Zugegeben -- die Story um "Liebe,
Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den
Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder
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Small World und Die dunkle Seite des Mondes
atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird
auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt
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Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims,
Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit
Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue
Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich
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auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie
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Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu
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durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum
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geweint." --Niklas Feldtkamp
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Lila, Lila - Martin Suter Lila, Lila - Martin Suter
Seiten: 372, Broschiert, Editions du Seuil
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verliebt sich in sie und wird wiederum erst
interessant für Marie, als er sie bittet sein
Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die
Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk
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Problem, dass David den Roman nicht selber
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Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt,
wie es kommen muss. David wird zum gefeierten
Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr
der Entdeckung seines Betrugs manifestiert sich
eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt
vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David
kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln
unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen
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gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs
zwischen Lesungen in Provinzkäffern und besoffenen
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überstürzen sich in Vorauszahlungen und
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Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel
wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im
Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier
natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin
Suter lässt den gefesselten Leser in einer
doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.  Ein
stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt
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einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte.
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stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen
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Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser
tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden
Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner
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gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu
erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die
beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen
heftig zugetane Marie schickt das Manuskript
heimlich an einen Verlag -- und das Unheil nimmt
seinen Lauf.  Zugegeben -- die Story um "Liebe,
Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den
Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder
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Small World und Die dunkle Seite des Mondes
atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird
auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt
mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr
ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter
Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims,
Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit
Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue
Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich
letzten Seite.  Bei alldem ist Lila, Lila aber
auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie
über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in
den Bauch des Literaturbetriebs -- von
Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu
Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise
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hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich
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Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die
Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk
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Problem, dass David den Roman nicht selber
geschrieben, sondern in einem
Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt,
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Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr
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eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt
vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David
kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln
unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen
Honorare.  In der Folge zeichnet Martin Suter ein
gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs
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Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger
überstürzen sich in Vorauszahlungen und
Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch
Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel
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natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin
Suter lässt den gefesselten Leser in einer
doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.  Ein
stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt
ist, humorvoll und nicht ohne bösartige
Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David
manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität
geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter
stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den
nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine
Unterhaltung. --Martin Walker  Aus der
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den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der
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Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit
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Rückkehr zu alten Werten und großen Themen.
Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren
und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang
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stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen
sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star.
Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser
tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden
Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner
hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler
gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu
erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die
beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen
heftig zugetane Marie schickt das Manuskript
heimlich an einen Verlag -- und das Unheil nimmt
seinen Lauf.  Zugegeben -- die Story um "Liebe,
Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den
Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder
eines Martin Suter, seien wir ehrlich, würde sogar
das Telefonbuch zum Pageturner. Wer Suters Romane
Small World und Die dunkle Seite des Mondes
atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird
auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt
mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr
ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter
Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims,
Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit
Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue
Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich
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auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie
über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in
den Bauch des Literaturbetriebs -- von
Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu
Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise
durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum
in den Annalen der Literaturgeschichte zu finden,
hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich
gewartet: Der Verlagssekretärin setzt Suter das
längst fällige Denkmal. Ihr Urteil, nicht
verlegerischer Sachverstand, bringt das Manuskript
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verliebt sich in sie und wird wiederum erst
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Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die
Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk
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will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine
Problem, dass David den Roman nicht selber
geschrieben, sondern in einem
Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt,
wie es kommen muss. David wird zum gefeierten
Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr
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Honorare.  In der Folge zeichnet Martin Suter ein
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Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David
manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität
geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter
stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den
nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine
Unterhaltung. --Martin Walker  Aus der
Amazon.de-Redaktion "Lila, Lila ist der Roman, auf
den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der
Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete
Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit
diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht
einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte.
Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die
Rückkehr zu alten Werten und großen Themen.
Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren
und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang
kaum beachtete Erstling des jungen David Kern,
stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen
sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star.
Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser
tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden
Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner
hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler
gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu
erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die
beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen
heftig zugetane Marie schickt das Manuskript
heimlich an einen Verlag -- und das Unheil nimmt
seinen Lauf.  Zugegeben -- die Story um "Liebe,
Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den
Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder
eines Martin Suter, seien wir ehrlich, würde sogar
das Telefonbuch zum Pageturner. Wer Suters Romane
Small World und Die dunkle Seite des Mondes
atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird
auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt
mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr
ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter
Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims,
Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit
Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue
Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich
letzten Seite.  Bei alldem ist Lila, Lila aber
auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie
über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in
den Bauch des Literaturbetriebs -- von
Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu
Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise
durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum
in den Annalen der Literaturgeschichte zu finden,
hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich
gewartet: Der Verlagssekretärin setzt Suter das
längst fällige Denkmal. Ihr Urteil, nicht
verlegerischer Sachverstand, bringt das Manuskript
zwischen Buchdeckel: "Ich habe jedenfalls
geweint." --Niklas Feldtkamp
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Lila Lila. Sonderausgabe - Martin Suter Lila Lila. Sonderausgabe - Martin Suter
David ist Kellner in einer Szenebar und damit natürlich für das Publikum erstmal ... mehr
uninteressant. Das stört ihn nicht besonders, bis
die 24-jährige Marie im Esquina auftaucht. David
verliebt sich in sie und wird wiederum erst
interessant für Marie, als er sie bittet sein
Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die
Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk
an einen Verlag, der es prompt veröffentlichen
will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine
Problem, dass David den Roman nicht selber
geschrieben, sondern in einem
Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt,
wie es kommen muss. David wird zum gefeierten
Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr
der Entdeckung seines Betrugs manifestiert sich
eines Tages in der Form eines Penners. Jacky gibt
vor, der eigentliche Autor zu sein und nimmt David
kurzerhand mit leicht erpresserischen Mitteln
unter seine Fittiche, das heißt vor allem dessen
Honorare.  In der Folge zeichnet Martin Suter ein
gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs
zwischen Lesungen in Provinzkäffern und besoffenen
Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger
überstürzen sich in Vorauszahlungen und
Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch
Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel
wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im
Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier
natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin
Suter lässt den gefesselten Leser in einer
doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.  Ein
stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt
ist, humorvoll und nicht ohne bösartige
Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David
manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität
geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter
stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den
nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine
Unterhaltung. --Martin Walker  Aus der
Amazon.de-Redaktion "Lila, Lila ist der Roman, auf
den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der
Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete
Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit
diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht
einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte.
Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die
Rückkehr zu alten Werten und großen Themen.
Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren
und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang
kaum beachtete Erstling des jungen David Kern,
stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen
sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star.
Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser
tragischen, in den muffigen Fünfzigern spielenden
Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner
hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler
gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu
erobern, als eigenen Schreibversuch aus. Die
beiden werden ein Paar, die allem Schöngeistigen
heftig zugetane Marie schickt das Manuskript
heimlich an einen Verlag -- und das Unheil nimmt
seinen Lauf.  Zugegeben -- die Story um "Liebe,
Treue, Verrat und Tod" besitzt nicht eben den
Tiefgang eines Hochseedampfers. Doch aus der Feder
eines Martin Suter, seien wir ehrlich, würde sogar
das Telefonbuch zum Pageturner. Wer Suters Romane
Small World und Die dunkle Seite des Mondes
atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird
auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt
mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr
ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter
Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims,
Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit
Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue
Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich
letzten Seite.  Bei alldem ist Lila, Lila aber
auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie
über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in
den Bauch des Literaturbetriebs -- von
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Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise
durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum
in den Annalen der Literaturgeschichte zu finden,
hat auf Lila, Lila sicher besonders sehnlich
gewartet: Der Verlagssekretärin setzt Suter das
längst fällige Denkmal. Ihr Urteil, nicht
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zwischen Buchdeckel: "Ich habe jedenfalls
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Lila, Lila. 5 CDs. - Martin Suter Lila, Lila. 5 CDs. - Martin Suter
David ist Kellner in einer Szenebar und damit natürlich für das Publikum erstmal ... mehr
uninteressant. Das stört ihn nicht besonders, bis
die 24-jährige Marie im Esquina auftaucht. David
verliebt sich in sie und wird wiederum erst
interessant für Marie, als er sie bittet sein
Romanmanuskript zu lesen. Sie findet die
Liebesgeschichte ausgezeichnet, schickt das Werk
an einen Verlag, der es prompt veröffentlichen
will. So weit so gut, wäre da nicht das kleine
Problem, dass David den Roman nicht selber
geschrieben, sondern in einem
Secondhand-Nachttischchen gefunden hat. Es kommt,
wie es kommen muss. David wird zum gefeierten
Nachwuchsautor, und die ständig dräuende Gefahr
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gnadenloses Bild des modernen Literaturbetriebs
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Abenden auf der Frankfurter Buchmesse, Verleger
überstürzen sich in Vorauszahlungen und
Lektorinnen bieten sich als Agentinnen an. Doch
Jacky, mittlerweile in einem besseren Hotel
wohnend, hat seinen Möchtegern-Schriftsteller im
Griff. Der Ausgang der Geschichte sei hier
natürlich nicht verraten, nur so viel: Martin
Suter lässt den gefesselten Leser in einer
doppelten Volte sanft auf dem Boden landen.  Ein
stilsicherer Roman wie man es von Suter gewöhnt
ist, humorvoll und nicht ohne bösartige
Seitenhiebe. Die Personen sind glaubwürdig, David
manchmal mit einer fast ärgerlichen Naivität
geschlagen. Die Umgebungen skizziert Suter
stimmungsvoll und mit einem sicheren Blick für den
nebensächlichen Alltag. Ein feines Buch, feine
Unterhaltung. --Martin Walker  Aus der
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den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der
Knabenwindelprosa." Wenn der gefürchtete
Großkritiker Joachim Landmann eine Rezension mit
diesen gemeißelten Worten beendet, lobt er nicht
einfach ein Buch. Er lanciert eine Debatte.
Diesmal: das Ende der postmodernen Literatur, die
Rückkehr zu alten Werten und großen Themen.
Folglich geschieht, wovon Legionen von Lektoren
und Verlegern träumen: Lila, Lila, der bislang
kaum beachtete Erstling des jungen David Kern,
stürmt die Bestsellerlisten; die Medien reißen
sich um den frisch gebackenen, schüchternen Star.
Dumm nur: David ist nicht der Autor dieser
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Liebesgeschichte. Der unscheinbare Aushilfskellner
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Small World und Die dunkle Seite des Mondes
atemlos und in einem Rutsch ausgelesen hat, wird
auch diesmal nicht enttäuscht. Lila, Lila schnurrt
mit der Präzision einer Schweizer Herrenarmbanduhr
ab. Ob schicke Szenebar, Frankfurter
Buchmesse-Rummel oder das Elend eines Männerheims,
Suter wechselt mit traumwandlerischer Sicherheit
Schauplätze und Milieus, schreibt punktgenaue
Dialoge und hält die Spannung bis zur buchstäblich
letzten Seite.  Bei alldem ist Lila, Lila aber
auch eine fein beobachtete und hochkomische Studie
über das Making Of eines Bestsellers, ein Blick in
den Bauch des Literaturbetriebs -- von
Klappentextwahnsinn und Vertragspoker bis zu
Buchmessesuff und der Tristesse einer Lesereise
durch die Provinz. Eine Berufsgruppe, bislang kaum
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Martin Suter - Lila, Lila. Der Roman in der Kritik  Rezensionen zu Lila, Lila im Vergleich - Juliane Ziegler Martin Suter - Lila, Lila. Der Roman in der Kritik Rezensionen zu Lila, Lila im Vergleich - Juliane Ziegler
Seiten: 17, Broschüre, GRIN Verlag
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Werbung zum Thema Lila, Lila / Suter, Martin    
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Kistenbericht I: Genial, Genial
Erfahrungsbericht von Ciao_Steini über Lila, Lila / Suter, Martin
13. September 2004


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: anspruchsvoll 
Unterhaltungswert: hoch 
Spannung: ziemlich spannend 
Humor: durchschnittlich humorvoll 
Aufmachung: ok 

Pro: Einmalige Story, Schreibstil, Figuren und Aufbau der Geschichte
Kontra: Warum ist mir Martin Suter nicht schon eher in die Finger gefallen?

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

+++ACHTUNG+++
+++Ausgehungertes Steini wurde letztens mit bunter Kiste in der Bibliothek gesichtet+++
Ich war letztens in der Bibliothek. Gleich mit kleiner Ikea-Pappkiste, damit ich auch alles fortkriege! Ich werd mich also in den kommenden Wochen langsam durch mein bunt gepunktetes Kistchen arbeiten und euch mit Berichten bombardieren! Hier Ausbeute Nummer eins ; )
Und die Erkenntnis, die Schweiz hat also mehr zu bieten als lecker Schoggi : )

♥Der Autor
Der 1948 in Zürich geborene Martin Suter arbeitete erfolgreich als Werbetexter und Creative Director. Nebenbei schrieb er immer wieder GEO-Reportagen und zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Seit 1991 schreibt er hauptberuflich und als freier Autor. Seite Bücher sind auch auf internationaler Ebene sehr erfolgreich. Neben seinen Büchern verfasst er auch die wöchentlich erscheinende Kolumne „Business Class“ in der „Weltwoche“ sowie die Geschichten um Geri Weibel im NZZ-Folio.
Er lebt mit seiner Frau Margrith Nay Suter in Spanien und Guatemala.

♥Bibliographie
Business Class. Manager in der Westentasche [Weltwoche-ABC-Verlag 1994]
Business Class. Mehr Manager in der Westentasche [Weltwoche-ABC-Verlag 1995]
Small World [Diogenes 1997]
Business Class. Noch mehr Manager in der Westentasche [Weltwoche-ABC-Verlag 1998]
Die dunkle Seite des Mondes [Diogenes 2000]
Business Class. Geschichten aus der Welt des Managements [Diogenes 2000]
Richtig leben mit Geri Weibel [Diogenes 2001]
Ein perfekter Freund [Diogenes 2002]
Richtig leben mit Geri Weibel. Neue Folge [Diogenes 2002]
Business Class. Neue Geschichten aus der Welt des Managements [Diogenes 2002]
Beziehungsstress. Geschichten aus der Businesswelt [Diogenes 2003]
Lila, Lila [Diogenes 2004]

♥Die Story
David Kern ist 23 und wohnt in einer dusteren kleinen Wohnung, mit Möbeln vom Trödler spärlich eingerichtet. Genauso spärlich scheint auch sein Leben. Kaum Freunde, von der Familie ist auch nie die Rede und sein Alltag besteht lediglich aus Aufstehen am späten Nachmittag, seiner Arbeit in der Szenekneipe Esquina und dem Ins-Bett-Fallen spät in der Nacht.
Marie Berger ist 24 und wohnt nach ihrer Ausbildung zur Schaufensterdekorateurin doch wieder bei ihrer Mutter, um doch noch das Abitur nachholen zu können. Ihre Eltern sind getrennt und ihre Mutter wird dem Leser als schrullige Übervierzigerin dargestellt, die zwischen zahllosen Männergeschichten und Phasen endloser Depression schwankt. Eine wirkliche Mutter-Tochter-Beziehung scheint es nicht zu geben.
Diese beiden Hauptfiguren des Romans treffen zum ersten Mal im Esquina aufeinander. Das Lokal ist voll und sie will schon wieder gehen, als David sie auf den „JackenUndMäntelSessel“ seiner Bekannten platziert. David verliebt sich auf der Stelle in Marie – sie sieht in ihm nur den Kellner und beachtet ihn kaum. Unbeholfen und schüchtern traut er sich auch nicht, sie wirklich direkt anzusprechen. Ganz im Gegenteil zu Ralph Grand, dem Großmaul und Schwätzer der Gruppe…
Das alte Nachtschränkchen mit dem Sprung in der Marmorplatte soll alles ändern. Das Schränkchen stammt von einer Haushaltsauflösung und die oberste Schublade klemmt. David bricht sie gewaltsam auf und findet ein fertiges Manuskript mit dem Titel Sophie, Sophie.

Die Hauptfigur Peter ist verliebt in Sophie, doch ihre Eltern sind dagegen und unterbinden ihre heimlichen Treffen, indem sie sie auf ein Internat schicken. Bei ihrer Rückkehr, die er sehnlich erwartet, ist sie völlig verändert. Um ihn „loszuwerden“, umarmt sie auffällig andere Jungs und tut alles, um ihn so zu verletzen. Peter schildert diese Geschichte und bringt sich am Ende selbst um, indem er mit dem Motorrad gegen die Felswand eines Tunnels rast. Der Autor, der die tragische Liebesgeschichte von Peter Landwei aufschrieb, hieß Peter Weiland und kam bei einem Motorradunfall ums Leben… „Das ist die Geschichte von Peter und Sophie. Lieber Gott, laß sie nicht traurig enden.“

Mehr aus Langeweile scannt David die Geschichte in seinen PC ein und verbessert hier und da Fehler der Texterkennung. Am Ende tauscht er das Pseudonym Alfred Duster gegen seinen eigenen Namen aus. Um die Literaturbegeisterte Marie endlich auf sich aufmerksam zu machen, kommt er auf die Schnapsidee und gibt ihr das Manuskript zum Lesen. Sie ist begeistert und sendet Sophie, Sophie an einen Verlag. Die Ereignisse überstürzen sich: der Roman erscheint mit geänderten Namen und unter dem Titel Lila, Lila und David und Marie werden ein Paar. Alles scheint perfekt. Doch gegen Davids Hoffnungen findet das Buch enorme Beachtung, steigt in den Bestellerlisten und wird in von den Kritikern in den Himmel gelobt. Bei den vielen Lesungen, die er nun abhalten muss, jagt ihn immer wieder die Angst, dass plötzlich jemand aufspringt und ruft: das ist nicht ihr Buch!
Eines Tages bei einer Signierstunde erscheint ein alter Mann, der sich sein Exemplar für Alfred Duster unterzeichnen lässt…
Um Marie nicht zu verlieren – ihr die Wahrheit zu sagen, schafft David schon lange nicht – spielt er Jackys Spiel mit, beteiligt ihn an seinen Einnahmen und macht ihn gezwungenermaßen am Ende sogar noch zu seinem Agenten. Bis sich Marie langsam von ihm distanziert. Er sieht nur noch eine Möglichkeit: Jacky aus dem Weg schaffen. Aber wie? Und kann er seine Beziehung damit retten?
„Das ist die Geschichte von David und Marie. Lieber Gott, laß sie nicht traurig enden.“

♥Mein Fazit
Ich gestehe! Ich kannte Martin Suter bis zu diesem Buch gar nicht. Und auch bei der Leipziger Buchmesse im März hab ich mich immer wieder gefragt, wer das ist, weil Martin Suter-Lesungen fast täglich und überall stattfanden. Tja am Ende haben wie doch keine der Lesungen geschafft. Aber Lila, Lila tauchte ständig in der Presse auf – also musste ich mir das Buch ja doch mal vorknöpfen! Und ich bin begeistert. Der Schreibstil von Suter ist wie ich finde schnörkellos, die Kapitel lassen sich flüssig lesen und man sitzt von der ersten bis zur letzten Seiten mittendrin im Geschehen. Die Figuren sind klar umrissen. In diesem Fall wollte ich den beiden Hauptakteuren zwar ständig ins Gesicht schreien, sie sollen endlich aus ihrer Lethargie erwachen und den Arsch hochkriegen. Und warum sagt er ihr nicht einfach, dass er sie mit dem Manuskript nur beeindrucken wollte? Aber Suter schafft es, dass man das Handeln der Figuren sogar teilweise verstehen kann. Wenn auch ab und an mit Kopfschütteln.
Für mich der erste Suter – für Suter der erste Liebesroman – insgesamt ein klasse Buch! Ich denke also, ich werde die anderen auch mal unter die Lupe nehmen müssen : )

Die Story wurde mittlerweile auch für alle Hörbuchfans in Zusammenarbeit mit Daniel Brühl vertont!

Und für alle, die den Silvesterrummel und die Euphorie des Neubeginns und der guten Vorsätze genauso wenig ab können, wie ich:
„Der Januar war der Monat, der nicht vorbeigehen wollte. Die Euphorie, mit der man das neue Jahr begrüßt hatte, war der Ernüchterung darüber gewichen, daß man keinen Schritt weitergekommen, sondern wieder an den Anfang zurückgeworfen war.“ [Seite 84]


HARDCOVER
Februar 2004
ISBN 3 257 06386 5
Diogenes Verlag (Zürich)
Preis: 21.90 Euro

HÖRBUCH
5 CDs
Juli 2004
ISBN 3 899 03138 5
Hörbuch Hamburg
Preis: 23.95 Euro
 

weitere Erfahrungsberichte
Kellner wird Literaturstar - geht das wohl gut?
Bewertung für Lila, Lila / Suter, Martin von Die_Buchhaendlerin

Pro: gute und spannende Unterhaltung
Kontra: etwas vorhersehbar und manchmal klischeehaft

noch ein kleiner Beitrag zum verlängerten Bücherfrühling: Der Schweizer Autor Martin Suter ist mir seit „Small World“, einem wunderbaren Roman, der eine gelungene Mischung zwischen spannendem Krimi und einer sensiblen aber unsentimentalen Annäherung an das Thema Alzheimer darstellt, in bester Erinnerung. Seither sind noch einige andere Bücher von ihm - ziemlich erfolgreich die meisten – auf den Markt gebracht worden. Mit „Lila, Lila“ ist ihm meiner ...
...das ganz eindeutig in der Sparte Unterhaltungslektüre überhaupt so nennen kann) gelungen. Zum Autor: Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren, heute lebt er gemeinsam mit seiner Frau abwechselnd in Guatemala und Spanien. Früher war er Werbetexter, fiel aber auch durch Reportagen in der Zeitschrift „Geo“ positiv auf und veröffentlichte zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Seit 1991 ist er freier Schriftsteller, neben seinen Romanen ist ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

20.05.2004
Lüge und Liebe
Bewertung für Lila, Lila / Suter, Martin von rundejenta

Pro: wunderbare Story, Anschaulichkeit, Ironie und Melancholie
Kontra: -

...Resonanz auf das Erscheinen von Lila, Lila hatte ihn ermutigt. Außer dem kleinen Bericht in der Gratiszeitung war im Lokalteil einer der großen Tageszeitungen der Stadt eine kurze Meldung mit einer Besprechung erschienen, die fast wörtlich den Klappentext wiedergab. Einzig den Satz mit dem "vielleicht vielsprechenden Nachwuchsschriftsteller des Landes" hatte man gnädig weggelassen. Vielleicht lief alles glimpflich ab. Lila, Lila würde in den vielen ...
...ihr die Wahrheit über Lila, Lila gestehen. Und sie würden beide herzlich darüber lachen. Eine Lesereise unter Ausschluss der Öffentlichkeit schien ihm ein kalkulierbares Risiko. Denn so wenig er Lust hatte, auf Lesereise zu gehen, so sehr würde es ihm gefallen, wenn es im Esquina hieß, David Kern bediene dieser Tage nicht, er sei auf Lesereise." FAZIT Martin Suter gehört laut den Literaturkritikern und zahlreichen Klappentexten zu den bedeutendsten ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

20.05.2005
Lila, Lila ist ein Psychoroman erster Klasse!
Bewertung für Lila, Lila / Suter, Martin von Ninchen1805

Pro: Suter macht süchtig!
Kontra: wieder zu kurz

Inhalt: David kauft einen alten Nachttisch auf einem Flohmarkt und findet darin ein Manuskript eines ihm unbekannten Autors. Als er die Geschichte liest ist er gerührt. Gleichzeitig verliebt er sich in seiner Lieblingsbar, in der er auch arbeitet, in Marie. Er will ihre Liebe um jeden Preis und da er nicht weiß, wie er es anstellen soll, zeigt er ihr das Manuskript. Daraufhin glaubt Marie, David hätte es geschrieben, ist so begeistert davon, dass ...
...Verlag will die Geschichte unbedingt veröffentlichen und somit rutscht David mehr und mehr in eine verzwickte Lage…. Mehr wird nicht verraten, doch eines muss ich erwähnen. Wer glaubt diesmal würde Martin Suter die Geschichte mit einem `Happy End` ausklingen lassen, der hat sich getäuscht. Leider, denn es ist schade, dass dieses Buch so schnell und auf so eine Art und Weise zu Ende geht. Auch in diesem Roman vermischt Suter verschiedene Genres, wie ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
hilfreich

13.04.2006
Lila, Lila - Sophie, Sophie
Bewertung für Lila, Lila / Suter, Martin von UserAtCiao

Pro: einfallsreiche Story
Kontra: /

„Lila, Lila ist die Geschichte einer ersten Liebe. Sie spielt in den fünfziger Jahren, als Familie, Staat und Gesellschaft noch Macht über die Liebe eines jungen Paares besaßen und ausübten. Der zwanzigjährige Peter verliebt sich in die erst sechzehnjährige Lila (= Sophie). Ihre Eltern sind gegen die Beziehung und stecken Lila in ein Mädchenpensionat. Mit aufwühlender Unmittelbarkeit schildert David Kern den Trennungsschmerz aus der Sicht des verzweifelten ...
...fünfziger Jahren und bewegenden Liebesbriefen. Als Lila endlich aus dem Pensionat zurückkommt, ist sie nicht mehr dieselbe. Die Geschichte von Peter und Lila nimmt eine neue Wende. „Lieber Gott“, beginnt der Autor seinen Erstling, „lass sie nicht traurig enden.“ “ Agatha Christie habe ich in der Bibliothek entdeckt, Martin Suter auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse, wo er mit seinem neuen Roman „Lila, Lila“ für Furore sorgte und mehrere Wochen ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
hilfreich

06.02.2005

Berichte die interessant sein könnten für Lila, Lila / Suter, Martin    
Lob des ehrlichen Autors
Bewertung für Lila, Lila (Hörbuch) / Suter, Martin von  mima17

Pro: einfühlsam, schön erzählt, stellenweise spannend, kritisch-engagiert
Kontra: nicht gerade neue Geschichte, vgl. "Cyrano de Bergerac"

...Um von seiner Angebeteten beachtet zu werden, gibt ein junger Autor ein in einem Second-Hand-Möbel gefundenes Romanmanuskript als sein eigenes Produkt aus. Womit er nicht gerechnet hat: Sie findet die Geschichte toll und schickt sie an einen Verlag, der das Buch auch prompt veröffentlicht und zu einem Bestseller macht. Schön, dass sich Marie in ihn verliebt, aber mit dem Erfolg beginnen die Probleme... Der Autor °°°°°°°°°° Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, lebt mit seiner Frau in Spanien und Guatemala. Er war Werbetexter und erfolgreicher Werber, ein Beruf, den er immer wieder durch andere Schreibtätigkeiten ergänzt oder unterbrochen hat, u.a. für zahlreiche Film- und Fernsehdrehbücher. Seit 1991 arbeitet er als freier Autor, seit 1992 schreibt er die wöchentliche Kolumne "Business Class" in der "Weltwoche". Im März 2004... Bericht lesen

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sehr hilfreich
28.11.2004
Frau Heidenreichs Empfehlung
Bewertung für Belles Lettres / Simmons, Charles von  klabowa

Pro: amüsant
Kontra: flach

...Als Elke Heidenreich sich neulich im Kritikergespräch im Deutschlandfunk anlässlich eines Verrisses von Martin Suter's Lila Lila äußerte, Suter beschreibe den Literaturbetrieb, wie ihn sich Klein Fritzchen vorstellt, gab sie auch gleich die Empfehlung Simmons hätte doch mit Belles Lettres darüber ein so gutes Buch geschrieben. Da ich schon immer mal erfahren wollte, wie es im Literaturbetrieb wirklich zugeht, hab ich daraufhin dieses Buch gelesen. Simmons beschreibt in Belles Lettres in der Tat über den Literaturbetrieb. Es geht, nach einer unsäglich langweiligen Abhandlung, die als komprimierte Fassung einer Seminararbeit einleiten soll, um kleine Anekdoten innerhalb einer renommierten Literaturzeitschrift. So wird im Verlauf des Buches z.B. der aus Spaß geäußerte Vorschlag mit einer Liste der 25 besten amerikanischen Autoren... Bericht lesen

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05.05.2004
Suter besticht durch eine einfache, klare Sprache
Bewertung für Die dunkle Seite des Mondes / Suter, Martin von  Ninchen1805

Pro: Spannung von der ersten bis zur letzten Seite
Kontra: zu kurz

...kann, von Anfang bis Ende! Viel Spaß beim Lesen und bei der Spannung, die nicht einmal nachlässt! Ein weiterer Lesetipp für Martin Suter Fans: Lila, lila! (Ein Testbericht für diesen Roman, der mindestens genau so unterhaltsam und spannend ist, wie `Die dunkle Seite des Mondes` wird folgen) Diesen Bericht habe ich auch für yopi (Nina1805) geschrieben!... Bericht lesen

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13.04.2006

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