Luxus pur
23.05.2001 (11.06.2001)
Pro:
Gediegenheit pur
Kontra:
Für Deutschland zu groß
Empfehlenswert:
Ja
 TakeTheChance1
Über sich:
Mitglied seit:18.05.2001
Erfahrungsberichte:14
Vertrauende:15
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 78 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ein Kofferraum wie eine Turnhalle und Fahrkomfort vom allerfeinsten, das ist es was mich am Lincoln Town Car als erstes beeindruckt hat. In diesen Kofferraum gehen tatsächlich fünf große Koffer plus Taschen. So etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Kein Zweifel, für deutsche Straßen, Parkhäuser und Parkplätze denkbar ungeeignet verkörpert das Lincoln Town Car für mich den American Way of Life schlechthin. Man muss so ein 5 Meter Schiff einmal gefahren haben, um zu verstehen, dass es Spaß machen kann mit 50 oder 60 Meilen (ca 80 – 100 km/h) auf dem Highway dahinzugleiten.
Man sitzt wie in einer Sänfte, spart sich sogar die Bewegung zu Radio oder Klimaanlage, weil alles vom Lenkrad aus zu bedienen ist. Scheibenwischer und Licht, so wie wir es kennen. dazu sind die Regler für Radio/CD-Player, Klimaanlage und Tempomat ins Lenkrad integriert. Am Anfang muss man sich schon ein wenig gewöhnen an die vielen Knöpfchen und Schieber, wenn man es aber einmal begriffen hat, möchte man das Auto nicht mehr hergeben. Auch die Kleinigkeiten, die nicht viel kosten, aber das Leben besonders bei langen Fahrten im Auto so angenehm machen sind in dieser Karosse eingebaut. Brillenhalterung, Dosen – bzw. Flaschenhalterung vorne und hinten, Parkmünzenfach, Kartenablage, etc. etc. Alle möglichen elektronischen Daten erhält man über eine kinderleicht zu bedienende Tastatur. Das geht bei 2 Tageskilometerzählern, Reichweiten- und Tankrestangabe an und endet bei verschiedenen Durchschnittsverbrauchsangaben für bestimmte Streckenabschnitte, dem Tempomat und einem serienmäßigen Kompass. Ich hielt es immer für einen Schwachsinn, einen Kompass in ein Auto einzubauen, bis ich mich nachts verfahren hatte und so wenigstens feststellen konnte, in welche Richtung ich fuhr. So fand ich auch wieder locker zurück zu meiner Route. Die Innenausstattung ist vom Feinsten, wie es sich für so eine Luxuskarosse gehört. Elektrisch verstellbare Ledersitze, beleuchtete Innenspiegel, damit sich die Damen auch nachts nachschminken können, ein gigantisches Soundsystem, abgedunkelte Scheiben und eine Klimaautomatik mit einer Gebläseleistung wie ein mittelschwerer Tornado, die auch bei 40 Grad innerhalb von Minuten ein angenehmes Klima schafft.
Insgesamt vier verschiedene Fahrer können sich Sitzposition, Außen-und Innenspiegelstellung programmieren, so dass man beim Einsteigen nur auf das Knöpfchen drücken muss und die Elektromotoren alles auf die Person einstellen. Die Beinfreiheit im Fond ist so groß, dass man gar nicht an den Vordersitz stoßen kann. Andererseits ist es für den Fahrer nicht möglich, Dinge zu greifen, die auf dem Rücksitz liegen. No chance, anhalten und aussteigen. Auf dem Rücksitz finden drei Personen Platz, ohne aneinanderzustoßen. Die Vordersitze sind so weit auseinander und durch die Mittelkonsole getrennt, dass man sich zum Kuscheln auf einen der beiden Sitze einigen muss.
Anscheinend wird die Servolenkung von der Hydraulikpumpe eines LKW angetrieben. Das Lenkrad ist auch im Stand mit einem Finger bis zum Anschlag zu bewegen. Die Automatik schaltet butterweich und gibt dem Auto trotz der gedrosselten Maschine beachtliche Fahrleistungen. Ich muss gestehen, dass ich gar nicht weiß, wie viele PS der Lincoln hat. Das ist aber auch nicht wichtig, weil man in dieser Klasse über solche Nebensächlichkeiten nicht spricht. Es reicht auf alle Fälle. Nicht mithalten kann der Lincoln in Bezug auf Fahrleistung und Straßenlage mit den Großen von BMW und Mercedes. Schon ab ca 140 km/h drängt sich der Vergleich mit einer Gummikuh auf. Aber seltsamerweise macht einem das bei diesem Auto nichts aus. Man will gar nicht schnell fahren. Man genießt das dahinschweben.
Um keinen Lärm zu machen lässt man Türen und Kofferraumdeckel nur leicht ins Schloss fallen lassen. Es sind nämlich Elektromotoren installiert, die einem die Arbeit abnehmen und sowohl Türen als auch Kofferraumdeckel wie von Geisterhand ganz schließen. Ob diese Autos heute noch eine Berechtigung haben ist eine andere Frage. Der Verbrauch liegt locker bei 20 Litern und sprengt in Deutschland bei jeder Tankfüllung die Schmerzgrenze. Man merkt einfach, dass dieses Auto für amerikanische Verhältnisse konstruiert ist.
Als Fazit würde ich sagen: Für USA das Luxusauto schlechthin, für Europa nicht so angebracht.
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10.03.2004 15:34
Optisch ein tolles Auto luxus pur., der Verbrauch ist echt klasse, bei dieser grösse .Bin ihn zwischen 12,5 und 15 L. gefahren.Leider lässt die Spritzigkeit bei diesem Fahrzeug sehr zu wünschen übrig, und die braucht man(n) in denn USA und in Deutschland.Dieser Wagen braucht locker 200 ps mehr.
27.06.2001 19:26
Wer das Geld hat... :)
26.06.2001 23:45
Ich stehe total auf die Ami-Automobile aber ich weiss das man den Kauf eines solchen Gefährts sich sehr gut überlegen sollte!Das ist halt schlecht an Deutschland und dabei wird behauptet,dass wir so fortschrittlich sind!Aber naja...auf jeden Fall ein sehr guter Bericht und ich hoffe man liest sich in Zukunft...ya FujinRA ;-)