Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe Ciao-Community,
vorweg möchte ich sagen, dass ich meinen heutigen Testbericht als vergleichenden Bericht schreibe. Um das meiste von diesem Bericht zu haben, solltet ihr unbedingt vorher meinen Bericht zum "Logitech Wireless Keyboard K350" lesen. Vielen Dank!
Mein Bericht zur Logitech Tastatur K350 liegt nun schon ein halbes Jahr zurück. In dieser Zeit habe ich die Verwendung meines Desktop-Computers weitestgehend vermieden. Nach viel Überlegung habe ich mir vor einer Woche nun die "Comfort Wave 450" Tastatur von Logitech besorgt, die mit der K350 viele Ähnlichkeiten hat.
Die Comfort Wave 450 Tastatur ist für das OEM-Geschäft, sowie für Geschäftskunden gedacht. Daher ist die Tastatur auf der Logitech-Seite nicht ohne Weiteres zu finden. OEM bedeutet, dass Computerhersteller (wie z. B. Dell, HP, Medion etc.) diese Tastatur bei Logitech einkaufen und dann (ggf. mit eigenem Logo bedruckt) weiterverkaufen. Daher ist die Tastatur schlichter gehalten und günstiger, als die vergleichbare Tastatur K350, die ich vorher hatte. Gekauft habe ich die Tastatur online für ca. 23 Euro. Somit kostet die Tastatur etwa halb so viel, wie die K350 vor einem halben Jahr gekostet hat.
Verpackung und Lieferumfang: ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Wie bei OEM-Tastaturen üblich, so kam auch die Comfort Wave 450 in einem unauffälligem, schwarz bedrucktem Pappkarton. Im Inneren des Kartons war die Tastatur und die Handballenablage in Plastiktüten vor Staub und Kratzern geschützt verpackt. Eine Treiber-CD gibt es nicht, es lag lediglich eine mehrsprachige Kurzanleitung bei.
Erster Eindruck und Design: ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Die Tastatur machte sofort einen schweren und soliden Eindruck. Im Gegensatz zu manch anderen Tastaturen ist das Gehäuse nicht biegsam und beim Schütteln klappern keine Tasten. Übrigens sieht die Tastatur auf Produktfotos immer blau-grau aus. Tatsächlich ist die Tastatur aber schwarz. Im Vergleich zur K350, die eine fest montierte Handballenauflage hatte, lässt sich die Ablage bei der Comfort Wave 450 an- und abstecken. Die Ablage ist aus dem gleichen perforierten Material, wie es bei der Tastatur K350 der Fall war. Dafür ist die Handballenablage viel flacher und nicht so steil, wie bei der K350. Am Layout der einzelnen Tasten hat sich nichts geändert. Auch hier findet man die Tasten in einer geschwungenen Anordnung, die sich an den Konturen der Hände orientiert. Anders als bei der K350 sind die F-Tasten wieder in Blöcken aus vier Tasten angeordnet. Auch der Tastenblock über den Pfeiltasten besteht aus den üblichen sechs Tasten und nicht aus fünf. Die Multimedia-Tasten stehen in einer dezenten Reihe über den F-Tasten. Darüber hinaus ist über dem Ziffernblock noch eine Taste platziert, die den Taschenrechner öffnet. Etwas eigenartig platziert findet man über den Tasten F5 und F6 die Anzeige für Num-Lock, Caps-Lock und Scroll-Lock. Diese Anzeige hatte auf der K350 gefehlt, um Batterie zu sparen. Durch die andere Anordnung der Sondertasten, sowie der abnehmbaren Handballenauflage, macht die Tastatur einen schmaleren und weniger mächtigen Eindruck, als die K350.
Installation und erste Benutzung: ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Die Tastatur wird über einen freien USB-Anschluss mit dem Computer verbunden. Da kann man wirklich nichts falsch machen. Für den Betrieb der Tastatur sind keinerlei Treiber erforderlich. Windows erkennt die Tastatur nach dem Hochfahren automatisch als USB-HID-Gerät. Bei älteren PCs oder Betriebssystemen kann es jedoch evtl. nötig sein, "Legacy USB Support" im BIOS zu aktivieren.
Die Tastatur im Einsatz: ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Ich benutze die Tastatur nun seit etwa drei Tagen und werde versuchen, die Unterschiede zur K350 (die ich nicht mehr vorliegen habe) zu schildern. Bei der schnurlosen Tastatur K350 viel mir negativ auf, dass der Tastenanschlag für die Enter- und Rücksetzen-Taste im Vergleich zu den Buchstaben zu hart war. Nicht so bei der Comfort Wave 450: Alle Tasten auf dem zentralen Tastenblock haben einen gleichmäßigen Tastenanschlag. Der Anschlag ist nicht so extrem weich, wie es bei der K350 der Fall war. Er ist im üblichen Rahmen für Computertastaturen. Auch der Anschlag der Leertaste ist nun härter, womit das versehentliche Betätigen der Leertaste nicht so häufig auftritt, wie anfangs bei der K350. Der Anschlag der F-Tasten ist jedoch weiterhin sehr hart.
Die abnehmbare Handballenauflage dieser Tastatur ist für mich ein wesentlicher Vorteil gegenüber der K350. Je nach persönlichen Präferenzen und der Arbeitsumgebung lässt sich die Tastatur anpassen. Die Handballenauflage wird auf die Tastatur gesteckt und sitzt dort fest, ohne zu klappern oder zu verrutschen. Sie ist nicht so stark geschwungen, wie es bei der K350 der Fall war. Ich empfinde dies als bequemer, da ich nicht den Eindruck habe, von der Tastatur abzurutschen. Ich habe den Eindruck, dass die Handballenauflage etwas härter und dünner ist, als bei der K350, habe aber die alter Tastatur nicht zum Vergleich parat. Ein weiterer Vorteil der abnehmbaren Auflage ist die Möglichkeit, die Tastatur negativ zu neigen: bei der K350 hatte man die Möglichkeit über Ständer an der hinteren Gehäusekante die Tastatur um 4° bzw. 8° zu neigen. Diese Funktion bleibt bei der Comfort Wave 450 erhalten. Zusätzlich lässt sich die Tastatur aber bei angesteckter Handballenauflage um 4° bzw. 8° in die entgegengesetzte Richtung neigen. Ich denke, dass diese Eigenschaft gerade im Büro sehr von Vorteil sein kann, da man seinen Bildschirmarbeitsplatz nicht immer ergonomisch gestalten kann.
Da die Anordnung der Tasten mit der K350 gleich ist, stelle ich auch bei dieser Tastatur fest, dass ich schneller und sicherer tippe. Die F-Tasten sind außerdem in den üblichen 4er-Blöcken angeordnet, womit ein Umlernen zwischen unterschiedlichen Layouts nicht mehr nötig ist. Auch bei der Comfort Wave 450 ist der Anschlag der F-Tasten erheblich härter, als von den übrigen Tasten.
Wie eingangs erwähnt, besteht der Tastenblock über den Pfeiltasten aus den gewohnten 6 Tasten. Ich persönlich benutze diese Tasten eher selten, womit mir die Anordnung relativ egal ist. Ich habe jedoch insbesondere das Umsetzen der Einfg-Taste bei der K350 sehr begrüßt.
Wesentlicher Kritikpunkt der K350 waren die unnötig großen und unlogisch belegten Multimediatasten, die um die Tastatur verteilt waren. Die Tasten sind auf der Comfort Ware 450 dezenter und logischer belegt. Es stehen Zusatztasten mit den folgenden Funktionen in folgender Reihenfolge zur Verfügung: Media Player, Play/Pause, Leiser, Lauter, Ton an/aus, Startseite im Browser, Email, Suchen, Arbeitsplatz. Über dem Ziffernblock gibt es außerdem noch eine separate Taste, um den Taschenrechner zu öffnen. Diese Tasten sitzen zwar im Vergleich zu den Buchstabentasten eher locker in der Tastatur, dafür ist der Druckpunkt angenehmer als bei der K350.
Das Treiber-Programm SetPoint: ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Die Tastatur wird ohne Treiber-CD ausgeliefert, allerdings hatte ich SetPoint aufgrund meiner Maus installiert. Obwohl Logitech auf den eigenen Internetseiten SetPoint für diese Tastatur anbietet, so wurde die Tastatur nicht von der Software erkannt! Das Problem bestand unabhängig davon, ob ich die SetPoint Version speziell für diese Tastatur, oder das neuere SetPoint für meiner Maus verwendete. Eine Recherche im Internet hat ergeben, dass dies wohl ein grundsätzliches Problem ist. Die Tastatur funktioniert zwar mit allen Funktionen auch ohne SetPoint, jedoch lassen sich die Sondertasten ohne Logitech Software nicht einfach konfigurieren. Um die Funktionen der Sondertasten zu ändern, muss man leider einen Eingriff in die Windows Registry machen. Unter http://www.microsoft.com/mspress/books/sampchap/6232.aspx#120 sind die möglichen Einstellungen dokumentiert.
Fazit: ^^^^^^ Nachdem mich die schnurlose Tastatur K350 aufgrund mangelnder Preis-Leistung enttäuscht hatte, so bin ich mit der Comfort Wave 450 zufrieden. Für einen akzeptablen Kaufpreis von unter 25 Euro erhält man eine solide und bequeme Tastatur, die für den stationären Einsatz überzeugt. Auch wenn die Tasten nicht so weich sind, wie bei der K350, so profitiert man von dem Wave-Design und der gewohnten Tastenanordnung mit einer erhöhten Schreibgeschwindigkeit und -sicherheit. Ohne Funkempfänger braucht man sich nicht um den Batteriewechsel zu kümmern und hat den Vorteil der LED-Anzeigen für die verschiedenen Feststell-Tasten. Wie die K350, so eignet sich die Comfort Wave 450 auch zum Computerspielen, da die Tastatur nicht geteilt ist. Die Sondertasten sind kleiner und logischer belegt. Diese No-Nonsense Tastatur eignet sich durch das subjektiv kleinere Format besser für enge Arbeitsplätze, also insbesondere auch für das Büro. Als einziger wesentlicher Kritikpunkt ist zu bemerken, dass Logitechs Treiberprogramm SetPoint die Tastatur nicht erkennt, obwohl explizit ein Download für dieses Produkt angeboten wird. Wer also eine solide Tastatur haben möchte, die ein ergonomischeres Arbeiten ermöglicht, ohne Tippen neu lernen zu müssen und die einen nicht arm macht, sollte sich diese Tastatur intensiv anschauen. Etwas günstiger, aber in der Verarbeitung ähnlich, ist die Tastatur Comfort Curve 2000 von Microsoft.
02.11.2010 14:52
Informativ beschrieben! LG und eine schöne Restwoche :)
02.11.2010 14:48
Super - weiter so ! LG Yo
02.11.2010 11:36
bh