Logitech Marble Trackball

Erfahrungsbericht über

Logitech Marble Trackball

Gesamtbewertung (23): Gesamtbewertung Logitech Marble Trackball

 


Eine Maus mal umgedreht

4  20.09.2008

Pro:
Gute Alternative, Angenehm für das Handgelenk, Mal was anderes

Kontra:
Ein bisschen teuer, gewöhnungsbedürftig

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Bedienung/Ergonomie

Präzision:

Installation

Treiber


Slamy1

Über sich:

Mitglied seit:20.09.2008

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vor einer Woche war es endlich soweit.
Ich habe schon oft gehört, dass ein Trackball eine gute Alternative zur Maus ist. Gründe hierfür soll die höhere Ergonomie und eine höhere Präzision sein.

Das machte mich neugierig und Ich erkundigte mich nach einem geeignetem Modell.
Während dieser Recherche fiel auf, dass vor allem Logitech für seine guten Trackballs bekannt ist.

Also bestellte ich mir das günstigste Modell, dieser Firma: Die "Logitech Marble Mouse".
Ausschlaggebend war auch die Tatsache, dass ein Linux-Treiber für dieses Gerät existiert.

Features

Dieser Trackball macht Gebrauch von der "Optical Marble" Technologie.
So bezeichnet Logitech die optische Abtastung der Kugel.
Bei diesem Gerät, wird die Kugel mit dem Zeigefinger und gegebenfalls dem Mittelfinger bewegt.
Die Symetrie macht eine Bedienung durch Linkshänder möglich.
Die linke Maustaste wird durch den Daumen betätigt, die rechte durch Mittelfinger oder Ringfinger.
Oberhalb der eigentlichen Haupttasten befindet sich zusätzlich noch jeweils eine kleine Taste, welche mit beliebigen Funktionen belegt werden kann.

Installation--Windows

Der Trackball kann über PS/2 und USB angeschlossen werden.
Unter Windows ist die Installation wirklich einfach: CD einlegen, Setup starten, FERTIG !
Danach steht ein umfangreiches Tool zur Verfügung, um das Gerät zu konfigurieren.

Installation--Linux

Unter Linux dauerte es ungefähr 30 Minuten, das Gerät einzurichten und seinen Bedürfnissen anzupassen.

Hier die relevanten Zeilen aus meiner /etc/X11/xorg.conf

Section "ServerLayout"
....
InputDevice "Marble Mouse" "SendCoreEvents"
....
Section

Section "InputDevice"
Identifier "Marble Mouse"
Driver "mouse"
Option "Protocol" "ExplorerPS/2"

Option "Device" "/dev/input/by-id/usb-Logitech_USB_Trackball-mouse"
Option "Buttons" "5"
Option "ButtonMapping" "1 8 3 2 9"
Option "EmulateWheel" "true"
Option "EmulateWheelTimeout" "200" # msec
Option "EmulateWheelButton" "2"
Option "EmulateWheelInertia" "20"

Option "YAxisMapping" "4 5"
Option "XAxisMapping" "6 7"
EndSection

Der Treiber sollte bei Xorg dabei sein. So war es bei mir. Trotzdem gebe ich KEINE Garantie, dass es funktioniert.

Diese Konfiguration sorgt dafür, dass der Ball als 2D-Wheel fungiert, wenn die linke kleine Taste gedrückt wird. Wird diese nur 200 Millisekunden betätigt, wird dieser Klick der mittleren Maustaste zugeordnet. Ebenfalls kann die mittlere Maustaste über den simultanen Klick von der linke und rechten Maustaste erreicht werden.

Uff.... Ich hoffe, ich verwirre hier keinen ;-)

Eindruck

Als die Post das Paket brachte, habe Ich es dem guten Mann geradezu aus der Hand gerissen, sofort ausgepackt und - wie ein Kleinkind ;-) - ausprobiert. Das Erlebnis war gespalten.
Zwar kam Freude auf, da Ich zum ersten Mal einen Trackball benutzen konnte, jedoch war die Steuerung erstmal neues Futter fürs Gehirn und stellte sich, wie man es in diversen Foren erzählt, als sehr gewöhnungsbedürftig heraus.

In den nächsten 3 Tagen versuchte Ich das Gerät stets meiner optischen Maus vorzuziehen, was tatsächlich zu kontinuierlichen Fortschritten führte.

Die Kugel machte anfangs den Eindruck, dass ihr Reibungswiderstand zu hoch ist. Ein kurzer Weg war unmöglich, da zu wenig Kraft die Kugel nicht bewegte und zu viel den Mauszeiger ein paar Pixel über das Ziel hinausschießen lies.

Dies lag jedoch an meiner Pingeligkeit und deshalb an der regelmäßigen Reinigung der Kugel.
In einem Forum las ich, dass für einen ordnungsgemäßen Betrieb eine leichte "natürliche Ölung" notwendig ist.
Diese tritt logischerweise schon nach wenigen Minuten der Benutzung ein.

Vielleicht klingt das jetzt etwas komisch :-P, jedoch lag es anscheinend auch daran. Deshalb sollte man nicht gleich aufgeben, wenn es direkt nach dem Auspacken nicht so hinhaut, wie es soll. Und auch nach der Reinigung, sollte es im Hinterkopf behalten werden.

Beim Testen des Gerätes mit diverser Software stellte sich heraus, dass das Gerät auch gut für Ego-Shooter (in diesem Fall Unreal Tournament 2004) verwendet werden kann. Das notwendige Zielen trainiert zusätzlich die Präzision.
*hust* Natürlich ist das nicht jedermanns Sache ;-).

Reinigung

Einfacher geht es wohl kaum.
Die Kugel ist nur leicht verankert und kann mit wenig Kraftaufwand entfernt werden.
Unterhalb befinden sich keine Ecken, in den sich Schmutz sammeln kann.
Bisher reichte eine Reinigung mit einem Wattestäbchen aus, da ich das Gerät noch nicht lange besitze.

Ergonomie

Wie bereits erwähnt, scheinen Trackballs für ihre Ergonomie berühmt.
Das konnte Ich anfangs nicht behaupten.
Liegt die Hand - wie geplant - auf dem Gehäuse, ist es recht angenehm.
Leider ist bei dieser Haltung die kleine Taste über der rechten Taste (wenn man Rechtshänder ist) schlecht bis nicht erreichbar und die Hand muss für eine Betätigung kurz angehoben werden.

Um nochnmal auf das Beispiel UT2004 zurückzukommen:
Die Waffe wechsel ich mit diesem beiden kleinen Tasten. Das Problem ist hierbei, dass man in einem Feuergefecht geradezu automatisch die Hand nicht still liegen lässt, um alle Tasten gut erreichen zu können.

Deshalb kann ich raten, die kleine Taste, welche außerhalb liegt, nur für seltene Spezialfunktionen zu verwenden.
Eure Sehnen werden euch danken...

Ansonsten muss gesagt sein, dass die ungewohnte Bewegung in den ersten 30 Minuten einen Krampf im Zeigefinger hinterlässt.
Danach trat es - zumindest bei mir - nicht mehr auf.

Achja, die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt.

Design

Das Gerät ist eine wahre Augenweide.
Die Kugel ist rot und hat ein Muster aus schwarzen Punkten.
Die Form ist Logitechtypisch ergonomisch und futuristisch geformt und sieht "echt cool" aus.
Ein Objekt, mit dem man Eindruck schinden kann. ^^

Preis/Leisung

Der Normalpreis scheint 34 € zu betragen.
Ich bekam das Produkt für 25 €.
Gut, für eine "Maus" ist es etwas happig. Im Vergleich dazu bekommt man schon billige optische Mäuse für einen Zehner...
Jedoch spricht das Gerät für sich.
Der optische Sensor scheint hochwertig und das Gerät macht einen robusten Eindruck.

Fazit

Wer aus Interesse, Verrücktheit und/oder Handgelenkschmerzen einen Trackball probieren möchte, ist mit der "Logitech Marble Mouse" gut beraten. Schon nach wenigen Tagen, gewöhnt man sich an die - etwas andere - Bedienung des Mauszeigers.
Auch ist das Gerät nicht nur für die alltägliche Arbeit geeignet. Strategiespiele und Ego-Shooter habe ich damit auch schon gespielt. Anfangs mangelt es an Präzision, aber wie heißt es so schön ? Learning by Doing :-D
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ditho1911

ditho1911

20.09.2008 19:52

Kann mich meinem Vorredner nur anschließen, weiter so. Schönes Wochenende.

Rollersfan

Rollersfan

20.09.2008 19:33

Das nenne ich mal einen informativen und gut geschriebenen Erstbericht - Respekt! LG!

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