Eine WebCam zum Verlieben !?
10.08.2001
Pro:
gute Bild - und Tonqualität, gute Optik
Kontra:
Treiber nur übers Internet, extrem hoher Speicherverbrauch
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Software-Ausstattung
Treiber
Treiber-Update
 Elchkopf
Über sich:
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Vertrauende:163
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 113 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Videos und Fotos ins Internet zu stellen ist nicht jedermanns Sache. Mit den Vorzügen der QuickCam Web von Logitech dürfte jedoch so mancher umgestimmt werden können - und wenn nicht, die Kamera bietet auch genügend Möglichkeiten für den Offline-User. Was man mit dem schön anzusehenden Gerät alles machen kann und wie es sich bei mir bewährt hat, das könnt Ihr in meinem heutigen Bericht nachlesen. # Vorgeschichte oder: Wozu eine Webcam ?
Vor einiger Zeit begann ich mit der Gestaltung meiner eigenen Internetseite. Diese sollte meinen Hobbies, Politik, Kino und DVD gewidmet sein. Besonders letzterem galt mein großes Interesse. Was lag da näher, als anderen davon zu berichten, DVDs vorzustellen, zu besprechen, Neuigkeiten zu verbreiten. Aber alles nur geschrieben ? Schon tausendmal dagewesen und nichts, womit man neue User auf seine noch dazu private Homepage locken könnte. Also kam mir die Idee einer DVD-Show - einmal wöchentlich, 15 Minuten, das Wichtigste auf den Punkt gebracht. Tja, und das läßt sich nun mal, wenn man - so wie ich keine Videoschnittkarte und Video-Kamera hat - eben nur mit einer WebCam verwirklichen. Und so kaufte ich mir dann das hier vorgestellte Gerät. Übrigens: die Show ist erst ab Oktober geplant, ich bin immer noch am Erstellen meiner Seiten. Jetzt aber zur: # Kamera oder: Kommen wir zum Wesentlichen
Man hat sich die QuickCam Web also zugelegt und sitzt nun erwartungsvoll vor dem Paket. Was wird einen wohl darin erwarten ? Nun, machen wir es nicht so spannend: eine Kamera :-). Aber das ist natürlich noch längst nicht alles. Auf einer CD-Rom sind die Treiber für das Gerät installiert, außerdem die Software. Wer an einem Laptop arbeitet, für den ist der mitgelieferte SmartClip genau das Richtige - denn mit diesem läßt sich die Kamera bequem am Display befestigen. ~ Technische Daten
Angeschlossen wird das Gerät über einen USB-Anschluß. Die Installation verläuft dementsprechend ohne das kleinste Problem. Nachdem man die Treiber und die Software erfolgreich auf die Festplatte gebracht hat, kann es auch schon losgehen. Doch womit eigentlich ? Die QuickCam Web ist mit einem CMOS-Sensor ausgestattet, das Objektiv ist mit einem manuellen Fokus regelbar. Und ein nicht zu unterschätzendes Feature ist natürlich das integrierte Mikrofon. Dieses funktioniert reibungslos, die Sprachqualität ist völlig ausreichend für ein Gerät dieser Preisklasse. Und der Preis lag zum Zeitpunkt meines Kaufes bei DM 149.00. Videos können sowohl bei einer Auflösung von 320 x 240 Pixel als auch mit 640 x 480 Pixel aufgenommen werden. Letztere ist jedoch nicht zu empfehlen. Es wird eine Farbtiefe von 16 bzw. 32 bit unterstützt, die Bildfrequenz liegt bei bis zu 30 Bilder pro Sekunde. Das ist völlig ausreichend und weitaus mehr, als die meisten anderen Kameras unter DM 200.00 bieten (deren Frequenz liegt bei 15 Bildern/Sekunde). Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass das Objektiv vor Staub mit einer hübschen Blende geschützt wird. ~ Software
Mit der Software auf CD-ROM erhält man ein umfangreiches Paket, ja ich würde sogar sagen: ein richtiges Portal eröffnet sich einem da. Die Bilderfassungssoftware erlaubt das integrierte Versenden von Videos in Form einer E-Mail, Webseiten können direkt aus dem Programm heraus erstellt werden und natürlich, natürlich ist die Software auch der Ausgangspunkt für das Betrachten der eigenen Person auf dem Bildschirm bzw. für das Schießen von Fotos (Schnappschüssen). Ferner wird der Internet-Explorer und NetMeeting mitgeliefert, wovon eigentlich niemand ernstlich Gebrauch machen dürfte. Von beiden Programmen existieren mittlerweile deutlich aktuellere Versionen im Internet oder auf CD-ROMs von PC-Zeitschriften. Ein nettes Extra sind dann die sogenannten Reality Fusion-Spiele. Hier erscheint beispielsweise nach dem Start des Programms ein Basketballkorb samt Ball - welchen der Spieler vor dem Computer mit geschickten Bewegungen vor seiner QuickCam Web in eben jenen bringen sollte. In einem zweiten Spiel geht es darum, Seifenblasen, welche in unregelmäßiger Anzahl und Zeitabständen auf dem Bildschirm erscheinen. Ganz toll dann aber erst: Digital Radar II. Das ist eine Bewegungserkennungssoftware. Geht man von seinem PC weg, aktiviert man diese - und die Kamera/das Programm überwacht von nun an jede Bewegung. Erkennt das Programm eine solche, zeichnet es diese auf, bis sich wieder alles in ursprünglichem Zustand befindet. Kommt man dann an den PC zurück, so kann man sehen, wer sich während der Abwesenheit im Zimmer oder am Computer aufgehalten - und vor allen Dingen: man sieht was er dort getrieben hat. Als letztes hätten wir dann noch Spotlife. Das ist ein Internetanbieter, welcher es einem k o s t e n l o s (!) ermöglicht, 240 Minuten monatlich eine Livesendung ins Internet zu streamen - und jedem registrierten Nutzer 15 MB Speicherplatz gibt, um dort dessen Daten (Videos, Fotos etc.) zu speichern. Die Nachteile sollen jedoch nicht verschwiegen werden: wer sich mehr als 30 Tage nicht bei Spotlife eingeloggt hat, der verliert seinen Account und muß sich neu registrieren. Und: bei einer Live-Übertragung ins Internet dürfen hier nur 25 Zuschauer dabei sein. Um dies zu erreichen, kann jede Übertragung mit einem Passwort geschützt werden, so daß wirklich nur diejenigen zuschauen können, welchen man es gestattet hat. So, das war's auch schon. # Kritik
Wer eine Webcam sein Eigen nennt, der sollte im Normalfall auch einen Internetanschluß haben. Hat man diesen, dann kann man sich des Öfteren Updates der Software herunterladen. Fehlt ein Netz-Zugang - tja, dann ist man ganz schön aufgeschmissen. Zunächst hat man als Windows ME Benutzer gleich das erste Problem: die mitgelieferte Software stürzt in schöner Regelmäßigkeit ab, die Kamera kann nicht richtig installiert werden bzw. liefert keine Bilder - erst mit einem Update von www.logitech.com kann dieses Ärgernis behoben werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist der enorme Speicherverbrauch der Software. Einmal das Programm gestartet, schon sind 16 % Arbeitsspeicher weg. Und da es nicht nur PC-Freaks mit 256 MB RAM aufwärts gibt, macht sich das bei einem Normal-Nutzer mit 32 MB schon sehr stark bemerkbar. Technisch gesehen ist die Kamera sehr gut, sie funktioniert einwandfrei und liefert wunderschöne Bilder. # Fazit oder: Elchkopf meint
Eine wirklich gut gelungene Internet-Kamera der - meiner Meinung nach ohnehin - hervorragenden Firma Logitech. Wer Videos von sich oder Schnappschüsse gleich welcher Art ins WWW stellen möchte, der ist mit diesem Schmuckstück gut beraten. Also: zugreifen und bis demnächst, Euer Elchkopf
© Elchkopf 08/2001 - Bericht Nr. 30 -
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13.08.2001 18:34
Servus Elchkopf, so eine Meinung ist gut, denn da erfährt man etwas von der Nutzung im Alltag. Ciao, Uli
12.08.2001 16:45
Das Teil will ich mir auch demnächst zulegen. Dein toller Bericht hat mich in meinem Vorhaben gewissermaßen bestärkt. CU Senor_Tommaso
12.08.2001 14:53
Danke für die klasse Info ....ich hab allerdings nichts von diesen WebCams hab meine verkauft ... mmh ob das ein Fehler war ... Gruß vom Golftuner :-)