Logitech WingMan Strike Force 3D

Erfahrungsbericht über

Logitech WingMan Strike Force 3D

Gesamtbewertung (7): Gesamtbewertung Logitech WingMan Strike Force 3D

 

Alle Logitech WingMan Strike Force 3D Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Besser als Microsoft FF2?

4  12.03.2003

Pro:
relativ günstig,gute Effekte

Kontra:
geht zu schnell hinüber

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Bedienung/Ergonomie

Präzision:

Installation

Treiber


Lionheart

Über sich: Bin gerade dabei etliche Meinungen upzudaten, zu korrigieren usw. Also nicht wundern, wenn einiges s...

Mitglied seit:18.01.2000

Erfahrungsberichte:285

Vertrauende:43

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Da stand er vor mir, der neue Joystick, wunderbarst verpackt und man roch geradezu das jungfräuliche Plastik. Als Mann hat man es ja irgendwo in den Genen, den Hang zum aufreissen, also flogen kurz darauf Styroporchips und Klebebandfetzen durch das Zimmer... ENDLICH konnte ich meine Pranken um das Ziel meiner Begierden schließen.

Das war der Logitech Wingman Strikeforce 3D. Hierbei handelt es sich mitnichten um meine neueste amouröse Errungenschaft, sondern "nur" um das derzeitige Highlight des Hauses Logitech im Bereich Joysticks mit Force Feedbacksystem.

-Lieferumfang

Was bekam ich denn nun für meine damals ca. 65 Euro, inclusive Porto und Verpackung?

Natürlich den Joystick nebst Netzteil, dann das Spiel Freespace Colossus, eine Art Handbuch und eine Treiber-CD.

Der Joystick selber ist in schwarz gehalten, vorme und rechts an der Seite prangen unübersehbar die Logos.

Geboten werden zwei! Cooliehats, ein Schubregler und 9 Knöpfe, wobei 3 Knöpfe eigentlich eine Art Mausrad sind. Dazu aber später. Natürlich kann der Griff seitlich gedreht werden und so als z.B. Seitenruder dienen. Die Tasten sind selbstverständlich programmierbar.

-Installation

Wenn sie läuft, dann geht alles ganz einfach. Nur lief sie bei mir erst beim x. Mal an. Software drauf, Geräat per USB angeschlossen und warten bis es erkannt wird. Dann wird es kalibriert! Ja und hier kamen erste Probleme mit der Treibersoftware. Diese weigerte sich oft SEHR hartnäckig irgendwas zu erkennen, oder stürzte mitten drin auch schon mal ab. Logitech hat aber leider auch keinen guten Ruf seine Treiber betreffend. Hier konnte ich auch mal erfahren wieso...
Nach der Softwareinstallation muss man nur noch das Netzteil anschließen, in die Steckdose und das USB-Kabel in einen freien USB-Port einstöpseln. Dann sollte es laufen. Das Gerät zieht zu viel Strom um über einen USB-Hub versorgt zu werden, daher MUSS das Netzteil angeschlossen werden.

Nunja, irgendwann brachte ich dann aber doch diese Hürde hinter mich und konnte endlich spielen. Mein erster Kandidat war das Spiel Mechwarrior 3, da ich dieses gerade installiert hatte und man passende Profile hierzu mitgeliefert hatte.

- In der Spielpraxis

So, nun wollte ich die vielen Tasten ja irgendwie belegen. Aber hier kamen erste weitere Probleme. Logitech benutzt eine etwas von Microsoft abweichende Technik und so lagen meine Tasten meist anders als von den Spielemachern vorgesehen. Macht nix, kann man ändern.

Nun haben wir ja einige nette Innovationen bei diesem Freudenknüppel. Da wären der zweite Cooliehat,oder Rundblickschalter und das "Mausrad". Hiermit kann man z.B. bei Mechwarrior sehr schnell durch die Waffen schalten, oder mit dem Cooliehat2 den Torso ausrichten etc. An sich keine schlechte Idee. Das Mausrad ist hierbei gleich drei Knöpfe in Einem. Nach oben ist es Knopf 8, nach unten Knopf 7 und drückt es, dann hat man den Knopf 9.
Die Knöpfe sind auch für meine relativ breite, aber kleine Hand mit ihren recht kurzen Fingern noch halbwegs gut erreichbar. Der Joystick steht auf Grund seiner breiten Basis auch ziemlich solide. Allerdings ist er nicht so bombensicher wie sein Pendant von Microsoft! Das glatte Plastik fühlt sich gut an, scheint aber Schweisshände geradezu zu fördern. Evtl. war das aber ja auch nur die Hitze des Gefechts.

Die Effekte sind gut, aber bei weitem nicht so kraftvoll wie die meines Microsoft. Der Stick hat einen Sensor, also sollte sich das Gerüttel nur einschalten, wenn die Hand am Sensor anliegt. Dies funktionierte aber nicht ganz so wie gewünscht. Denn beim hochfahren des Rechners rüttelt der Wingman dann doch schon recht heftig. Hierdurch fiel er mal lächerliche 50cm hinunter und war auch gleich hin. Keine Effekte mehr, entweder die Verbindung zum externen Netzteil kaputt, oder eben der Sensor hinüber. Sorry Logitech, aber die Konkurrenz bietet da weit überzeugendere Haltbarkeit und besseren Service!

Sehr gut gelöst ist der Schubregler der nicht zu leicht geht und sich sehr gut dosieren läßt!

Zum Service. Dieser ist erst einmal per Mail zu kontaktieren und antwortet auch innerhalb von 2-3 Tagen. Telefonisch hab ich es noch nie versucht. Die Prozedur ist aber immer die selbe: Retoure an den Händler, dieser wickelt dann ab. Das dauert meist einige Wochen. Zum Vergleich Microsoft: anrufen, Fehler melden, Austauschgerät kommt meistens innerhalb weniger Tage. Hier sollte Logitech evtl. dran arbeiten, so ganz zufrieden war ich da noch nie mit.

Fazit:

Ein guter Joystick mit einigen innovativen Ansätzen. Treiber und vor allen Dingen die Haltbarkeit konnten mich aber nicht wirklich überzeugen. Ich bin einfach der Meinung, dass ein solches Gerät nicht von sich aus losrütteln darf, auch wenn es nur ein kurzer, dafür aber sehr heftiger, "Schlenker" ist. Ebenso muss das Gerät einen einfachen Sturz aus Tischhöhe überleben.

Ich würde mir das Gerät daher nicht ein zweites Mal kaufen. Dennoch ist es eine Empfehlung wert wenn:

-man einen ForceFeedback-Joytsick unter 50 Euro möchte. ( Preis liegt momentan bei ca. 50 Euro)

- man Wert auf viele Tasten liegt, einen guten Schubregler möchte und evtl. wirklich zwei Cooliehats möchte.

-man schlicht auf Logitechprodukte schwört.


So gebe ich mit Einschränkung 4 Punkte und eine bedingte Empfehlung. Ich persönlich würde aber immer den Microsoft Sidewinder FF2 vorziehen, den ich mir dann auch nach dem ableben des Wingman zusätzlich gekauft habe, da ich einfach nicht auf den wirklich endlosen Austausch des Gerätes warten wollte.

© Lionheart 2003 "Besser Fool on the Hill, als King of the Koppel"
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
w_f_weber

w_f_weber

18.06.2003 14:18

Gibt's gerade bei Lidl für 39,99 €.

PublicEnemy

PublicEnemy

12.03.2003 17:13

Hmpf! Sehr enttäuschend, dass du wieder MS unterstützt! =) GReets

Asuka86

Asuka86

12.03.2003 16:50

Nicht schlecht das Teil. Allerdings sollte man es sich nur kaufen wenn man es auch gebrauchen kann... ich spiel meistens nur mit Maus+Tastatur, deshalb wäre es nur Geldverschwendung... ;o) Liebe Grüße ..-~* Verena *~-..

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 413 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. w_f_weber
  2. twicer
  3. Bridney
und weiteren 37 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.