Lolita / Nabokov, Vladimir

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Lolita / Nabokov, Vladimir

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Lolita / Nabokov, Vladimir Lolita / Nabokov, Vladimir
Taschenbuch, 443 S., Erschienen: 2005
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Taschenbuch, 360 S., Erschienen: 2006
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Taschenbuch, 527 S., Roman, Erschienen: 1999
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Buch, gebundene Ausgabe, 317 S., Erschienen: 2005 - New ed. Trade Paperback.
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Lolita / Nabokov, Vladimir Lolita / Nabokov, Vladimir
Taschenbuch, 551 S., Erschienen: 2001
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Lolita / Nabokov, Vladimir Lolita / Nabokov, Vladimir
Hörbuch, CD, Erschienen: 2009
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Lolita / Nabokov, Vladimir Lolita / Nabokov, Vladimir
Buch, gebundene Ausgabe, 292 S., Erschienen: 2009 - Reissue.
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1-6 von 12 Erfahrungsberichten    
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Auf der Suche nach der Rivieraliebe
Erfahrungsbericht von Anamcara1 über Lolita / Nabokov, Vladimir
14. März 2007


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: anspruchsvoll 
Unterhaltungswert: hoch 
Spannung: durchschnittlich spannend 
Humor: wenig humorvoll 
Aufmachung: schön 

Pro: weltbekannter Klassiker, diskussionsanregend
Kontra: schwer zu lesen, langatmig

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo Ihr Lieben,

als alte Leseratte liebe ich es, stundenlang im Bücherladen herumzustöbern. Nicht nur um die Neuerscheinungen unter die Lupe zu nehmen, sondern auch um mir ein breites Allgemeinwissen anzueignen.
Auf einem dieser Streifzüge entdeckte ich im Buch " Bücher. Alles, was man lesen muss", von Christiane Zschirnt, unter der Kategorie "Die besten Liebesromane" den Verweis zu Vladimir Nabokovs "Lolita". Daraufhin griff ich zu dem Roman, der nun neben mir liegt er und den ich Euch sehr gerne näher bringen möchte.
(Da ich mein Abi in Deutsch [ ich wählte Goethes "Faust" als Thema] gemacht habe, hoffe ich, dass ich mich nicht allzu sehr dazu verführen lasse, Euch eine ellenlange Erörterung niederzuschreiben....)

~~~~~~ Lolita ~~~~~~

Die ersten Sätze eines Buches sind bei mir ausschlaggebend, ob ich das Buch kaufe oder liegen lasse. Die des Lolita Romanes sind fantastisch, deswegen werde ich mit diesen als Leseprobe beginnen:

"Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Lo-li-ta: die Zungenspitze macht drei Sprünge den Gaumen hinab und tippt bei Drei gegen die Zähne. Lo. Li. Ta.
Sie war Lo, einfach Lo am Morgen, wenn sie vier Fuß zehn groß in einem Söckchen dastand. Sie war Lola in Hosen. Sie war Dolores auf amtlichen Formularen. In meinen Armen aber war sie immer Lolita."
( Seite 13, Zeile 1-9)

Dieser Anfang macht einfach Lust auf mehr, auch wenn sehr schnell deutlich wird, dass der Wortgebrauch sehr eigentümlich und auch gestochen ist, doch dazu später mehr. Zuerst möchte ich den Inhalt erläutern.

Der Roman "Lolita" ist eine durchgängige Ich-Erzählung, dessen Erzähler - er nennt sich selbt Humbert Humbert - von dem Gefängnis aus seine Geschichte schreibt. Es macht den Anschein, als gestalte Humbert Humbert eine Art Inszenierung, denn nicht nur spricht er den Leser direkt mit "Sie" an, nein, man hat auch den Eindruck, als genießt er es, über seine Arten und Unarten zu erzählen.
Humbert Humbert ( 1910 geboren, der Vater war russischer, die Mutter französischer Abstimmung ) wuchs in einem behüteten Umfeld auf, seinem Vater gehörte ein Hotel und somit war genügend Geld vorhanden, um ihn auf eine englische Tagesschule zu schicken. Er hatte private Tennis-und Boxstunden, tolle illustrierte Bücher usw., jedoch hatte er keinen direkten Beistand, da seine Mutter starb, als er noch ein Kleinkind war. Sein Vater gab ihm zwar Rat als er in die Pubertät kam, jedoch lässt sich keine warme, zwischenmenschliche Beziehung herauslesen.
Im Herbst 1923 lernte er auf einer Italienreise Annabel lieben...man bedenke, er war 13, sie ein paar Monate jünger. Die Beiden entwickelten solch eine Leidenschaft füreinander, dass sie nie die Finger von einander lassen konnten. Zweimal kam es beinahe zum Geschlechtsverkehr, jedoch wurden sie immer in letzter Sekunde daran gehindert. Da Humbert sein Verlangen nach Annabel ( sein "Urmädchenkind") nie ausleben konnte ( sie starb 4 Wochen nach der Italienreise an Typhus), ist dies wahrscheinlich der Grund, weswegen er in Mädchen stets die junge Annabel sucht und nur auf einen ähnlichen, kindlichen, knabenhaften Typ steht. Folglich tat er sich in seinem Erwachsenwerden in Liebesdingen sehr schwer, er war einfach nicht imstande, eine Beziehung aufzubauen.
In den nächsen Jahren studierte Humbert in Paris und London, veröffentlichte viele Artikel und Essays, vergnügte sich mit bezahlten Damen und auch auf dem Kinderstrich, trieb sich in Kleinmädchenparks rum ( um seinen "auserwählten Geschöpfen, den Nymphchen" [ S.25, Zeile 15f] nahe zu sein), ebenso in Waisenhäuser und Erziehungheime, wo er die Objekte seiner Begierde "straffrei anstarren" kann. Humbert träumt sich diese Nymphen zu den Komplizen seiner Wolllust, indem er einen Teil seiner Schuld auf sie projiziert.
Die Jahre vergehen ohne größere Vorkommnisse, bis er eines Tages beschließt, für den Sommer nach Neu-England zu gehen, da er sich erhofft, dort Inspiration für sein Dasein als Schriftsteller zu finden.
Auf der Suche nach einer Bleibe, trifft er auf die biedere, tiefkatholische Charlotte Haze, die ihm ein Zimmer zur Untermiete anbietet. Jedoch missfällt ihm nicht nur das Zimmer, sondern das ganze Haus empfindet er als furchtbar grau und trist. Doch als Humbert im Garten auf die 12-jährige Tochter Dolores ( ihre Mutter nennt sie "Lo") trifft, wird um ihn alles strahlend bunt, er ist verzaubert von dem kleinen Mädchen, da er in ihr seine "Rivieraliebe" wiederentdeckt hat. Um ihr Nahe zu sein, zieht Humbert in das Zimmer ein, aber es bietet sich ihm keine günstige Gelegenheit, seiner abnormen Neigung freien Lauf zu lassen. Derweil verliebt sich Lolitas spröde Mutter in Humbert und stellt ihn eines Tages mittels eines Briefes vor die Wahl: Entweder, er müsse sofort ausziehen, oder er erwidere ihre Liebe und heirate sie. Humbert entscheidet sich für die letztere Option, um seine Lolita nicht zu verlieren.

Lolitas Mutter stirbt eines Tages bei einem Autounfall - ein Glücksfall für Humbert, der Lolita nun ganz für sich haben kann und mit ihr fortan von Hotel von Hotel durch das weite Land zieht und sich seine sexuellen Wünsche erfüllen lässt. Versuchte Humbert seinen Trieb anfangs noch zu rechtfertigen, indem er immer wieder Fakten anführte wie "Mädchen im Bundesstaat x werden im Alter von y Jahren geschlechtsreif" oder Beispiele aus der Geschichte, in denen sich alte Säcke ungestraft an jungen Dingern vergingen - je länger die Odyssee dauert, um so weniger kümmert er sich um die Moral und die Verwerflichkeit seines Tuns. Die ständige Furcht vor dem Entdecktwerden und der Strenge des Gesetzes treibt ihn jedoch in die Paranoia, zerrüttet seine Wahrnehmung durch lebendige Halluzinationen. Die Geschichte wird schwammig, gipfelt in einem Mord und einer anschliessenden Geisterfahrt ...

~~~~~~ Wie ist "Lolita" zu lesen ?? ~~~~~~

Zu Anfang ( siehe Leseprobe ) entsteht der Eindruck, dass "Lolita" eine leicht zu lesende Lektüre ist, doch schon gleich danach wird dieser widerlegt. Erreicht wird dies durch ineinander verschnörkelte Sätze, in Kombination mit unbekannten Fremdwörtern und einer Handvoll französischer Ausdrücke.
Ein Beispiel hierfür :" Meine Damen und Herren Geschworene, Beweisstück Nummer eins ist, was die Seraphim neideten, die schlecht unterrichteten, naiven, edelbeschwingten Seraphim. Ergötzen Sie sich an diesem Dorngestrüpp."[S.13, Z.18 ff.]
Auch generell fand ich den Roman nicht leicht zu lesen ( er ist eben kein "Gute-Nacht-Roman", denn ich lese meistens abends im Bett, um zum Ende des Tages hin zu entspannen) und er zog sich auch furchtbar in die Länge.
Man braucht einfach eine gute Konzentration und Durchhaltevermögen...

~~~~~~ Das Leben und weitere Werke des Autors Vladimir Nabokov ~~~~~~

Vladimir Vladimirowitsch Nabokov wurde am 22. April 1899 als ältestes von fünf Kindern im russischen St. Petersburg geboren.
Seine Kindheit war von der europäischen Gesinnung der Familie geprägt: er wurde von französischen, russischen und englischen Lehrern und Gouvernanten mehrsprachig erzogen. Eine Tatsache, die für sein späteres Schaffen von Bedeutung wurde.

Infolge der Oktoberrevolution emigrierte die Familie 1919 über Jalta nach England, später nach Berlin. Nabokov studierte in Cambridge russische und französische Literatur. Die erste und wohl produktivste Phase seines künstlerischen Schaffens begann in Berlin, wo Nabokov von 1922 bis 1937 lebte.
Er veröffentlicht unter dem Pseudonym Vladimir Sirin Gedichte, Dramen und Erzählungen. Auch erste Romane schrieb er dort, zum Beispiel Maschenka (1926) oder Lushins Verteidigung (1929/30). Seinen Lebensunterhalt allerdings konnte er mit der Literatur noch nicht bestreiten, er schlug sich mit Tennis-, Box- und Russischunterricht durch.
Im Jahr 1925 heiratete er die Russin Vera Jewsejewna Slonim, 1934 wurde der Sohn Dimitri geboren. Im Jahr 1937 zwang ihn die politische Situation abermals zur Flucht: Nach 15 Jahren verließ Nabokov mit seiner Familie das nationalsozialistische Deutschland und emigrierte nach Frankreich.
1940 ging er in die USA, wo er von 1948 bis 1956 als Professor für russische Literatur an der Cornell Universität in Ithaka (New York) arbeitete.
In Amerika begann auch seine zweite Schaffensphase. Er verzichtete fortan auf sein Pseudonym und veröffentlichte seinen ersten englischsprachigen Roman "The real life of Sebastian Knight" (1941). Weitere Romane folgten.
Im Jahr 1961 verließ Nabokov mit seiner Frau die USA und kehrte nach Europa zurück. Sie ließen sich im schweizerischen Montreux nieder. Unter dem Titel "Sprich, Erinnerung, sprich" (1967) veröffentlichte Nabokov seine Autobiografie.
Seine beiden letzten Romane erschienen 1969 und 1974 ("Ada oder das Verlangen" und "Sieh doch die Harlekins").

Vladimir Vladimirowitsch Nabokov verstarb am 2. Juli 1977 in Lausanne.


~~~~~~ Rund um den Roman Lolita ~~~~~~

Inhaltsformat: 2 Teile ( 33 Kapitel im 1. Teil, 36 Kapitel im 2. Teil)
Seitenanzahl ( ohne Vor-und Nachwort): 520
Buchformat: Taschenbuch
Cover: Champagnerfarben (fast durchweg) mit einem violett angehauchem Bild aus der Stainley Kubrich Verfilmung ( siehe Produktbild)
ISBN: 3-499-22543-3
Verleger: Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg
Preis: 8,99€ ( im Buchhandel)


~~~~~~ Verfilmungen ~~~~~~

Zweimal wurde "Lolita" verfilmt: 1962 unter dem Titel "Lolita" von Stanley Kubrick mit unter anderen James Mason als Humbert Humbert, Shelley Winters als Charlotte Haze, Sue Lyon als Lolita und Peter Sellers als Clare Quilty und 1997, ebenfalls unter dem Titel "Lolita" von Adrian Lyne mit Jeremy Irons als Humbert Humbert, Melanie Griffith als Charlotte Haze, Dominique Swain als Lolita und Frank Langella als Clare Quilty.

Lolita erschien 1998 auch als Hörbuch, produziert vom Westdeutschen Rundfunk (WDR). In den Hauptrollen Ulrich Matthes, Natalie Spinell Beck und Leslie Malton.


~~~~~~ Fazit ~~~~~~

"Lolita" ist für mich ein sehr guter Roman, aber er ist für mich kein Liebesroman. Klar, diese "Anbändelei" ging zeitweise klar von Lolita aus, jedoch bleibt die Frage im Raum stehen, in wie weit eine 12-jährige in der Lage ist, zu erkennen, was Recht und was Unrecht ist. Humbert Humbert dachte fast nicht an Lolita, es war seinerseits eine egoistische, einseitige Nutzenbeziehung. Lolita war die Befriedigung seiner pädophilen Träume; ihm war bewusst, dass er sie nicht mehr brauchen würde, wenn sie älter, reifer, weiblicher werden wird.
Eine Beziehung, die von Grund auf egoistisch und einseitig angelegt ist, ist für mich nicht die Definition von Liebe, deswegen bezeichne ich den Roman "Lolita" nicht als Liebesroman.

Wenn sich die Schwaden in seinem Gehirn lichteten, war Humbert bewusst, was er diesem Kind antut.
Um dies zu belegen, möchte ich Humbert zitieren: "Und es gab Zeiten, in denen ich wusste, wie dir zumute war, und es war die Hölle, es zu wissen, meine Kleine."
"Lolita" ist in meinen Augen trotzdem kein Handbuch für angehende Pädophile, sondern es ist, was es ist: Ein weltbekannter Klassiker. Ein Roman. Ein Buch zur Unterhaltung. Zum Diskutieren anregend. Man sollte es jedoch nicht zu Tode diskutieren, sondern Platz für Gedanken lassen.

Es ist sicher ein streitbarer Punkt, ob es von Vladimir Nabokov eine moralisch vertretbarer Einfall war, seine Geschichte in der Ich-Perspektive, die keine Eingriffe eines mehr-wissenden Erzählers erlaubt, anzulegen. Im Nachwort schildert er, wie ihn die Idee zu dem Roman über Jahre verfolgt hat, wie sich aus verschiedenen Prototypen das nun vorliegende Endprodukt entwickelte, wie er sich das Buch vom Leib schreiben musste. Über den Sinn und die Absichten, die sich hinter dem Roman verbergen, weiss er nur zu sagen, dass er es allein der Kunst willen getan hat.

Wegen dem verschnörkeltem und langatmigem Schreibstil, der das Lesen stellenweise sehr erschwert, muss ich einen Stern abziehen und vergebe somit 4 Sterne.
Ob ich das Buch empfehlen kann ? Als Büchertante finde ich persönlich es auch wichtig, die "Klassiker" gelesen zu haben ( denn irgendwie kennt jeder Lolita, aber die wenigsten haben es gelesen), allerdings möchte ich hier kein "Muss" aussprechen. Wie immer kommt es auf den potentiellen Leser an, wie sein Interessengebiet usw zerstreut ist.
Ich werde das Buch so bald nicht mehr lesen, aber es wird einen Ehrenplatz auf meinem Bücherregal bekommen.

Ich danke Euch fürs Lesen und hoffe auf fleißige Bewertungen und Kommentare...

Liebe Grüße,
Sabine  

weitere Erfahrungsberichte
Laßt Euch verzaubern...
Bewertung für Lolita / Nabokov, Vladimir von Christin78

Pro: Die Sprache, Erzählweise...
Kontra: nichts

...Literatur und seiner Frau gewidmet. Lolita war sein erster wirklich erfolgreicher Roman und die Veröffentlichung 1955 gestaltete sich sehr schwierig. Das Thema schreckte sehr viele Verleger ab und es war gar nicht so sicher das dieses Buch gedruckt werden würde. Nabokov selber wollte das Manuskript, welches zu dem Zeitpunkt noch nicht vollendet war, verbrennen. Seine Frau hielt ihn davon ab. Gelebt hat V. Nabokov unter anderem in Deutschland, Frankreich, ...
...von Lolita lebte er mit seiner Frau und seinem Sohn in ständiger finanzieller Not. Mehr möchte ich auch gar nicht über das Leben von V. Nabokov schreiben. Der Bericht soll ja nicht über den Autor alleine handeln sondern um sein geschaffenes Werk „Lolita“. Obwohl man da das Argument anführen könnte, ob der Autor nicht der Roman sei? Aber ich glaube das ist ein anderes Thema und gehört nicht wirklich in diesen Bericht. „Lolita, Licht meines Lebens, ... Bericht lesen

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Humor:
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sehr hilfreich

03.04.2004
Von Pädophilie und verzweifelter Liebe.
Bewertung für Lolita / Nabokov, Vladimir von jekaterina

Pro: interesantes Buch in jeder Hinsicht
Kontra: teilweise schwer zu Lesen

...Humbert alles mögliche mit seiner Lolita unternehmen...er war ja nun ihr Stiefvater. Jedoch hielt sich seine Annäherung vorerst in Grenzen. Mrs. Haze seine frischgebackene Ehefrau war zuerst sehr glücklich mit ihrem neuem Ehemann. Und Humbert gab sich alle Mühe um das Bild eines liebenden Ehemannes zu erzeugen und seine wahre und einzige Leidenschaft zu verbergen: seine Lolita. Für Humbert wurde die Ehe und die damit verbundenen Pflichten immer ...
...Montreaux. Mit der Veröffentlichung von Lolita 1955 war er finanziell unabhängig. Nabokob stirbt am 2. Juli 1977 in Lausanne. Fazit: **** Ein Buch das bewegt, erschüttert, zuweilen auch empört, aber auch anspruchsvolle Literatur, die stark zum Nachdenken anregt. Ich selbst befinde das Buch als hervorragend psychologisch durchdachtes Werk, daß in solcher Intensität selten von einem Schriftsteller wieder gegeben werden kann. Wen die Thematik nicht ... Bericht lesen

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16.10.2001
Meine Sünde, meine Seele - Lolita
Bewertung für Lolita / Nabokov, Vladimir von Cannibal-X

Pro: sehr hoher Anspruch
Kontra: durch und durch traurige Stimmung

...ist und bleibt Vladimir Nabokovs Lolita eines der literarisch wertvollsten Werke des zwanzigsten Jahrhunderts. Zweimal wurde Lolita bisher verfilmt, aber die hemmungslose Erleuterung des Tabuthemas Pedophilität bleibt nur im Buch erhalten. ..:: Um was geht es in Lolita? :: Das Buch Lolita handelt von dem Lehrer und Schriftsteller Humbert Humbert, der nach dem Tod seiner einstigen Liebe Annabel nur schwer ins Leben gefunden hat und pedophile Neigungen ...
...nur Humbert in die kleine Lolita verliebt, sondern auch die "alte Mrs. Haze" in unseren Humbert. So kam es dass nach einiger Zeit Lolita von ihrer Mutter in ein Ferienlager geschickt wurde mit dem Plan, sie dannach sofort in ein Internat weiterzuleiten. Mrs. Haze gestand Humbert ihre Liebe und stellte ihn zur Wahl: Entweder er müsse sie heiraten oder sofort das Haus verlassen. Humbert war es zwar garnicht so recht aber er heiratete sie trotzdem, ... Bericht lesen

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03.04.2003
Pädophile Gedankenwelt
Bewertung für Lolita / Nabokov, Vladimir von nikosternchen

Pro: interessantes, schreckliches und somit faszinierendes Thema
Kontra: ausser der Tatbestand selber ,rein gar nichts

Vladimir Nabokov brachte LOLITA 1955 heraus. Schon damals erregte das Buch enormes Aufsehen, weil es sich mit einem sehr brisanten Thema beschäftigt, der Pädophilie Zwei mal wurde es verfilmt, ich habe allerdings keine der Verfilmungen sehen können was natürlich den Vorteil hatte das ich völlig unvorbereitet und frei von Vorurteilen war. Wir tauchen in die Gedankenwelt eines über 40jährigen ein und Erfahren seine Liebe zu einer 12, später dann 13jährigen. ...
...Chance beim Schopf bei Lolita zu bleiben solange er will, und heiratet ihre Mutter. Als Charlotte aus Neugierde in seinen Sachen herumstöbert findet sie seine Tagebuchaufzeichnungen und somit sein schreckliches Geheimnis. Charlotte konfrontiert Humpert mit dem Entdeckten und ist dermaßen schockiert über die kaltblütigkeit ihres Ehegatten das sie einfach aus dem Haus rennt.. Sie übersieht auf der Straße das herannahende Auto, welches sie mit voller ... Bericht lesen

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Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

28.01.2003
NYMPHE hier, NYMPHE da, ich LIEB KINDER trallala
Bewertung für Lolita / Nabokov, Vladimir von Blacklady

Pro: auf jeden Fall fesselnd und zum Nachdenken anregend
Kontra: krasses Thema

...vorgegebene Optik von Humbert und Lolita übernahm und ich sie mir nicht anders vorstellte als im Film. Tja, Schicksal… ---DIE STORY------------------------------------------ Nach dem Tod seiner Freundin in jungen Jahren ist Humbert Humbert – Erzähler der Geschichte – kopfmäßig im Teenageralter steckengeblieben. Er steht auf Kindfrauen – Nymphchen wie er sie nennt. Nach jahrzehntelangem Suchen nach der „Richtigen“ findet er in der 12-jährigen Dolores ...
...Leben kommt, nimmt er sich Lolita an. Zwei Jahre ziehen die beiden durch ganz Amerika, immer auf der Flucht, dass ihr „perverses“ Leben aufgedeckt werden könnte. Dann verlässt Lolita Humbert und er macht sich auf die Suche, sie zurückzuholen. ---DIE CHARAKTERE------------------------------------- HUMBERT HUMBERT Er ist Mitte 40 und sich seiner sexuellen Gelüste junge Mädchen betreffend durchaus bewusst. Er würde seine Neigung nicht so oft zu verstecken ... Bericht lesen

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Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

27.11.2002

Berichte die interessant sein könnten für Lolita / Nabokov, Vladimir    
Schweinkram oder was? Dominique Swain als Kindfrau
Bewertung für Lolita (1997) von  jwi

Pro:
Kontra:

...Der degenerierte Gelehrte Humbert verliebt sich in die junge Tochter seiner Hauswirtin, und nach deren Tode ziehen die beiden als bizarres Liebespaar über Land. Niemand mit nur einigem Sachverstand wird heutzutage noch ernsthaft bezweifeln, daß 'Lolita' von *Vladimir Nabokov ein herausragendes Werk der Weltliteratur ist. Das Schlimmste, was dem Buch passieren konnte, ist allerdings, ausgerechnet von Adrian Lyne ('9½ Wochen', 'Ein unmoralisches Angebot') verfilmt zu werden. Optisch zwar äußerst zurückhaltend, produziert der Film leider überwiegend langweilige Werbebilder, z. B. im kitschigen David-Hamilton-Stil ('Zärtliche Cousinen' etc.). Daß Lolitas Alter gegenüber der Vorlage von 12 auf 14 erhöht wurde, hat mit der überaus scharfen amerikanischen Gesetzgegebung in Sachen Kinderpornographie zu tun. Dort gibt es inzwischen Gegenden... Bericht lesen

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19.11.1999
Ich schreibe... einen verdammt guten Roman!
Bewertung für Wie man einen verdammt guten Roman schreibt / N. Frey, James von  luckynina

Pro: Gut gegliedert, verständlich erklärt
Kontra: Keine Erfolgsgarantie :-)

...der Kälte kam? von John LeCarré, ?Einer flog über das Kuckucksnest? von Ken Kesey, ?Lolita? von Vladimir Nabokov, ?Der Pate? von Mario Puzo, um einige zu nennen. Das fand ich sehr interessant, denn einerseits kann man dadurch den Profis was abschauen, andererseits wird das Buch dadurch aufgelockert und praktisch statt nur theoretisch. Man beginnt die Tricks erfolgreicher Romanschriftsteller zu durchschauen und erkennt plötzlich, WIESO man von dem einen Roman nicht die Finger lassen kann, den anderen aber sterbenslangweilig findet. Seit ich ?Wie man einen verdammt guten Roman schreibt? gelesen habe, bin ich selbst ein kritischerer Leser geworden und lese nicht mehr alles, was mir in die Finger kommt (so wie früher). Ob dieses Buch wirklich eine sinnvolle Anleitung zum Schreiben eines erfolgreichen Romans ist? Keine Ahnung. Tatsache... Bericht lesen

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sehr hilfreich
27.02.2004
Lolita des 21. Jahrhunderts
Bewertung für The Desire of young girls (DVD) von  HHFILMFREAK

Pro: Sehr gewagt und realistisch
Kontra: Bis auf die Lieferzeit nichts.

...Als Freund des Filmes "Lolita" von Vladimir Nabokov, konnte ich es mir nicht verkneifen diesen Film zu zulegen, denn in der Presse hatte ich gelesen, dass der Regiesser Torsten Gems sehr anspruchvolle Erotikfilme machen soll und für seine Lolitafilme sehr bekannt ist. In seiner Ankündigung sprechen die Hersteller von "Ersten sexuellen Erfahrungen". Da ich sehr pornoerprobt bin und die sogenannten Teenyfilme kenne, hatte ich keine großen Erwartungen an den Film. Ich erwartete Frauen Mitte 20, die sich mit weissen Söckchen vor der Kamera rekeln und Lollis lutschen. Bei näherer Betrachtung erfuhr ich dann, dass es gar kein Pornofilm ist und die Mädchen authentisch sein sollen. Eine Tatsache die mich etwas skeptisch machte, weil das ganze FSK16-Zeugs ist nicht gerade der Bringer. Ich versuchte mich also vorurteilsfrei dieser DVD zu... Bericht lesen

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10.01.2006

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