Pädophile Gedankenwelt
28.01.2003
Pro:
interessantes, schreckliches und somit faszinierendes Thema
Kontra:
ausser der Tatbestand selber ,rein gar nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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 nikosternchen
Über sich:
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Vladimir Nabokov brachte LOLITA 1955 heraus. Schon damals erregte das Buch enormes Aufsehen, weil es sich mit einem sehr brisanten Thema beschäftigt, der Pädophilie Zwei mal wurde es verfilmt, ich habe allerdings keine der Verfilmungen sehen können was natürlich den Vorteil hatte das ich völlig unvorbereitet und frei von Vorurteilen war. Wir tauchen in die Gedankenwelt eines über 40jährigen ein und Erfahren seine Liebe zu einer 12, später dann 13jährigen. Der Protagonist Humpert Humpert ( wie er sich selbst nennt) erzählt und die Geschichte von Anfang an. Er beginnt als er selber noch ein pubertierender kleines Spross war, er liebte damals die kleine Annabal die seine erste große Liebe war und er selber sieht sie als Vorbild und Ursache der späteren Ereignisse. Annabel stirbt, und das löst in Humpert Humpert einen derartigen Schock aus das er Gefühlsmäßig in der Haut eines 14jährigen hängen bleibt. Umso älter er wird m so mehr spürt er selber wie etwas nicht stimmt. Sein Interesse an erwachsenen Frauen ist quasi nicht vorhanden, statt dessen faszinieren ihn kleine frühreife Kindfrauen, Nympchen , wie er sie nennt, Mädchen zwischen 9 und-13 Jahren. Irgendwann beschließt er zu heiraten um vielleicht durch die Macht der Gewohnheit seinen seltsamen Trieben zu entkommen. Allerdings verschlägt es ihm immer wieder zu Nymphenartigen Prostituierten bei denen er doch immer wieder den starken trieb verspürt. Als seine Frau ihn wegen eines anderen verlässt nutz er die Gelegenheit und will sein Leben komplett verändern und wandert nach Amerika aus. Auf der Suche nach einer Bleibe trifft er auf das heruntergekommene Haus von Charlotte Haze und ihrer 12jährigen Tochter Dorores. In Dolores findet er SEINE Lolita. Es gelingt ihm trotz seiner immer stärker werdenden Liebe und die dementsprechenden Triebe diese vor beiden geheim zu halten. Wie der Zufall es will verliebt sich Charlotte in ihren Untermieter und er packt die Chance beim Schopf bei Lolita zu bleiben solange er will, und heiratet ihre Mutter. Als Charlotte aus Neugierde in seinen Sachen herumstöbert findet sie seine Tagebuchaufzeichnungen und somit sein schreckliches Geheimnis. Charlotte konfrontiert Humpert mit dem Entdeckten und ist dermaßen schockiert über die kaltblütigkeit ihres Ehegatten das sie einfach aus dem Haus rennt..Sie übersieht auf der Straße das herannahende Auto, welches sie mit voller Wucht erfasst! Nun hatte Humpert Humpert seine Lolita für sich ganz alleine. ER holte sie aus dem Ferienlager ab in dem sie sich gerade befand und es begann ein irrsinnige Fahrt quer durch ganz Amerika. Wann und wie die beiden zu einem Liebespaar werden? Wie sich ihre Beziehung zueinander entwickelt! Welche Schicksalsschläge insgesamt noch auf sie warten , verrate ich euch natürlich nicht, denn schließlich möchte ich euch dieses brillante Werk ja empfehlen zu lesen. MEINE MEINUNG Zu Geschichte.... Das es sich hier um ein Reizthema handelt dürfte wohl klar sein. Erstaunlich wie intensiv und detailliert Nabokov die Gedankengänge des Humpert Humpert beschreibt. Er schafft es das man ihn vielleicht ein bisschen versteht, das gelesene zwar immer noch verurteilt aber dennoch sich in ihn hineinversetzen kann. Ob die Geschichte glaubhaft ist oder nicht sein mal dahin gestellt, darum geht’s es vornehmlich auch gar nicht. Was einzig und allein wichtig scheint ist die Auslebung der Liebe, die Selbstzweifel( wenn er denn mal welche hat), den Umgang mit dem herannahenden Ende der lolitahaftigkeit von Dolores, den Umgang mit seinen Trieben!Zur Schreibweise... Faszinierend ist die wundervolle Schreibweise, der Darstellung der Liebe, der Sehnsüchte, der Triebe. Ein so abstoßendes Thema mit soviel Hingabe und Leidenschaft zu schreiben machen dieses Werk quasi vollkommen. Natürlich liegt der Gedanke das Nabokov selber vielleicht solche Träume hat sehr nah. Keiner weiß es, und wenn es nicht so ist hat er uns genau diese Illusion in einer sehr perfekten Form gegeben. DER AUTOR Vladimir Nabokov wird 1899 in St. Petersburg geboren. Nach der Oktoberrevolution flieht er nach England mit seiner Familie. Er veröffentlichte zunächst unter dem Pseudonym W. Sirin.Er verstarb 1977 in Lausanne. FACTS Vadimir Nabokov / Lolita Alle seine Werke sind im Rororo Verlag als Taschenbuch erhältlich . 8,90€ ISBN:3-499-22543-3 527 Seiten FAZIT Keinesfalls sollte man sich von dem eigentlich ekelhaften Thema abschrecken lassen. Das Buch ist derart sensibel geschrieben das jeder mit Humperts keinen Welt Einklang findet. Sicherlich ist es erschreckend, furchtbar, unglaublich...aber dennoch sollte man dieses Thema wohl nicht ignorieren da es wohl auch heute aktuell ist wie eh und je. Ich kann und werde dieses Buch mit voller Punktezahl weiterempfehlen an alle die die gerne etwas anspruchsvollere Literatur zum Nachdenken lesen.Viele Grüße Nikolina
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15.01.2004 20:44
Nun , wenn ich Du wäre, würde ich mich fragen, warum der Idiot mir nur ein "hilfreich" gegeben hat. Also versuche ich mal zu erklären: hmm. Zum einen machst Du ein paar unnötige Fehler, wegen denen man auf den Gedanken kommen könnte, Du hättest das Buch gar nicht gelesen, sondern Information aus zweiter Hand verwertet (was ich Dir nicht, ich wiederhole: NICHT unterstellen will, ganz im Gegenteil. Aber Humbert Humbert heißt nun mal Humbert Humbert und nicht Humpert Humpert!). Zudem begehst Du einen riesigen Fehler, wenn Du schreibst "Natürlich liegt der Gedanke das Nabokov selber vielleicht solche Träume hat sehr nah. Keiner weiß es [...]". Autsch. Um es kurz zu machen (ich könnte auch einen literaturwissenschaftlichen Vortrag von 45 Minuten Länge halten, aber wer will das schon lesen? Ich selbst am wenigsten.): Nabokov distanziert sich im Nachwort des Buches sowie im Buch selbst (durch etliche vor allem erzählperspektivische Tricks) deutlich von seiner Erzählerfigur. Ich habe irgendwie den Eindruck, als wärst Du auf den Erzähler hereingefallen. Keine Sorge, das passiert vielen - auch ich war immer wieder kurz davor, als ich nicht aufgepasst habe. Aber davon ausgehend eine Rezension zu schreiben, kann Deine eigenen Leser auf die falsche Fährte führen, was das Buch "Lolita" angeht. Ach herrjeh, ich hoffe das ist halbwegs verständlich und ich wirke nicht zu arrogant (ich glaube nicht, dass ich das bin - aber manchmal ist es so verdammt schwer, sich richtig auszudrücken). Nichts für ungut und schöne Grüße, Thomas
24.10.2003 15:28
Wer hinter diesem Titel nun wirkliche und detaillierte pädophile Schilderungen erwartet, der wird sicher enttäuscht sein, denn wie du schon ganz richtig sagst, geht der Autor sehr sensibel mit dem Thema um. Sehr schöner Bericht! LG Torsten
02.10.2003 23:30
Das ist wirklich ein sehr sensibles Thema, aber ich denke, ich sollte das Buch mal lesen *Nicky* s.h.