... Wer den zynischen, trockenen, deutschen Humor nicht mag, der wird "Long Hello and Short Goodbye" nicht viel abgewinnen können, wer sich allerdings darauf einlässt, dem wird sich die Romantik dieser skurrilen Liebesgeschichte zwischen Melody (Nicolette Krebitz) und Ben (Marc Hosemann) ins Herz ... Bericht lesen
wird, engagiert der ebenso rachsüchtige wie zwielichtige Polizeichef Kahnitz (Dietrich Hollinderbäumer) die Undercover-Polizistin Melody (Nicolette Krebitz), um dafür zu sorgen, dass Ben so schnell wie möglich wieder verhaftet wird. Doch Melody verliebt sich in Ben und heckt einen Plan aus, durch den Kahnitz' illegaler Rachefeldzug auffliegen soll: Mit Hilfe ihrer Freunde Percy (Axel Milberg) und Aurelia (Sunny Melles) sowie der Waffenhändlerin Ida (Katja Riemann) arrangiert Melody ein ausgeklügeltes Komplott. Aber Kahnitz durchschaut das eigens für ihn eingefädelte Manöver und entwickelt seinen eigenen, finsteren Plan. Und da auch Ben nicht untätig bleibt läuft am Ende eben alles anders als geplant. Nach den Komödien Stadtgespräch und Die Apothekerin sowie diversen Arbeiten für amerikanische Serien schlägt Rainer Kaufmann mit Long Hello & Short Goodbye einen neuen Weg ein. Angelehnt an den "film noir" und französische "New-Wave-Ästhetik" inszeniert er ein kriminalistisches Verwirrspiel, in dem einsame Menschen in einer künstlichen Welt agieren. Aus der kruden Mischung von Jean-Luc Godards Außer Atem, Arthur Penns Bonnie und Clyde, Luc Bessons Nikita und einem blutigen Showdown à la Quentin Tarantino entwickelt Kaufmann einen neoromantischen Thriller für die Neunziger: düster und kalt, aber nicht ohne Humor. Mit seinen artifiziellen Charakteren und einer allzu stilisierten Liebesgeschichte ist Long Hello & Short Goodbye sicherlich kein Film für Freunde großen Gefühlskinos, aber wer Spaß an formalisierten Genrespielen und ausdrucksstarker Bildästhetik hat, wird hier nicht enttäuscht. --Harald Stucke
wird, engagiert der ebenso rachsüchtige wie zwielichtige Polizeichef Kahnitz (Dietrich Hollinderbäumer) die Undercover-Polizistin Melody (Nicolette Krebitz), um dafür zu sorgen, dass Ben so schnell wie möglich wieder verhaftet wird. Doch Melody verliebt sich in Ben und heckt einen Plan aus, durch den Kahnitz' illegaler Rachefeldzug auffliegen soll: Mit Hilfe ihrer Freunde Percy (Axel Milberg) und Aurelia (Sunny Melles) sowie der Waffenhändlerin Ida (Katja Riemann) arrangiert Melody ein ausgeklügeltes Komplott. Aber Kahnitz durchschaut das eigens für ihn eingefädelte Manöver und entwickelt seinen eigenen, finsteren Plan. Und da auch Ben nicht untätig bleibt läuft am Ende eben alles anders als geplant. Nach den Komödien Stadtgespräch und Die Apothekerin sowie diversen Arbeiten für amerikanische Serien schlägt Rainer Kaufmann mit Long Hello & Short Goodbye einen neuen Weg ein. Angelehnt an den "film noir" und französische "New-Wave-Ästhetik" inszeniert er ein kriminalistisches Verwirrspiel, in dem einsame Menschen in einer künstlichen Welt agieren. Aus der kruden Mischung von Jean-Luc Godards Außer Atem, Arthur Penns Bonnie und Clyde, Luc Bessons Nikita und einem blutigen Showdown à la Quentin Tarantino entwickelt Kaufmann einen neoromantischen Thriller für die Neunziger: düster und kalt, aber nicht ohne Humor. Mit seinen artifiziellen Charakteren und einer allzu stilisierten Liebesgeschichte ist Long Hello & Short Goodbye sicherlich kein Film für Freunde großen Gefühlskinos, aber wer Spaß an formalisierten Genrespielen und ausdrucksstarker Bildästhetik hat, wird hier nicht enttäuscht. --Harald Stucke
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Erfahrungsbericht von Wilde_Nymphe über Long Hello and Short Goodbye 02.08.2001
Produktbewertung des Autors:
Humor
ziemlich humorvoll
Spannung
ziemlich spannend
Action:
geht so
Romantik:
viel
Pro:
Schöne Bilder, künstlerische Dialoge
Kontra:
Hinterläßt eigenartige Stimmung, deshalb nicht vor Familienfeiern zu kucken
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Dieser Film ist eindeutig Geschmackssache und nicht für Jedermann. Wer den zynischen, trockenen, deutschen Humor nicht mag, der wird "Long Hello and Short Goodbye" nicht viel abgewinnen können, wer sich allerdings darauf einlässt, dem wird sich die Romantik dieser skurrilen Liebesgeschichte zwischen Melody (Nicolette Krebitz) und Ben (Marc Hosemann) ins Herz brennen.
Kindlich naiv, gefühlvoll, aber auch gerissen ist die schöne Polizistin Melody, die Nicolette Krebitz (s. auch in "Bandits") perfekt umsetzen kann. Ben ist ein plumper, weltfremder Safeknacker, der es als Verbrecher nicht weit gebracht hat, der von Marc Hosemann sehr gut gespielt wird.
Die Art der Komik, die den Film die ganze Zeit durchzieht erzeugt eine ungewisse Stimmung: man weiß nie genau, was ernst gemeint ist und am Schluß fühlte ich mich durch den Kakao gezogen und war der Meinung, niemandem auf dieser Welt vertrauen zu können. Die Philosophie des Films stellt den Wert des realen Lebens in Frage, es stellt sich mit der Zeit heraus, dass sich alle gegenseitig hinters Licht führen und dass sämtliche Personen miteinander verknüpft sind: durch Lüge und Verrat.
Die Dialoge des Films sind skurril und oft sind die Reaktionen so, wie man sie nie erwarten würde. Beispiel:
BEN "Vor 12 Jahren hab’ ich in dem Hotel ‘nen Safe aufgemacht. Ich war noch ‘n Kind."
MELODY "Das ist die spannendste und interessanteste Geschichte, die ich in meinem ganzen Leben gehört habe."
BEN steckt sich eine Zigarette an.
MELODY "Wow."
Die Bilder des Films haben einen eigenen Stil: die Menschen wirken oft wie Marionetten oder Puppen, die vor der Kamera drapiert wurden, wozu besonders die erste und letzte Szene gehören. Man taucht schon am Anfang in eine surreale Welt (direkt, wie Pop-Art), die einen wegen ihrer Andersartigkeit fesselt.
Mich hat dieser Film sehr berührt, ich musste lange über ihn nachdenken und ich fand die Liebesgeschichte eine der romantischsten, die ich je gesehen habe.
Kritik: Katja Riemann mag ich nicht und ich finde auch nicht, dass sie mit schwarzer Perücke hart aussieht.
Trotzdem ist der Film meiner Meinung nach ein kunstvolles Meisterwerk, das ich nur empfehlen kann!
Eure Wilde Nymphe
P.S.: Handlung (so ungefähr): Die Polizistin Melody soll den Ex-Knacki Ben wieder hinter schwedische Gardinen bringen, indem sie sich in sein Leben drängt und ihn zur Tat verleitet. Dies hat ihr Chef Kahnitz angeordnet, der noch eine alte Rechnung mit Ben offen hat. Melody verliebt sich jedoch in Ben, und versucht Kahnitz Plan so zu manipulieren, dass er auffliegt, indem sie ihre Freunde Percy (Axel Milberg) und Aurelia (Sunny Melles) und die Waffenhändlerin Ida (Katja Riemann) zu einem Täuschungsmanöver gegen Krahnitz engagiert. Kahnitz durchschaut Melodys Plan und heckt seinen eigenen, düsteren Gegenplan aus. Auch Ben ist aber mißtrauisch geworden und hat fleißig mitgemischt, deshalb endet der Film komplett anders als erwartet... Will ja nichts vorwegnehmen!!
Long Hello and Short Goodbye
Thriller, D 1999, 90 Minuten, FSK 16
Die junge Polizistin Melody (Nicoletta Krebitz) wird von ihrem Chef auf den Einbrecher Ben (Marc Hosemann) angesetzt. Sie soll dafür sorgen, dass der frisch Entlassene wieder hinter Gi ...
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Pro: anders als die Anderen Kontra: wieder kein großes deutsches Kino
...üller), der in seinen Lokalitäten die abgedrehtesten Charaktere Berlins vereinigt. Zum Beispiel seine Freundin Shirley Maus (Nicolette Krebitz, "Long Hello and Short Goodbye"), die trotz ihrer geringen Größe nicht vom Wunsch der Modelkarriere abweicht oder DJ Sunny (Moritz Bleibtreu), der nicht ganz so blind ist, wie es scheint. Er und sein Kumpel Akira (VIVA2-VJ Ill-Young Kim) könnten den Stoff gut brauchen: für den nächsten Trip - erst ganz weit weg und dann nach Südamerika...).
Wer bunte Bilder und schnelle Musik mag, wird "Fandango" lieben. Jeder andere wird sich (wieder mal) fragen: quo vadis deutscher Film? Der Versuch, etwas ganz anderes als das bisher gesehene zu machen, ist gut gemeint. Aber allzu oft wird der Eindruck vermittelt, dass nicht der deutsche Kinogänger, sondern der US-Trash die Richtschnur dieser Produktion war.
Ab d...
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