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Löwenzahn, der neue Ökostrom Anbieter

2  23.12.2011 (05.04.2012)

Pro:
nette und übersichtliche Homepage, sehr attraktiver Preis, Ökostrom

Kontra:
undurchsichtige Vertragsgrundlagen, hohe Vorauszahlung, Widerruf nur per Brief

Empfehlenswert: Nein 

chokmah33

Über sich:

Mitglied seit:07.02.2007

Erfahrungsberichte:16

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Am 13.12.2011 habe ich mich, aufgrund des sehr guten Angebots, bei der Löwenzahn Energie online für den Tarif 'Löwenzahn 2 Jahreszeiten Tarif 3 Region 22' angemeldet. Es klang alles wunderbar, Ökostrom und dann auch noch richtig billig. Was will man mehr?

Am 16.12.2011 Kam dann der Bescheid mit einem nicht bestätigten Lieferbeginn zum 15.12.2011 mit einer fiktiven Berechnung eines Jahresbeitrags.
Sonderbar: Bei einem Telefongespräch mit dem Unternehmen, welches ich nach meiner Bestellung getätigt habe, wurde mir mitgeteilt, daß der frühest mögliche Lieferbeginn der 01.02.2011 wäre, wobei der 01.03.2011 realistischer wäre, da sie das nicht anders hinbekommen könnten. Es würden noch irgendwelche Unterlagen bezüglich der Zulassung (?) ihres Unternehmens fehlen.
Zur Information: Wenn sich der Lieferbeginn verzögern so fällt man in die teure Grundversorgung und der Strom wird zu dem Tarif des Grundversorgers abgerechnet.

Die effektiven Kosten im ersten Jahr sollten laut Homepage 295,29€ mit eingeschränkter Preis Garantie sein. Das ist sehr günstig.

Und nun die Daten auf der Rechnung: Zahlungsintervall halbjährlich, Vertragszeit 12 Monate, Jahresverbrauch 1941kWh - ich weiß nicht, wie die auf diese Zahl kommen.
Der Überweisungsbetrag auf dem Schreiben (halbjährlich!) fett gedruckt: 262,70€ (mit erweiterter Preisgarantie) und nicht fett gedruckt 204,47€ (mit eingeschränkter Preisgarantie). Man soll den Betrag bis zum 28.12.2011 überweisen, für den man sich entscheidet.
Hmm, ... ein 28,5% höherer Betrag für eine Preisgarantie? Und statt 295,29€ plötzlich 408,94€ pro Jahr???? Sehr sonderbar. So eine hohe Vorauszahlung für einen Verbrauch, der urspünglich auf wesentlich weniger veranschlagt war?

Irgendwie kam mir das spanisch vor. Normalerweise wird der Zählerstand abgefragt und gleichzeitig wird ein verbindlicher Termin zum Start der Belieferung festgelegt. Dem ist bei Löwenzahn nicht so. Hier kommt sofort eine Willkommensrechnung über 408,94€ (ohne Preisgarantie) welche mit der ursprünglichen Berechnung von 262,70€ Jahresbeitrag überhaupt nichts zu tun hat, ... hmmm, was geschieht wohl mit dem Tarif, wenn man die Preisgarantie nicht in Anspruch nimmt .... Und dann 525,40€ für 1941kw mit Preisgarantie? Und das soll problemlos und günstig sein? Auf was läßt man sich da ein?

Der Bonus von 70€ und die 150 frei kWh (komisch, im Internet stand was von 10€ und 50 kWh) werden offensichtlich erst nach einem Jahr ausbezahlt. Das heißt nur wenn man ein weiteres Jahr zu dann nicht festgelegten Konditionen, bleibt. Den versprochenen Bonus verliert man bei einer Kündigung innerhalb der 12 Monate .
Also ist es doch so, daß man sich für mindestens zwei Jahre verfplichten muß um den Bonus zu bekommen.
Und warum wird mir nicht angeboten die Hälfte von 262,70€ (wie auf der Homepage problemlos auszurechnen war) zu bezahlen? Das wären dann 131,35€ und nicht 204,47€.

Ich versuchte nun die Bestellung zu widerrufen. Das geht laut Löwenzahn nur per Brief.

Originaltext auf der Löwenzahn Homepage:

'Vertragliches Widerrufsrecht
Du kannst Deine Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen nach Eingang Deines Auftrags bei Löwenzahn Energie ohne Angabe von Gründen in Textform widerrufen. Die Frist beginnt frühestens nach Erhalt dieser Belehrung. Zur Wahrung der Widerrufsfrist ist der rechtzeitige Eingang des Widerrufs bei Löwenzahn Energie erforderlich. Der Widerruf per Brief ist zu richten an: Löwenzahn Energie GmbH, Reichpietschufer 86-90, 10785 Berlin.'

Ein Hinweis zum Widerruf findet man übrigens nirgends auf dem Anschreiben. Man kann zwar online bestellen und alles online erledigen, wenn man aber widerrufen oder kündigen möchte, dann geht das offensichtlich nur per Briefpost.
Ich habe mich nicht daran gehalten, da gesetzlich bestimmt ist, daß keine Form des Widerrufs festgelegt werden darf. Darauf habe ich Löwenzahn bei meinem Widerruf aufmerksam gemacht.

Originaltext auf der Löwenzahn Homepage:

'Die Höhe des einmaligen Bonus ist bei unseren verbrauchsabhängigen Tarifen abhängig von Deinem Verbrauch, bei den Pakettarifen von der gewählten Paketgröße. Der Bonus wird spätestens mit der ersten Jahresrechnung verrechnet. Er wird nur Neukunden gewährt, also Kunden, die in den letzten 6 Monaten vor Vertragsschluss nicht von Löwenzahn Energie beliefert wurden. Der Bonus entfällt im Fall der Kündigung innerhalb des ersten Belieferungsjahres, es sei denn, die Kündigung wird erst mit oder nach Ablauf des 1. Belieferungsjahres wirksam. Dies bedeutet, dass Löwenzahn Dir den Bonus gewährt, wenn Du 12 Monate lang beliefert wirst.'

Und dann noch dieser Hinweis:

Originaltext auf der Löwenzahn Homepage:

'Die Einziehung ist auch durch einen von der Löwenzahn Energie GmbH beauftragten Dritten möglich.'

Hierzu eine Anmerkung: Das ist ziemlich gefährlich, da die Forderungen gegenüber einem Inkassounternehmen in ihrer Höhe nicht bestritten werden können. Der Dritte - normalerweise der Inkassobetrieb - treibt die Forderung unabhängig von der Rechtmässigkeit des Betrags ein. Widerspruch bezüglich der Höhe oder das Einbringen sonstiger Einwände ist hier zwecklos. Entweder man bezahlt oder man bekommt Mahngebühren und Gerichtsandrohungen. Da scheint mir einiges falsch zu liegen.

Und dann dieses:

Originaltext auf der Löwenzahn Homepage:

'Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sowie die jeweiligen Preislisten und Leistungsbeschreibungen der Löwenzahn Energie GmbH'

Das ist ein dehnbarer Begriff. Inwiefern und wie lange haben die Preise, welche im Internet propagiert werden, ihren Bestand? Warum der hohe Aufschlag für eine Preisgarantie? Was soll ich von einem Unternehmen halten, welches nicht mal in der Lage ist, seine Preise für ein Jahr konstant zu halten bzw. das schon bei Vertragsabschluß an seinen eigenen Tarifen zweifelt?

Meine Meinung:
Bei Löwenzahn Energie scheint mir nicht gewährleistet, daß es nicht zu unliebsamen Auseinandersetzungen kommen wird. Hier könnte günstig sehr schnell zu teuer umschlagen.

Ich habe am 17.12.2011 die Bestellung bei Löwenzahn widerrufen. Seit dem habe ich von der Firma nichts mehr gehört. Am 17.01.2012 kommt die 1. Mahnung obwohl ich meine Bestellung fristgerecht widerrufen habe.

Daraufhin habe ich bei Löwenzahn angerufen und mich beschwert. Sie haben sich entschuldigt und es wurde mir versprochen, daß die Sache in Ordnung gebracht wird.

Bis heute habe ich nichts mehr von dieser Firma gehört, worüber ich ganz froh bin.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
chokmah33

chokmah33

11.10.2013 18:26

Ich war davor schon bei Energen Süd. Dieses nette Unternehmen aus Ulm ging konkurs. Ich warte bis heute auf die Rückzahlung meiner Einlage. Mit solchen Unternehmen kann man kein Geld sparen. Die kosten Nerven und Geld. Am Ende kommt man in die Grundversorgung und zahlt dann kräftig drauf. Aber wer es nicht glauben möchte - ich wünsche euch viel Erfolg beim Sparen ;-)

doppelnullagent

doppelnullagent

28.02.2013 12:49

Ich habe auch sehr schlechte Erfahrungen mit diesem Anbieter gemacht. Nach einem Jahr Belieferung bin ich ab morgen wieder beim Grundversorger. Der ist zwar etwas teurer, aber es gibt keinen Stress.

xpuff666

xpuff666

06.12.2012 15:45

Ich möchte drauf hinweisen, dass Inkassounternehmen keine Behörden sind, die nach Belieben Zahlungen für rechtmäßig bestimmen und mit Zusatzkosten eintreiben können. Wenn eine Forderung unrechtmäßig ist, bleibt sie auch unrechtmäßig, wenn sie von einem Inkasso übernommen wird. Genauso wie zusätzlich erhobene Kostenforderungen. Dass Inkassos auch bei berechtigten Bedenken die Forderungen übernehmen und immer weiter stur drohen und auf Zahlung drängen, ist Teil einer unseriösen Geschäftpraxis, die immer mehr um sich greift. Hat man eine Forderung bestritten, muss man für ein Inkasso gar nichts mehr bezahlen, höchstens nachher einen Prozess, wenn man wirklich im Unrecht war (wobei die Inkasso-Fantasiegebühren durchaus ähnlich teuer angesetzt werden). Zahlt man nicht, kann ein Inkasso auch höchstens einen gerichtlichen Mahnbescheid veranlassen (dem man ggf. widersprechen muss), oder es muss an Rechtsanwälte abgeben (und muss dann, weil nicht zweckmäßig, definitiv nicht mehr bezahlt werden).

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