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Kaum eine andere Computerzeitschrift hat in der letzten Zeit in solchem Maße für Furore gesorgt wie das seit Beginn diesen Jahres runderneuerte MM. Layout, Typografie sowie Farben und Papier sind beinahe provozierend ungewohnt, aber auch die Themengebiete sowie der Inhalt der mitgelieferten CD entsprechen nicht gerade dem Standard einer Mac-Zeitschrift.
Freilich, das MM ist „erwachsen“ geworden, will sich Apples i-Trend anpassen und setzt in der Tat neue Maßstäbe.
So werden z.B. in den Sparten „objekte“ oder „zukunft“ gegenwärtige oder künftige Techniktrends, Hard- oder Softwareneuheiten veranschaulicht, während man unter der Rubrik „online.universum“ u.a. Neuigkeiten über Kommunikationsmechanismen, internet-banking oder nützliche Links ausfindig machen kann. Unter „mac.ware“ wird das Zusammenspiel von Hard- und Softwareeinheiten mit dem Macintosh erläutert, die Sparte „multimedia.zone“ hingegen veranschaulicht das Neueste der Unterhaltungselektronik. Rubriken wie „AppleTalk“ oder „helpline“ verhelfen dem Leser, Kritik loszuwerden bzw. Probleme zu lösen. Schließlich runden etliche „workshops“ zum Umgang mit Mac- Soft- und Hardware den Magazininhalt ab.
Hervorragend integriert in das Gesamtgefüge ist die CD, auf der kommerzielle Demos, Share- und Freeware zu finden sind. In unterschiedlichen Ordnern, wie z.B. „produktiv“, „service“ oder „macware“ erhält der Mac-User alles, was den Umgang mit dem Mac-Betriebssystem erleichtert und bei der eigenen Produktivität , u.a. im Sound-, Design- oder Verwaltungsbereich, behilflich ist. Kleinanzeigen, aktuelle Updates sowie die Möglichkeit, selbstprogrammierte Software auf der CD veröffentlichen zu lassen, sorgen auch hier für eine gelungene Mischung.
Da Apple momentan mit Sicherheit der innovativste und angsagteste Computerhersteller ist, und da der weitgestreute Hard- und Softwaremarkt für die MacOS-Plattform boomt, bedarf es eben auch einer intuitiven Mac-Zeitschrift. Einer solchen, die ebenfalls neue Maßstäbe in ihrer Branche setzt, über den Mac-Tellerrand hinausblickt und über die Möglichkeiten des (i)Mac-Users informiert. Der Vergleich mit einem Lifestyle-Magazin ist also durchaus angebracht, sind doch PCs allgemein schon Teil unseres Umfeldes geworden und werden genauso nach Design, Trends und Farben gemustert wie Möbel oder Kleidung. Das MM ist ein Opfer des i-Effekts. Bunt, schrill, schräg, innovativ, anders. Im positiven Sinne.