Erfahrungsbericht über "Madoogali Hotel, Madoogali"

veröffentlicht 06.01.2016 | Simo1301
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Über sich :
Sparziel: Zwei Wochen Indien mit Mutti zu Ihrem 60. Geburtstag. Wer mit einer Leserunde helfen mag, gerne übers PGB.
Ausgezeichnet
Pro Hausriff, Essen
Kontra Nichts
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre

"Nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch im Paradies"

Madoogali Hotel, Madoogali

Madoogali Hotel, Madoogali

Liebe Leserinnen und Leser,
Liebe Reisenden,
Liebe Community,

heute finde ich noch mal etwas Zeit, im Prinzip den zweiten Teil meiner Maledivenreise über Weihnachten 2013 in einem Erfahrungsbericht über das Hotel

Madoogali

im Ari Atoll auf den Malediven zu verfassen.

Allgemeines

Das Hotel ist - wie alles auf den Malediven - ziemlich schwierig selbst zu erreichen, es empfiehlt sich absolut eine Pauschalreise, wo auch der Transfair vom Flughafen auf die Hotelinsel inkludiert ist, zu wählen.

Die Anschrift lautet:

Filigas Magi 9160 Madoogali Nord Ari Atoll

Die Das Hotel besetzt die komplette Insel, die ca. 100 Meter breit und 160 Meter lang ist. Man ist also in rund 10 Minuten einmal komplett rum. Landeskategorie ist dreieinhalb Sterne und die würde ich tatsächlich auch geben.

Es gibt insgesamt 56 Zimmer bzw. kleine Bungalows, die kreisförmig auf der Insel angesiedelt sind und alle direkten Zugang zum Strand haben. Man bewohnt dann einen Bungalow alleine.

Es gibt im Bereich der Rezeption und an der Bar bzw. im Essbereich W-Lan, allerdings mit einem eher mäßigen Netz. Je nach dem, wo man seinen Bungalow hat, wird es etwas schwieriger. Alles andere außer W-Lan kann ich niemandem empfehlen, denn im Wasser auf einer Insel, da geht alles per Satellit und ist enorm teuer. Ich habe das kennengelernt durch die wenigen kurzen Telefonate mit meiner Mutter, die ich führen musste, um überhaupt umbuchen zu können.

Anreise

Normalerweise geht es zum Flughafen Male und von dort aus entweder mit der Dhoni, dem Speedboot oder dem Wassertaxi in Richtung Nord Ari Atoll. In unserem Falle sind wir von der anderen "Schottinsel" (siehe Bericht über Rasdhoo Inn) zum Hotel Madoogali gebracht worden mit dem Speedboot, denn wir hatten ja umbuchen "dürfen", um dann doch noch ein wenig den Urlaub genießen zu können.

Abgereist sind wir dann von dort aus mit dem Wassertaxi direkt zum internationalen Flughafen Male und von dort aus mit Condor weiter nach Frankfurt.

Preise

Wir hatten dann auf einmal statt 100 USD pro Nacht für ein angebliches 4 Sterne Hotel (Rasdhoo Inn), 550 USD pro Nacht mit Halbpension an der Backe. Das sind tatsächlich ziemlich normale - fast sogar humane Preise - für die Malediven, wenn man das Hotel eben einzeln und nicht pauschal mit Flug und Transfair bucht. Ok, ich gebe zu, wir waren vom 26.12. - 31.12. dann dort, also folglich zur ziemlichen Hauptreisezeit bzw. zu einer sehr attraktiven Zeit.

Pauschalreisen mit diesem Hotel, Flug und Transfair habe ich schon online gesehen für ca. 1.350 Euro pro Woche, dann allerdings eben nicht über Weihnachten, sondern zu einem anderen Zeitpunkt. Da aber ohnehin auf den Malediven fast das ganze Jahr über die Sonne scheint, ist das eigentlich ziemlich egal, wann man fährt.

Zimmer

Die Zimmer bzw. Bungalows sind echt ziemlich cool gemacht, mit Strohdach und ziemlich einladend von außen. Vor allem mochte ich, dass man einen direkten Strandzugang hat und quasi jeder vor seinem Bungalow auch Liegen hatte, sodass man eben nicht schon früh raus und das Handtuch idealerweise vor dem Frühstück platzieren muss, damit man noch einen Platz bekommt. Auch war man so ziemlich gut für sich, abgesehen von den paar Leuten, die eben mal um die Insel spaziert sind und vorbei kamen.

Außen gab es eine kleine Terrasse, ein Becken mit Süßwasser, wo man sich ggfs. draußen nach dem Schnorcheln oder Tauchen abduschen konnte und natürlich eine Wäscheleine, um seinen Badeanzug, Bikini oder den Neoprenanzug zum Trocknen aufzuhängen.

Im Bungalow gab es einen kleinen Flur, dann von dort aus das Badezimmer und gegenüber des Badezimmers einen kleinen Kleiderschrank bzw. ein kleines Ankleidezimmerchen, dann ging es weiter in den eigentlichen Raum. Ausgestattet mit Tisch und Stühlen, Doppelbett, TV und allem, was sonst so notwendig ist, relativ hell gehalten und mit sehr bequemem Bett. Alles war soweit sauber und wir fühlten uns auch ansonsten deutlich wohler als vorher. Hier und da hätte man Ende 2013 mal etwas machen können in Bezug auf allgemeine Erneuerungen, Handwerkern ist nie so deren Tagesgeschäft, aber prinzipiell war alles wirklich in Ordnung. Im Vergleich zur vorherigen Bruchbude hat es in jedem Falle voll und ganz seinen Zweck erfüllt. Außerdem ist man an einer solchen Örtlichkeit ohnehin meist draußen und eigentlich nur zum Schlafen im klimatisierten Zimmer.
Strand

Der Strand und auch die Liegen waren wirklich tip top. Zwar gab es keine Sonnenschirme, man konnte sich aber immer ein bisschen Schatten suchen, der durch die Bungalows und die Gebüsche drumherum abgeworfen wurde. Sehr heiß war es ohnehin nicht, weil es ziemlich windig ist, mitten im Indischen Ozean. Man sollte jedoch nicht wie ich, die dennoch sehr stark scheinende Sonne unterschätzen, nur weil man die Hitze nicht so brennend spürt durch den Wind.

Ich habe selten einen saubereren Strand gesehen, sehr gepflegt, sehr angenehm alles und vor allem ruhig. Außerdem war das Hausriff wirklich phänomenal, denn wir hatten so tolle Korallen und zum Schnorcheln echt atemberaubend viele verschiedene Fische. Teilweise auch Weißspitzenhaie oder Riffhaie ziemlich nah beim Schnorcheln an einem vorbei und auch abends zur "Raubtierfütterung". Abends kam immer auch "Herr Rochen", der sehr gerne mit seinen extrem weichen Unterflossen um unserer Beine schwamm und uns regelrecht beschmuste.

Das Wasser war nicht sehr tief, sodass man etwas weiter rein konnte zum Schnorcheln, allerdings selbst dort locker noch stehen konnte. Der Sand am Strand war sehr feinkörnig und strahlend weiß.

Ausflüge & Aktivitäten

An Wassersport, insbesondere Tauchen wurde jede Menge angeboten, alternativ auch Hochseefischen oder Ausflüge zu anderen Inseln, was wir tatsächlich einen Tag mitgemacht haben. Beim Tauchen konnte man sogar Mantarochen und bei dem Ausflug auf die andere Insel fliegende Fische sehen.

Wer keine totale Wasserratte ist, der konnte immerhin den lieben langen Tag lang die Sonne genießen oder mit anderen Gästen Volleyball spielen zum Beispiel. Normalerweise geht man aber an solch einem Reiseziel Tauchen. Auch Tauchkurse wurden angeboten, allerdings kann man diese deutlich günstiger in Thailand, Ägypten oder sonst wo machen als eben wirklich an einem solch prädestinierten und exklusiven Ort.

Im Inneren der Insel gab es auch überdacht und windgeschützt eine Tischtennisplatte für den, der mochte. Abends machte die Bar immer erst dann zu, wenn auch wirklich der letzte Gast ging.
Essen

Das Essen - wir hatten Frühstück und Abendessen - was bei den Temperaturen für mich auch vollkommen ausreichend war, war wirklich prima. ZumFrühstück das übliche Interkontinentale (Frühstück ist nicht so meine Mahlzeit, daher sage ich dazu eher weniger). Zum Abend gab es wirklich sehr vielseitige Gerichte, vielerlei verschiedene Fleischsorten, Lamm, Huhn, Rind, sehr viele Fischgerichte, Kartoffeln, Reis, Nudeln und sogar Schwarzwälder Kirschkuchen, Apfelstrudeln, Kartoffelsalat wie bei Muttern und wirklich für jeden etwas dabei. Auch eine große Auswahl an Obst und Gemüse, wo ich immer sehr drauf abfahre. Beim Essen waren für uns die Getränke inkludiert, allerdings den Rest des Tages nicht.

Gastfreundlichkeit & Service

Die Kellern und das gesamte Personal war wirklich sehr zuvokommend und freundlich. Alle sprachen sehr gut Englisch. Der Hotelbeauftragte hat sich sogar abends mit mir unterhalten und mir erzählt, wie das Leben auf den Inseln so ist und was man dort so den ganzen Tag macht. Üblich war, dass man - wie anderswo auch - hier und da mal einen kleinen Tipp abgegeben hat. Insbesondere die Zimmerjungs haben sich immer riesen Mühe gegeben und uns jeden Tag andere tolle Bilder mit Blumen oder Schwäne aus Handtüchern aufs Bett gezaubert.
Fazit

Zusammengefasst:

Service super, Zimmer guter und sauberer Durchschnitt, Strand top, Preis als Pauschalreise ok, Essen formidabel, Wetter immer gut und Hausriff wirklich eine Augenweide... Ich kann also nicht meckern und würde auch gerne noch mal hin und kann auch jedem dieses Hotel empfehlen, auch wenn eben in den Zimmern nicht alle Fugen 100% so sind, wie bei uns in Deutschland und vielleicht im Badezimmer mal ein Schräubchen festgedreht werden kann, damit der Duschkopf wieder gerade hängt. Das empfand ich eher als kleineres Übel und habe auch schon schlechtere Hotelzimmer gehabt, sogar in 5 Sterne Häusern in Europa.

Wer also vor hat, auf die Malediven zu fliegen und nicht gerade arg so viel Geld in die Hand nehmen will, um nach Kurumba oder Kuramati zu kommen, dem kann ich Madoogali sehr ans Herz legen.

Nun noch ein paar Bilder - eins zum Lachen von meinem mega Sonnenbrand, weil ich den Wind eben total unterschätzt bzw. die Sonne dadurch nicht so richtig wahr genommen hatte - und natürlich auch von der Anlage.

Schon mal vorweg Danke fürs Lesen, Kommentare und Bewertungen.

Liebe Grüße
Simo1301

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • heike79 veröffentlicht 01.03.2017
    sh
  • Brionys veröffentlicht 24.12.2016
    ...⛄ ⛄ ⛄...Weihnachtliche Grüße ...🎁🎁🎁... von Briony ...⛄ ⛄ ⛄ ...
  • sweety179 veröffentlicht 01.07.2016
    bh
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Produktdaten : Madoogali Hotel, Madoogali

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Klassifikation: Mittelklassehotel

Stadt: North Male Atoll

Zimmer: 41

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 16/08/2014