Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Das ist ja wohl ein Scherz . . ? ! |
| Kontra: |
So ziemlich alles . . . Jahre voller Kummer und Selbstzweifeln . . . : - ( |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Der ewige Kampf mit mir selbst...
*~* ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*from my diary*~* ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
17. Januar 2002
„Ich muss noch disziplinierter sein! Nur so kann ich Erfolg haben! Gestern mit meinen 500 kcal war es ja gut, aber heute war es schon wieder zu viel... ich darf die 1000 kcal-Grenze auf keinen Fall überschreiten. Schließlich will ich doch abnehmen! (...) Ich muss meinen lunch auf einen Apfel ODER einen fettfreien Joghurt reduzieren, so dass ich vor 18 Uhr auf jeden Fall unter 300 kcal bleibe! Denn beim Abendessen muss ich wohl oder übel essen, da passen meine Gasteltern auf. (...) So wird sich nie ein Mann für mich interessieren... ich bin doch fett und hässlich! Jeder sieht gut aus, nur ich nicht! *heul* Warum sind alle so perfekt und ich hab tausend Fehler? (...) Wenn meine Gastfamilie nur nicht wäre... oder wenigstens nicht Grandma... dann könnte ich viel, viel weniger essen. Heute hat Grandma wieder Krebssalat für mich gekauft, natürlich sündhaft viele Kalorien... den muss ich irgendwie loswerden! Morgen, wenn Grandma nicht in der Küche ist, werde ich mich dem irgendwie entledigen. Das klappt schon! Essen kann ich den nämlich nicht, viel zu viel Fett! (...) Meine Gastmutter ist momentan krank... also kann ich gar nicht zur Waage.. :-( (...)“
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Hallo, Ihr Lieben...
Ich denke, diese Zeilen sprechen für sich... sie entstammen einem meiner vielen Tagebücher. Heute möchte ich den Schritt wagen und mich euch anvertrauen und vielleicht bzw. hoffentlich mit diesem dunklen Kapitel meines Lebens abschließen (obwohl das wohl nie ganz möglich sein wird...). Es fällt mir nicht leicht, einen solchen Bericht zu schreiben und mich so euch anzuvertrauen, denn nicht viele wissen von meinem Problem, das mich die letzten Jahre nie losgelassen hat.
Ich habe letztens die Tagebücher, die ich während meines Austauschjahres geschrieben habe, zur Hand genommen, und habe es wirklich als erschreckend empfunden, dass ich auf fast jeder Seite über Essen oder mein Gewicht geschrieben habe. Wie sehr habe ich mich doch zum Sklaven des Essens gemacht und ich habe mich nicht dagegen wehren können...
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18. Januar
„Heute habe ich den Krebssalat im Klo heruntergespült.. :-) Abends habe ich dann nur ein kleines Schälchen Suppe gegessen. Ich bin so stolz auf mich...“
27. Januar
„Ich habe heute nur 10-15 Pommes gegessen, darauf bin ich echt so stolz! (...)“
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Ich möchte ein wenig weiter ausholen, um euch zu berichten, wie alles begann...
Eigentlich bin ich nie ein dickes Kind gewesen, jedoch auch nie gertenschlank. Bei meinem Vater habe ich nie viel zu essen bekommen, weshalb ich bis zum Alter von acht Jahren auch nie übergewichtig gewesen bin. 1993 trennten sich jedoch meine Eltern und ich zog mit meiner Mutter zu meinen Großeltern. Da meine Mutter ganztägig berufstätig war, kümmerten sich tagsüber meine Großeltern um mich. Und Ihr wisst ja, wie Omis so sind... sie kochen sehr gerne und erfüllen besonders ihren Enkelkindern in dieser Hinsicht fast jeden Wunsch.. ;-) So war es dann auch bei mir. In den nächsten vier Jahren nahm ich stetig zu und wurde immer unglücklicher. Damals wusste ich aber noch nicht, dass ich ein Problem mit meiner Schilddrüse habe (eine Unterfunktion und eine chronische Entzündung... in Behandlung bin ich erst seit zwei Jahren) und allein deshalb schon sehr schnell zunehme.
Schon bald stand ich allein auf dem Schulhof. Ich fühlte mich hässlich und war zudem noch mit Abstand die beste Schülerin in der Klasse und demnach natürlich auch ein totaler Lehrerliebling. Das waren für meine Klassenkameraden natürlich wunderbare Gründe, um mich zu schneiden und zu ignorieren; „Freunde“ wandten sich von einem auf den anderen Tag von mir ab. Ich verstand die Welt nicht mehr und wusste nur, dass ich etwas ändern musste. Damals war ich in der sechsten Klasse. Der Schulwechsel auf ein Gymnasium stand kurz bevor. Mein größter Wunsch war zu der Zeit, an der neuen Schule nicht mehr dick zu sein, denn ich war der Meinung, dass ich nur so neue Freunde finden konnte...
Ich wog damals bei einer Größe von 1,60 um die 72 kg. Wenn man bedenkt, dass ich heute 12 cm größer bin und dennoch einiges weniger wiege, ist das nahezu unfassbar. In der Kinderabteilung fand ich kaum Kleidung, zumindest keine Hosen. Und da Jeans eh überall zwickten, meinen Bauch einschnitten und total unbequem waren, trug ich nur Leggins und darüber riesige Pullover. Wie gern hätte ich mich modisch gekleidet, aber das war einfach nicht möglich...
Im Alter von 12 Jahren entschied ich mich also dazu, eine Kur zu machen, um dort abzunehmen. Die Sache wurde von meiner Krankenkasse sehr schnell genehmigt. Von der Schule wurde ich beurlaubt und ehe ich mich versah, war ich in einem Kinder-Kurheim in Bad Sachsa, in dem ich drei wunderschöne Wochen verbrachte. Endlich war ich nicht mehr die einzige mit Übergewicht. Ich war total glücklich dort und habe während der drei Wochen dann auch 5 kg abgenommen. Sehr gerne wäre ich noch länger geblieben, aber das hat meine Krankenkasse dann leider nicht genehmigt... :-(
Die Kur stellte für mich einen Startpunkt dar. In Bad Sachsa lernte ich, dass ich es schaffen konnte, noch mehr abzunehmen, wenn ich es nur ganz fest wollte und diszipliniert war. In den Sommerferien danach stellte ich meine Ernährung um (ich ernährte mich nur noch vegetarisch) und nahm etwa weitere 10 kg ab und startete die 7. Klasse als „neue Claudia“. Ich war überglücklich und fühlte mich wie neugeboren. (Dass wir zu der Zeit auch von meinen Großeltern auszogen, half mir da auch sehr...)
Doch das war auch die Zeit, als mein Kampf mit dem Essen begann – im jungen Alter von 12 Jahren... Seitdem hat sich mein Leben so oft allein um meine Ernährung und um mein Gewicht gedreht. Oft wusste ich nicht weiter und war einfach nur verzweifelt...
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30. Januar 2002
“Dreams… Ich habe so viele Träume… aber der wichtigste momentan ist, endlich wieder mit mir selbst fertig zu werden (…) Dazu gehört, endlich wieder essen zu können, wie es normal sein sollte. Ich möchte endlich wieder eine normale Beziehung zum Essen haben und nicht zwischen den Extremen schweben, zwischen dem Hungern und meinen Fressanfällen. Ich weiß nicht mehr, was es heißt, zu essen, wenn man Hunger hat, und aufzuhören, wenn man gesättigt ist. Ich kenne das Gefühl von Sättigung nicht mehr... Essen ist zu einer Qual geworden, das meinen Tag bestimmt... aber ich will doch nicht mehr vom Essen abhängig sein...! Es macht mich stolz, einen ganzen Tag lang nichts zu essen. Dieser Stolz lässt mich weiter machen und es ermutigt mich so sehr, wenn ich die Schwäche in meinen Beinen und dann in meinem ganzen Körper spüre, weil ich einfach nichts in meinem Magen habe, von dem sich mein Körper nähren kann. Es lässt mich depressiv werden, wenn ich alles in mich hineinesse, alles, was ich nur finden kann... und ich kann mich dann nicht dagegen wehren, immer weiter zu essen. Mein Körper treibt mich dazu und damit auch in die nächste Hungerphase... (...)
Ich möchte endlich wieder leben! (...) Ich hab mich einfach nicht mehr unter Kontrolle...“
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Schon bald merkte ich, dass es nicht leicht war, mein Wunschgewicht zu halten. Schnell nahm ich wieder das eine oder andere Kilo zu, wenn ich nach meiner strengen Diät wieder ein wenig mehr aß. Wenn die Waage dann ein paar hundert Gramm mehr anzeigte, wurde ich panisch und wusste nicht mehr, was ich machen sollte... Ich wollte doch noch schlanker sein. Selbst mit 57 kg war ich damals ja noch dicker als die anderen Kinder in meiner Klasse. Ich wollte doch auch endlich dünn sein! Damals konnte ich es mir nicht erklären, warum ich ständig wieder zunahm (was ich dann wieder abnehmen musste, ein ständiges Hin und Her).
Es war dann wohl mit 13 Jahren, als ich das erste Mal wirklich hungerte. Einfach war das nicht, denn meine Mutter passte immer ganz genau auf, dass ich frühstückte und auch sonst regelmäßig etwas zu mir nahm. Aber irgendwie schaffte ich es dann doch oft, sie anzulügen. Es gab Tage, an denen habe ich nur einen Apfel gegessen... an anderen Tagen habe ich nur Wasser getrunken und nichts gegessen. Ich bin so stolz auf mich gewesen, wenn ich die Leere in meinem Magen gespürt habe und so abends zu Bett gegangen bin. Es war ein tolles Gefühl... ja, ich habe mich stark gefühlt. Ich konnte mich einfach nicht dagegen wehren...
Doch irgendwann kam dann immer wieder die Zeit, in der ich dem Essen nicht widerstehen konnte. Nach einer Hungerphase kam dann immer wieder eine Phase, in der ich alles, was ich finden konnte, nur so in mich hineinstopfte, und mich danach furchtbar elend fühlte und mich hasste. Wie oft hing ich dann da und steckte mir den Finger in den Hals... Heute bin ich so froh, dass das nie funktioniert hat. Ich bin dankbar, denn das hat mich wohl gerettet.
In diesen Phasen nahm ich dann wieder zu. Ein paar Wochen danach aß ich wieder nichts. Schließlich musste ich ja abnehmen... So ging es immer weiter, ein ewiger Kreislauf. Ich wollte so dünn sein, dass ich allen auffallen würde, dass mich alle „bewundern“ würden. Heute bin ich glücklich, dass ich das nie geschafft habe und dankbar dafür, dass meine Freunde und Familie da immer so gut auf mich aufgepasst haben.
Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich damals jemals hübsch gefunden habe. Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaute, sah ich nur, wie dick und hässlich ich doch war. Wenn ich mir heute die Fotos anschaue, finde ich, dass ich mit 15, 16 Jahren überaus schlank gewesen bin. Das habe ich aber nie gesehen... oder wollte ich es nie sehen..?!
In diesen Jahren ging es mir besonders schlecht. Ich kapselte mich ab und zählte jede einzelne Kalorie, die ich zu mir nahm. Auf die Waage stellte ich mich jeden Tag unzählige Male..., nach dem Aufstehen, nackt und danach angezogen, vor und nach jedem Essen etc. Mein Gewicht bestimmte mein Leben, mehr gab es für mich nicht. Wenn ich dann mal irgendwo war, wo es keine Waage gab, war das furchtbar für mich. Das ständige Wiegen war zu einer Sucht geworden...
Ich war ständig schlecht gelaunt. Wog ich einen Morgen 200 Gramm mehr, wurde ich regelrecht depressiv und aß gar nichts. Wenn ich die nötige Stärke jedoch nicht besaß, konnte es auch passieren, dass ich an einem solchen Tag wieder mal einen Fressanfall hatte und mich am nächsten Tag dann umso mehr hasste.
Besonders schlimm war es dann, als meine Mutter im Urlaub war und es keinen gab, der sich um mich kümmern konnte. Natürlich kaufte ich dann keine Lebensmittel ein. Nein, ich aß wieder nichts. Schließlich musste ich doch ausnutzen, dass mich keiner dazu zwingen konnte...
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6. Februar
„ (...) Gleich gibt’s Essen. Ich bin heute ja erst bei etwa 400 kcal, deshalb darf ich mir das auf keinen Fall versauen! Jetzt, so kurz vor dem Dance, darf ich mir keine Schwächen leisten, unter keinen Umständen!“
8. Februar
„Warum musste ich nur so viel essen? Ich habe einfach alles in mich hineingestopft, warum konnte ich mich nur nicht beherrschen? Einen Tag vor dem Dance... *heul* Ich habe mich einfach nicht mehr unter Kontrolle, ich kann nicht mehr!“
19. Februar
„Ich hasse meinen Körper immer mehr und mehr. (...) Ich kann nicht mehr. Ich habe einfach keine Kraft mehr, mich gegen mich selbst durchzusetzen. (...) Auch wenn ich mir vornehme, morgen weniger zu essen, weiß ich doch, dass der morgige Tag so enden wird wie der heutige: vollgestopft und mit einem so unglaublichen Hass gegen mich selbst. (...)“
8. Mai
„Ich bin stolz auf mich. Von Tag zu Tag esse ich weniger und jetzt habe ich seit drei Tagen schön täglich nur etwa 200 kcal gegessen. Und ich fühle mich gut dabei. (...) Bitte, lass mich durchhalten! Ich möchte mir selbst beweisen, das sich die Stärke habe. Ich kann es schaffen! (...)“
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Wie Ihr gesehen habt, stammen all die Tagebucheinträge nur aus einer relativ kleinen Zeitspanne. Sie stammen aus der Zeit meines Austauschjahres, das ich 2001/2002 in den USA verbracht habe. In dieser Zeit ging es mir besonders schlecht...
Alle Mitglieder meiner Gastfamilie waren übergewichtig, die Ernährung demnach eher ungesund. So kam es, dass ich in Amerika noch mehr mit dem Essen zu kämpfen hatte. Ich habe sehr viel Sport getrieben und daher auch relativ viel gegessen, denn sonst hätte ich das stundenlange Training jeden Tag nicht durchgehalten (habe Langstreckenlauf gemacht). In diesen Monaten habe ich nicht zugenommen, sondern nur Muskelmasse aufgebaut. Doch als die Saison zu Ende war, war mein Problem wieder da...
Schnell nahm ich das eine oder andere Kilo zu. Hungerphasen folgten, danach Fressattacken. Derselbe Kreislauf wie gewohnt. Oft habe ich meine Gefühle in meinen Tagebüchern festgehalten, aber wenn es mir besonders schlecht ging, habe ich nicht geschrieben, nicht gesprochen, mich niemandem mitgeteilt.
Ich bin in Amerika sogar noch als schlank aufgefallen, aber habe mich dennoch immer fett und hässlich gefühlt.
Habe gehungert... und alles in mich hinein gestopft...
Gehungert...
...
Am Ende meines Austauschjahres habe ich mich in einen Jungen verliebt. Er mochte mich, egal wie ich aussah. Ich habe nicht mehr darauf geachtet, was ich aß und habe innerhalb von nur zwei Monaten mehr als zehn Kilo zugenommen.
In der Zeit habe ich bemerkt, dass ich mein Leben lang darauf achten werden muss, was ich esse. Ich kann mich einfach nicht so ernähren wie meine superschlanken Freundinnen, die essen können, was sie wollen – wie gern ich das auch möchte. Aber das wird wohl nie möglich sein.
Glücklicherweise habe ich das, was ich in meinen letzten Monaten in Amerika zugenommen habe, wieder abgenommen. Ich habe endlich regelmäßig Sport gemacht... aber ja, es gab auch Tage, an denen ich wieder nichts gegessen habe.
Aber doch habe ich realisiert, dass es so nicht weitergehen kann und dass mein Verhalten krankhaft gewesen ist. Ich habe versucht, zwar stetig wenig zu essen, aber auf mein Hungergefühl zu hören. Das war gar nicht mal so einfach, denn ich kannte das Gefühl von Hunger und Sättigung nicht mehr. Ich habe nie aufgehört zu essen, wenn ich gesättigt war (während meiner „Fressattacken“) und ich habe nicht gegessen, wenn ich hungrig war (Hungerphasen). Mein Verhältnis zum Essen war völlig gestört. Ich konnte Essen nicht mehr genießen... Und doch habe ich mich gezwungen, wieder bewusster zu essen. Das war so schwer und es gab immer mal wieder einen Rückfall. Schlimm war es dann, als meine Mutter und ihr Mann drei Wochen verreisten. Ich habe in dieser Zeit wieder kaum gegessen, eigentlich fast gar nichts, und auch einiges abgenommen. Es ist wie eine Sucht... und in diesen drei Wochen war keiner da, der mir helfen konnte... :-(
...
Ihr werdet euch vielleicht fragen, wie es mir heute geht. Mir geht es gut. Ich habe riesige Fortschritte gemacht, über die ich mich total freue. Ich stelle mich nur noch höchstens einmal täglich auf die Waage und habe seit einiger Zeit nicht mehr gehungert. Eine ganz normale Beziehung werde ich aber wohl nie zum Essen haben. Wenn ich drei Mal täglich esse, nehme ich zu. Deshalb habe ich es auf ein oder zwei Mahlzeiten am Tag reduziert und ich achte sehr darauf, was ich zu mir nehme. Keine Schokolade, da bin ich streng mit mir, denn ich habe solch eine Angst zuzunehmen.. :-( Wenn ich mal essen gehe, denke ich doch immer daran, dass ich den nächsten Tag dann kaum etwas essen werde. Und es gibt auch immer mal wieder nen Tag, an dem ich fast nichts esse und mich an dem Hungergefühl erfreue, aber diese Tage werden glücklicherweise seltener...
Seit 1 ½ Jahren weiß ich nun auch, dass meine Schilddrüse mir mein Leben wohl auch nicht unbedingt erleichtert hat. Seitdem ich jeden Morgen Schilddrüsenhormone zu mir nehme, geht es mir besser...
Ich habe gelernt, mich zu mögen. Wenn ich jetzt in den Spiegel gucke, finde ich mich an manchen Tagen richtig hübsch. Das war früher nie so... Und ich mag auch meine Figur – meistens.. ;-) Ich bin inzwischen 1,72m groß und wiege um die 64 kg, trage Kleidergröße 38. Oft denke ich mir, dass ich so gern 62 kg wiegen würde, aber ich versuche, den Gedanken, den Wunsch, zu verdrängen.
Denke auch, dass mein Freund mir da sehr gut tut, denn er mag mich, wie ich bin... *lächel* Es gibt aber immer wieder Momente, in denen ich mich frage, wie er meinen Körper denn nur mögen kann... Besonders wenn ich nackt bin, fühle ich mich doch oft noch sehr dick und hasse meinen Körper in solchen Momenten. Ich versuche jedoch, diese Gedanken zu verdrängen und meinem Freund zu vertrauen...
Und auch wenn es mir momentan viel besser geht, denke ich doch jeden Tag ans Abnehmen und wo ich vielleicht Essen einsparen könnte. Aber dennoch kann ich mich oft wieder wohl in meiner Haut fühlen (auch wenn ich nie wirklich zufrieden sein werde). Ich habe aber immer noch Angst, dass ich irgendwann wieder mit dem Hungern anfange und dann vielleicht sogar erfolgreich damit sein werde. Was wird im nächsten Jahr sein, wenn ich aufgrund meiner Ausbildung von zu Hause weg ziehe? In eine andere Stadt, in der meine Ma nicht auf mich aufpassen kann... *seufz* Ich möchte nur ungern allein wohnen, aber vielleicht wird mir keine andere Möglichkeit bleiben. Und das macht mir Angst, denn ich weiß nicht, ob ich mir selbst vertrauen kann....
Danke, dass Ihr diesen Bericht gelesen hat... er bedeutet mir eine ganze Menge.
Liebe Grüße, eure Claudia
PS: Ich habe leider keine wirklich gute Kategorie für diesen Bericht gefunden. Habe mich nie als rein magersüchtig gesehen... Aber auf der anderen Seite... wo fängt die Magersucht an und wo hört sie auf? *grübel* Und auch Fressanfälle sind ja nicht unüblich...
PPS: Ich weiß inzwischen nicht mehr, ob ich diesen Bericht wirklich hätte veröffentlichen sollen.. *heul*
© by alpia für ciao.com, September 2004
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*Mein Kampf*
Bewertung für Magersucht von
colognegirl04
Pro: Hoffe ich kann euch die negative seite der MS näher bringen
Kontra: sehr viel zu lesen :)
...*Falls Tippfehler vorhanden - sorry!!!*
Ich möchte mit diesem Bericht meine bisherige Geschichte mal niederschreiben und zeigen, dass die Magersucht ein ewiger Teufelskreis ist und das Leben bestimmt nicht bereichert. Ich bin jetzt seit fast 5 Jahren e ...
Bericht lesen
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|
sehr hilfreich
06.10.2007
(10.10.2007)
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Meine Gedanken
Bewertung für Magersucht von
PetitSoleil
Pro: gar nichts (9.10.05: man lebt irgendwann bewusster als andere, man sieht vieles anders, man kann stolz auf sich sein, wenn man es geschafft hat, da wieder raus zu kommen)
Kontra: zuviel, um es aufzuschreiben
10.10.2003
Liebe Leserinnen und Leser, dies ist kein normaler Bericht und er weicht auch von einen normalen Bericht ab. Heute möchte ich meine Gedanken und Gefühle zu einer grausamen Krankheit beschreiben, der Magersucht. Ich bitte euch, wenn ihr diese ...
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|
sehr hilfreich
10.10.2003
(09.10.2005)
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Heute werden keine Kalorien gezählt !
Bewertung für Magersucht von
Milki87
Pro: s.b.
Kontra: s.b.
Guten Tag alle zusammen ! Nach meinem vielleicht etwas schockierenden und etwas anderem Bericht über Autoaggression habe ich euch eine Seite von mir vorgestellt die vielleicht nicht gerade die Beste ist. Leider ist es nicht meine einzigste Sorge sondern ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
30.03.2009
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Spiegel vs. Waage
Bewertung für Magersucht von
Priestess
Pro: alles hat seine Vor-
Kontra: und Nachteile
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03. November 2005
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Mir geht's beschissen. Fühl mich völlig leer, halbtot und absolut gefühlsfrei. Ein emotionaler Eisklotz.
War die ganze Woche nicht in der Uni. Ich konnte einfach nic ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
24.09.2007
(27.09.2007)
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Noch ein bisschen weniger
Bewertung für Magersucht von
Miss_Piper
Pro: -
Kontra: Gefährlich
Wenn hundert Gramm mehr oder weniger entscheiden, ob man den Tag mit einem Lächeln beginnt ... ... dann stimmt etwas nicht. Das einzusehen und dagegen anzugehen ist für Betroffene aber mehr als schwer. Nachfolgend daher ein paar Gedanken aus meiner ei ...
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|
sehr hilfreich
29.05.2005
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