Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
schmeckt , relativ schnelle Zubereitung |
| Kontra: |
Preis, leicht überwürzt |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Die Toskana. Eine hauptsächlich von Tourismus und Landwirtschaft geprägte Region Italiens. Bekannt durch seine schiefen Türme, seine architektonischen Kostbarkeiten, seine mit sonnenhungrigen Urlaubern bevölkerte Mittelmeerküste und seine illustren Söhne vergangener Tage, ohne die wir heute womöglich noch glauben würden, dass die Erde eine Scheibe sei, Amerika einen ganz anderen Namen erhalten hätte und die Mona Lisa vielleicht noch dämlicher grinsen würde. [1]
Die Toskana ist aber auch bekannt für seine einfache, bodenständige, größtenteils auf bäuerliche Traditionen zurückgreifende Küche, die sich in erster Linie auf den Eigengeschmack der möglichst frischen und demzufolge jahreszeitengerechten Zutaten verlässt. Grundlage ist meist das traditionell in der Region gepresste, sehr gute Olivenöl, das den mit mediterranen Kräutern in Form von Basilikum, Salbei und Rosmarin verfeinerten, in toskanischen Gerichten eine große Rolle spielenden Fleischbeilagen ein besonderes Aroma verleiht. Häufig wird das Fleisch in der Toskana aufgrund der bäuerlichen Vergangenheit und der Tatsache, dass die Bauernhäuser nur einen Kamin als Heiz- und Kochquelle zur Verfügung hatten, gegrillt. Dazu wurden dann in Bauergärten angebautes Gemüse und Hülsenfrüchte, sowie herzhaftes toskanisches Weißbrot mit kräftiger Kruste als Beilage gereicht. Und zum Runterspülen gibt es mehr oder weniger erlesene, toskanische Weine, wie einen Chianti, einen Sassicaia oder einen guten Brunello (wenn er denn nicht gerade mit irgendwelchem Schweinkram gepantscht wurde - wie jüngst geschehen). Soweit zur Theorie.
Umso verwunderlicher ist es dann schon, dass ausgerechnet Maggi, ein für seine Flüssigwürze bekanntes Schweizer Unternehmen der Nestle-Gruppe mit Produktionsstätte in Singen, mit einer Art Tütengewürzpaste/Tunke zwei Essern suggerieren möchte, dass diese mit einer einzigen Gewürzmischung "Maggi Schnelle Pfanne Toskana" innerhalb von nur zehn Zubereitungsminuten eine eigentlich auf Frische getrimmte toskanische Köstlichkeit erhalten. Porca Miseria!
Aber gut, nicht nur ciao mit seinem PdW und der FC Bayern München mit seinem Mittelstürmerkleiderschrankimport Luca Toni, sondern auch mein lokaler extra-Markt läutete bereits vor 14 Tagen die Italo-Wochen ein. Bedauerlicherweise fand ich aber die in der Werbung angepriesene Maggi-Gewürz-Line nicht auf dem Präsentierteller der vor mir stehenden Nudel-Hostess. Stattdessen verwies mich der strohblonde Pudelkopp mit der Anmut und dem Temperament eines etwas dicklich geratenen ostsibirischen Schneehuhns in die Tütensuppen- und Fertigfutterecke. Wohin auch sonst. Hach, ich liebe solch süßen, rumpelnden Italo-Russischen Akzent, den man kaum verstehen kann. Und in der Tat: etwas abseits von Hackbratenfix und Harzer Brockensuppe oder so auf einem gesondert aufgebauten Verkaufsständer mit neuen Fix-Produkten fand ich das Objekt meiner Begierde, das sogleich auch zum weiteren Einkaufszettel mutierte. Tja, wer glaubt, dieser poplige Beutel mit dem flüssigen Maggi-Fix verwandelt sich augenblicklich in eine kulinarische Köstlichkeit, hat in seiner Kindheit zu viel Astronautennahrung genascht. Also schlenderte ich - während ich die Zutatenliste auf der Beutelvorderseite studierte - wieder an Mamuschka Miraculisov vorbei, organisierte mir mitten im April eine hiesige Treibhaus-Zucchini (ca. 200g, bevorzugte Erntezeit Juni-Oktober), eine rote Holland-Paprika, ca. 100g frische Champignons und knapp 250g frisches Putenfleisch, um dem oben beschriebenen, toskanischen Frische-Credo treu zu bleiben. Und `ne Pulle eines roten Chilenen - auch italienische Wochen haben ihre Grenzen.
Die Zubereitung ist in der Tat sehr einfach, überschreitet aber die angegebene Zubereitungszeit - inklusive der Vorbereitungen - um annähernd das Dreifache. Entweder ist der Maggi-Laborkoch besser organisiert oder zu bodenständig und isst das Geflügel halb roh. Ich nicht. Nach dem Waschen, Putzen und Zerkleinern des Gemüses in optisch ansprechende Stückchen gibt man zwei Esslöffel reines Sonnenblumenöl in eine heiße Pfanne. Wie wir durch ciao-Berichte gelernt haben, ist es gesünder, erst die Pfanne zu erhitzen und dann das Öl hinzuzugeben, da Öl schneller heiß wird als die Pfanne und im umgekehrten Fall zu rauchen anfangen würde, wodurch karzinogene Stoffe entstehen. Nun ja, und warum ausgerechnet Sonnenblumenöl statt des guten Olivenöls verwendet werden soll, lässt sich nur erahnen. Sonnenblumen- oder auch Rapsöl lässt sich höher erhitzen und ist geschmacksneutraler als Olivenöl. Die Toskana soll halt nur in der Gewürzmischung enthalten sein. Oder hat Nestle kein Olivenöl im Repertoire? Egal, das Fleisch anbraten, Gemüse hinzufügen, unter Rühren 3-5 Minuten garen lassen und die 64ml Maggi-Gewürzmischung hineinschütten. Nach 1-2 Minuten weiterer Garzeit ist die "naturbelassene toskanische Pfanne" fertig und verbreitet einen durchaus appetitanregenden, leicht fruchtig-würzigen Duft. Ohne Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Dazu kann Brot oder Reis gereicht werden. Empfohlen wird noch, gehackte Oliven darüber zu streuen, wegen des Toskana-Feelings halt. Das Rezept ist natürlich variabel und kann durchaus auch mit z.B. Hack oder anderen Gemüsesorten zubereitet werden.
Der eigentliche Geschmacksgeber soll ja das Maggi-Zeugs sein - und diese Funktion erfüllt diese Gewürzmischung vollends. Zwar vermittelt diese toskanische Pfanne meinen Geschmacksknospen im Gaumensegel nicht unbedingt das angepriesene, mediterrane Feeling, aber durchaus einen würzigen, aromatischen Geschmack, der schon erahnen lässt, dass hier Thymian, Knoblauch, Zwiebeln und ein Hauch von Basilikum verwendet worden sind. Insbesondere den intensiven, charakteristisch würzigen Geschmack des Thymians kann man gut wahrnehmen. Ob nun auch tatsächlich Rosmarin enthalten ist, möchte ich Maggi jetzt einmal glauben, aber eine leicht muskatähnliche Note ist schon zu vernehmen. Also doch Rosmarin. Schön, dass das Fleisch den Geschmack der Gewürze angenommen hat und alles andere als fade schmeckt, obwohl es weder gesalzen, noch gepfeffert wurde. Das erledigt halt Maggi u.a. mit jodiertem Salz. Durch die Paprika erhält das Pfannengericht zusätzlich noch ein leicht süßliches Aroma, wahrscheinlich noch verstärkt durch den in der Mischung enthaltenen Zucker und das Tomatenmark. Die Süße wird aber etwas kompensiert durch die Säuerungsmittel und fällt so kaum auf. Allerdings ist das Gemüse hart an der Grenze zur Rohkost. Aber gut, knackig frisch bleiben die Vitamine erhalten - sofern überhaupt welche im Treibhausgemüse vorhanden sind.
Im Großen und Ganzen schmeckt das Gericht recht gut, aber ein paar Dinge fallen dennoch negativ auf. Trotz des angenehmen, im Vordergrund stehenden Kräuteraromas fällt mir der typische Fix-Produkte-Nachgeschmack leider unangenehm auf. Es schmeckt wie leicht überwürzt. Gleiches ist mir schon bei anderen Maggi-Gewürzmischungen zu anderen Gerichten aufgefallen. Es ist so, als ob eine Standardgewürzmixtur nur variabel an regionale Speisen angepasst wird. Nach dem Motto: Heute ein paar mediterrane Kräuter in das Basisgewürz, und wir speisen toskanisch. Morgen etwas Chili, und wir dinieren mexikanisch. Weiterhin ist die "Restfeuchte" recht knapp bemessen. Zwar ist diese weder geliert, noch verklumpt, aber brutzelt das Essen nur ein paar Minuten länger auf kleiner Flamme, so hat sich die Saucenmenge logischerweise merklich verringert, wodurch die intensive Würze noch stärker geschmacklich wahrgenommen wird.
Falsch machen kann man mit der "Pfanne Toskana" bei einem Kaufpreis von 0,99 Euro (plus Zutaten) sicherlich nichts, auch wenn einfache Hausmarken-Gewürzpulver mit ca. 0,29 Euro erheblich preisgünstiger sind. Maggi schmeckt und würzt. Lediglich die berechnetet Menge entspricht eher einem Kinderteller. Zwei erwachsene Personen werden so sicherlich nicht satt. Aber das ist ja bekanntlich abhängig von der Gefräßigkeit. Einem toskanischen Bauern würde ich jedenfalls die dreifache Portion der als kalorienarm angepriesenen Mahlzeit, die angeblich 15% der Tageszufuhr an Nährstoffen eines erwachsenen Menschen decken soll, empfehlen. Oder er muss mit etwas Sahne oder Crème fraîche verlängern. Ich habe schon zwei andere Varianten ausprobiert, um ein ähnliches Gericht zu kochen. Einmal eine Fertiggewürzmischung von Knorr, und einmal das Nachkochen eines Rezeptes mit Gewürzen aus dem Gewürzregal. Letzteres schmeckte definitiv am besten. Diese Maggi-Pfanne belegt leider nur den dritten Platz meiner Toskana-Futterrangliste und erscheint mir zu sehr durch die Werbung in den toskanischen Himmel gehoben zu sein. Aber schließlich stammt auch Pinocchio aus der Toskana ... ciao, Maggi Toscana!
[1] Galileo Galilei, Amerigo Vespucci, Leonardo da Vinci
Spickzettel für andere Berichteschreiber (Packungsangabe): Nährwerte 100g pastöses Fixprodukt [1 Portion=236g]: Brennwert 544 kJ / 133 kcal [1284 kJ / 314 kcal]
Eiweiß 14,7g [34,8g]
Kohlenhydrate 6,6g [15,6g]
davon Zucker 4,9g [11,5g]
Fett 4,3 g [10,3g]
davon gesättigte Fette 0,7g [1,8g]
Ballaststoffe 1,9g [4,6g]
Natrium 0,5g [1,19g]
Inhaltsstoffe: (mit lustigem Versteckspiel, ich habe drei bewusst weggelassen, werden nächste Woche ergänzt … hihihi)
Tomatenmark (einfach konzentriert), Zucker, Gewürze (Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Paprika), Maltodextrin, Jodsalz, pflanzliches Öl, Stärke, Branntweinessig, Gewürzextrakt, Säuerungsmittel Citronensäure [Spuren: Milch. Allergiker: VORSICHT!]
Haltbar bis: 11/2008
Internet: www.maggi.de || Ernährungsstudio: www.nestle.de
| weitere Erfahrungsberichte |
Toskana
Bewertung für Maggi Schnelle Pfanne Toskana von
Sylviane
Pro: es geht wirklich fix damit, der Geschmack ist okay
Kontra: man bekommt die Tüten nicht restlos entleert, Preis
...Maggie hat es sich etwas Neues ausgedacht. Die Pülverchen in den fixen Tüten haben Konkurrenz bekommen und zwar von Maggi Schnelle Pfanne.
Was ist das?
Nehmen wir nun die Sorte Toskana - Mediterrane Kräuter. Es handelt sich dabei um eine neue Art de ...
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sehr hilfreich
27.04.2008
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"Das Maggi-Beutelchen meines Vertrauens"
Bewertung für Maggi Schnelle Pfanne Toskana von
Mr_Andrew
Pro: Ein wahrhaft würdiges Produkt der Woche!
Kontra: Wer soll denn Erfahrungsberichte zu einem Fixgericht wirklich benötigen?
...Im Folgenden möchte ich gleich eine ganze Produktreihe oder vielmehr eine ganze Kategorie von Produkten ins Rampenlicht rücken, über die meiner Meinung nach viel zu selten berichtet wird: Das Maggi Tütchen als Vertreter des fast sträflich auch von der Cia ...
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sehr hilfreich
24.04.2008
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THYMIAN UND BAUCHSCHMERZEN INKLUSIVE!
Bewertung für Maggi Schnelle Pfanne Toskana von
Darkhound
Pro: schnelle Zubereitung, (soll zumindest) mediterran sein
Kontra: Nichts Außergewöhnliches, für mich zu salzig, zu viel Thymian, zu teuer
...Hallo liebe Leserinnen und Leser,
heute sollte es bei uns irgendetwas "Schnelles" aus der Tüte geben. Mein Freund ist krank und fühlt sich schon seit Tagen nicht so unbedingt prima, ich kann nicht kochen... willkommen in der Wunderwelt von Maggi Fix und ...
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sehr hilfreich
23.08.2008
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Toskana-Urlaubsticket in jeder Packung!!
Bewertung für Maggi Schnelle Pfanne Toskana von
cskendras
Pro: würzige Mischung, einfache Zubereitung, flexible Zutatenmitgabe
Kontra: Ergebnis schmeckt etwas lätschig
Liebe Leserinnen und Leser,
da ich insgeheim eine Leidenschaft für's Kochen habe, möchte ich euch an meinem neuen Bericht teilhaben lassen. Aufläufe gehören zu meinem Spezialgebiet: ob mit Nudeln, Gemüse, Fleisch oder Fisch - nichts bleibt verschont vo ...
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sehr hilfreich
21.04.2008
(28.04.2008)
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Mitten im Umzugsstress die Toskana ins Haus holen
Bewertung für Maggi Schnelle Pfanne Toskana von
EmskoppEL
Pro: Zubereitungszeit, Geschmack
Kontra: Preis
Na dann werde ich mich auch mal wieder an das PDW rantrauen und mal schauen wie der Bericht bei euch ankommt. Es geht hier um MAGGI schnelle Pfanne Toskana
Normalerweise bin ich ja nicht so der Fan von Fertigprodukten, aber grad in der str ...
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sehr hilfreich
23.04.2008
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