Maggi feel good Linsen Oriental

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Urlaub aus der Dose

4  03.08.2004

Pro:
toller, neuer Geschmack

Kontra:
die üblichen Nachteile der Dosenkost

Empfehlenswert: Ja 

Kardelen

Über sich:

Mitglied seit:22.02.2003

Erfahrungsberichte:142

Vertrauende:28

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 112 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

August ist nun wirklich nicht unbedingt der Monat, der uns an einen Linseneintopf denken läßt. Zumindest nicht im klassischen Sinn mit Kartoffeln oder Spätzle und mit Würstchen. Nun erfreuen sich aber diese Hülsenfrüchte auch im Orient großer Beliebtheit und das zu recht, denn sie sind gesund und preiswert. Nun hat sich die Firma Maggi daran gemacht, ihre Produktpalette an Konserven mit ausländischem Essen und dessen wohltuenden Eigenschaften auf den menschlichen Organismus zu erweitern. Im Rahmen dieser „Feel Good" Reihe gibt es auch die sogenannten „Linsen Oriental".


DIE ÄUSSEREN WERTE:

Bei den Dosen handelt es sich um 1 Portionen Gerichte. Allerdings haben die Dosen im Vergleich zu den herkömmlichen Singelgerichten etwa die Hälfte mehr an Inhalt, was sich auch im Preis widerspiegelt. Für eine Dose muß man im Schnitt 1,49 EUR löhnen. Dafür ist dies aber wirklich die richtige Menge für einen hungrigen Menschen. Die üblichen Singleportionen waren oft zu klein, die Familiengerichte viel zu mächtig und reichhaltig. Die enthaltenen 425 g sind eine sehr vernünftige Menge.
Die genauere Bezeichnung für den Linsentopf lautet „Pikanter Linsentopf, verfeinert mit Tomaten und Joghurt". Das hört sich sowohl sehr lecker als auch sehr gesund und vegetarisch an und verstärkt meine Meinung, daß es sich hier um ein praktisches Gericht für alle Jahreszeiten handelt.

Einige Zusatzinformationen geben noch nähere Informationen über bestimmte Zutaten, in diesem Fall über Knoblauch und Chili, diese Informationen haben mir jedoch nicht allzuviel Neues geboten.

Der Inhalt einer Dose schlägt mit 378 kcal und 17,9 g Fett zu Buche, was ich für eine Hauptmahlzeit als durchaus vertretbare Werte empfinde.

Die Zutatenliste liest sich wie folgend:
Wasser, Linsen, Tomatenmark, Joghurt, Gemüsepaprika, gehärtetes Sojaöl, natives Olivenöl, Aroma (mit Weizen), Zucker, Jodsalz, Gewürze, Knoblauch, Hefeextrakt, modifizierte Stärke, Milchzucker, Geschmacksverstärker, Milcheiweiß, Chili

Da kommen wir mal zu den gesundheitlichen Aspekten von Fertignahrung. Auch wenn sich die Serie „Feel Good" nennt und das Image einer gesundheitsbewußten Ernährung vermitteln will, sind auch hier wieder wesentliche Fallen aufgebaut, in die so mancher Allergiker und auch andere treten können... Auch wenn rein pflanzliches Öl verwendet wurde. Das Sojaöl wurde gehärtet und verfügt über zu viele Transfettsäuren, die zu Ablagerungen in den Arterien führen können. Wenigstens ist hier zum Ausgleich kaltgepresstes Olivenöl beigefügt, das diesen Mangel durch seine ungesättigten Fettsäuren wieder etwas ausgleicht. Und wie üblich strotzt es auch hier wieder nur so vor Geschmacksverstärkern wie z.B. Mononatriumglutamat. Ein bißchen schade, weil gerade die Möglichkeit mit den exotischen Gewürzen zu experimentieren einen Verzicht von Geschmacksverstärkern möglich gemacht hätte...

Paradoxerweise werden aber gerade Hülsenfrüchte wie Linsen sogar von der Vollwertküche in Form von Dosen den getrockneten Schoten gegenüber bevorzugt. Die Industrie hat nämlich den Vorteil die Hülsenfrüchte wesentlich nährstoffschonender als der Privathaushalt zuzubereiten. Damit sind Hülsenfrüchte in Dosen die große Ausnahme, wo ihnen bei der gesunden Küche der Vorzug gegeben wird. (Bei allen anderen Früchten und Gemüsen gilt dies natürlich nicht, bzw. das genaue Gegenteil!)

Etwas irritiert hat mich auch das Produktbild auf der Vorderseite der Dose. Was ich hier erblicke, sieht nach ziemlich „normalen, deutschen" Linsen in einer sehr tomatigen Sosse aus. Nun ißt man im Orient genauso leidenschaftlich wie hier im Okzident Linsen, allerdings andere Sorten und in einer anderen Zubereitung. Im Vergleich zu unseren braunen Linsen, die nicht geschält werden und damit auch noch nach dem Kochen ihre ursprüngliche Form aufweisen, bevorzugt man im Osten rote oder gelbe Linsen, die wesentlich kleiner sind und zudem geschält wurden. Dadurch verkochen sie zu Suppen oder Brei und werden als solches auch serviert. Angefangen in der Türkei, die über eine unendliche Menge an verschiedenen Suppenrezepten mit Linsen verfügt und welche oftmals auch bereits gerne zum Frühstück gegessen wird, bis hin nach Indien, wo man die Linsen zu einem Brei als Beilage kocht, der in seiner Milde die oftmals scharfen Hauptgerichte etwas neutralisiert und zudem noch eine wertvolle Eiweißquelle liefert, da in manchen Regionen aus religiösen Gründen rein vegetarisch gegessen wird.


DIE OFFENBARUNG DES INNEREN:

Dank des praktischen Pull-Up Verschlusses kann auf den Dosenöffner verzichtet werden und man kann den Inhalt nun entweder in einem Topf auf der Herdplatte erhitzen oder wahlweise in der Mikrowelle zubereiten. Wenn schon faul, dann richtig und ich entscheide mich meist für die Mikrowelle, da mir somit nachher der Topf zum Abspülen entfällt.

Meine Vermutungen beim Anblick des Produktbildes finden sich nun bestätigt. Aus der Dose schütte ich eine sehr zähe rote Masse auf den Teller, die viele kleine braune Linsen umhüllt. Und bin daher erstmal etwas enttäuscht, da es bis auf die kräftige Farbe noch so überhaupt nicht orientalisch wirkt. Auch frage ich mich, wo wohl der Joghurt verblieben ist, denn dann müßte meiner Meinung nach das Gericht eine wesentlich hellere Farbe haben. Naja. Ab in die Mikrowelle, in der ich das Gericht etwa 3 Minuten erhitze.

Nach dem Erhitzen hat sich die zähe Tomatenmasse doch verflüssigt und es strömt ein ausgesprochen guter Duft entgegen. Was mich zuerst gestört hat, finde ich nun sehr angenehm: Daß die Linsen noch ihre Form behalten haben und man doch etwas Biss und einen Eintopf statt einen Brei zu sich nimmt. Als erstes fällt im Geschmack auch die große Tomatenlastigkeit auf. Fast schon etwas zu penetrant und ich hätte mir statt dessen doch etwas mehr Joghurt als Beigabe gewünscht. Vielleicht sollte ich das nächste Mal doch noch ein, zwei Löffel Joghurt oder Creme fraiche unterrühren... Zunehmend kommen aber auch die anderen Aromen zur Geltung, vorallem die aparte exotische Gewürzkombination. Ich kann nur erahnen was verwendet wurde, aber ich denke ich schmecke sowohl Zimt als auch Kreuzkümmel heraus. Auch das Chili macht sich langsam, aber sicher bemerkbar. Und doch ist die Schärfe dem empfindlichen mitteleuropäischen Gaumen angepasst worden. Vielmehr unterstreicht die leichte Schärfe nochmal die feinen Gewürze!

Kompliment, diese Mahlzeit schmeckt wirklich mal anders als herkömmliche Konservenkost! Ich bin jedenfalls sehr davon angetan! Zudem fühlt man sich nach dem Essen angenehm satt, aber nicht kurz vor dem Platzen. Maggi hat hier wirklich eine völlig neuartige Produktpalette geschaffen, die neue Geschmackswege einschlägt und ich kann das Produkt auf jeden Fall weiterempfehlen!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
VirtuellaNRW

VirtuellaNRW

24.09.2004 19:49

Scheint gut zu sein, darf ich nach Monignac leider nicht anrühren wegen Weizen, Hefe z. B. naja für Gäste jedoch auch mal bestens geeignet...Gruß Iris

manu63

manu63

13.08.2004 00:45

klingt lecker werde ich mal probieren

venus

venus

06.08.2004 12:44

Du hast nicht nur viele Produktinfos untergebracht, sondern auch noch massig ERFAHRUNGEN: Mir hat gut gefallen, dass Du den Verlauf vom Öffnen bis nach dem verspeisen in reiehnfolge erläutert hast.

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