Malaysia Reiseerlebnisse

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Malaysia Reiseerlebnisse

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Erfahrungsbericht über "Malaysia Reiseerlebnisse"

veröffentlicht 20.08.2014 | anni.waldmann
Mitglied seit : 18.06.2014
Erfahrungsberichte : 4
Vertrauende : 0
Über sich :
Ausgezeichnet
Pro Freundliche Menschen, einzigartige Landschaft, sehr günstiges Reisen möglich!
Kontra Erhöhte Kriminalität in einigen Gebieten…
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Malaysia-kultureller Schmelztigel und landschaftliche Wunderwelt!"

Im Rahmen meines Auslandsjahrs bin ich auch 2 Wochen in Malaysia herumgereist und habe dort viel erlebt und gesehen. Da Malaysia die erste Station einer Asienreise war und auch das erste asiatische Land, das ich überhaupt bereiste, hinterließ es sehr tiefen Eindruck bei mir. Gerne würde ich euch einen Einblick in meine Erfahrungen dort geben. Viel Freude beim Lesen meines Berichts! Kommentare und Anmerkungen sind immer willkommen! J

Allgemeine Infos über Malaysia


Malaysia liegt in Südostasien und ist eine ehemalige britische Kolonie. Das Land ist in zwei Landesteile aufgeteilt. Der erste schließt sich an Thailand an und geht bis hinunter nach Singapur und der zweite teilt sich mit Brunei eine Insel. Kuala Lumpur ist Malaysias Hauptstadt und gleichzeitig auch die größte Stadt des Landes.
Malaysia ist ein Paradies für Urlauber, wenn sie zur richtigen Zeit kommen. Ganzjährlich ist das Klima tropisch und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Je nachdem, welchen Teil des Landes man bereisen möchte, sollte man sich im Vorfeld über die Regenzeiten informieren. So regnet es an der Westküste der Halbinsel zwischen September und Dezember und an der Ostküste von Oktober bis Januar. Vor allem wenn man einen Tauchurlaub geplant hat, sollte man das Wetter unbedingt berücksichtigen, da die meisten Tauchschulen in der Regenzeit schließen.
Wir selbst waren im Januar an der Westküste und das Wetter war eigentlich meist trocken. Einige wenige Male sind wir natürlich auch nassgeworden, aber damit ist zu rechnen.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Essen


Malaysia ist ein Paradies für kulinarisch interessierte Menschen und sehr bekannt für sein gutes Essen. Das kann ich nur bestätigen. Wer ein bisschen offen für neues ist und gerne Gerichte ausprobiert, der wird in Malaysia bestimmt ein neues Lieblingsgericht finden. Allerdings gibt es auch überall Angebote an westlichem Essen und man muss selbst in kleineren Dörfern manchmal nicht auf sein English Breakfast verzichten (auch wenn es teilweise anders aussieht als gewohnt… ). Die malaysische Küche ist geprägt durch ausländische Einflüsse und so findet man auch ausgezeichnete indische oder chinesische Restaurants an jeder Straßenecke. Auf Märkten gibt es immer sehr billig frisches und regionales Obst zu kaufen, Supermärkte sind eher selten und klein. Meist werden dort Wasser und Gebäck, Snacks und Süßigkeiten verkauft. Wer sehr günstig essen will, kann es an den hawker stalls versuchen. Das sind Essensstände am Straßenrand, die frisch zubereitete Speisen verkaufen (Fisch, Fleisch, Gemüse, Reisgerichte). Auch als Europäer kann man gegrillten Fisch oder in Fett gebratenes Fleisch eigentlich unbedenklich essen. Vorsichtig sollte man bei frischem Gemüse oder Obst sein. Eine Magenverstimmung oder Durchfall hat man sich schneller eingefangen als einem lieb ist.
Kulturell hat Malaysia auch einiges zu bieten. Durch die verschiedenen Religionen, die im Land friedlich nebeneinander existieren (Hinduismus, Buddhismus und Islam), gibt es eine Fülle von Tempelanlagen, Moscheen und Heiligtümern jeglicher Art zu besichtigen. In Kuala Lumpur besuchten wir das „Islamic Arts Museum“. Dort werden Kunstarbeiten aus verschiedenen Bereichen ausgestellt (Glas, Waffen, Bildende Kunst, alte Schriften etc.), die alle mit dem Islam in Verbindung stehen. Auch ein kleines Café gehört zum Restaurant, die Preise dort sind allerdings saftig.

Öffentliche Verkehrsmittel


Taxis sind sehr billig in Malaysia. Allerdings werden Touristen trotzdem immer gerne übers Ohr gehauen, vor allem wenn man mit der Währung und den Entfernungen nicht vertraut ist. Am besten vorher schlau machen, wie viel die gewünschte Strecke kosten darf und dann den Preis anpassen.
Ansonsten haben wir weitere Strecken immer mit Reisebussen zurückgelegt. Diese sind billiger als zu fliegen und auch billiger als Züge. Das Ticket kauft man einen Tag früher und kann dann bequem von einem Ort zum anderen durch die schöne malaysische Landschaft fahren. Ein Gepäckstück und Handgepäck ist immer dabei. Leider gibt es in den Reisebussen keine Toiletten (zumindest gab es die nie in unseren) und daher sollte man darauf achten, was man isst und trinkt. Am besten verschiebt man Experimente mit asiatischem Essen nicht auf den Tag vor der Abfahrt. Wir mussten auch einmal eine Busfahrt verschieben, da ich am Abend zuvor Indisch gegessen hatte… Bei langen Strecken hält der Bus alle paar Stunden zu einer Toilettenpause. Für die Busfahrten würde ich empfehlen, eine leichte Jacke mitzunehmen, da es durch die Klimaanlagen wirklich sehr frisch werden kann.

Übernachtungsmöglichkeiten


Wie in den meisten asiatischen Ländern, kann man auch in Malaysia sehr billig übernachten. Wir übernachteten meistens in Gästehäusern. Wir zahlten dort umgerechnet etwa 10 AUD pro Nacht (was eigentlich schon sehr teuer ist, aber wenn man davor in Australien war, kommt einem alles billig vor… ). Bettwäsche und Handtücher wurden einem immer zur Verfügung gestellt. Teilweise gehörte auch ein Frühstück zum Angebot (Tee, Kaffee, weißes Toastbrot, Marmelade). Der Service war durchgehend super, die Gästehausbesitzer immer freundlich und bereit, Tipps zur Stadtbesichtigung oder zu verschiedenen Touren zu geben. Meist warfen wir unsere eigenen Pläne dann immer über den Haufen und befolgten den Rat der Einheimischen. Enttäuscht wurden wir dabei nie.
Wichtig ist, immer darauf zu achten, dass es im Zimmer eine Klimaanlage oder zumindest ein Ventilator gibt. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die drückende Hitze können so manchem Europäer den Urlaub vermiesen. Vor allem lässt es sich bei kühlen Temperaturen ja bekanntlich besser schlafen und somit ist man fitter und ausgeruhter. Falls man nur wenige Wochen Zeit hat, um ein Land oder eine Stadt zu erkunden, ist guter Schlaf essentiell.

Malaysia‘s Nightlife


In Kuala Lumpur ist es auf jeden Fall möglich, abends noch gut wegzugehen. Es gibt genug Restaurants, Cafés und Bars, wo das kein Problem ist. Allerdings sind in den westliche angehauchten Restaurants (die westliches Essen und Getränke anbieten) die Preise auch dementsprechend hoch. Teilweise gibt es dann auch kein Preisunterschied mehr zu Australien.
Befindet man sich allerdings in einem kleineren Ort (George Town), so sind die Möglichkeiten sehr beschränkt. Obwohl wir dort mitten in der Stadt wohnten, fanden wir nur ein kleines Café, das um 21 Uhr noch geöffnet war. Auch der Gästehausbesitzer konnte uns nicht weiterhelfen. Melakka bietet, da es sehr touristisch ist, mehr Möglichkeiten. Wer allerdings gerne in der Disco ordentlich abfeiern will, ist in den ländlichen Gegenden (selbsterklärend) falsch.

Etappenziele unserer Reise


Während unserer Reise durch Malaysia machten wir 4 Zwischenstopps. Viele Reisende, die wir unterwegs trafen, hatten ähnliche oder dieselben Ziele. Deshalb möchte ich jeden Stopp kurz vorstellen und kurz etwas über die Besonderheiten schreiben.

Kuala Lumpur
Unser erster Stopp in Malaysia war Kuala Lumpur (wir kamen mit dem Flugzeug aus Perth), von den Einheimischen meistens einfach KL genannt. Die ersten Nächte verbrachten wir in einem Hotel um uns an das Wetter ein bisschen zu gewöhnen und unseren Urlaub entspannend anzufangen. Anschließend zogen wir in ein kleines Gästehaus inmitten von Chinatown. Kuala Lumpur ist eine große Stadt und man hat den Eindruck, als wäre sie direkt aus dem Dschungel gehauen (unbewohnte Häuser holt sich die Natur schnell wieder zurück). Zu den Must-Sees gehören natürlich die Petronas Towers, die das Bild der Stadt prägen. Sie sind die höchsten Zwillingstürme der Welt und wurden vom Mineralölkonzern Petronas gebaut. Neben Büros finden sich dort auch Einkaufszentren, Restaurants und Cafés und man kann auch nach oben fahren und den Ausblick genießen. Das war uns allerdings zu teuer. Wir wählten den Menara Tower (den siebthöchsten Fernsehturm der Welt) um einen schönen Rundumblick über die Stadt zu bekommen.
Chinatown zeigt einem eine andere Seite der Stadt. Es gibt viele Marktstände, Obst- und Essensstände, kleine Shops, Tempel, Restaurants, Cafés, Hostels und Gästehäuser, alles in einer Straße. Vor allem ist Chinatown sehr bunt und lebendig, man kann überall sehr billig essen und einkaufen und es gibt überall etwas zu sehen. Auf seine Wertsachen sollte man sehr gut achten. Am Tag unserer Ankunft wurde vor unserm Gästehaus ein australisches Paar überfallen und der Frau die gesamte Handtasche mit Geld und allen Papieren geklaut.

Cameron Highlands
Von KL ging es mit dem Bus nach Tanah Rata in den Cameron Highlands. Dort ist es kühler und die Luft frischer, man entkommt dem tropischen Klima also für eine Zeit. Die Cameron Highlands sind vor allem bekannt für ihre Teeplantagen und auch für ihre Erdbeerfelder. Wir blieben 2 Tage dort, wovon ich wir einen Tag mit einer geführten Tour durch die umliegende Gegend fuhren. Wir besichtigten eine Teeplantage, sahen beim Pflücken und der Verarbeitung zu und tranken anschließend noch eine Tasse echten malaysischen Schwarztee im Café des Besucherzentrums mit Blick über die umliegenden Hügel, ein wirklich toller Ausblick. Dann stoppten wir an einer Erdbeerplantage und kosteten hausgemachtes Erdbeereis (wirklich lecker und keiner von uns hatte Magenverstimmungen danach). Dann unternahmen wir eine kurze Wanderung durch ein Stück echten malaysischen Regenwalds und abschließend stoppten wir noch in einem kleinen Tierpark, wo wir viele verschiedene Schlangen-, Reptilien- und Insektenarten anschauen und vor allem anfassen konnten. In Tanah Rata werden viele solcher Touren angeboten und ich kann dringend empfehlen, eine zu buchen. Man sieht viel mehr, als man auf eigene Faust erkunden kann. Und sich ein Auto zu mieten würde ich niemals empfehlen. Wir begegneten auf der Teeplantage einem Paar, das ein Auto geliehen hatte und damit wegen der engen Straßen in den Graben gerutscht war….

George Town
George Town ist ein kleines Kolonialstädtchen auf der Insel Penang und liegt im Norden Malaysias. Die Insel ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden und so ist die Anreise kein Problem. Wir übernachteten in einem kleinen Gästehaus inmitten der Altstadt und konnten so abends immer noch durch die fast leeren Straßen laufen und die laue Abendluft genießen. George Town hat sehr viele kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten und so besichtigten wir das Cheong Fatt Tze Manison, ein altes chinesisches Haus, dass dem berühmten und reichen Händler Cheong Fatt Tze gehörte. Die Tour erklärte viele interessante Details zum Bau und der Geschichte des Hauses und es gab sogar Kleidungsstücke aus der damaligen Zeit zu sehen.
Außerdem gibt es in George Town ein riesiges Einkaufszentrum, in dem wir uns regelmäßig verliefen und wo es viele westliche Restaurants gibt (nur zu viel günstigeren Preisen wie in Europa).

Melaka
Unsere letzte Station in Malaysia, bevor es nach Singapur ging, war Melaka. Wir fuhren mit dem Bus von George Town die Küste entlang in dieses Städtchen. Früher war die Stadt eine wichtige Anlaufstelle für Händler und Schiffe, mittlerweile lebt sie jedoch größtenteils vom Tourismus.
Auch Melaka besitzt ein riesigen „Einkaufszentrum-Palast“ der so groß war, dass ganze Etagen leer standen und die vorhandenen Geschäfte eigentlich auch zum größten Teil leer waren. Ganze Etagen mit Restaurants warteten auf Kunden, aber niemand kam. Teilweise war es wirklich ein eigenartiges Gefühl, dort durchzulaufen. Ansonsten unternahmen wir in Melaka an einem Abend eine Flussfahrt (wirklich wunderschön, wenn alle Straßen erleuchtet sind) und tranken anschließend einen Kaffee in einem kleinen Café direkt am Fluss (sehr gemütlich und vor allem sehr romantisch). Melaka besitzt viele kleine Restaurants und Cafés, wo man auch noch zu späterer Stunde etwas zu trinken bekommt. Auch einkaufen kann man in Melaka super. Da es unsere letzte Station in Malaysia war, deckte ich mich hier mit Mitbringseln für meine Familie ein.

Mein Fazit


Obwohl ich das nicht erwartete, hat mich Malaysia sehr fasziniert und mir ein sehr reales und eindrückliches Bild von Asien vermittelt. Die Kontraste von Stadt und Land erscheinen einem bei einer Rundreise sehr deutlich und auch die Kontraste von Arm und Reich sind in Malaysia leider sehr stark zu sehen. Sehr faszinierend war für mich das friedliche Nebeneinander verschiedener Kulturen und Religionen. Für mich war die Reise eine sehr bereichernde Erfahrung und in Asien war ich nicht zum letzten Mal.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • offerendum veröffentlicht 23.08.2014
    Sicher werde ich da mal irgendwann "durchkommen", aber als alleiniges Ziel würde ich es eher nicht machen
  • Queen500 veröffentlicht 23.08.2014
    Bh, was sonst???
  • Queen500 veröffentlicht 23.08.2014
    Bh, was sonst???
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