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...wenn eine Kuh mit einem Fahrrad und einem Holzbrett auf dem Gepäckträger in den Wald fährt, um auszuprobieren, ob sie, ebenso wie die Kinder des Bauern, auch schaukeln kann. Und wenn es dabei auch noch eine Krähe gibt, die ständig versucht, die Kuh wieder auf den rechten Weg, sprich, zurück auf die Weide zu bringen, so das sie, wie alle Kühe, wiederkäut und in die Gegend glotzt, dann kann es sich eigentlich nur um Mama Muh und die Krähe aus dem Krähenwald handeln.
So, nun fange ich aber erst mal am Anfang an, und zwar wie ich zu dieser Geschichte gekommen bin. Nachdem meine Tochter im letzten September in den Kindergarten gekommen ist, bekam ich nach kurzer Zeit eine Einladung zur Elternbeiratswahl. Als ich dann mit etlichen anderen Eltern an diesem Abend in der Turnhalle des Kindergartens saß, gab die Kindergartenleiterin zu Anfang die Tages- bzw. Abendordnung bekannt. Als erster Punkt nach der Begrüßung wurde das Vorlesen eines Bilderbuches angekündigt, und zwar das Buch „Mama Muh schaukelt“. Hoppla, dachte ich, hätte ich vielleicht besser meine Tochter geschickt. Aber als die Geschichte dann los ging habe ich meine Meinung sehr schnell geändert, denn nicht nur die Art, wie die Vorleserin das Buch präsentierte, sondern auch der Inhalt und der Schreibstil wusste mich zu begeistern. Was war nun das Ergebnis dieses Abends? Ich war sicher, dass ich dieses Buch kaufen würde, ach ja, und in den Elternbeirat wurde ich auch gewählt.
Jetzt aber wieder zurück zur Geschichte. Also, wie schon erwähnt, Mama Muh, die Kuh, der ein Leben das aus Fressen, Glotzen und Gemolkenwerden besteht, einfach zu wenig ist, beschließt in den Wald zu fahren und dort zu schaukeln. Tja, da hat sie nun das Problem, dass sie ihre Schaukel ja irgendwo aufhängen muss und da sie weder klettern noch Knoten binden kann, beschließt sie ihre Freundin, die Krähe, um Hilfe zu bitten. Die Krähe jedoch ist überhaupt nicht der Meinung, dass Schaukeln die richtige Beschäftigung für eine Kuh ist und möchte einen derartigen Blödsinn natürlich auch nicht unterstützen. Jetzt ist die Krähe aber auch nur ein Mensch und lässt sich mit süßen Worten und vielen Schmeicheleien zur Hilfe überreden. Als Mama Muh nun so auf der Schaukel sitzt, merkt sie, dass eine Schaukel und große Entschlossenheit nicht reichen, um das Ganze in Bewegung zu setzen. Nach einigen erfolglosen Versuchen gelingt es ihr wirklich... sie schaukelt... und sie ist begeistert. Nun bemerkt die Krähe die Ankunft des Bauern im Wald. Beide sind sie der Meinung, dass der Anblick der eigenen Kuh auf einer Schaukel der Gesundheit des Bauern nicht gerade zuträglich ist und deshalb beschließen sie sich zu verstecken. Aber wie hält man eine Schaukel wieder an...
Eigentlich ist das Buch für Kinder ab 4 Jahren gedacht, aber ich habe bisher noch niemanden getroffen, der nicht auf Anhieb davon begeistert war. Meine Tochter hat es sofort nach dem ersten Vorlesen zu ihrem Lieblingsbuch erkoren und auch ich kann immer wieder darüber lachen. Das liegt aber nicht nur an der lebendig geschriebenen Geschichte, nein auch die Bilder wissen mit vielen witzigen Details immer wieder zu begeistern. Ich denke da nur an den Anblick, wenn die Kuh mit abstehendem Euter auf der Schaukel sitzt, oder wenn sie versucht, sich, als der Bauer im Wald ist, hinter einer ca. 15 cm dicken Birke zu verstecken.
So, nun noch einige technische Daten. Das Buch wurde im Jahre 1993 von den Schweden Jujja und Tomas Wieslander geschrieben und von Sven Nordqvist, der besonders als Schöpfer von „Petterson und Findus“ bekannt ist, illustriert. Die deutsche Ausgabe ist im Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg, mit der ISBN-Nr. 3-7891-7303-7 erschienen und kostete im letzten Jahr 22,00 DM. Das Buch hat ein Hardcover und ein Format von ca. 22 x 30 cm. Darin enthalten sind 28 Seiten mit vielen bunten, großflächigen Bildern. Der Inhalt der Geschichte versucht den Kindern zu vermitteln, dass man gemeinsam viel mehr erreichen kann als alleine und dass es wichtig ist Freunde zu haben. Ich finde, dieses Buch oder eines der anderen Bücher der „Mama-Muh-Reihe“ sollte in keinem Kinderzimmer fehlen. Es macht wirklich einen Heidenspaß dieses Buch zu lesen, vorzulesen oder auch nur die Bilder zu betrachten. Gönnt es euch, ihr werdet es sicher nicht bereuen.
Übrigens... Bei der letzten Elternbeiratsitzung haben wir beschlossen, beim diesjährigen Kindergarten-Sommerfest dieses Buch mit einigen Eltern nachzuspielen. Ich bin überzeugt, das wird einer der Höhepunkte dieses Festes.
05.10.2007 19:03
Wir haben und lieben sie alle! LG Ina
09.12.2005 19:04
sehr schön beschrieben....mfg...Cloe66
30.11.2005 11:56
Ich habe einfach eine Schwäche für schöne Kinderbücher...lach......Ein sehr schöner Bericht, über ein süßes Buch, wie mir scheint :-) LG, Angelika