Über sich:Hey Leute, kann mir jemand bitte mal erklären, was in der Statistik mit "Fazit verfasst" g...
Mitglied seit:27.03.2001
Erfahrungsberichte:1230
Vertrauende:194
Diesen Bericht teilen auf
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 93 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leserinnen und Leser, aus meiner heute tippenden Feder soll's mal wieder einen Bericht über eines meiner Lieblingsthemen geben: Pizza! Tja, die Italiener haben sich bei der Kreation ihres Nationalgerichts echt Mühe gegeben, denn Pizza könnte ich gut und gerne locker 2-3 Mal pro Woche essen! Leider sind meiner Erfahrung nach gute 90 % der Tiefkühlpizzen inkompatibel mit meinen Geschmacksnerven... soll heißen: Den Großteil der tiefgefrorenen Fertigpizzen mag ich ganz einfach nicht! Meist ist der Belag nur sehr spärlich vertreten und langweilig, den Käse darf man oftmals suchen und der Boden inkl. Rand ist hart wie Diamant. Um das Unheil dann noch zu komplettieren, kühlen zahlreiche der fast immer zu trocken wirkenden Pizzen dann auch noch irre schnell aus; so dass man meint, auf einem Bundeswehr-Hartkeks mit Tomatenketchup zu knuspern...
Gefunden habe ich dieses Mal jedoch wieder einen sehr lecker schmeckenden, fast wirklich wie frisch selbstgemacht wirkenden Vertreter, als ich beim Einkauf bei Netto die Mamma Gina Frischteig-Pizza Peperoni-Salami zum Preis von 1,79 € (für eine 400 g Pizza) mitnahm. Warum diese Pizza nun zu den ganz „Großen“ zählt, wird mein heutiger Bericht hoffentlich klären. Euch wünsche ich wie immer viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren, wofür ich mich im Voraus herzlich bei allen Lesern bedanken möchte!
Die Verpackung und das „Drum Herum“: Bei Netto im Tiefkühlregal lockte mich die Frischteig-Pizza mit den Worten „zum Selberbacken, nicht vorgebacken, nicht antauen lassen“. „Die Pizza, die im Ofen noch aufgeht, mit Backpapier“. Etwas Ähnliches kannte ich bislang schon von den „Ofenfrischen“ made by Doc. Oetker; welche zu einem höheren Preis dasselbe versprachen und mir geschmacklich auch recht gut zusagten. Also landete zum Testen auch diese 400 g schwere Pizza zum Preis von 1,79 € im Einkaufswagen, auch wenn ich von der ganzen Marke vorher noch nie etwas gehört hatte. Die Vorderseite in blassem Gelb lobte also mit diesen Floskeln, zudem sah auch die Abbildung der fertig gebackenen Pizza irgendwie appetitlich aus. Die Rückseite informiert den Kunden dann über die Art der Pizza („was ist da drauf?“), die Zubereitung, die Inhaltsstoffe und den Nährwert – alles schon tausend Mal gelesen, aber okay, das wird man wohl bei jedem Hersteller in dieser Form so vorfinden. Auf all das komme ich weiter unten noch mal genauer zu sprechen, keine Angst!
Die Optik vor dem Backen: Aus der Pappschachtel genommen, findet der Käufer eine ca. 27 cm im Durchmesser betragende, flache Pizzascheibe in einer umschließenden Frischhaltefolie vor. Besonders daran scheint wirklich nur die Pappscheibe mit dem Backpapier darunter zu sein, ansonsten fällt recht wenig gegenüber jeder anderen Mafiatorte auf. Ziemlich nett: Der Boden (mein persönlicher Hassfaktor Nr. 1 bei den „kaum essbaren“ Pizzen) wirkte flach und gleichmäßig eben; ich hatte schon Pizzaböden, die Berg- und Talbahn gespielt haben und nach einem Bügeleisen schrien... das blieb zum Glück hier aus! Der Rand wirkte schon so recht dicklich... mag ich eigentlich nicht so gerne, aber wenn der wirklich noch im Ofen Form annimmt und dabei nicht gleichzeitig zur Steinsäule erstarrt, soll's mir recht sein. Tomatensoße
Bilder von Mamma Gina Pizza Steinofen Peperoni-Salami
Der Blick auf den noch nicht nahrhaft wirkenden Karton
nahezu überall gleichmäßig verteilt, am Raspelkäse wurde auch nicht gespart (könnte zwar dennoch bedeutend mehr sein, klar,... aber mit der Zeit kennt man die Sparmaßnahmen sämtlicher TK-Pizzahersteller halt) und zudem zwölf kleinere Scheiben Salami, so ca. 1,5 cm im Durchmesser. Gerade an den Salamischeiben merkt man irgendwie, dass die Fertigung der Pizza maschinell geschehen muss... besonders Wert auf eine gelungene, das Auge ansprechende Optik wurde beim Verteilen der Salami nicht gelegt... auf der einen Seite tummelten sich die Scheiben dicht an dicht, auf der anderen Seite war kaum etwas bzw. deutlich weniger vorhanden. Auch die Peperoni (in Stücke geschnitten) war eher planlos verteilt... aber beides kann man recht einfach vor dem Backen auch für das Auge noch ein bisschen netter umdekorieren. Alles in Allem: Vom Anblick her nicht gerade eine Augenweide, ich hatte allerdings schon viele Pizzen, die merklich schrecklicher aussahen. Hier punktet die Pizza aufgrund der gut verteilten Tomatensoße bis an den Rand, ziemlich viel Käse (zumindest für eine TK-Pizza) und einem flachen Teig.
Schnellkurs im Pizzabacken: Zunächst erfordert die Zubereitung das widerlichste Spiel in der Geschichte des Pizzabackens: Den Backofen vorheizen! Beim E-Herd wählt man dazu 250 °C, bei einem Gasherd die Stufe 4-5 und einem Umluftherd bringt man dieses leidige Spiel bei 230 °C bei. Dann legt man die von dem Pappteller befreite, noch tiefgefrorene (und keinesfalls vorher angetaute!!!) Frischteig-Pizza zusammen mit dem klebenden Backpapier auf den untersten Einschub des Ofens und wartet ungeduldig während der 12-14 Minuten betragenden Backzeit. Danach ist die Pizza (natürlich ohne das Papier darunter) servierfertig und der Hersteller wünscht uns einen „Guten Appetit!“
Die Optik nach dem Backen: Bei diesen Frischteig-Pizzen liebe ich es persönlich, wenn der Teig noch richtig luftig-locker; so ein kleines bisschen soft bleibt, aber eben „hochbackt“. Relativ viel Teig, aber von der Konsistenz nicht mit einem steinharten, mürben Keks, sondern bestenfalls mit einer Art Ciabatta-Brot vergleichbar. So ist das auch hier geschehen: Der Boden hat noch ein paar Millimeter an Dicke zugenommen, dennoch überwiegt der heiße, größtenteils ineinander zerlaufene Belag eindeutig. Der Rand ist... hmmm... gibt’s so ein Wort wie „blass-braun“? So in etwa zumindest schaut es aus und nimmt nach dem Backen geschätzte 2 cm an Höhe an – also schon recht mächtig. Der Schneidetest sagt mir jedoch sofort, dass der Boden irgendwie sehr leicht und soft ist, man den Diamantbohrer also zum Juwelier zurückbringen darf. Beim Schneiden spürt man einen gewissen Widerstand, aber es krümelt nicht sinnloserweise auf dem Teller, sondern der Boden cruncht etwas und gibt dann nach, während der Käse auf dem Belag leckere Fäden zieht. Ein bisschen Öl oder Fett (whatever that is!) glitzert auf der Oberfläche, also Hut ab: So soll das bei einer Pizza auch sein; zumindest bei meiner!
Der Geruch und der Geschmack: Ich bin und bleibe ganz ehrlich: Salamipizza alleine empfinde ich normalerweise als recht langweilig. Meine Pizza braucht zwar auf jeden Fall Salami, aber nur diese Wurst auf der Mafiatorte – das sorgt dann schnell dafür, dass echt jedes einzelne Stück absolut gleich schmeckt. Muss ja auch nicht gerade sein. Nach dem Herausnehmen aus dem Ofen duftet es in erster Linie natürlich wie eine Salamipizza, allerdings ist der Geruch durch die mitgebackene Peperoni ein wenig schärfer und würziger. Den Käse und den Boden kann ich geruchlich wie bei fast allen TK-Pizzen so nicht ausmachen; ich empfände es aber auch als eine Schmach, wenn ich bei einer Pizza mehr vom Teig, als vom Belag erschnuppern könnte!
Beim ersten Stück dann... das „Highlight“: Das Anschneiden hatte ich ja schon erwähnt: Funktioniert ohne zu Krümeln reibungslos, ohne Gewalt lässt sich die Pizza ganz toll schneiden. Der Boden ist weich, aber immerhin nicht durchgeweicht und bietet somit genügend Stabilität, wenn man die Pizza in „Tortenstücke“ schneidet und abbeißt. So schmeckt die wirklich sehr saftige und heiße Pizza gleich doppelt so gut! Der Käse (Edamer und Mozzarella) zieht nette Fäden und ist geschmacklich ziemlich dominant, finde ich, also das gibt einen „hey, ich spüre den Käse sogar mal!“-Pluspunkt. Die Tomatensoße erinnert mich ein kleines bisschen an diese Miràcoli-Nudelsoße, also die italienischen Kräuter schmeckt man ebenfalls sehr schön heraus. Bei der Salami ist meiner Meinung nach ein kleiner Leckerbissen geglückt... rauchig, leicht salzig-herb, nicht zu hart oder zu weich – einfach sehr geschmacksintensiv! Selten hatte ich eine Salami auf der Pizza, die so klasse geschmeckt hat. Die Peperoni fällt leider nur dann auf, wenn man denn gerade mal auf ein solches Stückchen beißt... dann wird’s ein bisschen säuerlich-scharf im Mund. Für alle „Scharf-Esser“ etwas zu mild, aber für alle „Normalos“ ausreichend scharf genug. Ist zudem ein wirklich toller Kontrast zum rauchigen Geschmack der Salami.
Geschmacklich ganz eindeutig 5 Sterne..., selbst mein Freund hat diese Pizza probiert und für 5 Sterne befunden... und er mag TK-Pizza ansonsten absolut gar nicht! Dass ihm diese Pizza echt geschmeckt hat und er den Rest aufgegessen hat, den ich leider Gottes nicht mehr geschafft habe, hat echt schon was zu sagen. Ich fragte nur: „Dein Urteil?“ und er antwortete: „5 Sterne“... Und das von einem Pizzahasser...
Was ist denn da drin? (Man sollte keine Werbung sehen...): Für alle Lebensmittelallergiker, Diabetiker und Leute auf Diät hier die „Fast-Fresenius'sche“ Analyse, womit wir den Fetthaushalt unseres Körpers bis auf das Maximum pushen...:
[Kleine Anmerkung: Gerade der letzte Punkt ist ein bisschen blöd ausgedrückt, denke ich... aus Oregano, Paprika und Pfeffer lässt sich -soweit ich weiß- kein Lecithin (Speisefettsäure) gewinnen. Das genutzte Lecithin wird wohl lediglich mit diesen Gewürzen vermengt worden sein...]
Der Nährwert pro 100 g und pro komplette Pizza: Brennwert: 1098 kJ / 262 kcal --- 4394 kJ / 1048 kcal Eiweiß: 8,7 g / 34,8 g Kohlenhydrate: 28,7 g / 104,8 g -davon Zucker: 1,5 g / 6,0 g Fett: 12,5 g / 50,0 g -davon gesättigte Fettsäuren: 4,3 g / 34,4 g Ballaststoffe: 2,3 g / 9,2 g Natrium: 0,7 g / 2,8 g
[Anmerkung: Sehr(!) schwach von Seiten des Herstellers, dass dieser ob dieser horrenden Werte sicher nicht ohne Grund nur die Angabe für 100 g bzw. 200 g (laut deren Angabe = eine Portion!) auf die Packungsrückseite drucken lässt. Da eine ganze Pizza jedoch glatte 400 g wiegt und normalerweise fast jeder Erwachsene locker eine ganze Pizza pro Mahlzeit isst, müssten die Angaben auf dem Karton noch verdoppelt werden. Keine Angst, das habe ich schon für Euch getan... hier habt ihr ganz rechts (hinter dem Schrägstrich) die Angaben für eine ganze Pizza!
Aber ehrlich: Sowas ist mir bis heute noch nicht unter gekommen... Daten verschleiern bzw. nur mit der Hälfte „beschönigen“! ↠Sorry, Punktabzug in meinen Augen, ganz einfach, da Irreführung!]
Bei -18 °C gefroren wäre meine Pizza noch bis März 2010, also noch fünf Monate, haltbar gewesen. Im **-Fach immerhin noch zwei Wochen nach dem Kauf..., also passt schon; nicht anders als bei anderen TK-Pizzen auch.
Meine Meinung / Mein Fazit: Die Pizza habe ich richtig gerne gegessen..., so gut ¾ habe ich auch leicht ausgehungert locker geschafft, aber dann ging kein Bissen mehr runter. Der Frischteig, der im Ofen noch aufquillt, schmeckt erstklassig wie eine Art Ciabatta-Brot, füllt den Magen aber aufgequollen schon enorm... also diese Pizza mit ihren 400 g sättigt schon ganz gut, denke ich, da der Teig geradezu zum „länger kauen“ einlädt. Nicht nur das, auch schmecken tut sie! Selten eine Pizza gehabt, die so luftig und zugleich würzig nach vorgewürzter Tomatensoße, intensivem (und leckeren Fäden ziehendem) Käse plus rauchiger Salami schmeckt. All das kombiniert mit richtig knackig wirkenden, milden (bestimmt jedoch vorher eingelegten) Peperoni – eine ganz tolle Geschmackskomposition. Diesmal stimmen auch Teig und Rand, die ganze Pizza ist und bleibt einfach saftig - es schmaddert vielleicht ein wenig mehr als bei den übrigen TK-Pizzen, aber im Ernst ist mir sowas um Längen lieber als eine zu trockene Masse auf Knusperboden.
Geschmacklich sind's bei mir eindeutige 5 Sterne, allerdings finde ich die Nährwertangaben echt dreist... Welcher Hersteller gibt die Angaben für eine halbe(!) Pizza als eine Portion an? Wohl wissend, dass ohnehin jeder Teenager oder Erwachsene normalerweise eine ganze Pizza isst? Ist echt Irreführung, denn bestimmt achten viele Leute auf Diät auf diese Tabelle, erinnern sich aber daran, das links immer die Angaben pro 100 g oder pro Portion und rechts davon dann die des gesamten Inhalts / der Mahlzeit stehen. Hier ist das eben nicht der Fall. Grund dafür (in meinen Augen): Die „Verschleierung“ der Dickmacher... Jetzt, wo bald diese Nährwert-Ampel auf den Packungen eingeführt werden soll, will man doch als Hersteller sicher auch eher ein „grünes“ oder wenigstens „gelbes“ Licht einheimsen... das rote warnt schließlich vor zu viel Kilokalorien, Fett und Kohlenhydraten!
Selbiges wäre dieser Pizza aber bestimmt gewiss..., über 1000 kcal sind die genaue Hälfte des gesamten Tagesbedarfs an Kalorien eines Erwachsenen, 13 BE (Broteinheiten; für Diabetiker) für eine Pizza sind gelinde gesagt grausam, 50 g Fett entsprechen dem gesamten Tagesbedarf eines normal körperlich arbeitenden Mannes – also eine begonnene Diät darf man bei diesem Zeug gleich wieder beerdigen! Damit das alles nicht ganz so krass ins Auge springt, gibt’s hier diese „50 % davon sind nur halb so schlimm!“-Entwarnung. Finde ich arm, sorry!
Daher auch trotz des guten, frischen Geschmacks nur 4 von 5 Sternen... die zweifelhafte (da oft überlesene) Angabe des Nährwerts ist einfach nicht fair den Leuten gegenüber, die irgendwie dauerhaft Kalorien einsparen und abnehmen (müssen), aber manchmal auch einfach mal sündigen wollen.
„Klasse Geschmack bei hardcore-klasse Kalorien und Fett!“ für all diejenigen, die gerne eine lecker fettig-saftige Pizza mögen und das auch vertragen können. Ansonsten „Augen auf – das Hüftgold wartet!“
Der Rand ist hart wie Diamant. An Dir ist ein Dichter verloren gegangen. :o) Schön zu wissen was an Pizza demnächst, wenn unser Plusladen zum Nettogeschäft mutiert hat, erwartet. :o) Gruß Flo
17.10.2009 17:37
BH und Gruß. Doris
15.10.2009 00:01
Der Rand ist hart wie Diamant. An Dir ist ein Dichter verloren gegangen. :o) Schön zu wissen was an Pizza demnächst, wenn unser Plusladen zum Nettogeschäft mutiert hat, erwartet. :o) Gruß Flo
12.10.2009 20:19
ansonsten auch lieber selbstgemacht, könnte mich hier aber umstimmen lassen. GLG Matthias