Und wieder ein wirklich gutes Werk von A.Garland.
29.05.2001
Pro:
Eine interessante Aufmachung für einen Roman .
Kontra:
Leider ein kurzweiliges Lesevergnügen, da die Seitenzahl unter 300 ist .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 verence
Über sich:
Und wieder beginnt mal wieder die stressige Zeit, die (fast)jeden Studenten plagt.
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Und noch mal habe ich mich an ein Buch von Alex Garland herangewagt. Nach dem ich Der Strand von ihm gelesen hatte, und mich sein Schreibstil in diesem Werk schon überzeugen konnte, bestellte ich mir nicht wenig später das Buch Manila. Eigentlich ist der Originaltitel diese Buches Ein Tesserakt. Ein Tesserakt ist ein Gebilde, das eine vierdimensionale Wirklichkeit versucht begreifbar zu machen, der Dreidimensionalität jedoch nicht entkommt. Und so ist die Geschichte, welche hier sehr atmosphärisch erzählt wird, schon ganz gut beschrieben. Alex Garland philosophiert über die Existenz des Zufalls, denn durch eine Fehleinschätzung einer Situation steuern viele Unbeteiligte auf eine Katastrophe zu. Die Geschichte beginnt mit einem Treffen zwischen einem jungen Mann, Sean, und dem Maffiaboss Don Pepe. Da sich Don Pepe verspätet, sitzt Sean nun alleine am Treffpunkt. Das schäbige Hotelzimmer am Rande der Slums von Manila und das verspätete Eintreffen des Maffiabosses lässt Sean nervös werden. Je länger er wartet, desto mehr erfüllt ihn eine klaustrophobische Angst. Er hat auch guten Grund dazu, denn er ist der einzige Gast im Hotel, die Telefonleitung ist tot, der Türspion ist verriegelt und als Krönung entdeckt er auch noch Blutflecken auf dem Bettlaken. Mit diesen ganzen Anhaltspunkten formt er sich schnell ein Bild, und für ihn ist klar, dass er in eine Falle geraten ist und man ihn nur aus einem Grund in dieses abgelegene Hotel gerufen hatte. Um ihn zu töten. Die Uhr tickt und mit jeder Sekunde wird seine Angst und sein Wille zu überleben größer. Doch schon hört er die Schritte von Don Pepe und seinen Männern im Flur....... Zur selben Zeit etwa bringt die Ärztin Rosa ihre Kinder zu Bett. Neben der Episode über Sean beschreibt Alex Garland auch das Schicksal Rosas, die in ihrer Jugend eine von ihrer Umwelt nicht akzeptierte Liebe erfuhr. Und dann gibt es da noch die Geschichte von Straßenjungen, Vincente und Toltoy, die für etwas Geld ihre Träume dem reichen Psychologen Alfredo verkaufen. Und als letzte Komponente in diesem Tesserakt fehlt noch die Zeit, die alle drei Geschichten von diesen Personen zu einer verschmelzen lässt.Zitat: „So bleiben am Ende doch noch Geheimnisse übrig, aber sie stehen nicht für Exotik und Abenteuer, sondern für die Realitäten, die immer noch darauf warten, verstanden und geändert zu werden“ Diese Buch fand ich äußerst interessant, und ich hoffe, dass Alex Garland mit seinen 29 Jahren noch nicht aufhört zu schreiben. Denn den nächsten Roman dieses jungen talentierten Schriftstellers werde ich mit Sicherheit kaufen.
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29.05.2001 13:44
"The Beach" hat mir bei weitem besser gefallen. "Manila" habe ich nur gelesen, weil ich kurz zuvor selbst dort war, aber ich habe mich eher durchgequält. So hat jeder seinen Geschmack. Trotzdem schöne Buchvorstellung, Gruss Madeele
29.05.2001 13:19
Ich habe bisher noch kein Buch von Garland gelesen. Finde aber immer Geschichten gut, die nicht gleich absolut durchsichtig und klar sind. Annja
29.05.2001 12:14
In der Kürze gut beschrieben. Allerdings: Wer de "Strand" gelesen hat, darf von "Manila" nicht denselben Esprit erwarten. Beides gute Bücher aber sehr verschieden. Viele Grüße styro