Frische Pasta der Innbegriff italienischer Esskultur
10.06.2009
Pro:
Unterschied wie Tag und Nacht
Kontra:
Arbeitsaufwand
Empfehlenswert:
Ja
 XXLALF58
Über sich:
Der Sinn des Lebens besteht in dem Unsinn des Lebens, und der Unsinn des Lebens besteht darin, neuen...
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Nun möchte ich mal von meiner Nudelmaschine erzählen, die ich schon vor Jahren gekauft habe. Damals, als der Eierskandal bei Birkel war, und meine Kinder noch klein waren, hatte ich kein gutes Gefühl, wenn ich abgepackte Nudeln kaufte. Ich traute keinem Nudelhersteller mehr. Also mussten Selbstgemachte Nudeln her. Am Anfang rollte ich den Nudelteig mit dem Wellholz platt, und schnitt mit einem scharfen Messer Streifen. Das war eine recht mühsame Arbeit. Aber mit einer Nudelmaschine geht es viel schneller und leichter, bis man den Nudelteig dünn ausgewellt hat. Aber zuerst muss man einen Nudelteig herstellen. Geht ganz einfach, und gelingt immer. Das ist das Rezept für 2 – 3 Personen. 250 g Mehl 1 Ei wenn nötig etwas Wasser. Das Wasser richtet sich nach der Größe des Eies. Ich benötige so etwa 7 -8 EL Wasser. eine Prise Salz
Zuerst das Mehl auf eine saubere glatte Arbeitsfläche sieben. In das Mehl eine kleine Vertiefung drücken, und nach und nach Ei, Wasser und Salz miteinander Verarbeiten, bis eine Teigkugel entsteht. Wenn der Teig zu trocken ist, etwas Wasser zugeben. Es dauert ca. 10-15 Minuten, bis der Nudelteig glatt und homogen ist. Den Nudelteig stelle ich immer von Hand her. . Wenn der Teig noch zu feucht ist, etwas Mehl einarbeiten. Aber VORSICHTIG, sonst geht’s euch wie mir, als ich das Erste mal Nudelteig herstellte. Zuletzt hatte ich einen riesigen Klos, und einen Berg Nudeln. Einmal war der Teig zu trocken, und ein andermal zu feucht. Aber spätestens beim Dritten mal, hat man den Dreh raus. Nun wird der Teig in drei bis vier Stücke geteilt, mit dem Wellholz etwas platt gewalzt, und ab in die Nudelmaschine.
Zuerst stellt man die Nudelmaschine auf den Einstellring No.1 und lässt den Teig mehrmals 4 bis 5 mal durch die Maschine. No.1 ist die dickste Walzeneinstellung. Mit dieser Walzeneinstellung ist der Nudelteig 0,4 – 0,5 cm dick. Nun wird der Teig, nach jedem Ausrollen wieder 1x zusammengefaltet, und wieder durchgelassen. Zusammengefaltet und wieder durchgerollt. So lange, bis der Teig schön glatt ist. Das Ganze wiederholt man 4-5 mal. Falls die erhaltenen Teigplatten zu weich sind, einfach diese mit Mehl bestäuben, und nochmals durch die Maschine drehen. Nun schaltet man Stufenweise den nummerierten Knopf weiter auf No.2 , und arbeite genauso weiter wie bei Einstellung No.1. Zusammenfalten und durchrollen und das immer mehrmals. Mit jeder neuen Einstellung von No.1 bis No.7 wird der Teig dünner. In der Einstellung No.7 ist der Nudelteig nur 0,1 cm dünn. Wenn der Nudelteig zu lang wird, einfach durchschneiden. Ein Tipp: Beim Nudelmachen auf ausreichend Platz auf dem Tisch sorgen. Im Normalfall braucht man einen ganzen Küchentisch allein. Die Nudelplatten, müssen aufgelegt werden. Etwas Handgeschick ist auch gefragt. Denn es wird mit einer Hand gekurbelt, und mit der anderen Hand fast man die ausgerollten Nudelplatten. Deshalb, wenn man allein ist, die Nudelplatten nicht zu lang werden lassen. So, das wären Lasagneblätter, mit einer breite von 14,5 cm. Diese werden dann kurz getrocknet, geht schnell, und dann gleich zur Lasagne weiterverarbeitet. Wenn man Lasagne macht, zuerst die Nudelnplatten herstellen, und dann die Pasta. In der Zwischenzeit sind die Nudelplatten trocken.
Für Cannelloni werden ca. 10x10 cm große Teigplatten geschnitten, gefüllt und gerollt. Wenn man die gewünschte Nudeldicke erreicht hat, werden die Teigblätter durch die entsprechende Schneiderolle gedreht. Spaghetti oder Fadennudeln 0,1 cm oder Bandnudeln 0,5 cm. Dieser Aufsatz ist bei der Nudelmaschine dabei. So das wären die ganz normalen Nudeln, aber es gibt auch grüne oder rote oder Vollkornnudeln.
Das die Nudeln grün werden, gibt man etwas Auftauwasser vom Spinat dazu. Bei uns zuhause, gibt es dann einen Tag davor Spinat, und davon hebe ich mir ein paar Löffel auf. Ich selber hab es auch schon mit ganz fein gehacktem Spinat ausprobiert. Funktioniert aber nicht. Weil der Spinat sich nicht so dünn ausrollen lässt, reißt der Nudelteig immer wieder. Damals hab ich mich sehr geärgert. Weil in jedem Rezept, dass ich von grünen Nudeln gelesen habe, überall mit feinem gehacktem Spinat die Rede war. Aber so mit Spinatwasser, werden die Nudeln ganz hell grün. Besser lassen sich rote Nudeln machen. Zum Mehl, Ei, Salz und Wasser gibt man einwenig Tomatenmark. So 1 – 2 TL. Damit werden die Nudeln hell rot.
Zu den Vollkornnudeln, die ich mit halb Weißmehl und halb Vollkornmehl herstelle, benötigt man etwas mehr Wasser. Wegen dem Vollkornmehl. Nur mit Vollkornmehl gemachte Nudeln, können wegen dem ganzen Weizenkorn auch leicht reißen, und man hat Schwierigkeiten ganz feine Nudeln ( Einstellknopf No.7) zu machen . Der Geschmack, wenn man grüne Nudeln macht ist nicht anders, als bei ganz normalen Nudeln. Das Spinatwasser schmeckt man nicht. Genauso ist es bei den roten Nudeln. Nur bei den Vollkornnudeln merkt man den kernigen, gröberen Biss der Nudeln. Nun wären die Nudeln hergestellt, nun muss die Nudelmaschine gereinigt werden. Das geht Ruck- Zuck. Das Gerät wird nach jedem Gebrauch einfach mit einem Pinsel, der der Nudelmaschine beiliegt gesäubert; NIEMALS mit Wasser oder Spülmittel. Ein feuchter Schwamm, oder Tuch, und sofort abtrocknen. Ab und zu, sollte man die Nudelmaschine mit ganz Normalen Tafelöl an den gekennzeichneten Stellen ölen.
Jetzt habe ich von dem Machen der Nudeln erzählt, aber was ist als Zubehör dabei: 1 Nudelwalzeinrichtung 1 Teigschneidevorrichtung 1 Drehkurbel 1 Befestigungszwinge (passt auf jeden Küchentisch, oder Küchenausziehtisch) Ein Rezeptheft mit 30 Rezepten, sowie eine Gebrauchanweisung mit 1 Jahr Garantie. Den Kauf der Nudelmaschine habe ich bis jetzt noch nicht bereut. Der Geschmack von selber gemachten Nudeln ist einfach einmalig. Kein vergleich zu gekauften. Ob Lasangeblätter, oder Nudeln. Ehrlich gesagt, ab und zu greife ich schon mal zu gekauften Nudeln, wenns mal wieder schnell gehen muss. Aber selber gemachte Maultaschen sind schon der Hit. Und das geht nicht ohne Nudelmaschine.
Schlusswort: Habt ihr einmal Selbstgemachte Nudeln probiert, ihr werdet Fertignudeln nur noch im Notfall essen. Der Unterschied ist wie Tag und Nacht. In eigener Sache. Habe auch den Ravioliaufsatz. Bericht folgt. Nun bedanke ich mich mal für lesen und bewerten. Euer XXLALF
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Danke - Toller Bericht - 1xBH - Jetzt wird bestellt - LG aus Ulm - Beate
20.06.2009 10:10
Für eine Nudelmaschine und nen' TOP-Bericht lasse ich gerne ein BH hier...
18.06.2009 13:26
Haben auch eine und man kann den Geschmack deutlich von gekauften Nudeln schmecken. lg pidi