Holunder Holunder ... ein Wunder!!

5  14.06.2006

Pro:
einfach, preisgünstig, lecker, wenig Aufwand

Kontra:
nicht jedermanns Geschmack

Empfehlenswert: Ja 

cheyenne2031

Über sich:

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Vertrauende:115

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Dieses Rezept wurde von 151 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute möchte ich Euch ein leckeres Rezept näher bringen.

Holunderblütengelee
#################

Nach langer Suche habe ich es endlich gefunden. Und nun möchte ich Euch daran teilhaben lassen.
Erstmals auf diesen Gelee bin ich gestoßen im Hort meines Sohnemanns. Da gibt es immer einen Tag in der Woche, an dem irgendwas gekocht, gebacken, gebraten wird. Und darunter fiel auch ein Tag, an dem leckerer Holunderblütengelee zubereitet wurde.

Zunächst aber mal die Zutaten, die Ihr dazu benötigt:
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--> etwa 20 bis 25 mittelgroße Holunderblüten (hier aber nicht die kleinen einzelnen, sondern die gesamte buschige Ansammlung).
--> 2 bis 3 Liter Apfelsaft (hierbei ist es je nach Geschmack egal, ob es klarer oder naturtrüber Saft ist)
--> 1 bis 2 frische Zitronen (am besten unbehandelte), wer keine hat kann auch fertigen Zitronensaft kaufen
--> 2 bis 3 Tüten Gelierzucker (Verhältnis 1:2 [1 Teil Zucker: 2 Teile Mischung]
--> 8 bis 10 mittelgroße Marmeladen-Einkochgläser (wahlweise kann man auch sehr große oder sehr kleine Gläser nehmen, dann verteilt sich die Menge einfach nur anders)
--> einen großen Kochtopf, in den eben mindestens die 3 Liter Apfelsaft passen

Was ist wie erhältlich?
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Den Topf sollte man schon zuhause haben. Die Einmachgläser gibt es zu kaufen. Man kann aber auch einfach Gläser von Gemüsen oder Obstsorten nehmen, die man gewöhnlich so zum Verzehr zuhause hat. Auch alte Marmeladengläser, oder Honiggläser, Mayonnaise-Gläser ... sie alle würden diesen Zweck erfüllen. Wichtig ist nur, daß die Gläser einen Schraubdeckel haben und sich auch noch fest verschließen lassen.
Gelierzucker und die Säfte bekommt man in jedem guten Supermarkt. Frische Zitronen sind dagegen in unbehandelter Form nur in den wirklich großen Geschäften erhältlich. Das heißt, dass man da bei Lidl und Aldi eventuell nicht viel Glück haben wird.
Die Holunderblüten bekommt man beinahe an jeder Straße. Überall stehen diese Büsche rum. Vielleicht hat der eine oder andere auch einen Garten mit Holunder. Davon trennt man einfach die gewünschte Zahl Blütenstauden ab und fertig. Kein großer Aufwand, keine Kosten und verboten ist es auch nicht. Insgesamt (für Zucker, Saft und Zitrone) kommt man vielleicht auf 5 bis 6 € für ein Ergebnis von knapp 10 mittelgroßen Gläsern.

Zubereitung
##########

Zunächst einmal die Holunderblüten mit nicht zuviel Stengel dran in den Topf legen. Je nach Geschmack eine oder zwei Zitronen ausdrücken und den Saft dazu geben. Dann das Ganze mit dem Apfelsaft übergießen. Anschließend bitte den Deckel auflegen und die Menge eine Nacht über ziehen lassen. Das bedeutet im Fazit, daß das Ganze etwa 12 Stunden stehen muß. Gern kann es auch ein paar Stunden länger stehen.

Die Zitrone wird dazu gegeben, damit die extreme Süße des vielen Zuckers später etwas neuralisiert wird. Wer Zitrone gern mag, kann auch bis zu drei Zitronen hinzufügen.

Der Saft: hierzu sei gesagt, welchen Unterschied klare oder trübe Säfte aufweisen. Bei klaren Säften ist auch das Endresultat klar und sehr leuchtend gelb. Bei dem naturtrüben Saft wird das Ergebnis etwas trüber, ist nicht so leuchtend in der Farbe und wirkt eher leicht sandfarben. Geschmacklich gibt es allerdings keinen Unterschied.


Als nächstes?
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Am nächsten Tag geht es weiter. Zunächst einmal wird nun die Flüssigkeit von den Blüten getrennt. Hierzu sollte ien sehr feines Sieb verwendet werden (das habe ich übrigens bei der Aufzählung oben vergessen). Es sollte nachher im Kochtopf nur noch der reine Saft enthalten sein, keine Krümelchen mehr, keine Blüten mehr.

Dann den Zucker dazugeben. Bei kompletten drei Litern Apfelsaft sollten 1,5 kg Zucker dazugegeben werden. Das ganze dann unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Wenn die Masse kocht, weiter köcheln lassen. Aber insgesamt nicht mehr als 5 Minuten lang. Beim Kochen sollte sich schon fühlen lassen, dass der Saft leicht beginnt, etwas härter zu werden. Er wird ganz sicher nicht komplett gelieren. Dieser Vorgang setzt erst im Glas ein.

Dann kann die Menge mit einer Kelle (Schöpflöffel) mit Nülle in die einzelnen Gläser füllen. Ganz wichtig ist, dass so wenig Luft wie möglich im Glas verbleibt. Also die Gläser wirklich bis zum oberen Rand füllen. Das Glas nun mit dem Schraubdeckel fest verschließen und auf einem ausgebreiteten Tuch auf den Deckel stellen. Damit wird die restliche Luft zum Boden aufsteigen. Vorsicht hierbei: Die Angelegenheit ist HEISS. Die Gläser also besser mit einem Tuch anfassen.

Nun bleiben die Gläser einige Zeit einfach so stehen. Man kann hin und wieder an einem Glas rütteln, um zu testen, ob es bereits fest geworden ist. Im Regelfall sollten die Gläser einen Tag stehen, bevor die Menge die gewünschte Konsistenz hat.

Ein kleiner TIPP: Besonders lecker und ansehnlich werden die Gläschen, wenn man in das fertig eingefüllte Flüssige einige winzige Einzelblüten vom Holunder legt. Und keine Sorge, die kann man problemlos essen.

Das Gelee sollte später also gelblich bis sandfarben werden. Der Geschmack ist im ersten Moment sehr süß, durch den Zucker, aber es sind alle Komponenten deultich zu erschmecken. Holunder hat einen recht eigenwilligen Geschmack, welcher zu einem frischen Aroma wird, wenn es mit Apfelsaft verbunden wird. Sehr deutlich zu schmecken ist auch der Apfelsaft. Der Geruch ist allerdings vom Holunder intensiver. Es riecht nach Frühling und Wiese. Also irgendwie kriegt man davon echt gute Laune.

Noch einige Informationen zum Holunder
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Holunder gehört zu den Geissblattgewächsen und kann als Strauch oder als Baum gesehen werden. Die Blüten sind gelblich -weiß und wachsen als Dolde oder Traube aneinander. Siehe Foto unten. Der Holunder ist schon seit jeher eine Heilpflanze, verwendet gegen Krankheiten wie Magenverstimmung, Husten, Halsschmerzen, Grippe, Gelenkrheumatismus, Nierenentzündung, Augenentzündung bis zu Darmkrämpfen und Ischias. Früher wurde der Baum (oder Strauch) auch "herrgottsapotheke" genannt. Auch hatte der Holunder viel Einfluss auf die Welt der Mythen und des Aberglaubens. Aber das würde hier den Rahmen sprengen.


Jetzt wüsche ich Euch allen einen guten Appetit aber zuvor ein gutes Gelingen.

Herzlichen Dank für Euer Interesse und Eure Lesungen und Kommentare.

Viele liebe Grüße
Eure Yvonne

Bilder von Selbstgemachte Marmelade
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Holunderstrauch
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Kommentare zu diesem Rezept
strubbelmiez_1975

strubbelmiez_1975

17.03.2008 21:53

Au,da hätt ich in Potsdam eimerweise sammeln können, bin da aber nicht so mit Zubereitung :-)) und einkochen :-)))

Frau.Hitzeblitz

Frau.Hitzeblitz

06.07.2006 18:53

muss ich mal probieren, bei uns wächst das zeug wie blöd!lg,nadine

Rattenzauber

Rattenzauber

04.07.2006 23:01

Ich kenne eigentlich nur Holunderwein. Und den wollte ich nie machen, weil man mir mal gesagt hat, dass giftige Teile dran sind? Oder an einer Pflanze, die gnauso aussieht? Weißt Du da mehr von? Der Holunderwein ist nämlich total lecker und total durstlöschend (für den Sommer). :o)

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