Johannisbeermarmelade mit allem
09.11.2006 (09.06.2009)
Pro:
Gesunde, preiswerte und leckere Marmelade
Kontra:
Marmelade kochen ist auch Arbeit
Empfehlenswert:
Ja
 lemmy47
Über sich:
Wenig Zeit für Ciao. Gegenlesungen Kommen. LG K.-H.
Mitglied seit:23.10.2006
Erfahrungsberichte:71
Vertrauende:61
Dieses Rezept wurde von 199 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit Jahren haben wir im Garten einen weißen Johannisbeerbusch. Der wurde immer größer und trug mit der Zeit zu viele Früchte, als dass diese als Dessert aufgebraucht werden konnten. Dazu kam vor 2 Jahren noch ein kleiner Busch mit roten Johannisbeeren. Letztes Jahr habe ich angefangen Marmelade zu kochen. Die selbstgekoche Marmelade meiner Mutter oder auch von anderen Leuten hatte mir immer sehr gut geschmeckt, weshalb ich es auch mal probieren wollte. Aus den Johannisbeeren habe ich letztes Jahr ein leckeres Gelee gemacht. Der viele Abfall (Haut und Körner) und die Arbeit mit dem durchdrücken der Früchte (ohne richtige Fruchtpresse) brachte mich dazu, dieses Jahr die ganzen Beeren für die Marmelade zu verwenden. Selbst gemachte Marmelade soll doch nicht nur gut schmecken, sondern auch gesund sein. Und alles was ich im Jahr zuvor weggeworfen habe sind doch gute Ballaststoffe für den Darm, oder? Also habe ich 1 kg. weiße und ca. 300 gr. rote Johannisbeeren gepflückt, gut gewaschen und vom Stiel entfernt. Dabei vergeht gut eine Stunde Zeit. Weiße Johannisbeeren sind säuerlich und gelieren gut. Wegen der schöneren leicht rötlich schimmernden Farbe der fertigen Marmelade habe ich die roten Johannesbeeren dazugegeben (geht auch mit Himbeeren). Dann habe ich 1000 gr. Gelierzucker (1:1) und 300 gr. normalen Zucker über die Johannisbeeren gestreut und habe die Schüssel über Nacht in den Keller gestellt. Ich habe mal gelesen, dass normaler Zucker die Haltbarkeit der Marmelade erhöht, aber die Marmelade nicht so gut gelieren läßt. Ich habe beide Zuckerarten gemischt, weil ich nicht mehr als 1 kg. Gelierzucker im Haus hatte. Am nächsten Tag kam alles in einen großen Topf und auf den Herd. Nach ca. 5 Minuten kochen mit mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren machte ich den Geliertest mit etwas Marmelade auf eine Untertasse geben und abkühlen lassen. Die Marmelade wurde sofort fest, worauf ich den Herd abschaltete und mit einem Schaumlöffel den Schaum abschöpfte. Als das Kochen aufhörte kam noch ein kleiner Schuß Cognac dazu, aber Vorsicht, die Marmelade sprudelt dann nochmal stark. Noch einmal umrühren - fertig!
Die heiße Marmelade füllte ich gleich mit einem Schöpflöffel in die zuvor heiß ausgespülten Marmeladengläser, wobei ich zuerst in jedes Glas ein klein wenig Marmelade einfüllte, damit die Gläser sich an die Temperatur gewöhnen konnten und nicht zersprangen. Die Gläser müssen sofort mit dem Deckel verschlossen werden. Das mit den Gläsern zuerst auf den Kopf stellen habe ich inzwischen gelassen. Es geht auch so. Meine Aktion ergab fünf Gläser (a 500 gr.) Marmelade, die schön fest ist, fruchtig und doch süß schmeckt, und bei der die Körner überhaupt nicht stören. NACHTRAG: Man kann bei Ciao in einer Kategorie wie "Marmelade selbstgemacht" nur einen Bericht schreiben. So habe ich meinem neuen Erdbeermarmeladenbericht unter der Kategorie „Die beste Marmelade“ veröffentlicht.
Für alle, die auch meinen alten Marmeladenbericht aus meinen Anfangszeiten mit Geduld gelesen haben hier noch ein Bonus: Mein neues Kirschmarmeladenrezept. Wir haben überraschend ein paar Kilo Kirschen geschenkt bekommen und da wir so viele auf einmal nicht essen konnte, kaufte ich mir einen „Kirschentkerner“ um 7,50 €. Das ist so ein kleines Gerät, in dem man jede Kirsche einzeln einlegt und dann mit einem Stift den Kirschkern mit einer Handbewegung herausdrückt. Nach einer starken Stunde war ich mit den Kirschen fertig. Im Garten gab es noch jede Menge weiße Johannisbeeren und weil die gut gelieren und um den Fruchtanteil in der Marmelade zu erhöhen pflückte ich noch ca. 400 Gramm Johannisbeeren. Hier mein Rezept:
Kirschmarmelade mit Johannisbeeren • 2 kg Kirschen (brutto 2,2 kg) waschen, entkernen und in den Topf • 400 gr. Weiße Johannisbeeren pflücken, waschen und in den Topf • 1 kg Gelierzucker 2 x 1 und • Etwas von dem eigenen Vanillezucker dazu • Unter ständigem rühren ca. 4 Min. kochen • Zwischendurch immer Schaum abschöpfen • Mit Prürierstab Früchte zerkleinern (nicht auf dem Herd) • Marmelade in Gläser füllen. Ergibt 7 Gläser sehr fruchtig schmeckende Marmelade die eigentlich nur nach Kirschen schmeckt und sehr fest ist. Vielen Dank fürs lesen und bewerten.
LG K.-H.
Aktionen zu diesem Rezept
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10.04.2012 23:02
- lecker - lecker -
20.11.2011 21:17
lecker!
02.05.2011 09:38
Klasse Bericht und Marmelade. Wie gesagt, ich nehme dann mal 1 Glas. Gruß