Marquardt Küchen

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1-6 von 155 Erfahrungsberichten    
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Bei Neukauf Top - bei Anpassung Flop
Erfahrungsbericht von stefbl über Marquardt Küchen
06.04.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: hervorragende Qualität, gute Preise ab Fabrik, tolle Beratung, Küchenschränke von Nolte, günstige Granitarbeitsplatten
Kontra: Katastrophe bei Anpassungswunsch, schlecht erreichbar, keine Reaktion auf Mails

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

*** Vorwort ***

Wer die Anschaffung einer neuen Küche plant, kann im Prinzip Jahre damit verbringen. Es gibt nichts, was es nicht gibt - und die Preisspanne beim Küchenkauf ist nach oben definitiv unbegrenzt offen. Als wir den Mietvertrag für unsere neue Wohnung unterschrieben hatten und wussten, dass wir eine Küche brauchen würden, begannen wir direkt, verschiedene Küchenangebote näher unter die Lupe zu nehmen. Wir besuchten verschiedene Küchen-Planungsläden - und verließen sie meist schweigsam wieder, nachdem wir die Preise gesehen hatten. Wir liefen durch Möbelhäuser - ohne besondere Inspiration. Wir recherchierten im Internet, lasen eine Menge zu dem Thema, worauf es beim Kauf einer neuen Küche ankommt, diskutierten über die Frage, ob denn eine Modulküche oder eine klassische Einbauküche mehr Sinn macht - und wurden und wurden nicht so richtig fündig. Bis mich meine Mutter auf den Anbieter "Marquardt" aus dem thüringischem Emleben aufmerksam machte - ein Unternehmen, das Küchen ab Werk verkauft und in vielen deutschen Tageszeitungen großflächige Anzeigen schaltet. Marquardt, so erfuhren wir schnell, bezeichnet sich als "Deutschlands Nummer 1 im Umsatz mit Granitküchen" - und vertreibt seine Produkte nicht nur direkt ab dem Werk im Emleben, sondern auch über das Internet sowie verschiedene Fabrikläden, die es aktuell an 14 Standorten in Deutschland gibt. Warum also nicht auch einmal hier ein Angebot einholen, dachten wir uns - und so forderte ich zunächst völlig unverbindlich einmal online den Marquardt-Katalog an.

*** Hinweis über den Aufbau dieses Berichtes: Dieser Bericht wurde 2005 verfasst - und Mitte 2008 aktualisiert. Die nachfolgenden Abschnitte beziehen sich zunächst auf den Küchen-Neukauf im Jahr 2005. Wer sich für die Neuanschaffung einer Küche bei Marquardt entscheidet, der ist mit diesen Informationen gut bedient. Wer hingegen bereits eine Marquardt-Küche hat und deren Umzug bzw. Anpassung plant, der sollte sich die Ausführungen sparen und gleich ans Ende dieses Berichtes scrollen. Dort gehe ich dann nämlich auch noch auf dieses Thema umfassend ein. ***

Erster Tei: Neukauf unserer Küche (Stand: 2005)


*** Der erste Kontakt ***

Der Katalog traf nur wenige Tage später in meinem Briefkasten ein. Ein eher unkonventionelles Druckwerk - verglichen mit dem, was uns andere Küchenhersteller zugeschickt hatten. Dick war er auf jeden Fall, der Katalog - aber vor allem persönlich gestaltet. Statt stylischer Hochglanz-Fotos fanden wir hier Bilder von unzähligen Küchen, die wirklich in den Wohnungen von Marquardt-Kunden stehen - darüber hinaus generelle Informationen über mögliche Fronten, Arbeitsplatten, Schrankvarianten. Besonders gut gefiel mir das beigefügte Planungs-Tool. Aus einer Pappschablone konnte man verschiedene Elemente herausdrücken und auf einem Bogen mit Millimeterpapier zusammenfügen - um durchzuspielen, welche Varianten im zur Verfügung stehenden Küchenraum überhaupt in Frage kommen würden. Ein Puzzlespiel der besonderen Art. Ein ähnliches Planungstool steht auch online auf www.marquardt-emleben.de zur Verfügung - und obwohl die Homepage zwar informativ, aber vom Design her nicht allererste Sahne ist, bekommt man hier so einen ersten Eindruck. Hat man mit dem Planungstool ein wenig herumgebastelt, besteht gleich direkt die Möglichkeit, die selbst geplante Küche an Marquardt zu schicken und sich ein mögliches Angebot erstellen zu lassen.

Oder - und so machten es wir - einen Termin in einem der Fabrikläden zu vereinbaren.

*** Erste Beratung ***

Der Marquardt-Fabrikladen in München befindet sich in der Landsberger Straße, also relativ zentral. Geöffnet hat er nur an wenigen Tagen die Woche für einige Stunden - also sollte man vorab anrufen, um einen Termin zu vereinbaren. Hier fiel mir gleich besonders positiv auf, dass direkt auf unseren Terminwunsch eingegangen wurde und es auch überhaupt kein Problem war, dass wir erst um halb sechs nach der Arbeit dort eintreffen würden - obwohl der Laden offiziell nur bis 18 Uhr geöffnet hat. Am Telefon erfuhr ich auch, dass man sich für eine erste Küchenberatung rund zwei Stunden Zeit nehmen sollte - einfach erst mal nur für die ersten Planungen, selbstverständlich kostenlos und unverbindlich. Somit war es auch anscheinend kein Thema, dass die uns zugeteilte Küchenberaterin für uns Überstunden machte, denn wir kamen um halb 6 und gingen erst um kurz vor acht wieder. Schnell merkten wir hier, dass die Firma Marquardt offensichtlich gewillt ist, speziell auf Kundenwünsche einzugehen. Eine gute Sache, die heute schon lange nicht mehr selbstverständlich ist.

Zunächst hatten wir im Fabrikladen die Möglichkeit, durch die Ausstellung zu bummeln und uns einmal generell davon inspirieren zu lassen, welche Küchenideen überhaupt möglich sind. Und ich entdeckte viel, was mir gefiel! Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich auch, dass Marquardt nicht selbstständig komplette Küchen herstellt, sondern selbst für die Granitarbeitsplatten zuständig ist, die Schränke etc. aber vom renommierten Küchen-Hersteller Nolte kommen. Bei dieser Information rechnete ich zunächst nicht mehr damit, dass eine Marquardt-Küche für uns erschwinglich sein würde - schließlich ist bekannt, dass Nolte-Küchen exklusiv und entsprechend kostspielig sind. Ich erfuhr aber auch, dass durch die Tatsache, dass man bei einem Fabrikhändler kauft und keine Zwischenhändler zwischengeschaltet sind, eine ganz andere Preisgestaltung möglich ist. Zum Teil seien Ersparnisse von rund 40 bis 50 Prozent möglich - das klang zu schön, um wahr zu sein! Inzwischen hatte auch die uns zugeteilte Küchenberaterin Zeit für uns - und nahm uns gleich mit zu ihrem Schreibtisch, wo wir vor einem Flatscreen Platz nahmen und Getränke und Häppchen serviert bekamen. Wieder ein kleiner Extra-Service.

Was wir denn für eine Küche suchen würden, wollte unsere Beraterin zunächst von uns wissen - und welche Preisstufe uns denn vorschweben würde. Schnell gaben wir zu, noch relativ planlos zu sein, aber eine eher schlichte Holzfront haben zu wollen - bei einem Preislimit von rund 5.000 Euro Obergrenze für die komplette Küche. Da zögerte unsere Beraterin nicht lange, führte uns zielstrebig in die Ausstellung - und präsentierte uns gleich eine wunderschöne Ahorn-Front, von der sie der Meinung war, dass sie uns gefallen könnte - Volltreffer. Schnell hatte sie auch die passenden Vorschläge für Griffe und Granitarbeitsplatte zur Hand - schmale Metallgriffe und einen ganz dunklen Granit als passenden Kontrast zum hellen Holz. Persönlich wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, so kontrastreich zu kombinieren, aber als wir die Holzoberfläche zusammen mit dem passenden Granit sahen, waren wir beide gleich sehr angetan vom Vorschlag unserer Beraterin. Natürlich bietet Marquardt aber nicht nur Granit-Küchen an, auch wenn es sich hier um das Steckenpferd des Unternehmens handelt - es ist genauso möglich, eine ganz normale Holzarbeitsplatte zu kommen. Dies macht die Küche natürlich entsprechend günstiger, aber meine Begeisterung für eine Granit-Arbeitsplatte war schon längst geweckt.

Nun ging es am PC unserer Kundenbetreuerin in medias res. Unsere Raummaße wurden eingegeben - und der Grundriss unserer Küche erschien auf dem Bildschirm. Nun bauten wir virtuell Schränke mit Türen, Schubladen und Auszügen, Hängeschränke, eine Spülmaschine, den Kühlschrank, die Spüle, den Herd zusammen - und unsere Küche nahm virtuell mehr und mehr Form an. Sogar eine 3D-Ansicht gab es in dem Programm - die einen erstaunlich plastischen Eindruck von dem gab, was uns erwarten könnte, würden wir uns wirklich für die gezeigte Küche entscheiden. Wir diskutierten über Elektrogeräte verschiedener Hersteller. Wir ließen uns verschiedene Angebote präsentieren. Im Dezember, dem Monat, wo wir unsere erste Beratung in Anspruch nahmen, gäbe es ein Siemens-Special, erfuhren wir - Siemens-Geräte zum Sonderpreis. Wir wählten lauter Siemens-Komponenten aus - und die Preise waren überraschend in Ordnung. Wir diskutierten über verschiedene Oberflächen, über Kühlschrankhöhen, über Arbeitsplattenabmessungen - und unsere Küche wuchs und wuchs. Wir sparten virtuell an nichts, planten Beleuchtungen ein, weitere Auszüge und mehr - und je länger die Beratung dauerte, umso spannender wurde es für mich, in welchem Preissegment wir uns bewegen würden. Heraus kam zum Schluss ein Kostenvoranschlag von rund 5.900 Euro, zuzüglich knapp 1.000 Euro Lieferung und Einbau durch eine Spedition - alles in allem also knapp 7.000 Euro, klar über unserem Budget - aber für die Tatsache, dass wir von einer Nolte-Küche mit Granit-Arbeitsplatte sprachen, doch deutlich günstiger, als ich persönlich gedacht hatte. Wir erfuhren auch, dass eine vergleichbare Küche, in einem anderen Küchenladen gekauft und dort konzeptioniert, gut und gerne das doppelte kosten würde. Ich zweifelte dies auch nicht im Geringsten an.

Nun war unsere erste Beratung vorbei - und wir erbaten uns Bedenkzeit, um eventuell weitere Angebote einzuholen und über die Anschaffung nachdenken zu können. Dabei erfuhren wir auch noch mehr Details über die Firmenphilosophie von Marquardt: Selbstverständlich würden wir den umfangreichen Kostenvoranschlag nebst Planungszeichnungen mit nach Hause nehmen dürfen. Kleingedrucktes gäbe es bei Marquardt nicht, die einzige AGB würde lauten "Sie zahlen wie vereinbart, wir liefern wie vereinbart". Spezielle Features wie Softeinzüge an den Schränken und Schubladen sowie Anti-Rutsch-Matten in allen Schubladen würden ohne Aufpreis angeboten. Nur eins sei bei Marquardt nicht möglich - das Handeln! Schließlich würden alle Küchen zu tagesaktuellen Preisen direkt ab Werk angeboten - da sei kein weiterer Spielraum mehr drin.

*** Das zweite Gespräch ***

Die ersten Tage nach dem Besuch bei Marquardt waren nicht leicht für uns. Sollten wir die Küche kaufen - oder sollten wir nicht doch eine günstigere Variante wählen? Wo sollten wir weitersuchen? Nur wenige Tage später ließen wir uns in einem Münchner Möbelhaus eine vergleichbare Küche kalkulieren - allerdings von einem weniger namenhaften Hersteller mit schlechteren Geräten und ohne Granitarbeitsplatte - und der Preis lag nur knapp 1.000 Euro unter dem Marquardt-Angebot. Mein Freund konnte sich noch nicht mit dem Granit-Gedanken so richtig anfreunden - und ich gab mein bestes, Überzeugungsarbeit zu leisten. Schließlich kamen wir zu dem Schluss, die Küche kaufen zu wollen - allerdings gleichzeitig einen neuen Termin bei Marquardt zu machen und noch einige Komponenten der Küche zu ändern - in der Hoffnung, noch hier und da etwas einsparen zu können.

Den Termin bekamen wir nur eine Woche später. Wieder bekamen wir die Möglichkeit, erst abends um halb sechs eine halbe Stunde vor Ladenschluss zu kommen - und wieder wurde für uns eine Menge Zeit eingeplant. Noch einmal nahmen wir unsere virtuelle Küche in Angriff, tauschten diverse Schubladen gegen normale Schränke, änderten noch einmal die Abzugshaube und das Ceran-Kochfeld, strichen die Schrankbeleuchtung und nahmen Änderungen am Spülbecken vor - und entschieden uns schlussendlich noch für andere Schrankgriffe. Damit sparten wir noch einmal rund 600 Euro ein. Dann war der große Moment gekommen: Unser Kaufvertrag wurde ausgedruckt, wir entschieden uns für eine Anzahlung (die Höhe kann man bei Marquardt selbst bestimmen) - und setzten schließlich unsere Unterschrift darunter.

Die Lieferzeit für unsere Küche würde ca. zehn bis 12 Wochen betragen - und Mitte Januar, also knapp drei Monate vor dem anvisierten Liefertermin, würde in unserer neuen Wohnung noch einmal ein Ausmessen des Raumes durch Marquardt stattfinden, erfuhren wir. Sogar den Liefertermin auf die vorletzte Märzwoche setzen wir zu diesem Zeitpunkt schon fest - für uns ideal, um gleich beim Einzug schon die Küche in der Wohnung zu haben. Es passte perfekt.

Schon kurz vor dem Nachmessen durch Marquardt stellten wir schließlich noch fest, dass wir uns bei unseren eigenen um mehr als 30 Zentimeter vermessen hatten - und als ich unsere Küchenberaterin deswegen panisch anrief, beruhigte sie mich und meinte, das wäre doch überhaupt kein Problem. Sobald die Firma bei uns noch einmal genau nachgemessen hätte, würden wir noch einen Änderungskaufvertrag bekommen - und so geschah es dann auch. Als ein Mitarbeiter der Firma Marquardt zum Ausmessen bei uns in der neuen Wohnung war, stellte er außerdem noch fest, dass unsere Fensterbank dem Wasserhahn im Weg sein würde - und deswegen unsere Fensterbank durch ein weiteres Stück Granit würde ersetzt werden müssen. Da wir aber wegen unseres Messfehlers nun einen kürzeren Unterschrank brauchten, wirkte sich dies sogar noch einmal positiv auf den Gesamtpreis aus, der sich nun zusammen mit flächenbündigem Einbau von Spülbecken und Ceran-Kochfeld, allen Geräten, diversem Schnickschnack wie Leicht-Backauszugschienen, Lieferung und Montage auf knapp 6.000 Euro belaufen würde. Ein Betrag, mit dem wir beide ganz gut leben konnten.

*** Der große Tag: Die Küche kommt! ***

Langsam rückte die vorletzte März-Woche näher und näher - und mit ihr die große Spannung auf unsere neue Küche. Noch einmal bekam ich von Marquardt einen Brief, in dem der Liefertermin bestätigt wurde - und dann war der große Tag gekommen! Schon um fünf Uhr morgens in der Frühe waren die beiden Monteure direkt aus Thüringen zusammen mit unserer Küche in einem Lieferwagen zu uns nach München gestartet - wo sie gegen neun Uhr vor unserer Tür standen. Dann fing die harte Arbeit der Küchenmonteure an. Unser Wohnzimmer wurde mit zahlreichen Decken ausgelegt - und die Schränke nach oben getragen und dort abgesetzt. Draußen vor der Tür wurde eine Kreißsäge aufgebaut - um den Granit für uns genau passend zuschneiden zu können. Die beiden Monteure schufteten ohne Pause, nahmen nur mal zwischendurch dankbar mein Angebot einer Flasche Cola an - und sagten auch nicht nein, als ich mich mittags erbot, ihnen Leberkässemmeln zu holen. Ansonsten arbeiteten und arbeiteten sie ohne Pause - durchgängig bis abends um sieben, bis der Einbau endlich komplett abgeschlossen war und unsere Küche in voller Schönheit erstrahlte. Endlich hatten wir die Möglichkeit, unsere neue Küche genauer unter die Lupe zu nehmen - und auf Mängel zu untersuchen, die wir nicht fanden. Nun ging es lediglich noch ans Bezahlen. Den Restbetrag für die Küche hätte ich nun bar zahlen können, ich hatte ihn aber schon ein paar Tage vorher an Marquardt überwiesen. Nun war nur noch der Betrag für Lieferung und Montage zu leisten, den wir der Spedition in bar geben mussten.

Normalerweise hätten die Monteure nun noch ein Foto von unserer neuen Küche gemacht, dass auf der Marquardt-Seite ins Internet gestellt worden wäre. Da die Batterie der Kamera des Monteurs aber leer war, kamen wir dann doch nicht in diesen Genuss. Nun ist unsere neue Küche im aktiven Einsatz. Und selbst ich, eher ein Kochmuffel, entdecke plötzlich ganz ungeahnte Fähigkeiten - und die Begeisterung, vor dem Herd zu stehen oder Teig für einen Kuchen zu rühren. Denn kaum hat man eine Küche, die den Namen Küche auch verdient, macht plötzlich auch das Kochen Spaß!

Zweiter Tei: Planung der Anpassung unserer Küche (Stand: Herbst 2008)

Inzwischen schreiben wir das Jahr 2008. Unsere 2005 bei Marquardt gekaufte Küche bereitet uns immer noch viel Freude - und sie tut ohne Beanstandung ihren Dienst. Da ich in den vergangenen Jahren das Unternehmen Marquardt auch aufgrund unserer Zufriedenheit auch an viele Freunde und Bekannte weiterempfohlen habe, finde ich es um so bedauerlicher, dass nun unsere Begeisterung über das Unternehmen verpufft ist. Der Grund: So gut und sorgfältig das Unternehmen gearbeitet hat, als es darum ging, eine neue Küche zu planen - um so enttäuschender ist der Service, wenn es darum geht, die bestehende Küche in ein neues Domizil umzuziehen und erforderliche Anpassungen vorzunehmen.

Schon kurze Zeit, nachdem fest stand, dass wir zum Jahresende in ein eigenes Haus ziehen würden, rief ich das erste Mal bei Marquardt an, um einen Termin zur Umgestaltung unserer Küche zu vereinbaren. Die überraschende Auskunft am Telefon: Dies würde nicht Marquardt selbst übernehmen, sondern der zuständige Monteur.

Da besagter Monteur die Küche bei uns auch aufgebaut und damals sehr gute Arbeit geleistet hatte, rief ich den Herrn frohen Mutes an und schilderte ihm meinen Wunsch. "Alles kein Problem", meinte er, ich sollte doch einfach per Mail den Aufbau der alten Küche schicken, den Grundriss der neuen Küche, wenn möglich ein paar Fotos - und er würde die Küche planen und uns ein Angebot schicken. Soweit so gut. Das war Mitte Juli.

Eine Woche später war noch kein Angebot da. Ich schickte eine Erinnerungsmail - keine Reaktion.

Als Ende Juli immer noch kein Angebot eingetroffen war, rief ich den Herrn erneut an. Er tat überrascht - das Angebot hätte schon längst per Mail bei mir eintreffen sollen. Angeblich wäre es beim Versenden verloren gegangen. Kann ja mal passieren.
Zwei Tage später traf das Angebot endlich ein - mit Datum von Ende Juli. Sah also ganz danach aus, als wäre es erst aufgrund der wiederholten Aufforderung erstellt worden.

Das Angebot selbst konnte uns aber nicht überzeugen. Dass wir aufgrund der veränderten Raumsituation eine neue Arbeitsplatte brauchen würden, die entsprechende Kosten verursacht - das ließen wir uns noch eingehen. Dass der Herr aber trotz verfügbarem Platz im Raum einen Schrank, der sich schon in unserem Besitz befand, komplett raus und einen anderen hineingeplant hatte, gefiel uns ganz und gar nicht. Noch am gleichen Abend formulierte ich zahlreiche Änderungswünsche und sendete Sie dem Herrn - mit der Bitte, mich doch für Detailfragen telefonisch zu kontaktieren bzw. nach Lösungen zu suchen, wie die Küche verstärkt an unsere Wünsche angepasst werden könnte.

Als Reaktion kam bis heute - Ende August ... nichts.

Da wir eine andere Auffassung von Service haben und es einfach nicht einsehen, permanent hinter einem Unternehmen herlaufen zu müssen, das an uns noch eine ganze Stange Geld verdient, haben wir mittlerweile die Hoffnung auf ein Angebot von Marquardt aufgegeben und uns an ein kleines regionales Küchenstudio gewendet, das nun vermutlich von uns den Zuschlag bekommen wird. Auffälliges Detail: Das Angebot, das wir von dort bekommen haben, ist nicht nur von der Gestaltung der Küche her wesentlich besser - der Preis liegt sogar in etwa auf dem gleichen Level, obwohl hier noch ein zusätzlicher Oberschrank berücksichtigt wurde. Den Anspruch, ein Anbieter für Schnäppchenjäger zu sein, erfüllt Marquardt offensichtlich mittlerweile nicht mehr.

*** Kommen wir also zu abschließenden Gesamtmeinung: ***

Obwohl uns Marquardt beim Neukauf der Küche mit einer absolut tollen Beratung, einem sehr guten Angebot und einem sauberen Aufbau auf der ganzen Linie überzeugen konnte, kann ich das Unternehmen aufgrund der gemachten Erfahrungen beim Wunsch einer Küchenanpassung nun nur noch bedingt weiterempfehlen. Meine ursprüngliche Bewertung von fünf Sternen reduziere ich auf drei Sterne. Ich finde es traurig, dass Marquardt es offensichtlich nicht für nötig hält. zufriedene Kunden auch langfristig bei Laune zu halten und sich nicht mehr bemüht, Kunden auch bei Änderungswünschen entgegenzukommen.

Wer eine neue Küche plant und sich eine Grantiküche wünscht, der kann bei Marquardt ruhig mal vorbeischauen und sich ein Angebot holen. Wer hingegen auf längere Sicht auch mal einen Umzug zusammen mit der Küche in Erwägung zieht, der sollte statt dessen lieber gleich auf kleinere Küchenstudios oder regionale Anbieter setzen. Dann bleibt nämlich eine Menge Stress erspart.

stefbl, Mai 2005/Update: August 2008   
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