Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Schweißt mit den Mitmenschen zusammen |
| Kontra: |
Ziemlich heftiges Leiden |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Eine Kinderkrankheit, die im allgemeinen Verständnis der Gesellschaft lediglich als "rote Flecken auf der Haut" bekannt ist, bietet bei genauerer Betrachtung überraschende Auswüchse. So "durfte" ich erst als Erwachsener verspüren, wie sehr sie einen Menschen beuteln kann. Da die Masern auf mich mit ziemlich heftigen Begleiterscheinungen und Folgeerkrankungen einfielen, wurden sie zu meiner bisher schmerzlichsten Krankheitserfahrung.
Mittlerweile jährt sich dieses Ereignis, das mich seinerzeit als sonst immer nur kerngesunden Menschen zeitweilig am Weiterleben zweifeln ließ, zum achten Mal. Jedes Jahr im Februar werde ich daher unweigerlich daran erinnert, wie mich diese heimtückische Virusinfektion urplötzlich überfallen hatte und Monate lang mit all ihren Nachwirkungen begleiten sollte.
~~~ Nur eine harmlose Kinderkrankheit?
Bei weitem nicht! Masern sind auch heute noch auf der ganzen Welt existent. Während man in den Industrieländern durch frühe Schutzimpfungen vorbeugen kann, so klärt mich das Internet bei meiner Recherche zum Thema auf, dass noch 1995 weltweit eine Million Kinder an Masern gestorben sind, überwiegend in Entwicklungsländern. Denen konnte eben aufgrund ihrer sozialen Herkunft keine Schutzimpfung zuteil werden.
Da das Masern-Virus durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Sprechen, Husten...) auch über weitere Strecken übertragen wird und sehr ansteckend ist, wird so gut wie jeder nicht vorsorglich Geimpfte beim Kontakt mit Masernkranken infiziert. Es sei denn, er hatte bereits diese Krankheit. Danach ist ein Mensch nämlich ein Leben lang immun gegen den Virus.
Eine Infektion bedeutet nicht zwingend den Ausbruch der Krankheit nach in der Regel 10 bis 12 Tagen, da in einem funktionierenden Immunsystem sofort das Virus bekämpfende Antikörper gebildet werden, die letztendlich auch lebenslang immun machen. Solche Abwehrstoffe werden übrigens ebenso nach einer Schutzimpfung aufgebaut und beugen der Erkrankung vor.
In meinem Fall muss die Bildung der Abwehrkräfte in dieser Hinsicht irgendwo unterbrochen gewesen sein. Auch konnte ich damals nicht nachvollziehen, wo ich mich angesteckt haben könnte. Aus heiterem Himmel hatte es mich eben einfach erwischt - und noch dazu während meiner Semesterferien. Da hat man ja schließlich nichts Besseres vor.
~~~ So schützt man sich vor Masern
Säuglinge sind bis zu neun Monate nach der Geburt durch Antikörper der Mutter geschützt, falls bei ihr vorhanden. Ab dem 15. Monat darf bei Kindern die erste Schutzimpfung erfolgen, die im sechsten Lebensjahr einmal wiederholt werden kann, falls gewünscht. Grundsätzlich sind heute Masernschutzimpfungen freiwillig und kein Zwang. Kinder sind zwar am häufigsten von Masern betroffen, doch nicht ausschließlich.
Unnötige weitere Ausbreitung kann durch Isolierung des Erkrankten, auch für zusätzliche ein bis zwei Wochen nach Krankheitsende, eingedämmt werden. Ungefähr fünf Tage lang nach Ausbruch der roten Flecken auf der Haut sollte diese so genannte Expositionsprophylaxe gewissenhaft durchgeführt werden, um keine weiteren Personen zu gefährden. Ansteckend sind die Masern allerdings bereits bis zu fünf Tage vor Beginn eines Ausschlags - nur werden sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht unbedingt bemerkt.
So geschah die Isolierung auch bei mir: War ich damals praktischer Weise bereits bei meinen Eltern zu Besuch, steckten sie mich gleich in einem separaten Zimmer ins Bett. Natürlich hatten sie nicht im entferntesten geahnt, dass ich ihnen noch Wochen lang erhalten bleiben sollte...
~~~ Masern möglichst sicher erkennen
In erster Linie zeichnet sich als auffälligstes Krankheitsbild ein rötlicher Hautausschlag ab. Dazu gesellt sich meist ein starker, trockener Husten. Der wiederum kann bereits ein paar Tage vor Ausbruch der Hautflecken (in der Fachsprache Exanthem genannt) auftreten und auch mit Angina, weiteren bronchialen Anfälligkeiten, Erkältungssymptomen, Bindehautentzündung und Lichtscheu des Betroffenen einhergehen. Eine eindeutige Diagnose ist zu diesem Zeitpunkt (3-5 Tage vor dem Ausschlag) allerdings schwierig.
Sind die Flecken für ungefähr drei bis fünf Tage erst einmal da, gesellt sich zu ihnen auch bald ein stellenweise hohes Fieber (bis 41°C). Das kann mal abfallen und dann auch wieder in Schüben zunehmen. Eine Entzündung der Mundschleimhaut sorgt für weiße Flecken in diesem Bereich.
Das Exanthem auf der Haut beginnt meist hinter den Ohren und breitet sich dann abwärts über den ganzen Körper aus. Im Einzelfall kann es ganz verschieden aussehen, von kleinsten rosa Fleckchen bis hin zu rötlich-violetten, größeren Blasen, die mit klarer Flüssigkeit gefüllt sind.
Meist sind die kleinen oder großen Patienten in diesem Zustand erkennbar geschwächt: Sie 'siechen' apathisch vor sich hin und leiden an Appetitlosigkeit. Ebenso können beispielsweise die Lymphknoten oder die Milz anschwellen. Ersteres führt obendrein zu starken Halsschmerzen.
Nach maximal fünf Tagen sollte der Hautausschlag wieder verschwinden, mit ihm das Fieber. Eine spürbare Verbesserung des Gesundheitszustandes ist in der Regel die Folge.
Für mich persönlich begannen die Masern mit einer starken Übelkeit und allgemeinem Schwächegefühl. Über Nacht hatten sich auf meinem Körper dann viele kleine rote Punkte ausgebreitet. Die hatten meine Eltern zuerst bemerkt: Als sie am Morgen nach mir sahen, erschraken sie über meine äußere verpickelte Erscheinung.
Ich hatte auch leichtes Fieber, geschwollene Lymphknoten, unangenehme Gliederschmerzen und einen kräftigen Schnupfen. In diesem Zustand wusste der aufgesuchte Arzt zunächst nichts anderes zu verabreichen als Paracetamol, ein Schmerzmittel zur Linderung der Symptome. Ansonsten hieß es aussitzen, besser gesagt ausliegen.
Am dritten Tag gingen zwar die roten Flecken zurück, doch dafür stieg mein Fieber stark an. Ich hatte heiße Oberschenkel, jedoch kalte Füße. Wieder konnte nur symptomatisch geholfen werden durch etwas Echinacin zur versuchten Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte.
Am schlimmsten plagten mich jedoch kleine weiße Fleckchen auf meiner Mundschleimhaut. Diese entzündeten Stippchen hatten sich im gesamten inneren Wangenfleisch gebildet und regelrecht festgesetzt. Das allein wäre ja vielleicht noch zu ertragen gewesen, doch besaß ich zu dieser Zeit eine fest mit den Zähnen verbundene Zahnspange zur Regulierung des Gebisses. Jede Berührung der Bläschen mit den Bügelhalterungen der Spange, den so genannten Brackets, reizte die Schleimhaut zusätzlich und sorgte für einen mehr als schmerzhaften Beigeschmack zu den Masern. Ich war regelrecht geplättet und hoffte inständig auf baldige Besserung.
~~~ Masern behandeln - das kann man tun
Sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen hilft es gut weiter, sie in einem nicht zu warmen Zimmer ins Bett zu stecken. Bei entzündlichen Beschwerden mit den Augen sollte der Raum ruhig abgedunkelt werden.
Möglichst kühle Wadenwickel können höherem Fieber entgegenwirken. Diese sollte man allerdings nur anwenden, wenn alle Extremitäten des Kranken warm sind und ihn nicht ohnehin fröstelt.
Jetzt und erst recht bei auftretendem Fieber sollte der Kranke viel trinken. Das Essen sollte möglichst leicht verdaulich zubereitet werden. Ansonsten können Schleim lösende und Fieber senkende Medikamente (auch Zäpfchen) nach Rücksprache mit einem Arzt verabreicht werden. Fürs Erste helfen aber auch Hustensäfte oder spezielle Tees, um hier etwas Linderung zu verschaffen.
Sollte sich der Zustand verschlimmern, muss man intensive fachmännische Hilfe wahrnehmen. Komplikationen können bei Masern nämlich sehr unangenehme Folgen haben: Mittelohrentzündung, weitere bakterielle Infektionen aufgrund des geschwächten Immunsystems, Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, ja sogar Gehirnentzündung und weitere. Besonders Säuglinge oder Erwachsene sind hier gefährdet.
Daher sollte man bei über die reinen Masern hinausgehenden Anzeichen wie Kurzatmigkeit, Einschränkung des Sehvermögens, starken und anhaltenden Kopfschmerzen, Nackensteife, Berührungsempfindlichkeit oder selten auftretenden Blutungen aus Nase, Mund oder Ohren schnellstens mit dem Patienten in ein Krankenhaus gehen. Solche Fälle treten glücklicherweise nur sehr selten auf, aber lieber beobachtet man den Patienten genauer.
Auch nach Ende der Masern sollte sich der Betroffene noch einige Tage - von der Öffentlichkeit isoliert - schonen und gesund ernähren, um allmählich das Immunsystem wieder aufbauen zu können.
Genau diese geschwächten Abwehrkräfte waren es, die mir einen Strich durch die baldige Genesungshoffnung machen sollten. Aufgrund der höllisch schmerzenden weißen "Koplikschen Flecken" im Mundbereich vermochte ich zusätzlich zum sowieso nicht vorhandenen Appetit weder großartig zu essen noch zu trinken. Jeder Bissen auch noch so weichen Essens, jeder Schluck Flüssigkeit bereiteten mir ungemeine Schwierigkeiten.
So am Boden meiner Gesundheit konnten die wenigen Mittelchen des Arztes oder liebevoll durch meine Mutter hergerichtete Wadenwickel auch nicht mehr viel ausrichten und es kam, wie es kommen musste: Kaum waren die eigentlichen Masern überstanden, schloss sich ihnen tatsächlich eine schlimme Angina an, die leichtes Spiel hatte meinen Körper zu erobern. Daraus ergab sich dann meine ganz individuelle Krankheitsgeschichte, auf die ich nur zu gern verzichtet hätte...
~~~ Wie mich die Masern beutelten
Neben den oben bereits erwähnten Symptomen sollte es am vierten Tag meiner Masernerkrankung erst so richtig losgehen. Da hatten sich die weißen Stippchen im Mund auch noch auf die Zunge ausgebreitet, so dass ich vor Schmerzen kaum reden konnte. Selbst das desinfizierende Ausspülen des Mundbereichs kostete maßlose Überwindung. Ich lag völlig down in meinem Bett und litt still vor mich hin.
Wie wunderbar war da eine totale Überraschung: Am Nachmittag stand auf einmal meine damalige Freundin (und heutige Frau) in meiner Zimmertür. "Das gibt's ja nicht!", rief ich glücklich aus und umarmte sie aus meinem Bett heraus. Ich ertappte mich sonst immer so "starken Mann" dabei, wie ich gleichzeitig vor Verzweiflung und Freude in ihren Wintermantel weinte. Sie wohnte doch weit weg und war extra nach der Arbeit mit der Bahn angereist, um gegenüber mir ihre ganze Liebe und Güte auszustrahlen. So saß sie ein paar Stunden am Bettrand und half mir dadurch psychisch sehr.
Die nächste Nacht war von Alpträumen um die Krankheit gekennzeichnet. Ich musste sowieso alle zwei Stunden aufstehen und mein Zahnfleisch spülen und kühlen. Alles war stark angeschwollen und vermittelte mir das Gefühl eines regelrecht verschobenen Zahnbildes. Auch hier konnte mir der Arzt nur gering mit einem Mundantiseptikum und einem Pflegeöl fürs Zahnfleisch helfen.
Was soll man nur tun, wenn man vor Schmerzen nicht schlucken oder kauen kann, wenn sogar ein Joghurt auf der Zunge brennt wie Feuer? Mit meinen Eltern konnte ich Tage lang besser auf vollgekritzelten Zetteln kommunizieren denn über Sprache, es war furchtbar.
In der Folge schwoll mein Zahnfleisch sogar über die Brackets meiner Zahnspange an, überwucherte regelrecht und teilweise grau geworden (!) einen Weisheitszahn, der dann natürlich auch noch zu "rebellieren" begann. So bereitete mir allein meine außergewöhnliche Mundflora mehr als schlafarme Nächte.
Zum Glück leistete mir meine Freundin in diesen Tagen so oft es ging Gesellschaft. Sie ertrug selbstredend den beinahe entwürdigenden Anblick, wenn ich nur noch stumm-träge vor ihr liegen konnte und meinen Speichel aus Angst vor dem Schlucken einfach in eine Schüssel laufen ließ. Auch wortlos verstanden wir uns. Sie hielt einfach meine Hand, selbst dann, wenn ich ausnahmsweise mal vor Erschöpfung für kurze Zeit einnicken konnte.
Das Trinken von dünner Suppe bereitete mir wahre Messerstiche in die nun auch noch angeschwollenen Mandeln. Wieder musste ich vor Hoffnungslosigkeit weinen und bereitete meinen lieben Mitmenschen dadurch natürlich große Sorgen. So kannten sie mich eben bisher nicht - ich mich auch nicht. Doch gerade an diesem Tag sollte es mir abends wieder bedingt besser gehen, so dass ich wenigstens eine Kleinigkeit essen konnte.
Nach der ersten Woche begann nachts mein Zahnfleisch zu bluten. So bot sich ein furchtbares Bild, als ich mir im Bad am Waschbecken geronnene regelrechte "Würste" aus den Backentaschen ziehen konnte. Selbst der Arzt erschrak über diesen Anblick, suchte mich doch ausgerechnet bei ihm im Wartezimmer ein neuer Blutungsschub heim. Außer desinfizierendem Ausspülen mit Chlorhexagonal war nichts drin, leider auch keine Linderung der bis zu den Ohren pochenden Schmerzen.
Zwei weitere Tage später konnte ich aufgrund leichter Besserung wieder aus dem Bett steigen und meine Zeit auch teilweise sitzend verbringen. Ich war noch immer sehr geschwächt. Dazu kam die "Diagnose" der Waage: Ich hatte innerhalb von 10 Tagen sieben Kilogramm abgenommen und wog nur noch 65 kg - bei 1,82 m Körpergröße.
Kein Wunder erschrak meine Freundin, als sie wieder mal zu Besuch kommen konnte. Hatte ihr mein Vater noch am Telefon gesagt, dass es mir wieder besser ginge, bezeugte ihr mein Anblick eher das Gegenteil: Die Jeans schlackerte locker an meinen Beinen, dunkle Augenringe sprachen ihre eigene Leidenssprache und meine vorsichtigen Bewegungen wie die eines alten Mannes ließen nach wie vor Besorgnis in ihr aufkommen.
Als wir am Wochenende einen ersten Spaziergang wagten, musste ich mich nach wenigen hundert Metern erst mal setzen und tief durchatmen. Ich sollte ab jetzt meinen Kreislauf sehr langsam daran gewöhnen wieder aktiv zu werden. Wenigstens konnte ich wieder fast feste Nahrung in Form von Rührei und Kartoffelbrei zu mir nehmen, die mir meine Freundin ganz lieb zubereitet hatte.
~~~ Durch Komplikationen satte zwei Monate k.o. geschlagen
Mein nicht intaktes Immunsystem hatte meinen Körper so schutzlos gemacht, dass ich zweieinhalb Wochen nach Ausbruch der Krankheit auch noch durch eine akute eitrige Angina mit stark geschwollenen Mandeln heimgesucht wurde. Der Arzt meinte, dass jetzt zwar die Masern überstanden seien, die Anschlusskrankheit als eine der Komplikationsformen allerdings mit Penicillin behandelt werden sollte. Antibiotika also - nun ja, wenn's der Körper eben nicht mehr selbst hinbringt ein in der Schulmedizin gern genommenes Hilfsmittel.
Die Folge war allerdings, dass ich total kälteempfindlich wurde, ständig fror und die weißen Bläschen im Mund einfach nicht weniger wurden. Im Gegenteil, nach wenigen Tagen war meine Wangeninnenhaut stellenweise bis aufs weiße Fleisch aufgerieben. Die offenen Wunden ließen erneut jede Nahrungsaufnahme zur Höllenqual werden. Wenn bei obendrein noch spröden Lippen schon das Reden weh tut, wie schlimm war da erst das behutsame Essen einer Banane! Für ein Brötchen brauchte ich in dieser Zeit gar in etwa eine Stunde beim Essen.
Von meinem Kieferorthopäden bekam ich für diese Leidenstage ein Spangenwachs, später auch Silikon, das ich wie eine schützende Hülle über die Brackets meiner festen Spange formen konnte, so dass wenigstens die Reibung an den Stippchen etwas nachlassen konnte. Eine Bekannte empfahl mir dann noch das harmlose Kamistad-Gel, auf das weder Orthopäde noch Arzt gekommen waren. Endlich wurden die Schmerzen durch die örtlich leicht betäubende Wirkung etwas eingedämmt, welch Wohltat.
Noch 30 Tage nach den eigentlichen Masern blieb mir nachts die Zunge am ausgetrockneten Gaumen kleben, was zur Folge hatte, dass die Stippchen aufrissen und bluteten. Jeder kleinen Mahlzeit schloss sich ein starkes Magendrücken an, ich war Essen nicht mehr gewöhnt. Da es mir einfach nicht besser ging, kamen in mir sogar Gedanken an AIDS und mein Sterben allgemein hoch.
Doch Besuche bei einem weiteren Arzt mit Blutabnahmen und Belastungs-EKGs bestätigten mir keinerlei Verdachtsmomente dieser Art. Im Gegenteil: Der Doktor war erstaunt über die nach so langer Krankheit noch sehr guten Blut- und Leberwerte. Dennoch verschrieb er mir, da mein Immunsystem so beeinträchtigt war und ich zudem noch Antibiotika genommen hatte, ein Mittel zur Darmrefloration, um die dortigen Bakterien wieder neu zu "beleben". Von einer gesunden Darmflora hinge nämlich auch ein großer Teil des körpereigenen Immunsystems ab.
In der Folge erholte ich mich endlich langsam. Alles in allem hatten mich Masern und Folgekrankheiten allerdings gute zwei Monate fest im Würgegriff, ja ließen mich oft sogar verzweifeln.
~~~ Das habe ich aus den Masern gelernt
Weder vor noch nach meinen Masern war ich jemals so ernsthaft krank. Dass es überhaupt eine gesundheitliche Beeinträchtigung geben könne, die mich derart mitnehmen würde, hätte ich vorher nicht für möglich gehalten.
In den Zeiten, wo es mir wieder besser ging, wo ich endlich wieder ohne Schmerzen essen konnte und der Appetit zurückkehrte, gönnte ich mir auch Speisen im Übermaß. So holte ich mir einmal bei einem Schnellrestaurant ein ganzes Hähnchen mit Pommes und Salat und aß mit einem Bärenhunger diese Portion restlos auf. Ab da wusste ich, dass es jetzt wieder aufwärts geht.
Heute versuche ich mich möglichst ausgewogen und gesund zu ernähren, um mein Immunsystem auf einem guten Abwehrstand zu halten. Masern kann ich ja nun nicht mehr bekommen, aber sie haben mich am eigenen Leib die Ehrfurcht vor der Gesundheit als unserem wichtigsten Gut gelehrt.
Auch heute noch kommen mir und meiner Frau fast die Tränen, wenn ich aus den damaligen Aufschrieben meiner Krankheit vorlese. Uns zumindest haben die Masern gezeigt, wie sehr wir uns lieben, wie wichtig wir füreinander sind - ganz klassisch in guten und in schlechten Tagen. Das war ein mehr als positiver Nebeneffekt meines Knock-outs.
Mit unserem Nachwuchs haben wir vorbeugende Schutzimpfungen gegen Masern bereits durchgeführt. Zwar können und dürfen Kinder ruhig Masern bekommen und diese Krankheit einmal durchmachen. Das glücklicherweise geringe Risiko, sie als Erwachsener in weitaus schlimmerem Maß zu bekommen, bleibt ohne eine Schutzimpfung jedoch bestehen. Da beuge ich aufgrund meiner Erfahrungen dann doch lieber vor.
Es soll aber noch genug Eltern geben, die ihre Kinder nicht schutzimpfen lassen.
Du kriegst die Masern!
| weitere Erfahrungsberichte |
Nicht auf die leichte Schulter nehmen
Bewertung für Masern von
Sternchen1310
Pro: im Normalfall harmlos
Kontra: Komplikationen
Eine äußerst ansteckende,meist aber recht harmlose Krankheit sind die Masern. Wie bei den Windpocken können sie bereits übertragen werden, bevor die ersten eindeutigen Krankheitsanzeichen auftreten.
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Ansteckung
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Für die Ansteck ...
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sehr hilfreich
06.10.2005
(14.10.2005)
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Was sind das für Flecken?
Bewertung für Masern von
godid
Pro: lebenslange Immunität
Kontra: Komplikationen
Masern auch Morbilli genannt ist eigentlich eine recht bekannte Kinderkrankheit. Da aber meiner Meinung nach bei vielen jungen Müttern das genaue Krankheitsbild unbekannt ist, möchte ich hier etwas Aufklärung leisten.
Durch die verstärkte Impfung ab dem ...
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|
sehr hilfreich
17.07.2002
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Mehr als nur ansteckend!!
Bewertung für Masern von
Doro1977
Pro: Mehr geschützt für andere Krankheiten
Kontra: Komplikationen
...Hallo lieber Leser heute möchte ich mal einen Bericht über die Kinderkrankheit Masern schreiben. Wie man sie bekommt, wie sie aussehen, was Kinder mit Masern durch machen und wie man ihnen bei der Krankheit helfen kann. 1.Was sind Masern?
Masern ...
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sehr hilfreich
08.01.2003
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Masern, einfach schlimm...
Bewertung für Masern von
blueolez
Pro: wer will schon masern haben? gibt kein pro
Kontra: einfach alles
Was sind Masern?
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Masern (Latein:Morbilli) ist eine sehr ansteckende Viruserkrankung. Gegen Masern kann man geimpft werden, wenn dies nicht der Fall ist treten sie meist im Kindesalter auf.
Der Erreger der Masern ist der Masern ...
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09.04.2004
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