Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
phantasievoll, gute Besetzung, Kostüme und Setbauten |
| Kontra: |
Eigentlich nichts - einem echten He - Man Fan gefällt an diesem Film einfach alles : - ) |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
DER STÄRKSTE MANN DES UNIVERSUMS: HE-MAN LEBT!
He-Man kommt wieder! Nachdem die Spielzeugfirma Mattel jüngst verkündete, dass sie eine Neuauflage der „Masters of the Universe“-Spielzeugreihe plant, erinnerte ich mich an die Realverfilmung zur Spielzeugserie aus dem Jahre 1987 mit Karate-Champ und Schweden-Hüne Dolph Lundgren in der Rolle des muskelbepackten He-Man. Als bekennender He-Man Fan möchte ich daher im Folgenden über die Verfilmung berichten.
DIE GESCHICHTE IM FILM...
Der Planet Eternia findet sich weit entfernt von der Erde im Universum. Dem vom Krieg zerrütteten Himmelsgestirn droht weiteres Unheil: Skelettgesicht Skeletor (Frank Langella) will den „kosmischen Schlüssel“ in seine Gewalt bringen. Dieser Schlüssel ermöglicht dem Besitzer unvorstellbare Kraft und uneingeschränkte Macht. Doch der Schlüssel gerät in ein kosmisches Fenster und gelangt auf die Erde. Skeletor beauftragt seine dunklen Diener, den Schlüssel in dieser fremden Welt zu finden und ihn zu ihm zu bringen. Doch He-Man (Dolph Lundgren), „der stärkste Mann des Universums“ und seine treuen Gefährten, die „Masters of the Universe“, setzen ihrerseits alles daran, den Schlüssel an sich zu bringen und Skeletor zu besiegen....
... UND DIE GESCHICHTE DAHINTER
Die Story klingt ein bisschen platt und albern? Und wer ist bitte „Skeletor“ und „He-Man“? Nun, aus heutiger Sicht und ohne Kenntnis der Umstände um He-Man und den ganzen Rummel um die Sache, die in den 80er Jahren stattfand, kann man Kritik an Story und Charaktern verstehen.
Man muss aber wissen, dass 1987 alles ganz anders war: He-Man und die Masters of the Universe regierten seit vielen Jahren in Spielzeuggestalt die Kinderzimmer dieser Welt. Eine Cartoon-Serie, die auf dem mittlerweile wieder auferstandenen Privatsender Tele 5 lief, tat ihr Übriges dafür, dass He-Man überaus populär war. Für heutige Ohren ulkig klingende Namen wie „Man-at-Arms“, „Trap Jaw“, „Orko“, „Teela", „Grizzlor“, „Battle Cat“ brachten vor ungefähr 15 Jahren die Augen kleiner Buben (und vielleicht auch Mädchen?) zum Leuchten.
Nicht lange sollte es also dauern, bis gewiefte Filmproduzenten auf die Idee kommen sollten, dass mit einer Verfilmung des Stoffes doch eigentlich ganz gut Geld zu machen sein sollte. Auf dem Höhepunkt des He-Man-Hypes beschloss man dann in Hollywood, die Geschichte um die „Meister des Universums“ zu verfilmen.
PLASTIKFIGUREN ERWACHEN ZUM LEBEN
Für den Film brauchte man natürlich erst einmal ein kräftiges Zugpferd für die Hauptrolle des blonden Hünen He-Man. Nachdem er im James Bond-Film „Im Angesicht des Todes“ einen bösen KGB-Agenten und kurz darauf einen noch böseren sowjetischen Boxer in „Rocky IV“ gespielt hatte, beschloss man, dass Dolph Lundgren die Rolle des muskelbepackten Zauberschwertträgers besetzen sollte. Entspricht der hochgewachsene und eher schlanke Lundgren optisch nicht unbedingt der Plastikfigur – der Mattel He-Man hatte ungefähr die Abmessungen eines Profi-Body Builders der 150 kg-Kategorie – so ist die Rollenbesetzung doch ganz gut gelungen. Schwertschwingend, im Lederschurz, wortkarg und von unten bis oben eingeölt mimt Lundgren den coolen Krieger, der das Universum vor dem Bösen rettet. Da die Rolle auf physische Präsenz hin ausgelegt ist, kann Lundgren hier nicht viel falsch machen.Frank Langella, bekannt aus dem Columbus-Epos „1492“ und „The Ninth Gate“, erkennt man unter seiner Schädelmaske aus Latex sowieso nicht. Langella, der den bösen Skeletor mimt, macht seine Sache durchaus gut: Fies und mit einem Prise Größenwahn haucht er der Figur des Knochenmanns Leben ein. Nett anzusehen ist hierbei sein Kostüm und auch die Leute aus der Maske haben bei Skeletors Schädelgesicht gute Arbeit geleistet.
Die restlichen Darsteller sind heute wie auch damals für die meisten Filmfans recht unbekannt. Einzige Ausnahme ist hier „Scream“- und „Friends“-Darstellerin Courteney Cox, die im Film einen Teenager mimt. Recht bekannt ist auch der kleinwüchsige Schauspieler Billy Barty, der im Film der Magier „Gwildor“ ist und zuvor in Produktionen wie „Legend“, „Naked Truth“ und zahlreichen Komödien zu sehen war. Vielleicht interessant für Fans: Den Charakter des „Gwildor“ gibt es in der Spielzeug- und Cartoonserie bekanntermaßen nicht. Eine ähnliche Figur dort ist aber der ungeschickte Zauberer „Orko“. Da dieser aber mehr als einem Meter über dem Boden schwebt und die Tricktechnik 1987 noch nicht ganz so weit war, entschloss man sich wohl, diese Figur ganz wegzulassen. „Gwildor“ scheint wohl der Ersatz zu sein – nur dass dieser eben auf zwei Beinen steht.
Regisseur Gary Goddard setzt „Masters of the Universe“ routiniert in Szene. Goddard weiß, diesen Fantasyfilm durchaus spannend und unterhaltsam zu inszenieren. Über neunzig Minuten lang schafft er es, dass dieses intergalaktische Gut gegen Böse-Märchen unterhält. „Masters of the Universe“ war bis dato Goddards einzige Spielfilm-Regierabeit.
Die im Film verwendeten Spezialeffekte lassen sich natürlich nicht mehr mit den Standards von heute messen. Dennoch sind Laserkämpfe, Energiefelder, Raumschiffe und Zeitsprünge nett anzusehen. In einem Punkt sticht der Film heraus: Das Setdesign und die Kostümauswahl ist gelungen und verleiht dem Film ein eigenes Flair. So ist beispielsweise Skeletors Raumschiff und sein Palast mit eine Vielzahl an Röhren und tiefen Schächten aufwendig gestaltet. Die Kostüme von Charakteren wie „Beast Man“, „Blade“ und „Saurod“ sind fantasievoll und lehnen sich hiermit an die kreativen Ideen der Spielzeugreihe an.
WO TRETEN DIE MEISTER DES UNIVERSUMS IN AKTION ?
Die Wahrscheinlichkeit, diesen Film im TV zu sehen, ist recht groß, wiederholen doch die Privatsender diesen Film in schöner Regelmäßigkeit und zeigen ihn im Nachmittagsprogramm. Leider werden diese Fernsehzuschauer auf ein nettes „Easter Egg“ am Ende des Films verzichten müssen! Da ursprünglich eine Fortsetzung geplant war, ließ man sich nach dem Abspann noch etwas einfallen, um ein Sequel möglich zu machen. Da die Privatsender den Abspann meistens ausblenden, entgeht den Zuschauern dieses Gimmick.
Auch kommt man über Online-Auktionshäuser günstig an eine Videcassette dieses Films heran. Meist handelt es sich um Versionen aus Videotheken. Netter Nebeneffekt dieser Videothekenversionen: eine 3-D-Hologramm-Cover.
Eine DVD gibt es in Deutschland (noch?) nicht. Dass der Film mit einem neu durchgestylten Cover im vergangenen Jahr in den USA als DVD auf den Markt kam, lässt Masters-Fans hoffen, dass es auch bald eine Europa-Version geben wird.
MAGIE DES UNIVERSUMS ODER SCHNÖDER FANTASY-QUATSCH?
Dass die Realverfilmung „Masters of the Universe“ für He-Man Fans ein unabdingbares Muss ist, ist selbstredend. Doch auch Fans von Fantasyfilmen könnten auf ihre Kosten kommen. Wer also gerne „Star Wars“ oder „Star Trek“ anschaut, kann dem Film ja eine Chance geben. Aktualität hat dieser „Masters of the Universe“-Filmbericht vielleicht insofern, als dass Mattel die Wiederaufnahme der Spielzeugserie plant. Mit neu durchgestylten Figuren und einer Cartoon-Serie hofft man wohl, die „Magie“ aus den 80ern erneut in die Kinderzimmer dieser Welt zu bringen. Zur Einstimmung kann man ja diesen Film anschauen und sich dabei an die guten alten Achtziger erinnern, in denen man mit kleinen, muskelbepackten Plastikspielfiguren gespielt und laut ausgerufen hat: „Bei der Macht von Greyskull – iiiiiiiiiiiiiiich habe die Zauberkraft!“
© cuore286 (11/2002)
-----------------------
Movie Facts:
-----------------------
Titel: Masters of the Universe
Werbeunterzeile (USA): A battle fought in the stars – now comes to earth.
Produktionsjahr/-land: USA/1987
Regie: Gary Goddard
Buch: David Odell
Schauspieler: Dolph Lundgren, Frank Langella, Billy Barty, Meg Foster, Courteney Cox
Laufzeit: 106 min.
FSK: ab 16
| weitere Erfahrungsberichte |
WER KENNT NICHT HE-MAN
Bewertung für Masters of the Universe (1987) von
piccolo19
Pro: Für die Zeit sehr gute Special-Effects
Kontra: NIX
Wer kennt nicht HE-MAN? Er war früher DIE Lieblingsfigur der kleinen Jungs (Auch meine). Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als ich mit HE-MAN-Actionfiguren gespielt habe. Auch gab es Hörspielkassetten und die Cartoonserie auf Tele 5. War schon da ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
02.01.2001
(08.01.2001)
|
Überraschend gut für den Titel *überarbeitet*
Bewertung für Masters of the Universe (1987) von
Tom_Araya
Pro: gute Story, sympatische Schauspieler
Kontra: fällt mir so nix ein, eventuell Anspruch
...Nun ja was soll ich sagen, Masters of the Universe ist einer meiner Lieblingsfilme lol, irgendwie hat der Streifen etwas so kultiges das man ihn sich immer wieder reinziehn kann...
Eigentlich sollte man ja denken das das eher ein Kinderfilm ist, bei de ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
06.10.2002
(15.01.2003)
|
Realverfilmung eines vergessenen Superhelden
Bewertung für Masters of the Universe (1987) von
Mamoru
Pro: schöne Geschichte und super Atmosphäre
Kontra: logischerweise nicht mehr zeitgemäße Effekte
Auch heute gibt noch die klassischen Superheldengeschichten wie die von Batman oder Spiderman, meist in Form von Comics, aber auch als Realfilme begegnen sie uns in den Medien.
Zu einem der vielleicht nicht ganz so klassischen Superhelden zähle ich jedoc ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
02.01.2001
(25.12.2000)
|
He-Man hat die Macht
Bewertung für Masters of the Universe (1987) von
Tranton
Pro: Masters of the Universe
Kontra: -
Da nun morgen in Deutschland die neue He-Man Zeichentrickserie anläuft, dachte ich mir, ich schreibe mal einen Bericht über die Realverfilmung.
Die Story:
Auf dem Planeten Eternia tobt ein Krieg. Der machtbesesse Skeletor will die Herrschaft und die ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
|
hilfreich
24.07.2003
|
Langerwartete He-Man Verfilmung
Bewertung für Masters of the Universe (1987) von
emil.bulls
Pro: Gute Verfilmung auf dem Höhepungt des He-Man-Booms; Gute Besetzung; Spannend
Kontra: Eigentlich Nix
Zum Inhalt:
Skeletor hat die mächtige Zauberin von Eternia und somit Castle Greyskull in seine Gewalt gebracht. Das Einzige, was ihn noch aufhalten kann, den gesamten Planeten zu versklaven ist der kosmische Schlüssel. Ein Gerät, das seinen Besitzer zu j ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich |
|
weniger hilfreich
29.07.2004
|