Abiturvorbereitung im Mathe Grundkurs

3  29.02.2004

Pro:
Man muß es nun einmal tun  .  .  .

Kontra:
sehr arbeitsintensiv

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Arbeitsaufwand:

Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:

Prüfungsanforderungen:

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paule_der_carlo

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Der etwas andere Erfahrungsbericht. Ich hatte einst in der Schule (Abi99 in Bayern) Mathe Grundkurs. Nach einigen Jahren des Physikstudiums begann ich, Schüler in Klassen von 15 - 20 Leuten auf das Abi (ebenfalls Bayern) vorzubereiten. Das wird von einem privaten Nachhilfeinstitut organisiert.

Ich habe nur Erfahrungen aus Bayern, ich denke aber, dass man so einiges verallgemeinern kann.

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Stoff und Abituraufgaben:


In Bayern werden in der Oberstufe Stochastik, Infinitesimalrechnung und Analytische Geometrie unterrichtet.
Die Abituraufgaben folgen stets dem gleichen Schema, man kann sich also gezielt darauf vorbereiten, indem man Standardaufgaben rechnet. Es gibt natürlich gewisse Einserbremsen, die keine Standardaufgaben sind. Da muß man dann geistesgegenwärtig sein und meist auch einfach Glück haben, den richtigen Ansatz zu wählen.

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Wie gut bereitet einen der Unterricht auf das Abi vor?


Da war ich dann doch recht erstaunt. Nämlich nicht gut. Standardrechenverfahren wie die Regel des Hopital (Grenwertbestimmung) waren teils einfach unbekannt, jedoch in den Abi Aufgaben zur Infinitesimalrechnung schon in einer der ersten drei Teilaufgaben nötig.

Solches zog sich auch durch die anderen Gebiete fort: entweder wurde wesentliches schlicht nicht behandelt, oder in einer derart umständlichen Art und Weise vermittelt, dass Rechenfehlern Tor und Tür offenstanden.

Ein häufiges Problem war auch das mangelnde Wissen aus der Mittelstufe, das in Abituraufgaben an manchen Stellen wieder mit einfließt, sich zum anderen aber in rechenhandwerkstechnischen defiziten erweist (Punkt vor Strich, Summen kürzen nur die Dummen, Polynomdivision, das sind in der Tat Probleme.)

Einschränkend muß ich sagen, dass sich zu einem solchen Kurs Genies wohl nicht anmelden. Zum einen sitzen sie gleich im Leistungskurs. Andererseits lernte auch ich in der Schule recht verquere Lösungsansätze kennen, die dem Verständnis abträglich waren.

Weiters muß man noch beachten, dass bislang Mathe Abi nicht Pflicht war. Da nur wenige ins schriftliche gingen, neigten wohl manche Lehrer dazu, nicht alles auf Abiturniveau zu behandeln. Das ändert sich dann wohl in Zukunft, was allerdings deutlich härteren Unterricht bedeutet.

Wenn der Lehrer das Niveau steigert und dann konsequent auch das Niveau der Schulaufgaben anhebt, wird die Zulassung zum Abitur wegen des Unterbelegens für viele ein Problem werden. (Unterbelegen heißt, dass man nur in einer bestimmten Anzahl von Fächern weniger als eine glatte vier erreicht haben darf.)


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Der Unterschied zwichen einer 4 und einer 2.


Die Notenskalen (die werte beziehen sich auf Bayern, gelten aber sinngemäß auch in anderen Bundesländern) sind etwas seltsam. Um eine glatte 4 zu bekommen, benötigt man 50% der Punkte, um eine zwei zu bekommen, etwa 22% mehr. Bei einer Abiaufgabe sind das zwei kleine Teilaufgaben.

Was heißt das? Man muß eine ganze Menge können, um eine 4 zu bekommen. Von dort ist der Schritt zu besseren Noten aber nicht wirklich unschaffbar.

Dies als Motivation, dass die Gilde der 2er Schüler nur etwas mehr beherrscht als die 4er-oder-schlechter-Schüler.


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Welche Lehre ziehe ich daraus?


Da man in absehbarer Zeit nicht mehr um das Mathe Abitur herumkommt wie bisher, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: lernen. Das klingt bitter, weil unbequem, ist aber die einzige Möglichkeit. Zusätzlich sollte man noch den Lehrern (wenn sie es nicht tun) auf die Füße treten, alles abiturrelevante zu vermitteln und rechtzeitig mit dem Rechnen der Abiaufgaben zu beginnen, also dann, wenn ein Stoffgebiet abgeschlossen wurde, und nicht zwei Wochen vor dem Abitur.
Auch andere Bücher (Stark) zum Lernen heranziehen; sie erklären den Stoff in der Regel besser als Schulbücher.

Tipp: Ganz viele Aufgaben rechnen. Es gibt nur eine beschränkte Anzahl von Aufgaben, die in Schulaufgaben und im Abi gestellt werden können. Wenn man genug gerechnet hat, ist man gut vorbereitet.


carlo

was soll ich bei 'Empfehlenswert' schreiben? ich persönlich finde Mathe toll, aber nicht so wie es in der Schule vermittelt wird, ohne Blick auf den Nutzen und die Anwendung und das Warum.


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LeAdeR-of-LuSCHen

LeAdeR-of-LuSCHen

29.02.2004 15:36

Kann sowas total nicht nachvollziehen. Man MUSS Mathe nun mal nehmen und sich damit das Abi versauen. Hab zwischen Mathe und meinem zweitschlechtesten Fach eine Differenz von 7 Punkten. Aber da muss man nun mal durch. Trotzdem mal schön zu hören, dass es auch Leute gibt, denen dieses Fach liegt und die sogar Freude dran finden. <verrückte Welt> Gruß.

helden_gesucht

helden_gesucht

29.02.2004 14:46

schade, dass man mathe nicht abwählen kann... :( cu held

freestyler987

freestyler987

29.02.2004 13:08

Mathe hat mich immer genervt....:) Einen sonnigen Sonntag wünsche ich, ***Free***

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