MATRIX - mehr benötigt es nicht
11.12.2003
Pro:
ich finde alles gut
Kontra:
Unter dem Eindruck der anderen beiden Filme geschrieben
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Action:
Romantik:
mehr
 Baumstumpf
Über sich:
Mitglied seit:11.11.2003
Erfahrungsberichte:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Viele Spötter und penetrante Kritiker haben mich dazu getrieben, was ihr nun vor euch stehen habt. Meine Überzeugung. Bestehend darin die Trilogie zu verteidigen, die ich für unterbewertet halte. Meine Meinung verteidigen. Zuerst zu den Filmen. 1999 erschien der erste Teil der Matrix Reihe. Es war etwas Neues, das Publikum war begeistert. Schon damals wurde der Film wegen seiner neuartigen spezial Effekten hochgelobt und auch aufgrund der überwältigenden Soundvariationen. Ob von Anfang an Fortsetzungen geplant waren, darüber lässt sich streiten. Es liegt unbestreitbar jedoch auf der Hand, dass der Film nicht zu Ende war, das Werk benötigte also ein Ende. Und so folgten nun die zwei Teile die ebenfalls nach den meisten Meinungen in diesen beiden oben genannten Subkategorien (Effekte, Sound) bestechen konnten. Ob nun letztendlich Niveau durch eine Anhäufung von Effekten verloren ging, kann ich nicht bestätigen, jedoch kann hier jeder seine eigene Meinung haben. Bestreiten muss ich aber vehement, dass der Film Matrix nun vielmehr eine Aneinanderreihung von Effekten sei, und dass keine Handlung vorhanden sei! Es ist nicht einfach, das gebe ich zu, diese Trilogie zu begreifen. Wenn man jedoch so fasziniert davon ist wie ich, dann macht man sich allerdings schon die ein oder anderen Gedanken zu dieser oder jenen Szene. Und ich komme zu dem Schluss: es ist ein Meisterwerk; konstruiert bis ins Detail, das eine Gespräch wird durch die andere Handlung bestätigt und andersrum. Die innere und äußere Handlung zu verstehen macht diesen Film aus, seid bitte fähig und willig folgendes zu lesen. Ich fasse nun diesen Film in drei Teilen zusammen hier der erste Teil angelehnt an den ersten Teil der Trilogie. Kenntnis der Filme ist zum vollkommenen Verständnis erforderlich. Bitte schreibt mich an, wenn ich euch in auch nur einer Frage im Unklaren lasse. -danke ... und lasst euch nun fallen –in eine Welt die zu durchdenken ein Genuss ist..
Die Matrix. Eine virtuelle Realität erschaffen von den Maschinen, um die versklavte Menschheit unter Kontrolle zu halten, indem sie ihnen in ihren Köpfen eine falsche Wirklichkeit vorgaukeln. Milliarden von Menschen sind an riesige Brutplätze in der Realen Welt angekoppelt und dienen den Maschinen als Energiequelle. Der Geist jedes Einzelnen gefangen in der Matrix. Wer den Krieg zwischen Mensch und Maschine begonnen hat, weis man nun nicht mehr , man weis nur noch „ wir (die Menschen) waren es, die den Himmel verdunkelt haben“. Zwei Konfliktlinien ziehen sich vom Anfang bis zum Ende der Trilogie hindurch. Das Chaos (Orakel) und die Ordnung (Architekt) zum einen und die Entscheidung (Neo) und die Bestimmung (Smith) zum anderen. Darauf werde ich immer wieder eingehen. Anfangen muss ich aber mit dem Konstruktionsprogramm, das die Matrix erdachte, es wird Architekt genannt. Bei der Erschaffung der Matrix kam es zunächst zu Problemen mit dem chaotischen, unvollkommenen Element - der menschlichen Natur. Die ersten beiden Matrizen (scheußliches Wort) scheiterten daran. Der Architekt realisierte nun, dass er, da er an die Parameter der Perfektion gebunden ist, nicht in der Lage war das Problem zu begreifen, geschweige denn zu lösen. Es war ein intuitives Programm, Orakel genannt, erforderlich, das zufällig auf die Antwort stieß: Man musste den Menschen die Entscheidungsfreiheit lassen! Schon nahmen 99% der Menschen die Matrix an. Der chaotische Rest würde aber die Matrix zerstören, wenn man ihn nicht in die wirkliche Welt entlassen würde. Also entließ man sie, wollte aber deshalb nicht darauf verzichten auch diesen Rest zu kontrollieren. Man wendete dabei die selbe Methode an: man ließ ihnen Entscheidungsfreiheit. Der Widerstand Zions, der Stadt in der diese 1% leben, hatte natürlich die Absicht die Menschen aus der Matrix zu befreien und tat das auch. In Wahrheit säuberten die Rebellen aber unwissentlich die Matrix von dem chaotischen Rest, dessen verbleib in der Matrix zum Systemcrash geführt hätte. Statt also die Menschheit zu befreien, trug der Widerstand zum Erhalt der Matrix und der Fortdauer der Sklaverei bei. So kontrollierten die Maschinen nun auch diesen chaotischen Rest. Hier muss man auch die „Prophezeiung“ anhängen, in der Morpheus vom Orakel überzeugt wurde, dass er den sogenannten „Auserwählten“ finde. Scheinbar hat er ihn auch gefunden. Neo war einer von denen die das Programm ablehnten, genau wie die anderen in Morpheus´ Team. In diesem Team muss man noch Trinity hervorheben, die der erste Kontakt Neos zur realen Welt ist und zwischen denen man, bei aufmerksamer Beobachtung Zuneigung zueinander bemerkt. Nicht jeder glaubt das, was Morpheus glaubt und so wird Apoc, seiner menschlichen Natur gerecht, korrupt und verrät Morpheus an die Maschinen, als sie mit Neo zum Orakel gingen, um sicher zu gehen, dass er wirklich der Auserwählte ist. Dieses prophezeite Neo, dass er sich einmal entscheiden müsse zwischen seinem Leben und dem von Morpheus, außerdem wäre er nicht der Auserwählte, hätte aber die Anlagen dazu. So kam es auch. Neo ging in die Matrix, um Morpheus zu retten. Morpheus wird von den Maschinen dafür gebraucht ihnen den Code für den Zentralcomputer von Zion zu überlassen. Hier fährt Agent Smith, übrigens eine perfekt besetzte Rolle, zum ersten Mal aus der Haut und in dem Gespräch mit Morpheus wird klar, dass er sich nach Freiheit sehnt. Ungewöhnlich für ein Programm. Nachdem Neo Morpheus aus den Fängen der Agenten, Programme die für Ordnung in der Matrix sorgen, gerettet hat wird er von Smith getötet. Über den toten Körper von Neo in der Anschlussstelle der Nebukadneza gebeugt, erklärt Trinity ihm die logische Unmöglichkeit seines Todes: "Das Orakel hat mir gesagt, dass ich mich verliebe, und das dieser Mann, der Mann den ich liebe, der Auserwählte ist. Du siehst also, Du kannst unmöglich tot sein. Es ist nicht möglich, weil ich Dich liebe. Hörst Du, ich liebe Dich. Und jetzt steh auf!" Aus Liebe zu Trinity stellte Neos Geist ihre Logik über die Gesetze der Matrix und weigerte sich deshalb den virtuellen Tod in der Matrix anzuerkennen. Durch diese Entscheidung wurde Neo zum Auserwählten. Er stand auf und tötete Smith. Die Möglichkeit von Neos Verweigerung des Todes lag in einem Systemfehler begründet, "einer unausgeglichenen Gleichung, die bei der Programmierung der Matrix aufgetreten ist." die der Architekt trotz seiner Bemühungen nicht beseitigen konnte. Neo war der Auserwählte, weil ausschließlich seine chaotische Natur auf diese Systemanomalie passte. Dies ist das Ende des ersten Teils, womit ich hier auch abschließen möchte. Der Abspann mit „Program failure“ deutet nochmals auf die Veränderung hin und auf die Tatsache, dass mit der Geburt des Auserwählten die Maschinen zu einer Reaktion gezwungen werden. Diese wird dann im zweiten Teil behandelt, den ich bald anhängen werde, jedoch muss ich noch etwas daran arbeiten.
Es tut mir leid, wenn ich etwas Vorwissen verlangt habe und wenn ich auf die anderen Teile vorgegriffen habe, aber ich will hier überzeugen, dass diese Trilogie durchaus ernst zunehmen ist, und dass das Attribut Effekthascherei definitiv einem solchen Werk nicht würdig ist. Ich hoffe ich habe eurem Verständnis geholfen und freue mich schon auf das schreiben des nächsten Teils. -danke
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24.04.2004 16:28
:)
02.03.2004 07:54
ich finds super geschrieben.
18.12.2003 08:53
Dieser erste Teil ist wirklich klasse...