Maya

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Angefangen hatte ich ja mit 3D Studio, da mich aber immer diese organischen Objekte faszinierten und die mit Maya deutlich besser zu machen sind, blieb mir nur noch ein übrig: Maya muss her. Schweren Herzens trennte ich mich von ca. 7500 €. In Worte: siebentausendfünfhundert!! Als Privatmann ... Bericht lesen





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1-6 von 9 Erfahrungsberichten    
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Erfahrungsbericht von Loki76 über Maya
19.06.2003


Produktbewertung des Autors:   

Benutzerfreundlichkeit gut 

Pro: viele Funktionen, Intuitive Steuerung
Kontra: komplex, teuer

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Angefangen hatte ich ja mit 3D Studio, da mich aber immer diese organischen Objekte faszinierten und die mit Maya deutlich besser zu machen sind, blieb mir nur noch ein übrig: Maya muss her. Schweren Herzens trennte ich mich von ca. 7500 €. In Worte: siebentausendfünfhundert!!
Als Privatmann gar nicht zu bezahlen. Die Funktionsvielfalt zu beschreiben wäre ein Fulltimejob. Aber ich will versuchen die kaufentscheidenen Kriterien zu erwähnen.

Die Oberfläche:
für. jmd. der von 3D Studio aus einsteigt, ist sie etwas befremdlich, fehlen doch die Buttons zur steuerung der Ansicht. Wenn man sich aber etwas länger mit dem System beschäftigt kommt damit auch klar, mittlerweile finde ich die Benutzeroberfläche sehr gut. Alles ist sehr intuitiv angeordnet, läßt sich auch den eigenen Wünschen anpassen. Oben sind die wichtigsten Icons für Create, Modify und so , Rechts ist dann je nach Bedarf ein Eigenschaftsfenster, indem man die wichtigsten Objektparameter editieren kann. Die Mitte naturgemäß ausgefüllt von dem Ansichtsfenster. Die Aufteilung dieser Fenster hat der User selbst in der Hand. Es gibt das Standard-4-Ansichten Modell ebenso wie das große Panoramabild. Das Drehen und Zoomen wird nicht über Buttons gesteuert, sondern über verschiedene Kombinationen der Maustasten + alt-Taste. Das ist am Anfang recht merkwürdig, weil man immer irgendeinen Button sucht... Mittlerweile kann ich mir aber nichts besseres Vorstellen. Wenn man richtig in die Arbeit eingestiegen ist, verliert das System leider etwas an Übersichtlichkeit. So hat man flugs 5-6- Fenster offen,z.b.: Hypergraph, Attributes, Rendering View sowie Output Window und die Standard Oberfläche...,einige Fenster kann man auch in der Standardoberfläche integrieren, nehmen dann dort aber sehr viel Platz weg. Ordnung ist hier das halbe Leben. Ein weiteres Feature sieht man wenn man die Space Taste in den Views drückt, so erscheint dann ein komprimiertes Menü, indem alle wichtigen Punkte erfasst sind. Über die Rechte Maustaste kann man ein ähnliches Menü aufrufen, wenn man die Auswahlmöglichkeiten ändern möchte (von Vertex zu Faces z.B.). Die StandardIconLeiste hält die Befehle für den Modus den man ausgewählt hat. Es gibt folgende Modi:

- Rendering
- Modeling
- Animation
- Dynamics


Erstellen von Objekten:
Die Ojekterstellung kann man mit gemischten Gefühlen betrachten. So ist auf der einen Seite auffällig, dass das Anlegen der Basisobjekte nicht ganz so komfortabel ist wie in 3D Studio, geht man aber an komplexe Formen heran so stellt man fest das Maya hier eine seiner Stärken besitzt. Revolve, Loft, Extrude und Planar, bieten so viele Einstellungsmöglichkeit , das sich dadurch jede Art von Objekt erstellen läßt. Besonders das Loft has mir angetan, da es im Vergleich zu 3D-Studio viel einfacher zu bedienen ist und man auch noch im nachhinein das Objekt anpassen kann bevor man es endgültig erstellt.
Maya beherrscht neben Kurven 3 Arten von Oberflächen(NURBS, Polygon, Subdiv). Alles haben ihre Vor-und Nachteile. Man kann aber die Objekte zu den einzelnen Typen konvertieren.

Bearbeiten von Objekten:
Die Grundlegenden Funktionen wie Verschieben, rotieren, skalieren befinden sich als Button auf der linken Seite der Benutzeroberfläche. Was in welche Achse geschieht kann man über den Modifier festlegen. Der Modifier ist ein kleines Symbol auf dem sog. Schwerpunkt des Objekt, das alle Achsen anzeigt. Je nachdem auf welche Achse ich klicke, kann ich das Objekt auch nur noch dahin bewegen oder skalieren oder drehen. In der Praxis stellt sich diese Lösung als sehr intuitiv dar und geht flüssig von der Hand wenn man sich daran gewöhnt hat. Die anderen Modifikatoren wie Smooth, Intersect usw. sind oben per Standardleiste zu erreichen. Ein großer Nachteil bei Maya ist, dass viele Fehlermeldungen die insbesondere beim Bearbeiten von Objekten auftreten nicht ordentlich beschrieben, schaut man gem. Anleitung in den Script-Editor steht dort auch nicht viel mehr als man schon weiß. Die Modifikatoren kann man mit den Standardwerten anwenden oder aber man klickt hinter den Begriff auf ein kleines Viereck und hat so die Möglichkeit die Parameter zu Verändern. Wie ich finde ein schöne Sache, da ich so nicht jedesmal ein PopupFenster mit den Parametern nochmal dumm bestätigen muss. Wenn man sich aber diese Fenster ansieht, wird man sofort wieder zum Handbuch greifen. So viele Schalter und Schiebregeler, ganz zu schweigen von Parameterfeldern.
Ein weiteres Schmankerl ist der Hypergraph. Lassen sich hier doch die Objekte miteinander per Drag&Drop verbinden, so kann man versch. Materialien einfach kombinieren.


Hier eine kleine Übersicht über die Modifikatoren:

NURBS:
- Trim
- Intersect
- Reverse
- Rebuild

Polygon:
- Extrude Face
- Smooth
- Split Vertex

Zu Subdiv. kann ich nicht soviel sagen, da noch nicht so lange damit arbeite.

Texturieren:
Objekte mit Texturen versehen, ist auch komplexer als man denkt, So gibt es auch hier vielmehr Einstellungsmöglichkeiten als bei 3D Studio. Jedoch bedeutet dies auch, dass man vielmehr Arbeit damit hat. Sehr schön ist das Interactive Placement, wo man das Mapping direkt auf das Objekt legen kann. Parallel dazu gibt noch die Option "Project ond Surface" dann wird das ganze wie im Kino einfach aufs Objekt geworfen.
Es gibt folgende Shader:

- Blinn
- Lambert
- Phong
- Phong E
- Anisoptric

...nur um die wichtigsten zu nennen

Dies ist nur eine kleine Auswahl der gängigen Texturierungen. Die anderen sind sehr speziell und helfen den meisten wahrscheinlich nicht weiter...

Die Render-Engine:

Das Rendern bei Maya ist das schwächste Glied der Kette. So gibts kein Global Illumination oder Caustics, dazu muss man sich dann nochmal "Mental Ray for Maya" kaufen. bei 3D Studio sind diese Dinge schon enthalten. Die Geschwindigkeit der Engine ist ausreichend. Richtig gute Qualität erreicht man aber nur mit "Mental Ray". Ein positives Feature ist der IPR-Renderer, dieser unterstützt zwar kein Raytracing, aber er dort kann man einen Bereich markieren und sobald man was am Modell ändert wird dann der markierte Bereich neu gerendert, so kann man z.B. die Textur eines Objekts anpassen und sieht sehr schnell das Resultat, da nicht das ganze Modell gerendert wird.

Zum Umfeld kann man festhalten, dass es ein hervorragendes Tutorial gibt. Dort lernt man sehr schnell die Grundlagen. Ich habe noch nie so ein gutes Quickstart Tutorial gesehen. Die Anleitung liegt as html vor. Das ist auch praktischer als Papier da die Seitenzahl im 4stelligen Bereich liegt, und man bei html nach Stichworten suchen lassen kann. Die Hotline ist sehr kompetent und stets bemüht zu helfen, man wird nicht abgefertigt.

Fazit:

Maya ist eigentlich nur was für Leute die sich ernsthaft mit der Materie beschäftigen. Nicht umsonst arbeitet auch Hollywood mit diesem Tool. Die Optionsvielfalt dieses Programms ist umwerfend und läßt sich durch den Script Editor sogar noch individuell erweitern. Die von mir geschilderten Optionen und Befehle sind nur ein klitzekleiner Teil des möglichen. Ausserdem spricht der hohe Preis für sich.
   
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