Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder

Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder

ISBN: 9783423130028 - Verlag: dtv mehr

Gesamtbewertung Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder 13 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

Maya ist ein wunderschöner Roman, voller unvergeßlicher Sätze. Eckhard Krause im "Sonntagsblatt" Irgendwo habe ich dieses Mädchen schon einmal gesehen, denkt sich der ...
mehr





Bitte warten ....
Dieses Produkt bewerten:  
 
5 von 5 ähnlichen Angeboten für Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder  
Maya oder Das Wunder des Lebens Maya oder Das Wunder des Lebens
Roman aus dem Norwegischen. Originaltitel: Maya Von Jostein Gaarder 432 Seiten. ... mehr
Taschenbuch.   "Irgendwo habe ich dieses Mädchen
schon mal gesehen", denkt der Evolutionsbiologe
Frank Andersen, als er An..
€ 9,95*

Händler kann Preis
erhöht haben


Versandkostenzzgl. Versandkosten (je nach Auftragswert / Empfängerland)
Verfügbarkeit0 Artikel Verfügbar, Lieferzeit 1 Tag(e)...
Nordland-shop.net
Maya oder Das Wunder des Lebens, Jostein Gaarder Maya oder Das Wunder des Lebens, Jostein Gaarder
2005, 429 Seiten, Maße: 12 x 19,1 cm, Taschenbuch, DeutschEin spannender Roman über die ... mehr
Evolution - voller Magie, Zauber und Fantasie.
€ 9,95*

Händler kann Preis
erhöht haben


VersandkostenEUR 0,00
Verfügbarkeitsofort lieferbar
Weltbild
Maya oder Das Wunder des Lebens - Gaarder, Jostein Maya oder Das Wunder des Lebens - Gaarder, Jostein
Taschenbuch, 432 S., Roman, Erschienen: 2005
€ 9,95*

Händler kann Preis
erhöht haben


Versandkostenversandkostenfrei
Verfügbarkeitsofort lieferbar
Buch24
Maya oder Das Wunder des Lebens: Roman - Jostein Gaarder Maya oder Das Wunder des Lebens: Roman - Jostein Gaarder
Im Zentrum des Romans steht die Geschichte des Biologen Frank Andersen, dessen Ehe nach ... mehr
dem Tod seiner Tochter in die Brüche geht. Er
befindet sich am Ende einer ausgedehnten
Forschungsreise, als er beschließt, noch einen
Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu
machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten
Menschen zusammen und unterhält sich mit ihnen
über Das Wunder des Lebens. Jeder hat seine eigene
Sicht davon, doch keine Deutung -- sei sie
naturwissenschaftlich, philosophisch, ökologisch
oder magisch -- kann vollständig überzeugen. Mit
dieser zentralen Schilderung um den Biologen Frank
Andersen sind weitere, aus wechselnden
Perspektiven erzählte Geschichten verwoben.
Allmählich vermischen sich reale und imaginäre
Welten. Am Ende ist nur noch eines klar: Es gibt
keinen Anfang und kein Ende. Gaarder geht in
seinem Roman einfachen Fragen nach: "Was sind
wir?", "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?".
Er weiß keine abschließende Antwort darauf.
Glücklicherweise, denn was wäre eine Welt ohne
Fragen und damit ohne Geheimnisse. Sind sie doch
der Motor allen Lebens. Gaarder erklärt aber
Zusammenhänge und wirft damit gleichzeitig neue
Fragen auf. So zieht er den Leser nicht nur in den
Bann, sondern schafft auch ein tieferes
Verständnis für Das Wunder des Lebens und regt zum
Nach- und Weiterdenken an. Jostein Gaarder legt
eine wissenschafts- bzw. evolutionsgeschichtliche
wie auch philosophische Darstellung vor. Maya ist
aber ebenso ein Plädoyer für Liebe und Fantasie
als treibende Kräfte des Lebens. Denn für Gaarder
kann die Naturwissenschaft zwar erklären, doch
erst Liebe und Fantasie geben einen tieferen Sinn.
Die Zeitgeschichte hinterließ deutliche Spuren in
Gaarders Roman, so werden beispielsweise Bill
Clinton und Monica Lewinsky als "zwei der
berühmtesten Primaten unserer Zeit" bezeichnet. In
Verbindung mit den beiden wird die Frage
aufgeworfen, ob es sich "...um etwas so Obszönes
gehandelt haben kann wie eine Havanna-Zigarre...".
Der Humor kommt nicht zu kurz, wie auch das
groteske Zwiegespräch Franks mit einem Gecko
beweist, das wenig nüchtern um eine Ginflasche
kreist. Gaarder verwendet eine einfache Sprache,
ohne jedoch zu vereinfachen oder Lösungen zu
bieten, die es gar nicht geben kann. In seinen
Text fließen Fachbegriffe und fremdsprachliche
Passagen ein, sodass das Werk vorwiegend für Leser
ab 16 Jahren geeignet ist. Jostein Gaarder,
geboren 1952, wurde durch den Philosophieroman
Sofies Welt berühmt -- eines der am meisten
verkauften Werke in der Geschichte der BRD.
--Fedor Bochow
€ 9,95*

Händler kann Preis
erhöht haben


VersandkostenKostenlose Lieferung
VerfügbarkeitGewöhnlich versandfertig in 24 Stunden...
Amazon.de Bücher
Maya oder Das Wunder des Lebens. Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs - Jostein. Gaarder
429 S., 1 Bl. Originalhalbleinen.
€ 25,00*

Händler kann Preis
erhöht haben


VersandkostenEUR 3,00
VerfügbarkeitVersandfertig in 1 - 2 Werktagen...
Amazon.de Marketplace Bücher

Das könnte Sie interessieren
Happy Family / David SafierHappy Family / David Safier

Gebundene Ausgabe, Hardcover, Softcover - ISBN: 9783463406183 - Verlag: Kindler

 2 Testberichte

Zum Angebot für € 12,99

Der Vorleser / Bernhard SchlinkDer Vorleser / Bernhard Schlink

ISBN: 9783257229530 - Verlag: Diogenes

 230 Testberichte

Zum Angebot für € 5,95

Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff! / Virginia Ironside

Hardcover, Softcover, Nonbooks, PBS - ISBN: 9783442312573 - Verlag: Goldmann Verlag

Zu diesem Produkt wurde noch kein Erfahrungsbericht geschrieben. Jetzt bewerten

Zum Angebot für € 10,00

Nein! Ich will keinen Seniorenteller - Das Tagebuch der Marie Sharp / Virginia IronsideNein! Ich will keinen Seniorenteller - Das Tagebuch der Marie Sharp / Virginia Ironside

Hardcover, Softcover, Nonbooks, PBS - ISBN: 9783442311019, 9783442468683 - Verlag: Goldmann Verlag

 1 Testbericht

Zum Angebot für € 8,95

Gesammelte Werke, Gesammelte Werke / Das Buschgespenst - Roman / Karl MayGesammelte Werke, Gesammelte Werke / Das Buschgespenst - Roman / Karl May

ISBN: 9783780208644, 9783780207647, 9783780200648, 9783780217646, 9783780215642 - Verlag: Karl-May-Verlag - Herausgeber: Euchar A Schmid

Zu diesem Produkt wurde noch kein Erfahrungsbericht geschrieben. Jetzt bewerten

Zum Angebot für € 13,95

Unterm Rad / Hermann HesseUnterm Rad / Hermann Hesse

ISBN: 9783518458518 - Verlag: Suhrkamp

 47 Testberichte

Zum Angebot für € 6,00


* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein,
da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.

Verwandte Angebote für Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder

Verwandte Angebote für Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder    
 
Amazon
3305 Bewertungen
Amazon
Finden Sie "Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder" neu und gebraucht bei Amazon. Ab EUR 20 versandkostenfreie Lieferung.
Amazon


1-6 von 12 Erfahrungsberichten    
> Alle 12 Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder Erfahrungsberichte anzeigen
Philosophie oder nur leeres Wortgeplänkel?
Erfahrungsbericht von Linnie1978 über Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder
18.05.2005


Produktbewertung des Autors:   

Niveau anspruchsvoll 
Unterhaltungswert sehr gering 
Spannung ohne Spannung 
Wie ergreifend ist die Story? berührt kaum 

Pro: -  -
Kontra: sprachlich völlig überladen und schwafelig, sehr anstrengend zu lesen, verwirrende Erzählperspektive, misslungene Figurenzeichnung, fehlender roter Faden, nichts für Kinder und Jugendliche, lohnt einfach nicht

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

S. 313: "Joker erwacht in einer organischen Festplatte auf dem Kopfkissen. Er spürt, dass er anfängt, sich aus einem heißen Strom halbfertiger Trugbilder an den Strand eines neuen Tages zu kämpfen. Welche Zellkraft steckt die Elfengehirne in Brand? Welche Turbinen treiben das Feuerwerk des Bewusstseins an? Welche atomare Kraft bindet die Gehirnzellen der Seele aneinander?"

Philosophie oder nur leeres Wortgeplänkel, das ist hier die Frage! Handelt es sich hierbei um hochwichtige Verse oder einfach nur inhaltslose Worthülsen, die keine Bedeutung mit sich tragen, aber wichtig klingen sollen? Ich denke, beide Deutungen sind möglich, wobei ich eindeutig zur zweiten tendiere, da Gaarder mich mit seinen philosophischen Ausführungen leider nicht überzeugen kann. Mit dem Erfolg von "Sofies Welt" gelangte der norwegische Autor zu Weltruhm, auch seine nachfolgenden Romane wie "Das Kartengeheimnis" oder "Der Geschichtenerzähler" verkauften sich blendend, doch in "Maya oder Das Wunder des Lebens" verlangt Gaarder seinen Lesern mehr Geduld und Ausdauer ab denn je.


** Eine Geschichte in der Geschichte

Zunächst begegnet uns der Schriftsteller John Spooke, der von seinem Zusammentreffen mit dem Evolutionsbiologen Frank Andersen auf der kleinen Fidschiinsel Taveuni berichtet. Doch schon bald wechselt die Erzählerperspektive und der Großteil des Buches ist in Form eines Briefes von Frank an seine Frau Vera geschrieben, in welchem Frank seine Erlebnisse auf der Fidschiinsel zusammenfasst und von Ana und José erzählt.

Bei Ana und José handelt es sich um ein spanisches Paar, welches Frank auf Taveuni kennenlernt, die beiden unterhalten sich untereinander stets auf Spanisch und geben dabei merkwürdige philosophische Sätze von sich. Frank, der selbst Spanisch sprechen kann, lauscht ihnen heimlich und versucht, den beiden gegenüber zu vertuschen, dass er ihren Diskussionen folgen kann. Zudem hat Frank sofort das Gefühl, dass er Ana bereits irgendwo gesehen hat, doch kann er sie bzw. ihr Gesicht nicht einordnen. Komischerweise befällt John Spooke genau das gleiche Gefühl, doch findet er bald im Internet heraus, dass Ana der Maya auf Goyas Gemälde "La Maya Desnuda" ("Die nackte Maya") nicht nur verblüffend ähnlich sieht, sondern diese Maya sein muss. Doch wie kommt Anas Gesicht auf ein 200 Jahre altes Gemälde? Erst spät werden dem Leser mögliche Antworten auf diese seltsame Frage präsentiert.

Frank und Vera leben seit dem Unfalltod ihrer kleinen Tochter getrennt voneinander, da dieses Unglück ihre Beziehung zueinander zu sehr überschattet hat. Doch in seinem Brief richtet Frank von Beginn an eine Bitte an Vera und verlangt von ihr, bis zum Ende des Schriftstückes durchzuhalten und alles zu lesen, was er für sie aufgeschrieben hat. Dabei berichtet er von philosophischen Diskussionen auf der kleinen Insel Taveuni und auch von ausführlichen Gesprächen mit dem Gecko Gordon, der Frank vom Trinken abhalten will.

Es wird deutlich, dass Ana und José eine Schlüsselposition einnehmen und insbesondere Goyas Werk in diesem Zusammenhang zu sehen ist, auch wird Frank am Ende in den Besitz des berühmten Manifestes gelangen, welches er mit Vera teilen möchte.


** Philosophisches Verwirrspiel

Erneut hat Jostein Gaarder einen sehr philosophischen Roman vorgelegt, der dem Leser viel Konzentration, Geduld und Ausdauer abverlangt. Bereits die wechselnde Erzählerperspektive von John Spooke zu Frank Andersen und später wieder zurück zu John verwirrt, da nicht sofort klar wird, wer überhaupt der Erzähler ist. Auch streut Gaarder viele Andeutungen von bereits stattgefundenen Ereignissen ein, über die Frank später berichten will, sodass man schnell den Überblick zu verlieren droht und kaum noch behalten kann, auf welche Punkte der Autor nochmals zurückkommen möchte.

Jostein Gaarder versucht kläglich, eine gewisse Erwartungshaltung beim Leser aufzubauen, indem er schon früh andeutet, dass Frank in seinem Brief eine wichtige Bitte an Vera formulieren wird, doch am Ende erweist sich dieses Anliegen als trivial und nichtssagend, sodass man sich als Leser ziemlich verschaukelt fühlt, weil man doch mehr von diesem Buch erwartet bzw. sich erhofft hat. Gaarders Intention erschließt sich selbst dem aufmerksamen Leser nicht leicht. In langen philosophischen Abhandlungen schwärmen die verschiedenen Protagonisten des Buches vom Wunder des Lebens, preisen die Vorzüge der Evolution und beschreiben in furchtbar schwülstigen Worten die Natur der Fidschiinseln.


** Sprachliche Hürden

Insbesondere sprachlich ist das Buch eine echte Herausforderung. So verliert Gaarder sich oftmals in langatmigen und detaillierten Naturbeschreibungen, die sich über etliche Seiten hinziehen und auch seine philosophischen Wortergüsse verlangen dem Leser viel ab. Gaarders Worte sind schwülstig und teilweise recht kompliziert, seine Ausdrucksweise mutet deutlich selbstverliebt an und die komplizierten Satzkonstrukte tragen auch nicht gerade zum Verständnis des Buches bei. Selten erlebe ich Romane, in denen mir unbekannte Worte auftauchen, doch Gaarder schafft es häufig, dem Leser Ausdrücke zu präsentieren, die nicht dem alltäglichen Wortschatz angehören. Aus dem Zusammenhang erschließen sich die meisten Bedeutungen, doch fand ich diese wertschwangere und überladene Sprache sehr lästig, auch wenn sie wohl zum beabsichtigten Inhalt des Buches passt. Ich bin sicherlich einiges an Kitsch gewöhnt, doch überschreitet Gaarder dieses Mal selbst bei mir die Grenze des Erträglichen. Die ellenlangen Darstellungen von Flora und Fauna auf Taveuni trieften vor Schmalz und waren in schier unerträgliche Wortungetüme gekleidet.

Doch was ist eigentlich Maya? Gaarder schreibt darüber Folgendes (S. 172/173): "Aber Laura ließ sich davon nicht beeindrucken. Sie behauptete, jegliche Vielfalt sei nur ein Trug. Wenn wir jeden Tag die Welt als vielfältig erleben, dann beruhe das auf Blendwerk, auf dem, was in Indien viele Jahrtausende hindurch maya genannt worden sei. Denn nicht die äußerliche, sichtbare oder materielle Welt sei die wirkliche. Sie sei nur eine traumähnliche Illusion, zwar real genug für die, die darin gefangen seien, doch für weise Menschen sei nur brahman oder die Weltseele wirklich. Die Seele des Menschen sei identisch mit brahman, fügte sie hinzu, und erst, wenn wir das einsähen, könnten wir uns von der Illusion der äußeren Wirklichkeit befreien. Dann werde die Seele zu brahman, was sie ohne ihr eigenes Wissen ja schon die ganze Zeit gewesen sei."

Da über die Hälfte des Buches in Form eines Briefes an Vera geschrieben ist, sind die Dialoge meist in indirekter Rede aufgeführt, was häufig zu langen Absätzen führt, durch die der Leser sich hindurch kämpfen muss. An dieser Stelle frage ich mich darüber hinaus, welche Frau einen solchen langen und schwülstigen Worterguss ihres Ehemannes lesen wird, von dem sie ohnehin getrennt lebt?!


** Identifikation fehlgeschlagen

Die Figuren in diesem Roman bleiben leere Gestalten, die einzig dazu dienen, ihre Meinung über das Wunder des Lebens preiszugeben. Keine Person wird uns derart präsentiert, dass man sich ein gutes Bild von ihr machen könnte, die Figuren rücken völlig in den Hintergrund, Gaarder geht es einzig und allein um sein Manifest. Die wenigen Eigenschaften, die wir von den handelnden Charakteren erfahren, erlauben weder eine Identifikation noch führen sie dazu, dass jemand uns ans Herz wächst. Ganz im Gegenteil, die Figuren wirken unrealistisch und meist unsympathisch, besonders Ana scheint eher eine sagenumwobene Kunstfigur zu sein als ein Mensch aus Fleisch und Blut, und auch Frank kann nicht punkten. Spätestens, wenn er sich mit einem Gecko unterhält, der eines Abends auf seiner geliebten Ginflasche sitzt, beginnt man als Leser ernsthaft, sich Gedanken um den Gesundheitszustand des Erzählers zu machen. Wo dieses skurrile Zusammentreffen zwischen Mensch und Gecko anfangs noch zum Schmunzeln verleitet, so wird es doch auf Dauer immer lästiger, wenn sich selbst der Gecko an den philosophischen Abhandlungen beteiligt und seinen Standpunkt zum Besten gibt.


** Was am Ende übrig bleibt

Im Gegensatz zu "Sofies Welt", in der die schmückende Rahmengeschichte und die philosophischen Abhandlungen strikt voneinander getrennt sind (und es dem entnervten Leser schlussendlich ermöglichen, einen der beiden Handlungsstränge komplett zu überspringen), sind beide Elemente in diesem Buch eng miteinander verwoben. Zwar erzählt Frank von seinen Erlebnissen auf der kleinen exotischen Insel, doch taucht dort immer wieder das spanische Pärchen auf, das mit wichtigen Thesen nur so um sich wirft. Auch treffen sich eines Abends die Inselbesucher zu einer Diskussion um das Wunder des Lebens, die Entstehungsgeschichte, Illusionen und das Bewusstsein der Menschheit. Jede Figur steht für eine eigene Sichtweise und stellt diese lang und breit dar. Leider fehlt auch hier der rote Faden, der dem Leser zeigen könnte, wohin sich die Erzählung entwickeln wird und worauf der Autor hinausmöchte.

Am Ende bemerkt der Leser, dass Gaarder ihn an der Nase herumgeführt hat, denn Franks Brief stammt nicht aus seiner eigenen Feder, sondern aus der des Schriftstellers, der sich von Frank und dem Besuch auf Taveuni zu einem neuen Roman inspirieren ließ. Erst im Nachwort treffen beide Männer wieder zusammen und an manchen Stellen wird klar, wo im Brief Franks Realität aufhört und Johns Fiktion beginnt. Die genauen Grenzen zwischen Erdachtem und wahrem Geschehen bleiben jedoch verwaschen, es wird nicht immer deutlich, wo Johns Phantasie einsetzt und neue Dinge hinzuerfindet. Manch einer mag dies für eine besondere literarische Raffinesse halten, allerdings ist man am Ende des Buches so ausgelaugt und genervt von den Dingen, die man lesen musste, dass dies gleichgültig am Leser vorbeizieht.

Schon in "Sofies Welt" versuchte Jostein Gaarder, die Geschichte der Philosophie in Romanform zu verpacken, sodass auch Leser ohne Vorwissen, wie zum Beispiel Kinder und Jugendliche, einen Einblick in diese Wissenschaft erhalten können. Auch "Maya oder Das Wunder des Lebens" ist als Jugendbuch ausgewiesen, das ab 12 Jahren lesbar sein soll, doch halte ich diese Angabe der Zielgruppe für völlig verfehlt, da der Autor durch die wechselnde Erzählperspektive, die weitschweifenden Beschreibungen und die teils spezielle und komplizierte Wortwahl seine jugendlichen Leser überfordern dürfte. Während "Sofies Welt" bei den Anfängen der Philosophie einsetzt und relativ einfach Grundzüge dieser Wissenschaft erklären soll, ist "Maya" doch eher als eine Art Anwendung der Philosophie zu sehen, die speziell auf Fragen der Evolution und den Wert des Lebens eingeht. Diese Übertragung auf schwierigere Fragestellungen dürfte Lesern ohne Vorkenntnisse sehr schwer fallen, zumal Gaarder durch die Vermischung von Realität und Fiktion eine weitere Hürde schafft.

Gaarder scheint hochwichtige Botschaften in Romanform weitertragen zu wollen, doch scheitert er bei diesem Versuch. Sein Brückenschlag zwischen Roman und Sachbuch ist beim vorliegenden Werk völlig misslungen, da der Autor weder durch eine interessante Geschichte zu unterhalten weiß, noch philosophisches Fachwissen vermitteln kann. Lediglich viele hohle Phrasen werden ohne roten Faden aneinander gereiht, sodass der Leser Gaarders Gedankengängen nicht folgen kann. Für mich war dieses Buch der wohl letzte und abschreckendste Versuch, mit Jostein Gaarder und seinen Büchern warm zu werden.

1 von 5 Sternen...

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Jostein Gaarder: Maya oder das Wunder des Lebens
Originaltitel: Maya
dtv
ISBN: 3-423-13002-4
429 Seiten
10€

Diese Rezension wurde geschrieben für www.buchwurm.info   
weitere Erfahrungsberichte
Ideen-Recycling
Bewertung für Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder von Supersonn

Pro: nette Idee, netter Einband
Kontra: schwülstiges Manifest, langweilig

Pünktlich vor Weihnachten hielt das neue Buch von J.G. Einzug in die Regale. Da ich die meisten seiner Bücher gelesen habe, hat es mich natürlich brennend interessiert ob er wieder (wie in "Sophies Welt" und "das Kartengeheimnis") Sätze und Ideen recycled ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich

18.02.2001
(18.05.2001)
Unsere Wirklichkeit ist nur eine Illusion
Bewertung für Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder von Michael-S

Pro: siehe Beitrag
Kontra: siehe Beitrag

Es dauert mehrere Milliarden Jahre, einen Menschen zu erschaffen. Und es dauert einige Sekunden zu sterben. Dies ist der letzte Satz in dem neuesten Buch von Jostein Gaarder, und diese Aussage fasst die Gedanken zusammen, die im Lauf des gesamten Buche ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich

16.02.2001
(09.03.2001)
Das Leben, das Universum - und wir
Bewertung für Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder von Buntbaer

Pro: Sehr unterhaltsamer Denkanstoß
Kontra: -

„Maya" ist ein weiterer Ausflug in die Philosophie in der Tradition von Sophies Welt und dem Kartengeheimnis. Die Parallelen sind unverkennbar. Jostein Gaarder zieht hier wieder alle Register. Er vermittelt seine Botschaft in Dialogform und bettet dies ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich

04.12.2000
Phantastisch einschläfernd
Bewertung für Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder von Mr.Product

Pro: siehe Rezension
Kontra: siehe Rezension

„Der Applaus für den Urknall setzte erst fünfzehn Milliarden Jahre später ein.“ Jostein Gaarder, norwegischer Bestseller-Autor, uns allen wohlbekannt durch Bücher wie „Sophie’s Welt“ oder „Das Kartengeheimnis“, konstatiert dies in seinem neuen Phantasie-R ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich

02.04.2001
Roman über die Evolution klingt doch interessant
Bewertung für Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder von Die_Buchhaendlerin

Pro: interessantes Thema, informativ
Kontra: schwülstigster Stil, aufgebauschte "Küchenphilosophie"

so dachte ich, als mir Gaarders (bekannt durch Sophies Welt) neues Buch in die Hände fiel. Da ich zu den wenigen Menschen gehöre, die Sophies Welt n i c h t gelesen haben (Schande über mich), und es immer mal lesen wollten, dachte ich : jetzt erst mal d ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich

29.10.2000


Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder

Haupteigenschaften

Produktform: Einband - flexibel (Paperback)

Erscheinungsdatum: 2002

Seitenzahl / arabisch: 432

ISBN: 3423130024

EAN: 9783423130028

Titel: Maya oder Das Wunder des Lebens

mehr ...


Vergleichen Sie Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder mit anderen ähnlichen Erzählende Literatur

ähnlich
()
ähnlich nach Kategorie
(Gegenwartsliteratur ab 1945)
ähnlich nach Format
(Taschenbuch)
(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern


Sind Sie Hersteller/Anbieter von Maya oder Das Wunder des Lebens - Roman / Jostein Gaarder ? Klicken Sie hier