... Mit dem Erfolg von "Sofies Welt" gelangte der norwegische Autor zu Weltruhm, auch seine nachfolgenden Romane wie "Das Kartengeheimnis" oder "Der Geschichtenerzähler" verkauften sich blendend, doch in "Maya oder Das Wunder des Lebens" verlangt Gaarder seinen Lesern mehr Geduld und Ausdauer ... Bericht lesen
Weltdeutungen: die naturwissenschaftliche die philosophische die oekologische und die magische. Er stachelt Neugier und Fantasie an denn erst die Fantasie des Menschen verleiht laut Gaarder der Schoepfung einen Sinn. Irgendwo habe ich dieses Maedchen schon einmal gesehen denkt sich der Evolutionsbiologe Frank Andersen als er Ana kennenlernt. Doch erst bei einem Besuch im Prado vor Goyas Maya geht ihm ein Licht auf. Anas Gesicht sieht genauso aus wie das der Maya doch das Bild ist 200 Jahre alt. Eine Laune der Natur? Oder ist es moeglich dass nicht nur eine Wirklichkeit nicht nur eine Zeit nicht nur ein Universum existieren? Im Zentrum des Romans steht die Geschichte des Biologen Frank Andersen dessen Ehe nach dem Tod seiner Tochter in die Brueche geht. Er befindet sich am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise als er beschliesst noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen und sie alle steigen ein in ein spannendes Gespraech ueber das Wunder des Lebens . Maya ist ein wunderschoener Roman voller unvergesslicher Saetze. Eckhard Krause im Sonntagsblatt Jostein Gaarder geboren 1952 studierte Philosophie Theologie und Literaturwissenschaft in Oslo und lehrte Philosophie an den Universitaeten Oslo und Bergen. Seit 1991 ist er als freier Autor taetig und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Soehnen in Oslo. Mit Sofies Welt wurde er international bekannt.
Weltdeutungen: die naturwissenschaftliche die philosophische die oekologische und die magische. Er stachelt Neugier und Fantasie an denn erst die Fantasie des Menschen verleiht laut Gaarder der Schoepfung einen Sinn.Irgendwo habe ich dieses Maedchen schon einmal gesehen denkt sich der Evolutionsbiologe Frank Andersen als er Ana kennenlernt. Doch erst bei einem Besuch im Prado vor Goyas Maya geht ihm ein Licht auf. Anas Gesicht sieht genauso aus wie das der Maya doch das Bild ist 200 Jahre alt. Eine Laune der Natur? Oder ist es moeglich dass nicht nur eine Wirklichkeit nicht nur eine Zeit nicht nur ein Universum existieren? Im Zentrum des Romans steht die Geschichte des Biologen Frank Andersen dessen Ehe nach dem Tod seiner Tochter in die Brueche geht. Er befindet sich am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise als er beschliesst noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen und sie alle steigen ein in ein spannendes Gespraech ueber das Wunder des Lebens .
dem Tod seiner Tochter in die Brüche geht. Er befindet sich am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise, als er beschließt, noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen und unterhält sich mit ihnen über Das Wunder des Lebens. Jeder hat seine eigene Sicht davon, doch keine Deutung -- sei sie naturwissenschaftlich, philosophisch, ökologisch oder magisch -- kann vollständig überzeugen. Mit dieser zentralen Schilderung um den Biologen Frank Andersen sind weitere, aus wechselnden Perspektiven erzählte Geschichten verwoben. Allmählich vermischen sich reale und imaginäre Welten. Am Ende ist nur noch eines klar: Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Gaarder geht in seinem Roman einfachen Fragen nach: "Was sind wir?", "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?". Er weiß keine abschließende Antwort darauf. Glücklicherweise, denn was wäre eine Welt ohne Fragen und damit ohne Geheimnisse. Sind sie doch der Motor allen Lebens. Gaarder erklärt aber Zusammenhänge und wirft damit gleichzeitig neue Fragen auf. So zieht er den Leser nicht nur in den Bann, sondern schafft auch ein tieferes Verständnis für Das Wunder des Lebens und regt zum Nach- und Weiterdenken an. Jostein Gaarder legt eine wissenschafts- bzw. evolutionsgeschichtliche wie auch philosophische Darstellung vor. Maya ist aber ebenso ein Plädoyer für Liebe und Fantasie als treibende Kräfte des Lebens. Denn für Gaarder kann die Naturwissenschaft zwar erklären, doch erst Liebe und Fantasie geben einen tieferen Sinn. Die Zeitgeschichte hinterließ deutliche Spuren in Gaarders Roman, so werden beispielsweise Bill Clinton und Monica Lewinsky als "zwei der berühmtesten Primaten unserer Zeit" bezeichnet. In Verbindung mit den beiden wird die Frage aufgeworfen, ob es sich "...um etwas so Obszönes gehandelt haben kann wie eine Havanna-Zigarre...". Der Humor kommt nicht zu kurz, wie auch das groteske Zwiegespräch Franks mit einem Gecko beweist, das wenig nüchtern um eine Ginflasche kreist. Gaarder verwendet eine einfache Sprache, ohne jedoch zu vereinfachen oder Lösungen zu bieten, die es gar nicht geben kann. In seinen Text fließen Fachbegriffe und fremdsprachliche Passagen ein, sodass das Werk vorwiegend für Leser ab 16 Jahren geeignet ist. Jostein Gaarder, geboren 1952, wurde durch den Philosophieroman Sofies Welt berühmt -- eines der am meisten verkauften Werke in der Geschichte der BRD. --Fedor Bochow
dem Tod seiner Tochter in die Brüche geht. Er befindet sich am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise, als er beschließt, noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen und unterhält sich mit ihnen über Das Wunder des Lebens. Jeder hat seine eigene Sicht davon, doch keine Deutung -- sei sie naturwissenschaftlich, philosophisch, ökologisch oder magisch -- kann vollständig überzeugen. Mit dieser zentralen Schilderung um den Biologen Frank Andersen sind weitere, aus wechselnden Perspektiven erzählte Geschichten verwoben. Allmählich vermischen sich reale und imaginäre Welten. Am Ende ist nur noch eines klar: Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Gaarder geht in seinem Roman einfachen Fragen nach: "Was sind wir?", "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?". Er weiß keine abschließende Antwort darauf. Glücklicherweise, denn was wäre eine Welt ohne Fragen und damit ohne Geheimnisse. Sind sie doch der Motor allen Lebens. Gaarder erklärt aber Zusammenhänge und wirft damit gleichzeitig neue Fragen auf. So zieht er den Leser nicht nur in den Bann, sondern schafft auch ein tieferes Verständnis für Das Wunder des Lebens und regt zum Nach- und Weiterdenken an. Jostein Gaarder legt eine wissenschafts- bzw. evolutionsgeschichtliche wie auch philosophische Darstellung vor. Maya ist aber ebenso ein Plädoyer für Liebe und Fantasie als treibende Kräfte des Lebens. Denn für Gaarder kann die Naturwissenschaft zwar erklären, doch erst Liebe und Fantasie geben einen tieferen Sinn. Die Zeitgeschichte hinterließ deutliche Spuren in Gaarders Roman, so werden beispielsweise Bill Clinton und Monica Lewinsky als "zwei der berühmtesten Primaten unserer Zeit" bezeichnet. In Verbindung mit den beiden wird die Frage aufgeworfen, ob es sich "...um etwas so Obszönes gehandelt haben kann wie eine Havanna-Zigarre...". Der Humor kommt nicht zu kurz, wie auch das groteske Zwiegespräch Franks mit einem Gecko beweist, das wenig nüchtern um eine Ginflasche kreist. Gaarder verwendet eine einfache Sprache, ohne jedoch zu vereinfachen oder Lösungen zu bieten, die es gar nicht geben kann. In seinen Text fließen Fachbegriffe und fremdsprachliche Passagen ein, sodass das Werk vorwiegend für Leser ab 16 Jahren geeignet ist. Jostein Gaarder, geboren 1952, wurde durch den Philosophieroman Sofies Welt berühmt -- eines der am meisten verkauften Werke in der Geschichte der BRD. --Fedor Bochow
dem Tod seiner Tochter in die Brüche geht. Er befindet sich am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise, als er beschließt, noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen und unterhält sich mit ihnen über Das Wunder des Lebens. Jeder hat seine eigene Sicht davon, doch keine Deutung -- sei sie naturwissenschaftlich, philosophisch, ökologisch oder magisch -- kann vollständig überzeugen. Mit dieser zentralen Schilderung um den Biologen Frank Andersen sind weitere, aus wechselnden Perspektiven erzählte Geschichten verwoben. Allmählich vermischen sich reale und imaginäre Welten. Am Ende ist nur noch eines klar: Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Gaarder geht in seinem Roman einfachen Fragen nach: "Was sind wir?", "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?". Er weiß keine abschließende Antwort darauf. Glücklicherweise, denn was wäre eine Welt ohne Fragen und damit ohne Geheimnisse. Sind sie doch der Motor allen Lebens. Gaarder erklärt aber Zusammenhänge und wirft damit gleichzeitig neue Fragen auf. So zieht er den Leser nicht nur in den Bann, sondern schafft auch ein tieferes Verständnis für Das Wunder des Lebens und regt zum Nach- und Weiterdenken an. Jostein Gaarder legt eine wissenschafts- bzw. evolutionsgeschichtliche wie auch philosophische Darstellung vor. Maya ist aber ebenso ein Plädoyer für Liebe und Fantasie als treibende Kräfte des Lebens. Denn für Gaarder kann die Naturwissenschaft zwar erklären, doch erst Liebe und Fantasie geben einen tieferen Sinn. Die Zeitgeschichte hinterließ deutliche Spuren in Gaarders Roman, so werden beispielsweise Bill Clinton und Monica Lewinsky als "zwei der berühmtesten Primaten unserer Zeit" bezeichnet. In Verbindung mit den beiden wird die Frage aufgeworfen, ob es sich "...um etwas so Obszönes gehandelt haben kann wie eine Havanna-Zigarre...". Der Humor kommt nicht zu kurz, wie auch das groteske Zwiegespräch Franks mit einem Gecko beweist, das wenig nüchtern um eine Ginflasche kreist. Gaarder verwendet eine einfache Sprache, ohne jedoch zu vereinfachen oder Lösungen zu bieten, die es gar nicht geben kann. In seinen Text fließen Fachbegriffe und fremdsprachliche Passagen ein, sodass das Werk vorwiegend für Leser ab 16 Jahren geeignet ist. Jostein Gaarder, geboren 1952, wurde durch den Philosophieroman Sofies Welt berühmt -- eines der am meisten verkauften Werke in der Geschichte der BRD. --Fedor Bochow
dem Tod seiner Tochter in die Brüche geht. Er befindet sich am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise, als er beschließt, noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen und unterhält sich mit ihnen über Das Wunder des Lebens. Jeder hat seine eigene Sicht davon, doch keine Deutung -- sei sie naturwissenschaftlich, philosophisch, ökologisch oder magisch -- kann vollständig überzeugen. Mit dieser zentralen Schilderung um den Biologen Frank Andersen sind weitere, aus wechselnden Perspektiven erzählte Geschichten verwoben. Allmählich vermischen sich reale und imaginäre Welten. Am Ende ist nur noch eines klar: Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Gaarder geht in seinem Roman einfachen Fragen nach: "Was sind wir?", "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?". Er weiß keine abschließende Antwort darauf. Glücklicherweise, denn was wäre eine Welt ohne Fragen und damit ohne Geheimnisse. Sind sie doch der Motor allen Lebens. Gaarder erklärt aber Zusammenhänge und wirft damit gleichzeitig neue Fragen auf. So zieht er den Leser nicht nur in den Bann, sondern schafft auch ein tieferes Verständnis für Das Wunder des Lebens und regt zum Nach- und Weiterdenken an. Jostein Gaarder legt eine wissenschafts- bzw. evolutionsgeschichtliche wie auch philosophische Darstellung vor. Maya ist aber ebenso ein Plädoyer für Liebe und Fantasie als treibende Kräfte des Lebens. Denn für Gaarder kann die Naturwissenschaft zwar erklären, doch erst Liebe und Fantasie geben einen tieferen Sinn. Die Zeitgeschichte hinterließ deutliche Spuren in Gaarders Roman, so werden beispielsweise Bill Clinton und Monica Lewinsky als "zwei der berühmtesten Primaten unserer Zeit" bezeichnet. In Verbindung mit den beiden wird die Frage aufgeworfen, ob es sich "...um etwas so Obszönes gehandelt haben kann wie eine Havanna-Zigarre...". Der Humor kommt nicht zu kurz, wie auch das groteske Zwiegespräch Franks mit einem Gecko beweist, das wenig nüchtern um eine Ginflasche kreist. Gaarder verwendet eine einfache Sprache, ohne jedoch zu vereinfachen oder Lösungen zu bieten, die es gar nicht geben kann. In seinen Text fließen Fachbegriffe und fremdsprachliche Passagen ein, sodass das Werk vorwiegend für Leser ab 16 Jahren geeignet ist. Jostein Gaarder, geboren 1952, wurde durch den Philosophieroman Sofies Welt berühmt -- eines der am meisten verkauften Werke in der Geschichte der BRD. --Fedor Bochow
dem Tod seiner Tochter in die Brüche geht. Er befindet sich am Ende einer ausgedehnten Forschungsreise, als er beschließt, noch einen Zwischenstopp auf der Fidschiinsel Taveuni zu machen. Dort trifft Frank mit vielen interessanten Menschen zusammen und unterhält sich mit ihnen über Das Wunder des Lebens. Jeder hat seine eigene Sicht davon, doch keine Deutung -- sei sie naturwissenschaftlich, philosophisch, ökologisch oder magisch -- kann vollständig überzeugen. Mit dieser zentralen Schilderung um den Biologen Frank Andersen sind weitere, aus wechselnden Perspektiven erzählte Geschichten verwoben. Allmählich vermischen sich reale und imaginäre Welten. Am Ende ist nur noch eines klar: Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Gaarder geht in seinem Roman einfachen Fragen nach: "Was sind wir?", "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir?". Er weiß keine abschließende Antwort darauf. Glücklicherweise, denn was wäre eine Welt ohne Fragen und damit ohne Geheimnisse. Sind sie doch der Motor allen Lebens. Gaarder erklärt aber Zusammenhänge und wirft damit gleichzeitig neue Fragen auf. So zieht er den Leser nicht nur in den Bann, sondern schafft auch ein tieferes Verständnis für Das Wunder des Lebens und regt zum Nach- und Weiterdenken an. Jostein Gaarder legt eine wissenschafts- bzw. evolutionsgeschichtliche wie auch philosophische Darstellung vor. Maya ist aber ebenso ein Plädoyer für Liebe und Fantasie als treibende Kräfte des Lebens. Denn für Gaarder kann die Naturwissenschaft zwar erklären, doch erst Liebe und Fantasie geben einen tieferen Sinn. Die Zeitgeschichte hinterließ deutliche Spuren in Gaarders Roman, so werden beispielsweise Bill Clinton und Monica Lewinsky als "zwei der berühmtesten Primaten unserer Zeit" bezeichnet. In Verbindung mit den beiden wird die Frage aufgeworfen, ob es sich "...um etwas so Obszönes gehandelt haben kann wie eine Havanna-Zigarre...". Der Humor kommt nicht zu kurz, wie auch das groteske Zwiegespräch Franks mit einem Gecko beweist, das wenig nüchtern um eine Ginflasche kreist. Gaarder verwendet eine einfache Sprache, ohne jedoch zu vereinfachen oder Lösungen zu bieten, die es gar nicht geben kann. In seinen Text fließen Fachbegriffe und fremdsprachliche Passagen ein, sodass das Werk vorwiegend für Leser ab 16 Jahren geeignet ist. Jostein Gaarder, geboren 1952, wurde durch den Philosophieroman Sofies Welt berühmt -- eines der am meisten verkauften Werke in der Geschichte der BRD. --Fedor Bochow
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Erfahrungsbericht von Linnie1978 über Maya oder Das Wunder des Lebens / Gaarder, Jostein 18. Mai 2005
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert:
sehr gering
Humor:
kein Humor
Spannung:
ohne Spannung
Niveau:
anspruchsvoll
Aufmachung:
mäßig
Pro:
- -
Kontra:
sprachlich völlig überladen und schwafelig, sehr anstrengend zu lesen, verwirrende Erzählperspektive, misslungene Figurenzeichnung, fehlender roter Faden, nichts für Kinder und Jugendliche, lohnt einfach nicht
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
S. 313: "Joker erwacht in einer organischen Festplatte auf dem Kopfkissen. Er spürt, dass er anfängt, sich aus einem heißen Strom halbfertiger Trugbilder an den Strand eines neuen Tages zu kämpfen. Welche Zellkraft steckt die Elfengehirne in Brand? Welche Turbinen treiben das Feuerwerk des Bewusstseins an? Welche atomare Kraft bindet die Gehirnzellen der Seele aneinander?"
Philosophie oder nur leeres Wortgeplänkel, das ist hier die Frage! Handelt es sich hierbei um hochwichtige Verse oder einfach nur inhaltslose Worthülsen, die keine Bedeutung mit sich tragen, aber wichtig klingen sollen? Ich denke, beide Deutungen sind möglich, wobei ich eindeutig zur zweiten tendiere, da Gaarder mich mit seinen philosophischen Ausführungen leider nicht überzeugen kann. Mit dem Erfolg von "Sofies Welt" gelangte der norwegische Autor zu Weltruhm, auch seine nachfolgenden Romane wie "Das Kartengeheimnis" oder "Der Geschichtenerzähler" verkauften sich blendend, doch in "Maya oder Das Wunder des Lebens" verlangt Gaarder seinen Lesern mehr Geduld und Ausdauer ab denn je.
** Eine Geschichte in der Geschichte
Zunächst begegnet uns der Schriftsteller John Spooke, der von seinem Zusammentreffen mit dem Evolutionsbiologen Frank Andersen auf der kleinen Fidschiinsel Taveuni berichtet. Doch schon bald wechselt die Erzählerperspektive und der Großteil des Buches ist in Form eines Briefes von Frank an seine Frau Vera geschrieben, in welchem Frank seine Erlebnisse auf der Fidschiinsel zusammenfasst und von Ana und José erzählt.
Bei Ana und José handelt es sich um ein spanisches Paar, welches Frank auf Taveuni kennenlernt, die beiden unterhalten sich untereinander stets auf Spanisch und geben dabei merkwürdige philosophische Sätze von sich. Frank, der selbst Spanisch sprechen kann, lauscht ihnen heimlich und versucht, den beiden gegenüber zu vertuschen, dass er ihren Diskussionen folgen kann. Zudem hat Frank sofort das Gefühl, dass er Ana bereits irgendwo gesehen hat, doch kann er sie bzw. ihr Gesicht nicht einordnen. Komischerweise befällt John Spooke genau das gleiche Gefühl, doch findet er bald im Internet heraus, dass Ana der Maya auf Goyas Gemälde "La Maya Desnuda" ("Die nackte Maya") nicht nur verblüffend ähnlich sieht, sondern diese Maya sein muss. Doch wie kommt Anas Gesicht auf ein 200 Jahre altes Gemälde? Erst spät werden dem Leser mögliche Antworten auf diese seltsame Frage präsentiert.
Frank und Vera leben seit dem Unfalltod ihrer kleinen Tochter getrennt voneinander, da dieses Unglück ihre Beziehung zueinander zu sehr überschattet hat. Doch in seinem Brief richtet Frank von Beginn an eine Bitte an Vera und verlangt von ihr, bis zum Ende des Schriftstückes durchzuhalten und alles zu lesen, was er für sie aufgeschrieben hat. Dabei berichtet er von philosophischen Diskussionen auf der kleinen Insel Taveuni und auch von ausführlichen Gesprächen mit dem Gecko Gordon, der Frank vom Trinken abhalten will.
Es wird deutlich, dass Ana und José eine Schlüsselposition einnehmen und insbesondere Goyas Werk in diesem Zusammenhang zu sehen ist, auch wird Frank am Ende in den Besitz des berühmten Manifestes gelangen, welches er mit Vera teilen möchte.
** Philosophisches Verwirrspiel
Erneut hat Jostein Gaarder einen sehr philosophischen Roman vorgelegt, der dem Leser viel Konzentration, Geduld und Ausdauer abverlangt. Bereits die wechselnde Erzählerperspektive von John Spooke zu Frank Andersen und später wieder zurück zu John verwirrt, da nicht sofort klar wird, wer überhaupt der Erzähler ist. Auch streut Gaarder viele Andeutungen von bereits stattgefundenen Ereignissen ein, über die Frank später berichten will, sodass man schnell den Überblick zu verlieren droht und kaum noch behalten kann, auf welche Punkte der Autor nochmals zurückkommen möchte.
Jostein Gaarder versucht kläglich, eine gewisse Erwartungshaltung beim Leser aufzubauen, indem er schon früh andeutet, dass Frank in seinem Brief eine wichtige Bitte an Vera formulieren wird, doch am Ende erweist sich dieses Anliegen als trivial und nichtssagend, sodass man sich als Leser ziemlich verschaukelt fühlt, weil man doch mehr von diesem Buch erwartet bzw. sich erhofft hat. Gaarders Intention erschließt sich selbst dem aufmerksamen Leser nicht leicht. In langen philosophischen Abhandlungen schwärmen die verschiedenen Protagonisten des Buches vom Wunder des Lebens, preisen die Vorzüge der Evolution und beschreiben in furchtbar schwülstigen Worten die Natur der Fidschiinseln.
** Sprachliche Hürden
Insbesondere sprachlich ist das Buch eine echte Herausforderung. So verliert Gaarder sich oftmals in langatmigen und detaillierten Naturbeschreibungen, die sich über etliche Seiten hinziehen und auch seine philosophischen Wortergüsse verlangen dem Leser viel ab. Gaarders Worte sind schwülstig und teilweise recht kompliziert, seine Ausdrucksweise mutet deutlich selbstverliebt an und die komplizierten Satzkonstrukte tragen auch nicht gerade zum Verständnis des Buches bei. Selten erlebe ich Romane, in denen mir unbekannte Worte auftauchen, doch Gaarder schafft es häufig, dem Leser Ausdrücke zu präsentieren, die nicht dem alltäglichen Wortschatz angehören. Aus dem Zusammenhang erschließen sich die meisten Bedeutungen, doch fand ich diese wertschwangere und überladene Sprache sehr lästig, auch wenn sie wohl zum beabsichtigten Inhalt des Buches passt. Ich bin sicherlich einiges an Kitsch gewöhnt, doch überschreitet Gaarder dieses Mal selbst bei mir die Grenze des Erträglichen. Die ellenlangen Darstellungen von Flora und Fauna auf Taveuni trieften vor Schmalz und waren in schier unerträgliche Wortungetüme gekleidet.
Doch was ist eigentlich Maya? Gaarder schreibt darüber Folgendes (S. 172/173): "Aber Laura ließ sich davon nicht beeindrucken. Sie behauptete, jegliche Vielfalt sei nur ein Trug. Wenn wir jeden Tag die Welt als vielfältig erleben, dann beruhe das auf Blendwerk, auf dem, was in Indien viele Jahrtausende hindurch maya genannt worden sei. Denn nicht die äußerliche, sichtbare oder materielle Welt sei die wirkliche. Sie sei nur eine traumähnliche Illusion, zwar real genug für die, die darin gefangen seien, doch für weise Menschen sei nur brahman oder die Weltseele wirklich. Die Seele des Menschen sei identisch mit brahman, fügte sie hinzu, und erst, wenn wir das einsähen, könnten wir uns von der Illusion der äußeren Wirklichkeit befreien. Dann werde die Seele zu brahman, was sie ohne ihr eigenes Wissen ja schon die ganze Zeit gewesen sei."
Da über die Hälfte des Buches in Form eines Briefes an Vera geschrieben ist, sind die Dialoge meist in indirekter Rede aufgeführt, was häufig zu langen Absätzen führt, durch die der Leser sich hindurch kämpfen muss. An dieser Stelle frage ich mich darüber hinaus, welche Frau einen solchen langen und schwülstigen Worterguss ihres Ehemannes lesen wird, von dem sie ohnehin getrennt lebt?!
** Identifikation fehlgeschlagen
Die Figuren in diesem Roman bleiben leere Gestalten, die einzig dazu dienen, ihre Meinung über das Wunder des Lebens preiszugeben. Keine Person wird uns derart präsentiert, dass man sich ein gutes Bild von ihr machen könnte, die Figuren rücken völlig in den Hintergrund, Gaarder geht es einzig und allein um sein Manifest. Die wenigen Eigenschaften, die wir von den handelnden Charakteren erfahren, erlauben weder eine Identifikation noch führen sie dazu, dass jemand uns ans Herz wächst. Ganz im Gegenteil, die Figuren wirken unrealistisch und meist unsympathisch, besonders Ana scheint eher eine sagenumwobene Kunstfigur zu sein als ein Mensch aus Fleisch und Blut, und auch Frank kann nicht punkten. Spätestens, wenn er sich mit einem Gecko unterhält, der eines Abends auf seiner geliebten Ginflasche sitzt, beginnt man als Leser ernsthaft, sich Gedanken um den Gesundheitszustand des Erzählers zu machen. Wo dieses skurrile Zusammentreffen zwischen Mensch und Gecko anfangs noch zum Schmunzeln verleitet, so wird es doch auf Dauer immer lästiger, wenn sich selbst der Gecko an den philosophischen Abhandlungen beteiligt und seinen Standpunkt zum Besten gibt.
** Was am Ende übrig bleibt
Im Gegensatz zu "Sofies Welt", in der die schmückende Rahmengeschichte und die philosophischen Abhandlungen strikt voneinander getrennt sind (und es dem entnervten Leser schlussendlich ermöglichen, einen der beiden Handlungsstränge komplett zu überspringen), sind beide Elemente in diesem Buch eng miteinander verwoben. Zwar erzählt Frank von seinen Erlebnissen auf der kleinen exotischen Insel, doch taucht dort immer wieder das spanische Pärchen auf, das mit wichtigen Thesen nur so um sich wirft. Auch treffen sich eines Abends die Inselbesucher zu einer Diskussion um das Wunder des Lebens, die Entstehungsgeschichte, Illusionen und das Bewusstsein der Menschheit. Jede Figur steht für eine eigene Sichtweise und stellt diese lang und breit dar. Leider fehlt auch hier der rote Faden, der dem Leser zeigen könnte, wohin sich die Erzählung entwickeln wird und worauf der Autor hinausmöchte.
Am Ende bemerkt der Leser, dass Gaarder ihn an der Nase herumgeführt hat, denn Franks Brief stammt nicht aus seiner eigenen Feder, sondern aus der des Schriftstellers, der sich von Frank und dem Besuch auf Taveuni zu einem neuen Roman inspirieren ließ. Erst im Nachwort treffen beide Männer wieder zusammen und an manchen Stellen wird klar, wo im Brief Franks Realität aufhört und Johns Fiktion beginnt. Die genauen Grenzen zwischen Erdachtem und wahrem Geschehen bleiben jedoch verwaschen, es wird nicht immer deutlich, wo Johns Phantasie einsetzt und neue Dinge hinzuerfindet. Manch einer mag dies für eine besondere literarische Raffinesse halten, allerdings ist man am Ende des Buches so ausgelaugt und genervt von den Dingen, die man lesen musste, dass dies gleichgültig am Leser vorbeizieht.
Schon in "Sofies Welt" versuchte Jostein Gaarder, die Geschichte der Philosophie in Romanform zu verpacken, sodass auch Leser ohne Vorwissen, wie zum Beispiel Kinder und Jugendliche, einen Einblick in diese Wissenschaft erhalten können. Auch "Maya oder Das Wunder des Lebens" ist als Jugendbuch ausgewiesen, das ab 12 Jahren lesbar sein soll, doch halte ich diese Angabe der Zielgruppe für völlig verfehlt, da der Autor durch die wechselnde Erzählperspektive, die weitschweifenden Beschreibungen und die teils spezielle und komplizierte Wortwahl seine jugendlichen Leser überfordern dürfte. Während "Sofies Welt" bei den Anfängen der Philosophie einsetzt und relativ einfach Grundzüge dieser Wissenschaft erklären soll, ist "Maya" doch eher als eine Art Anwendung der Philosophie zu sehen, die speziell auf Fragen der Evolution und den Wert des Lebens eingeht. Diese Übertragung auf schwierigere Fragestellungen dürfte Lesern ohne Vorkenntnisse sehr schwer fallen, zumal Gaarder durch die Vermischung von Realität und Fiktion eine weitere Hürde schafft.
Gaarder scheint hochwichtige Botschaften in Romanform weitertragen zu wollen, doch scheitert er bei diesem Versuch. Sein Brückenschlag zwischen Roman und Sachbuch ist beim vorliegenden Werk völlig misslungen, da der Autor weder durch eine interessante Geschichte zu unterhalten weiß, noch philosophisches Fachwissen vermitteln kann. Lediglich viele hohle Phrasen werden ohne roten Faden aneinander gereiht, sodass der Leser Gaarders Gedankengängen nicht folgen kann. Für mich war dieses Buch der wohl letzte und abschreckendste Versuch, mit Jostein Gaarder und seinen Büchern warm zu werden.
1 von 5 Sternen...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Jostein Gaarder: Maya oder das Wunder des Lebens Originaltitel: Maya dtv ISBN: 3-423-13002-4 429 Seiten 10€
Diese Rezension wurde geschrieben für www.buchwurm.info
weitere Erfahrungsberichte
Ideen-Recycling Bewertung fürMaya oder Das Wunder des Lebens / Gaarder, Josteinvon
Supersonn
Pünktlich vor Weihnachten hielt das neue Buch von J.G. Einzug in die Regale. Da ich die meisten seiner Bücher gelesen habe, hat es mich natürlich brennend interessiert ob er wieder (wie in "Sophies Welt" und "das Kartengeheimnis") Sätze und Ideen recycled hat. Und tatsächlich: Das Kartenspiel, anscheinend sein Lieblingsmotiv, inklusive Joker taucht wieder auf. Auch das Schriftsteller-Motiv war mir keineswegs fremd. Ich muss sagen, die ersten beiden ... ...wirklich originell, wenn man aber in mehreren Büchern des gleichen Autors verschiedene Personen das gleiche sagen hört, vergeht der Reiz weiterzulesen doch sehr schnell. Bevor ich weiter schimpfe, hier erst mal um was es eigentlich geht:
Frank, ein Evolutionsforscher dessen Ehe nach dem Tod seiner kleinen Tochter in die Brüche gegangen ist, trifft (kurz vor Silvester 2000) auf einer Fidschiinsel Ana und José (ein spanisches Ehepaar) sowie den englischen ...
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...vom Sinn des Lebens, von Maya - der Illusion, die wir Wirklichkeit nennen, wo wir doch alle nur ein Teil des großen Ganzen (von brahman, der Weltseele) sind. Daher können wir auch nicht sterben, sondern mit dem Tod verschwindet nur die Illusion der Verschiedenheit, und wir werden wieder ein Teil der Weltseele.
Aber beginnen wir von vorne: Ein gewisser John Spooke ist der Erzähler, aber er schreibt eigentlich nur den Prolog und das Nachwort. Den ... ...genommen eine E-Mail), den der Norweger (wie überraschend...) Frank Andersen an seine Frau Vera schreibt, und in diesem Brief erzählt er die eigentliche Handlung.
Frank und Vera haben sich nach dem Tod ihrer fünfjährigen Tochter getrennt, weil sie dieses Ereignis nicht verkraften konnten. Auch John Spooke wurde von einem Schicksalsschlag getroffen, er hat seine Frau verloren.
Frank trifft John auf Taveuni, einer Fidschi-Insel im Pazifik direkt ...
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„Maya" ist ein weiterer Ausflug in die Philosophie in der Tradition von Sophies Welt und dem Kartengeheimnis. Die Parallelen sind unverkennbar. Jostein Gaarder zieht hier wieder alle Register. Er vermittelt seine Botschaft in Dialogform und bettet diese in eine teilweise langatmige aber nicht uninteressante Handlung ein. Sehr einfallsreich führt der Autor ganz verschiedene Menschen zusammen und läßt diese seine Gedanken erörtern und dem Leser vermitteln. ... ...Unglaubwürdige, doch gerade das will der Gaarder, denn das Thema ist ja die Evolutionslehre und die Rolle der Menschheit darin. Und die besteht ja aus einer Abfolge von Zufällen. Sind das wirklich nur Zufälle oder ist die Evolution zielgerichtet? Sind wir das Ziel oder nur ein kleines Rädchen im Getriebe? Nach Gaarder sind wir irgendwie beides. Jeder einzelne von uns ist ein ganz kleines Stück vom Universum und trägt gleichzeitig dessen Abbild in ...
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Unterhaltungswert:
Humor:
Spannung:
Niveau:
Aufmachung:
sehr hilfreich
03.12.2000
Phantastisch einschläfernd Bewertung fürMaya oder Das Wunder des Lebens / Gaarder, Josteinvon
Mr.Product
Pro: siehe Rezension Kontra: siehe Rezension
...Unverständnis des Romans unmittelbar bei. Während des Lesens habe ich mich oft gefragt: Soll ich wirklich weiterlesen oder doch lieber schlafen gehen? Ich hätte mich für letzteres entscheiden sollen. Das ist allemal spannender.
(Rezension über: Jostein Gaarder: Maya oder Das Wunder des Lebens, Carl Hanser Verlag, München 2000.) ...
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so dachte ich, als mir Gaarders (bekannt durch Sophies Welt) neues Buch in die Hände fiel.
Da ich zu den wenigen Menschen gehöre, die Sophies Welt n i c h t gelesen haben (Schande über mich), und es immer mal lesen wollten, dachte ich : jetzt erst mal das Neue von ihm!
Das Thema Evolution, Grenzen den Wissenschaft, wie kann man diese Themen philosophisch erfassen und erklären ist, wie ich finde, ein durchaus spannendes und interessantes.
Mit vielen ... ...bin ziemlich entsetzt !!!
Ja, das Thema ist interessant, immer dann, wenn Gaarder tatsächlich Einzelheiten aus der Evolutionsgeschichte und Theorie beschreibt, gefällt es mir auch.
Aber, wenn er anfängt zu "philosophieren", zu mystifizieren, dem was er "Fantasie" nennt zu huldigen, dann wird es echt unerträglich.
Kurz zum Inhalt:
Ein Evolutionsforscher kommt auf eine kleine Fidschiinsel namens Taveuni (da wo das neue Jahrtausend zuerst begonnen ...
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Spannung:
Niveau:
Aufmachung:
sehr hilfreich
29.10.2000
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