Mazda 3 2.0 Top

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Papa´s Vermächtnis

4  11.06.2012 (14.06.2012)

Pro:
Fährt ruhig, gutes Gefühl, gutes Sitzen, usw

Kontra:
Platzmangel, Sprichtverbrauch

Empfehlenswert: Ja 

freedomsfly

Über sich: ..-*** Mann, Kinder, Hund, Zwergkaninchen, Farbmäuse, Schlangen - eigene Meinung ... Ach wie gut, da...

Mitglied seit:27.03.2009

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 92 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Ein Leben ohne ein Auto? Das können sich heute nur noch die Wenigsten vorstellen. Ich fahre dieses Auto hier, den Mazda 3.

- Anschaffung

Ich habe ihn von meinem verstorbenen Papa geerbt. Mein Papa hat den Wagen 2008 neu gekauft gehabt, beim Mazda Händler. Der Preis war nicht gerade niedrig, aber den genauen Wert weiß ich auch nicht mehr.

- Der Schlüssel

Um überhaupt Etwas mit dem Wagen anfangen zu können, braucht es natürlich einen Schlüssel. Im ersten Moment hat man ein dickliches Stück Plastik in der Hand, was einen Knopf hat um alle Türen plus Kofferraum auf einmal öffnen zu können und darunter ein Knopf, mit dem man alle Türen plus Kofferraum schließen kann. Bei jedem Drücken auf diese Tasten blinken die Blinklichter zwei mal auf und man kann das Geräusch auch gut hören, dass der Wagen schließt, oder eben halt öffnet.
Dann verfügt es noch über einen metallernen „Knopf“, wenn man diesen drückt, schnellt der Zündschlüssel heraus, wie bei einem schweizer Taschenmesser. Wenn man den Knopf dann noch einmal gedrückt hält, kann man den Zündschlüssel wieder zurückschieben und er ist vor Schmutz geschützt.
Das alles funktioniert so einfach, dass selbst mein 2 jähriger Sohn das schon ohne Probleme hin bekommt.
Man kann den Schlüssel auch auseinander ziehen, damit man die Batterie wechseln kann, sollte sie einmal leer sein. Dadrin befinden sich Knopfzellenbatterien. Im Inneren ist zusätzlich auch noch ein Chip, für die Wehfahrsperre integriert. Was heißen soll, wenn ich den Schüssel abziehe aus dem Zündschloss, wird die Wegfahrsperre automatisch aktiviert.

- Aussehen

Es ist ein metallenes Gestell auf 4 Rädern lol. Nein, Spaß beiseite. Seine Form erinnert an einen VW Golf. Ich empfinde ihn als recht schnittig. Schön klein und man sieht es ihm optisch nicht an, dass er von einem Mann gehobeneren Alters gefahren wurde. Er schaut nicht zu plump aus, aber auch nicht zu kantig. Seine Formen wirken fließend, aber es ist nix, womit ein Jungfahrer angeben wollen würde. Er ist nicht sehr auffällig, aber trotzdem formschön.

- Scheinwerfer

Xenon Scheinwerfer hat der Mazda. Diese, die so sündhaft teuer werden, wenn man mal die Birne auswechseln muss. Dafür haben die einen weiteren Scheinwinkel und man kann dadurch mehr sehen, was evtl. auch noch neben dem Fahrstreifen geschieht, wie Rehe oder anderes Getier.
Wenn ich meinen Papa im Dunkeln verabschiedet habe und er hat das Licht eingeschaltet, haben mich die Scheinwerfer schon ein wenig geblendet, aber nicht so stark, dass sie mich als Gegenverkehrsfahrer in der Sicht beeinträchtigen würden.

- Einsteigen, Aussteigen

Ich finde, der Mazda hat eine gute Einstiegshöhe. Auf der Beifahrerseite hatte ich nie Probleme beim Einsteigen, zuerst das Beinchen rein, dann hinsetzen, dann das zweite Bein rein ziehen. Auf der Fahrerseite war mir dann plötzlich das Lenkrad dabei im Weg, also erst hinsetzen, dann Beine rein ziehen. Ich habe auch nicht das Gefühl so weit und tief mich nach unten setzen zu müssen, dass ich fast auf der Erde hoch und nur schwer wieder hoch komme. Mit dem Aussteigen habe ich auch keinerlei Probleme. Ich muss mich nirgendwo dran hochziehen oder abstützen.
Die Türen sind auch nicht zu schwer. Selbst meine 6 jährige Tochter bekommt die Türen ohne Kraftaufwand geöffnet und wieder zugemacht, ohne dass die Tür dabei zu heftig zuschlägt. Auch mein 2 Jahre kleiner Sohn klettert inzwischen ganz alleine in das Auto hinein, auf seinen Sitz und auch wieder hinaus, ohne dass ich ihm helfen oder ihn fest halten muss.
Eine elektronische Kindersicherung gibt es keine, ich muss wie bei alten Autos auch dafür an die Hintertür und da den Riegel umlegen, damit die Kindersicherung aktiviert wird.

- Sitze und sitzen

Der Mazda verfügt über 5 Sitzplätze. Der Fahrersitz, der Beifahrersitz und 3 Rücksitze bzw. eine Rückbank.
Die erste Zeit habe ich den Mazda nur von der Beifahrerseite her kennen lernen können, denn meinen Führerschein machte ich erst später. Die Beinfreiheit war nach vorne hin gut und ich kann meine Beine anständig ausstrecken. Wohin gegen die Freiheit zu den Seiten hin etwas eingeschränkt war. Ich musste mein linkes Bein immer nach Innen drücken, damit es den Fahrer nicht beim Schalten behindert.
Auf der Fahrerseite dann später, war das Sitzen ganz bequem. Natürlich kann man seinen Sitz auch komplett manuell noch einstellen, wie die Höhe, die Rückenlehne und auch wie weit vorne der Sitz sein soll. Beim Fahren fühle ich mich im Fußraum nicht beengt und es hindert mich auch nix.
Auf den „billigen“ hinteren Plätzen ist nur Platz für Kinder, bzw Menschen geringer Länge, da die Beinfreiheit hier sehr zu wünschen übrig lässt und sogar meine Tochter schon mit den Füßen an der Rückenlehne des Beifahrersitzes zu kämpfen hat.
Das Material der Sitze ist recht pflegeleicht und kinderfreundlich. Kinder machen nunmal auch Schmutz im Fahrzeuginneren und der Wagen sieht teilweise aus, dass mein Papa sich im Grabe umdrehen würde, aber die Sitzen lassen sich jedes mal ohne großen Aufwand wieder absaugen und mit einem feuchten Tuch reinigen, ohne dass sie es einem übel nehmen und fiese Flecken zurücklassen.

- Fenster, Scheiben & Co.

Über Fenster verfügt das Auto rund herum, alles andere wäre auch unvorteilhaft. Wenn ich auf der Fahrerseite sitze, fühle ich mich nicht wie vor einer Panorama Windschutzscheibe, sondern ich fühle mich je nach dem, durch die A-Säulen in meiner Sicht relativ beeinträchtigt.
Öffnen und schließen lassen sich die Seitenfenster vorne und hinten durch elektrische Fensterheber. Jede Tür hat ihren eigenen Mechanismus und ich habe an meiner Fahrertür auch noch die „Kontrolle“ über alle 4 Fenster und über die Kindersicherung, dass die Kinder hinten ihre Fenster nicht runter bekommen, wenn sie an den Schaltknöpfen herum spielen.
Einen Regensensor hat der Mazda keinen, hier muss man wirklich noch den Scheibenwischer manuell betätigen, wenn der Regen einsetzt. Dann wird

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die Scheibe auch wieder „trocken“ während der Fahrt und man kann den Scheibenwischer natürlich auch manuell in unterschiedliche Intervalle einstellen. Die Scheibenwischanlage tut dabei ihr Übriges, wo ich es teilweise ganz witzig finde, dass sich selbst an den Scheinwerfern Düsen befinden, die die Scheinwerfer ansprühen und so sauber halten. Sollte die Scheibenwischanlage sich mal dem Leerstand neigen, leuchtet auf der Armatur eine orange Kontrollleuchte auf.
Das Auffüllen der Scheibenwischanlage geht schnell und ist unkompliziert. Man öffnet die Motorhaube und sucht den entsprechenden Wasserbehälter, der befindet sich unten links. Man schraubt den Verschluss auf und dann kann man Scheibenwischflüssigkeit und Wasser problemlos einfüllen und es braucht dafür nicht einmal einen Trichter, wenn man eine ruhige Hand hat. Wenn doch etwas daneben laufen sollte, läuft alles durch den Motorraum hinunter auf den Boden, es bleibt nix irgendwo im Motorraum zurück, wo es Schaden nehmen könnte.
Die Seitenspiegel lassen sich auch auf der Seitenarmatur einstellen.
Was die Sicht nach vorn und hinten beim Ein- und Ausparken betrifft, so fühle ich mich manches mal fast wie im Blindflug, weil ich nicht bis vor die Schnauze des Mazda hinwegsehen kann und nach hinten hin, habe ich sowas von einen toten Winkel, dass ich manches mal nicht einmal genau direkt auf Anhieb weiß, wo ich jetzt in welche Richtung gucken muss, weil mir teilweise sogar die Karosserie einen Strich durch die Rechnung macht.

- Armatur und Lenkrad

Als ich das erste mal hinter dem Steuer saß, war es für mich doch sehr ungewohnt, da ich in einem Golf 6 das Fahren gelernt habe. Die Armatur hat zu meiner Verwunderung alles analog und keine digitalen Anzeigen. Selbst das Tacho ist noch eine Scheibe mit Nadel.
Das Lenkrad war für mich auch eine Sache der Gewöhnung. Es ist zwar groß, aber dafür empfinde ich es als schmal. Umgreifen und damit hantieren geht aber wie geschmiert und ich habe keinerlei Probleme. Im Sommer heizt sich das Lenkrad auch nicht so stark auf, dass man es vor Hitze evtl. nicht anfassen könnte.
Direkt auf dem Lenkrad sind noch Bedienknöpfe vorhanden und auch die Hupe. Mit den Bedienknöpfen lässt sich das Radio bedienen und auch der Tempomat lässt sich damit einstellen und bedienen. Auf der linken Seite sind die Bedienknöpfe, die das Radio steuern, wie lauter, leiser, lautlos oder ein Lied zurück und Lied weiter. Auf der rechten Seite hat man die Knöpflein für den Tempomat.
Ist auf jeden Fall praktisch, denn so muss man für diese Tätigkeiten die Finger gar nicht mehr vom Lenkrad entfernen und ich möchte es so auch auf gar keinen Fall mehr missen.
Mit dem Lenkrad dran, die Hebel, da befindet sich der Scheibenwischer, natürlich auch der Blinkhebel, Fernlicht, Nebelscheinwerfer und diese ganzen Funktionshebel eben halt.
Zu Anfang war es für mich sehr verwirrend und gewöhnungsbedürftig mit diesen Funktionshebeln umzugehen und ich musste während der Fahrt meinen Mann fragen, wie ich denn nun den Scheibenwischer eingeschaltet bekomme. Aber mittlerweile weiß ich sogar, wie ich die Nebelschlussleuchte eingeschaltet und wieder aus bekomme, denn auch dafür sitzt die Funktion an dem Funktionshebel, mit welchem man auch den Blinker betätigt.
Ebenso schaltet man auch das Abblendlicht an diesem Funktionsschalter ein.
Das Lenken ist eine Sache, die hat man schnell raus, oder aber man unterschätzt es zu sehr. Große Lenkbewegungen braucht es mit dem Mazda nämlich nicht. Es sei denn, man fährt durch einen Kreisverkehr, dann hat man zu „arbeiten“, aber ansonsten braucht es nicht viel an Armbewegungen beim Abbiegen, oder durch Kurven fahren. Wenn man ausversehen mal sich verrissen hat, dann sollte man hier bloß nicht zu ruckartig zurück lenken, sonst baut man unter Garantie einen Unfall! Immer schön sachte bleiben und die Ruhe bewahren.

- Sommer und Winter

Jahreszeitlich bedingt ändert sich auch das Wohlbefinden von mir in dem Wagen. Im Sommer finde ich, dass der Wagen sich unheimlich stark und auch schnell aufheizt. Die Klimaanlage tut da auch nicht sofort ihr Übriges, sondern bläst einem erst einmal warme Luft entgegen, die zuerst noch unangenehm wirkt, erst einige Augenblicke später wird der Luftzug schön angenehm kühl und man kann die Intensität des Gebläses einstellen.
Im Winter hingegen friert man sehr stark in dem Auto und auch das Hinsetzen auf die Sitze ist da nicht immer ein Freudenakt. Bis die Heizung dann mal richtig in Gang kommt, muss man ordentlich bibbern und wenn man nur eine kurze Strecke fahren will, wie nur mal eben die Kinder zur Schule oder in den Kindergarten bringen, dann wird es erst richtig warm im Auto, wenn man es schon wieder abstellt.
Eis kratzen muss man hier auch noch von Hand. Es gibt kein Knöpfchen was man drücken kann und die Scheiben enteisen sich dann von selbst, nein, hier ist noch richtige Handarbeit gefragt.

- Getriebe und Schalten

Der Mazda hat ein 6 Gang Sport Getriebe. Er kann auch gut „jaulen“, wenn man die Pedalen nicht richtig erwischt oder falsch durchtritt. Den Zeitpunkt zum Hochschalten kann man sehr gut hören, oder aber, man guckt auf den Drehzahlmesser. Zum Schalten natürlich die Kupplung treten und dann rechts den Schaltknüppel bedienen. Die Gänge lassen sich auch gut einlegen, nur bei dem 5ten und 6ten Gang, da breche ich mir hin und wieder noch einen bei ab.
Die Anfangszeit war das Schalten bei mir auch eine sehr holprige Angelegenheit und der Wagen ruckelte mehr, als dass er fuhr, aber mittlerweile habe ich auch das gut im Griff und er fährt wie geschmiert in den Gangübergängen.

- Tanken, Benzin, Verbrauch, Umweltplakette

Der Mazda wird mit Super betankt. Ich oute mich an dieser Stelle auch mal und sage, dass ich ihn sogar mit dem unbeliebten E10 betanke.
Wenn ich an der Tankstelle an der Zapfsäule halte, dann stelle ich den Motor aus, öffne meine Fahrertür und muss dann unten eine Wippe hoch ziehen, damit sich hinten der Tankdeckel öffnet. Dann gehe ich dahin, öffne die Klappe komplett und drehe dann den Verschluss auf, was für mich immer etwas unbeholfen ist, weil er recht stramm aufsitzt. Ablegen brauche ich die Kappe aber nicht, denn die ist mit einer kurzen Lasche mit dem Auto verbunden. Dann kann ich ganz einfach den Zapfhahn einführen und das Auto betanken.
In den Tank rein passen 55 Liter. Den Verbrauch empfinde ich als durchschnittlich bis hoch. Wenn wir ins Ruhrgebiet runter fahren, etwa 300 Kilometer, dann müssen wir den Wagen wieder auftanken.
Sobald die Tankanzeige sich im Bereich zwischen ¼ Tankfüllung und „leer“ befindet, beginnt die Kontrollleuchte orange zu leuchten. Mein Mann hat mir zwar erzählt, dass man ab dem Augenblick zwar noch ca. 100 Kilometer weit fahren kann, aber ich überlasse trotzdem nix dem Zufall und fahre zügig an die nächste mögliche Tankstelle ran.
Im Übrigen hat der Wagen die grüne Umweltplakette, ich brauche also nicht darauf zu achten, ob ich in gewisse Straßen oder Zonen hineinfahren darf oder nicht.

- Pedalen

In der Anfangszeit, da empfand ich die Pedalen als recht klein und schmal, aber auch das war nur eine Sache der Gewohnheit und ich habe mich schnell daran gewöhnen können. Die Pedalen sind auch nicht zu glatt, ich rutschte also nicht davon ab. Es sei denn, ich habe die falschen Schuhe an, die dann auch noch nass geworden sind, dann wird es etwas rutschig auf den Pedalen.
Ansonsten sind sie aber treff- und tretsicher, nicht zu nah beieinander, dass man mit breitem Fuß ausversehen auf 2 Pedalen steht, aber auch nicht zu nah auseinander, dass man vom Gas zur Bremse eine halbe Autoreise machen müsste.

- Fahren

Hat man alles auf seine Bedürfnisse angepasst, dann kann es also los gehen. Man startet den Wagen, also ich mache es zumindest so, dass ich die Kupplung trete, den Zündschlüssel umdrehe und wenn der Motor richtig am laufen ist, lege ich den ersten Gang ein und lasse dann langsam die Kupplung kommen, bis der Mazda los rollt. Direkt danach muss ich auch schon in den zweiten Gang schalten, weil er sonst zu hochtourig läuft.
Der Wagen kommt auch gut, flott und zügig von der Stelle, ohne dass die Räder durchdrehen. So manchem Auto fahre ich an einer grünen Ampel locker davon.
Das Fahrverhalten an sich ist ein recht gutes. Man fühlt sich zwar jetzt nicht frei wie ein Adler in der Luft, aber der Wagen liegt gut auf der Straße und ruckelt nicht, ist auch nicht unruhig, sondern hat eine geringe Lautstärke. Da finde ich unseren Diesel wesentlich lauter, wobei es im Mazda auch schwierig wird, ab Tempo 130 km/h sich anständig unterhalten zu können.
Beim Schalten muss man nur den richtigen Zeitpunkt abpassen, wann man von der Kupplung geht und ab wann wieder aufs Gas tritt. Wie gesagt, in der Anfangszeit war das bei mir eine sehr ruckelige Angelegenheit und ich habe mich auch selber geärgert, weil so ein Fehlfahrverhalten natürlich auch den Spritverbrauch mächtig in die Höhe schießen lässt.
Wenn man nicht gerade als Pflichtprogramm fährt, kommt sogar richtig Fahrfreude auf und man hat einfach gute Laune in diesem Auto zu sitzen und zu fahren.
Allerdings passiert es mir immernoch hin und wieder mal, dass ich den Motor abwürge. Das ist natürlich frustrierend und ich habe auch schon andere Autos in dem Moment hinter mir gehabt, die dann angefangen haben zu hupen.
Wenn man starken Seitenwind hat, dann spürt man das natürlich auch in dem Mazda. Man muss dann eben halt aufpassen und ggf. vom Gas runter gehen, sonst wird man von der Straße weg gedrückt. Ich habe es schon zwischendurch mal, dass ich ganz schön mit dem Lenkrad kämpfen muss, um bei starkem Wind nicht auf die Gegenfahrbahn gedrückt zu werden.
Aber selbst das Fahren bei Regen ist in der Regel kein Problem. Selbst bei starkem Platzregen bin ich schon mit dem Auto gefahren. Es wirkt zu keiner Zeit schwammig, es sei denn natürlich, man ist zu schnell unterwegs. Trotzdem ändert sich an dem Fahrverhalten nicht sehr viel, er fährt sich weiterhin ganz normal, als würde man auf trockener Fahrbahn fahren.
Durch Kurven lässt er sich gut fahren. Voraus gesetzt natürlich, man hält auch die passende Geschwindigkeit. Wenn ich „zu schnell“ durch eine Kurve fahre, dann fühlt es sich an, als würde es mich gleich aus der Kurze werfen, oder ich mit dem Heck ausbrechen oder irgendwie so in der Art. Es fühlt sich leicht beängstigend an, aber der Mazda hält sicher die Spur.
Apropos Spur halten. Ganz gerade fährt er irgendwie nicht, wenn man mal das Lenkrad los lässt, was man natürlich eigentlich vermeiden sollte, aber ich finde, dass er einen ziemlichen Links Drall entwickelt.
Auf kaputten Straßen muss ich ganz ehrlich sagen, hatte ich schon zwei mal die Sorge gehabt, mir unter dem Auto was kaputt gehaun zu haben. Einmal war es eine Straße, die sich zur Mitte hin sehr stark gewölbt hatte. Da war mir das Fahren total mulmig und ich wusste nicht, wie ich jetzt am besten fahren sollte. Hätte ich den ganz normal weiter gefahren, hätte ich mir unter Garantie die Ölwanne aufgerissen. Also fuhr ich irgendwie so, dass die linken Reifen auf der oberen Wölbung fuhren und die rechten Reifen am Fahrbahnrand. Ich hatte Sorge, dass der Mazda mir da so weg rutschen könnte, aber er hat es mit Bravur gemeistert.
Ein anderes mal bin ich über eine Straße gefahren, die wirklich unbeschreiblich große Löcher hatte. Ich bin Schlangen Linien und Slalom gefahren, nur damit ich nicht in diese grässlichen Löcher gerate. Trotzdem blieb so manches Loch natürlich nicht aus, aber es gab kein unangenehmes Holbergefühl im Wageninneren, aber Angst ich trotzdem um meine Federung, Ölwanne und überhaupt den ganzen Unterbau des Autos.

- Bremsen

Ja, das muss man natürlich auch können. Dafür nutzt man logischerweise das Bremspedal. Der Mazda hat eine gute Bremseigenschaft. Bremsen muss man natürlich mit Gefühl, sonst bremst man zu stark und verreist dabei ausversehen das Lenkrad. Ich kann mich über die Zuverlässigkeit der Bremsen allerdings nicht beklagen. Ich hatte auch schon die ein oder andere brennsliche Situation und die Bremsen haben mich zum Glück nicht im Stich gelassen, sondern haben direkt und gut gewirkt und das Auto sicher zum Stehen gebracht.
Selbstverständlich gibt es hier auch an der Mittelkonsole eine Handbremse. Diese lasse ich immer einrasten, wenn ich das Auto parke und ausstelle. Dass sie eingerastet ist, ist sehr laut und deutlich hörbar. Um sie wieder zu lösen muss man am vorderen Ende den Knopf eindrücken und je nachdem, wie hoch man sie hat einrasten lassen im ersten Moment etwas anheben, ehe man sie herunter lassen kann.

- Reifenwechsel

Einen Reifenwechsel von Sommer- auf Winterreifen oder aber umgekehrt kann man hier nicht mal eben so einfach zu Hause machen, sondern wegen der Alu Felgen muss man damit schon zu einem Fachmann hin. Ich lasse meine Reifen in der Werkstatt auch immer einlagern, bis der nächste Wechsel fällig wird, was mich inklusive Reinigung 10 Euro kostet für alle 4 Reifen, was ich auch gar nicht als teuer empfinde, besser, als wenn sie mir zu Hause ständig im Weg herum stehen würden.
Alu Felgen sind zudem recht empfindlich und wenn ich meinen Mann als Beifahrer sitzen habe und ich komme einem Bordstein zu nahe, dann habe ich ihn immer gleich am meckern dass ich aufpasse soll, weil ich Alu Felgen habe. Wenn an einer Felge mal etwas sein sollte, muss man sie für teuer Geld zumeist wieder neu aufarbeiten lassen oder für viel Geld direkt eine Neue kaufen.

- Kofferraum

Einen sehr großen Kofferraum hat der Mazda (leider) nicht. Wenn ich den Buggy von meinem Sohn hinten im Kofferraum habe, passt wohl noch eine Kiste Wasser und ein bis zwei Einkaufstüten hinein, aber das war es dann auch schon.
Ich werde nie vergessen, als ich unsere Wäschespinne kaufen wollte. Ich fuhr hin, ging in den Laden, schaute mir die Wäschespinnen an und musste ohne sie zu kaufen wieder gehen, weil ich die im Leben nicht in das Auto hinein bekommen hätte. Große Anschaffungen und Transporte sind hiermit also nicht, entsprechend auch kein geeignetes Auto um einen Umzug damit fahren zu können. Ein paar Kartons passen wohl hinein, aber mehr auch nicht.
Unter dem Boden des Kofferraums, den man öffnen kann, befindet sich das Reserverad.

- Licht aus

Wenn man den Motor abgestellt hat, den Schlüssel abgezogen und dann die Fahrertür öffnet erscheint ein Dauertonsignal, dass man das Licht noch angelassen hat. Das sollte man auf jeden Fall ausmachen.
Ich wollte einmal die Parkleuchte anlassen, als ich bei meiner Schwägerin war, weil das Auto direkt am Straßenrand hinter der Abbiegung stand.
Als wir dann wieder fahren wollten wunderte ich mich schon, warum ich das Auto nicht mehr auf bekam mit meinem Funkschlüssel. Dann setzten wir uns rein und nix tat sich mehr. Ich konnte den Wagen nicht starten, er gab keinen Mucks mehr von sich. Die Batterie war leer. Entsprechend musste ich mich überbrücken lassen, dann sprang er wieder an. Tolle Wurst, echt, ich habe mich sowas von geärgert!

- Anschnallen!

Anschnallen ist Pflicht und das sogar auch in dem Mazda. Wenn man sich nicht anschnallt, ertönt ein Piepen, was erst dann aufhört, wenn man sich angeschnallt hat. Meine Schwägerin findet das immer total nervig, wenn sie bei mir als Beifahrerin mitfährt, dass das Auto irgendwann anfängt zu piepen, weil sie nicht angeschnallt ist und dann sagt sie immer „blödes Auto“.
Auch wenn meine Tochter sich hinten abschnallt, noch bevor ich den Motor abgestellt habe, fängt das Auto an zu piepen. Ich erschrecke mich dann jedes mal, weil ich denke, dass es ein Piepen sein könnte, wegen irgendeinem Defekt, bis ich dann höre, wie sich hinten der Gurt bei meiner Tochter aufrollt.

- Aschenbecher

Ich selber rauche zwar nicht mehr, habe aber gelegentlich rauchende Beifahrer neben mir sitzen. Der Aschenbecher befindet sich direkt und unmittelbar hinter dem Schaltknüppel. Das ist deswegen recht unvorteilhaft, weil wenn ich schalten muss und mein Beifahrer ist gerade mit der Zigarette am Aschenbecher, verbrenne ich mir die Flossen an der Zigarette und das ist echt nicht schön, das tut weh!
Zum Aschenbecher ausleeren muss man ihn einfach aus dem Schacht ziehen, dabei aufpassen dass man nix ausversehen auskippt, dann einfach leer machen, außerhalb des Autos und dann wieder in den Schacht rein schieben und alles ist paletti.

- Mittelkonsole

Zwischen den Sitzen, direkt hinter dem Schaltknüppel, befindet sich eine Art große Box. Diese dient als zusätzlichen Stauraum, für kleinere oder auch größere Dinge. Mein Papa hat dadrin immer sein Navigationsgerät, wenn er es gerade nicht brauchte.
Mit da drin befindet sich ein zweiter Zigarettenanzünder und ein Aux Anschluss. Ist auf jeden Fall praktisch dieser Stauraum, denn so kann ich Dinge darin hineinlegen, die ich brauche und muss mich nicht immer ganz bis zum Handschuhfach hinüberhängeln.

- Was er hat

4 Reifen, ein Dach, ein Lenkrad, 3 Pedalen. Quatsch nein, Scherz beiseite. Der Mazda verfügt über ABS, Servolenkung, ESP, 2 Front Airbags, 5 Türen, Frontantrieb, 150 PS. Was das Alles nun im einzelnen zu bedeuten hat weiß ich zwar nicht, aber ich dachte, dass es wichtig wäre für manche Leute, die es wegen eines Kaufes wissen wollen.

- Was er nicht hat

Tja, was er nicht hat ist beispielsweise die Einparkhilfe, die anfängt zu piepen, sobald die Sensoren etwas erfassen, was einem beim Einparken im Weg sein kann.
Oder eine Anhängerkupplung. Die hat er auch nicht, wobei man diese allerdings nachrüsten könnte.
Was er auch nicht hat ist ein Regensensor, aber das erwähnte ich ja bereits und, achja.
Weil auf der Armatur alles analog ist, gibt es keine digitalen Anzeigen. Es gibt auch keine Anzeige des Verbrauchs. Mein Mann fährt mit seinem Passat z.B. nach Verbrauch, was ihm digital auf der Armatur angezeigt wird. Die sind zwar sowieso nie so ganz genau, geben aber einen guten Anhaltspunkt.
Der Mazda hat auch keine Sitzheizungen. Aber diese vermisse ich allerdings auch nicht, denn sowas empfinde ich als nette Spielerei, aber nicht als ein Must Have.
Wo wir bei dem Thema Sicherheit wären sei noch gesagt, dass er keine Seitenairbags besitzt und hinten hat er entsprechend auch keine Airbags.

- Fazit

Es ist ein sehr zuverlässiges kleines Auto, was man nicht unterschätzen darf. Er hat nämlich gut was unter der Haube und geht ab wie ein kleines Zäpfchen, wenn man ihn richtig zu bedienen weiß. Allerdings ist er auch ziemlich gewöhnungsbedürftig und es braucht so seine Zeit, bis man mit Allem vertraut ist. So ist es zumindest bei mir gewesen.
Ich hoffe, dass der Mazda mich noch viele Jahre begleiten wird und lange ohne Fehler und Macken bleibt und große Werkstatt Besuche noch lange von mir verschont bleiben.
Bisher musste noch nix großartig an dem Wagen gemacht werden, außer der fälligen Inspektionen, TÜV usw und einmal eine Rückrufaktion der Scheibenwaschanlage. Na gut, so alt ist der Mazda auch noch nicht, aber trotzdem. Kleine Fahrfehler hat der Kleine mir auch schon verziehen, nur große Reisen und mit mehr als 2 Erwachsenen, die kann man hier knicken, weil es ist und bleibt halt ein Kleinwagen, was ein Vorteil ist bei der Parkplatzsuche, aber ein Nachteil, wenn es um Platz geht.
Alles in Allem bekommt der Mazda von mir 4 von 5 Punkten. Denn es gibt durchaus Negativaspekte, warum wir für gewisse Fahrten doch vorzugsweise unseren VW Passat Variant nehmen, wie z.B. wenn wir mit alle Mann ins Ruhrgebiet fahren, oder einen Großeinkauf machen wollen, oder eine größere Anschaffung, da bietet der VW auf jeden Fall mehr Platz und der ist auch noch Spritsparsamer, denn der Mazda ist schon ein kleiner süßer Schluckspecht.

So und nun? Besten Dank für das evtl. LESEN dieses Monsterberichtes, evtl. sinnvolles Kommentieren, oder aber auch nur stumpfes Abklicken *verneig
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
schlagergalaxie

schlagergalaxie

05.08.2012 18:08

autos ohne fenster haben sie beim militär. heißen panzer :-)

miss_chocolate

miss_chocolate

28.07.2012 20:59

tut mir schrecklich leid, erst jetzt komme ich zum bewerten :( BH

hubbie

hubbie

20.07.2012 13:34

vielleicht wird dein nächster ein Merc(edes), das passende Kennzeichen dazu hast du bereits

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