Es wankelt wieder in Deutschland
01.11.2004
Pro:
Design, Fahreigenschaften, Motor
Kontra:
Verbrauch, Wiederverkaufswert
Empfehlenswert:
Ja
 arspaeth
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Mit dem RX-8 baut Mazda als einziger Hersteller des Wankelmotors ein neues Serienfahrzeug mit diesem exotischen Motor. Der Wagen fällt sowohl optisch als auch durch den Antrieb und den Innenraum (4 sitziger Sportwagen) aus der Reihe.
Durch die vier Türen ohne B-Säule ist es Mazda möglich ein reinrassiges Sportcoupe zu bauen indem vier Personen gut Platz haben und beim ein und aussteigen keine Probleme haben. Meine Version des Wagen, dein Revolution, die große Ausstattung mit Leder fällt im Inneraum durch die qualitativ hochwertige Verarbeitung für ein japanisches Auto auf. Der Wagen hat ein sehr schönes Design. Man sitzt in dem Wagen und fühlt sich sofort wie in einem rassigen Sportwagen.
Es ist viel Leder verarbeitet, die Amaturen und Bedienungselemente sind gut angeordnet und man fühlt sich sofort wohl. Das einzige etwas gewöhnungsbedürftige ist die digitake Geschwindigkeitsanzeige, die wegen des großen Drehzahlmessers wohl anstelle einer analogen Anzeige vorgezogen wurde. Der Sitz lässt sich elektrisch sehr gut einstellen und auch große Leute haben ausreichend Platz.
Das Bose Soundsystem ist einfach zu bedienen und erzeugt auch einen sehr guten Sound in diesem Fahrzeug. Auch die Klimaanlage ist sehr einfach zu bedienen ohne großes Studium der Anleitung. Zum Motor:
Nach dem anlassen des Fahrzeugs ertönt der klassische und typische Sound eines Wankelmotors, der sich aber erst nach einer längeren Kilometerlaufleistung (bei mir ca. 15000 Kilometer) richtig einstellt. Im unteren Drehbereich fehlt dem Motor Leistung. Das ist aber typisch für den Wankel. Erst ab einer Drehzahl von über 5000 Touren kommt der Motor so richtig in Schwung und zieht gleichmäßig bis zum Limit von 9500 Umdrehungen durch wo er richtig zügig anzieht. (Sollte aber erst bei warmen Motor gemacht werden, da hier der Wankel ja bekannterweise etwas sensibel ist). Hält man den Motor immer bei höherer Drehzahl ist er wie eine Rakete und zieht sehr schnell und stark bis in den 5 ten Gang bei über 235. Erst danach wird er im 6.ten Gang etwas langsamer. Das Fahrwerk ist ausgezeichnet und durch die Gewichtsverteilung ist der Wagens ehr stabil. Erst sehr spät kommt er schlagartig in den Grenzbereich wo der Wagen aber sofort durch die Elektronik wieder stabilisiert wird, wenn diese nicht ausgeschalten wurde. Die Bremsen sind sehr bissig was für ein Fahrzeug dieser Klasse sehr gut ist. Nur ist vorsicht zu walten wenn bei hohen Geschwindigkeiten plötzlich runtergeschalten wird. Hier neigt der Wagen sehr schnell zu schieben und man hat das Gefühl er bricht hinten aus, was aber sofort wieder durch die elektronik stabilisiert wird. Der Wagen macht sehr viel Spaß und ist auch auf langen Strecken angenehm zu fahren, da das Fahrwerk eine Mischung aus Sportlichkeit und Komfort ist und doch nicht übertrieben sportlich ist. Auch auf unebenen Strecken muss wenig korrigiert werden. Das Auto liegt sehr sicher auf der Spur und macht nicht den Eindruck auch bei hohen Geschwindigkeiten unruhig zu werden.
Vom Verbrauch ist der Wagen für einen Wankel sehr gut, im Vergleich zu herkömmlichen Ottomotoren höher. Er benötigt nach meiner Erfahrung je nach Fahrweise zwischen 11 und 15 Liter, Bei extremer Fahrweise kann man ihn auchmit bis zu 20 Liter fahren wobei dies schon eine reifenmordende Fahrweise ist ;-) Es ist bei diesem Motor auch sehr wichtig den Ölstand immer gut im Auge zu halten. Da der Motor selbst durch die Bauweise etas Öl benötigt ist es ratsam na etwa allen drei Tankstellenbesuchen den Ölstand nachzuschauen. Er benötigt auf 1000 Kilometer ca. 1/4 bis 1/2 Liter Öl zusätzlich. Auch ist es wichtig diesen Motor zu Beginn gut einzufahren (die ersten tausend Kilometer) und auch später nach der Einfahrzeit den Motor erst im warmen Zustand (Öltemperatur nicht Wassertemeratur) richtig zu fordern. Ich fahre meinen nun 20000 Kilometer und freue mich immer noch jedesmal in diesem Wagen zu siten. Man muß den Wankelmotor mögen. Ist man erstmal angesteckt lässt es einen nicht mehr los, da es einfach nicht zu vergleichen ist gegenüber einen Ottomotor.
Da es ein Japaner ist, sollte man sich auch auf einen nidrigeren Verkaufswert gerade in den ersten Jahren einstellen. Hier verliert der Wagen mehr als manch andere deutsche Modelle. Meiner Meineung nach hat dieser Wagen das Zeug für einen Klassiker und könnte in einigen Jahren ein Exote wie auch die Vorgänger RX-7 von Mazda werden.
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02.11.2004 12:37
Schöner Bericht, der insbesondere den wichtigsten Punkt dieses Autos, den Motor, ausführlich beschreibt. ANdere Dinge kommen etwas kurz oder fehlen ganz (Kosten). Gruß Thomas
01.11.2004 21:49
wäre so ein geiles Auto!! aber der Verbrauch...nee nee...das is mir dann doch zuviel...mfg
01.11.2004 19:43
Der Bericht gefällt mir schon wesentlich besser als der Alfa-Bericht :-). Trotzdem kommen mit ein paar Dinge zu kurz. Insbesondere die mit dem Wagen verbundenen Kosten werden nicht genannt. Optisch finde ich den Wagen sehr ansprechend, aber der Motor ist wohl wirklich nicht das Gelbe von Ei. Zwar hat man mit dem Wankelmotor etwas sehr außergewöhnliches unter der Haube, aber bei einem Verbrauch von 11 bis 15l bzw. sogar 20l hört der Spaß doch auf. Gruß Roger