Ein Fahrzeug das wirklich mal Spaß macht
07.05.2008 (08.05.2008)
Pro:
Fahrspaß, Seltenheit, Design, Top - Community
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 Schnibbi
Über sich:
Mitglied seit:07.05.2008
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Nach nunmehr gut einem Jahr fahre ich einen 231PS starken RX-8 – titangrau, Schiebedach, Navi. Und es gab nicht einen Tag an dem meine Begeisterung für dieses Fahrzeug getrübt war. Mal gleich einiges vorweg: Wer sich einen RX-8 kauft und sich hinterher über den Sprit- oder Ölverbrauch beschwert, hat sich dieses Auto aus den falschen Gründen gekauft. Fakt ist, das ich bei den derzeitigen Spritpreisen selten unter 60 Euro davon komme – dafür aber auch nur 300-400km gefahren bin. Fakt ist auch, dass der RX-8 alle 3000km etwa 1 Liter Öl im Wert von etwa 10 Euro verbraucht – empfohlen wird hier ausschließlich Mazdas Eigenproduktion „Dexelia“ 5W-30. Der überdurchschnittlich hohe Ölverbrauch ist durch den Wankelmotor konstruktionsbedingt und keine Fehlfunktion. Wen das abschreckt, der sollte sich dieses Fahrzeug nicht zulegen. Wer sich das leisten möchte, wird mit Fahrspaß, dem einen oder anderen interessierten Blick, einer netten und gut organisierten Community und einem breiten Grinsen bei jeder Fahrt belohnt.
Die Kosten: Das Fahrzeug an sich schlägt neu mit gut 34000 Euro zu Buche. Die Versicherung (je nach Anbieter und Schadenfreiheitsklasse, Haftpflicht + Vollkasko) liegt jährlich bei 1100 Euro. Die Steuern sind mit 112 Euro jährlich dagegen recht überschaubar – für einen Sportwagen jedenfalls. Der erste Service nach 20000km / 1 Jahr (jeder weitere im gleichen Intervall) kostet um die 180 Euro inkl. Material und Arbeit (kann je nach Werkstatt und Aufwand unterschiedlich sein). Die Ausstattung: Die Ausstattung sollte jeder so nehmen, wie er es mag. Ein richtig oder falsch gibt es hier nicht. Zum eingebauten Navi ist folgendes zu sagen: Es bringt den Fahrer immer ans Ziel. Allerdings ist die Software übermäßig langsam und Updates schlagen mit über 200 Euro zu Buche. Die Anfangsinvestition von über 2000 Euro für das Einbaunavi kann man sich also sparen – zumal die günstigen Alternativen, schneller, aktueller und „hübscher“ sind. Im Allgemeinen ist die Verarbeitung sehr gut. Im Inneren wirkt alles sehr edel – insbesondere durch die Applikationen in Klavierlackoptik. Die Instrumente sind immer gut abzulesen. Der Tacho fällt als erstes auf, an die Digitaltechnik gewöhnt man sich aber rasch. Farblich sind die Instrumente in Rot und Weiß gehalten, durch die Möglichkeit diese abzudunkeln blendet auch nachts nichts.
Das Platzangebot: Aussagen von anderen Fahrern bestätigen es immer wieder: Auch große Menschen (>1,80m) haben als Fahrer genügend Platz. Je nach Ausstattungsvariante ist der Fahrersitz elektronisch verstellbar. Das Lenkrad ist nur in der Höhe variabel. In der zweiten Reihe ist für einen Sportwagen außergewöhnlich viel Platz. Im Vergleich zu einem Audi TT würde es sich hier sogar angenehm schlafen lassen (nur sitzend, da die zweite Reihe vom Mitteltunnel geteilt wird). Der Zugang zu den hinteren Sitzen ist durch gegenläufig öffnende Türen und die damit fehlende B-Säule überaus einfach. Der Kofferraum bietet ausreichend Platz für 2-3 Kombikisten (Einkaufskisten) oder einen Serienreifen (18“, 225). Möglichkeiten zum Verstauen von Kleinigkeiten sind im ganzen Fahrgastraum vielseitig vorhanden. Ablagen in den Türen, Aschenbecher (für Nichtraucher), Ablage im Mitteltunnel (vorn als auch hinten), Getränkehalter (jeweils 2 vorn und hinten), eine große Ablage in der „Durchreiche“ zum Kofferraum und selbstverständlich das Handschuhfach bieten Verstaumöglichkeiten für kleines und Großes. Zusätzlich gibt es eine Ablage für eine Brille oberhalb des Rückspiegels. Besonders praktisch: Die zusätzliche Bordsteckdose im Fach im Mitteltunnel. Hier lässt sich versteckt das Handy oder der MP3 Player laden. Das Fahrverhalten: Der RX-8 ist ein typischer Hecktriebler – wie es sich für einen Sportwagen gehört. Wer sich damit nicht auskennt, sollte vorsichtig anfangen und alle elektronischen Helfer grundsätzlich eingeschaltet lassen. Zur Verfügung stehen u.a. ESP (Elektronisches Stabilisierungsprogramm) und ASR (Antischlupfregelung) – beide sind nicht grundlos an Bord. Auf trockener Fahrbahn und normaler Fahrweise wird man die Macht des ESP wohl niemals kennenlernen. Bei Regen oder gar bei Schnee sieht es anders aus: Wer mit zu viel Gas abbiegt, den bringt das ESP ganz schnell wieder in die Bahn. Bei ausgeschaltetem ESP kann es schnell passieren, dass man in die entgegengesetzte Richtung guckt. Sinn macht das Ausschalten der Helfer grundsätzlich nur, wenn man im Schnee steckt und sich freischaukeln möchte – oder auf freiem Gelände, um den RX-8 an die Grenzen zu bringen. Kurven aller Art nimmt der „Rex“ sportlich flott. Dabei drückt es den Fahrer, dank des guten Seitenhalts, nur wenig aus den Sitzen. Nicht so gern stehen ihm lange Wellen auf der Autobahn oder kleinere Schlaglöcher an. Diese steckt er zwar weg, der Fahrer merkt den Ruckler, im Gegensatz zu manch bequemeren Fahrzeug, aber schon deutlich. Große Fahrer sollten dann lieber den Kopf einziehen. Ansonsten fängt wirklicher Fahrspaß erst wankeltypisch ab 6000 Umdrehungen an. Grundsätzlich fühlt sich der RX-8 in den höheren Bereichen wohler als im niedrigen Drehbereich. Auch kommt hier erst der wirkliche Sound zur Geltung.
Die Community: Es werden immer wieder Touren, Treffs und Stammtische organisiert. RX-8 Fahrer sind grundsätzlich gesellige Typen. Zu erwähnen sind diesbezüglich vor allem die RX-8 Fans München (www.rx8-muenchen.de), RX-8 Freunde Augsburg (www.rx8-augsburg.de), überregional die RX-8 Fans Deutschland (www.rx8fans.de) und ganz allgemein als „Infotreff“ das Fan Forum (www.rx8-fan.de). Wer also an einer solchen Tour teilnehmen möchte, meldet sich einfach auf der entsprechenden Seite dafür an und wird garantiert nicht enttäuscht! Die Macken: Bisher sind mir keine Macken bei diesem Fahrzeug aufgefallen. Es hat bisher in jeder Situation seinen Dienst getan. Eines sei dazu noch gesagt. Entgegen der langläufigen Meinung, ist der RX-8 absolut wintertauglich. Mit entsprechend guten Winterreifen habe ich 15cm Schnee im Harz problemlos meistern können… Findet man dann noch einen freien Parkplatz, wird das ganze zum Vergnügen!
Tipps: - Taschenlampe mitführen: Sollte man in Dunkeln mal Öl nachfüllen müssen, wird man die Öffnung für den Ölmessstab nie wieder finden. - Ein Liter Öl mitführen: Das Öl sollte mindestens bei jedem 2. Tankstopp kontrolliert und gegebenenfalls nachgefüllt werden. - „Durchreiche“ zum Kofferraum nicht absperren. Kann durchaus hilfreich sein, wenn der Schlüssel mal im Kofferraum verblieben ist. Ich kann dieses Fahrzeug nur empfehlen – und wer weiß, vielleicht sieht man sich mal auf einer Tour…
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Mazda RX-8 Challenge
|
|
08.05.2008 13:36
guter Einstand! LG Michael
08.05.2008 08:48
Wenn du jetzt noch einen Abschnitt Fahrverhalten/Fahrspaß hinzufügst, werte ich auf SH um. mfg Jens
07.05.2008 16:47
Vielleicht ergänzt du den Bericht nach und nach noch. Z.B. könntest du schreiben, woher der hohe Ölverbrauch kommt (Stichpunkt "Wankelmotor"). Fürs Erste aber ganz okay und sachlich.