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Arbeiten bei McDonalds...

4  21.09.2004

Pro:
Arbeitszeit geht sehr schnell um

Kontra:
klischeebehaftet

Empfehlenswert: Ja 

lubo77

Über sich:

Mitglied seit:15.09.2004

Erfahrungsberichte:6

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 52 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Als Student macht man ja so einige Sachen, um Geld zu verdienen. Warum also nicht auch bei McDonalds arbeiten?


::.. Wie ich zu dem Job kam ..::

Bei der Jobsuche im Internet habe ich einfach mal bei McDonalds (McD) vorbeigeschaut. Bei genauerer Überlegung war McD eigentlich eine gute Wahl, weil die ja immer geöffnet haben und man also Student so flexibel ist, also auch die Abendstunden und das Wochenende zum Geldverdienen nutzen kann. Leider wurde in meiner Nähe nichts gesucht. Spontan habe ich dann eine eMail dahin geschrieben, wenn in den Städten XY etwas frei wäre, mögen sie sich doch freundlicher Weise bei mir melden. Zwei Tage später bekam ich einen Anruf.
Schon am Telefon wurde ich quasi eingestellt. Da niemand den Job machen möchte, ist es für McD schwer Leute zu finden, die deutsch sprechen. Für die Kommunikation am Arbeitsplatz ist das aber schon wichtig. Ich musste mir nur noch ein Gesundheitszeugnis holen, was in der Lebensmittelbranche Standart ist.

::.. Das Arbeiten ..::

Eine Schicht bei McD geht super schnell um, weil in dem Laden einfach immer etwas los ist. Ich war auf 400Euro Basis und so 2-3 mal die Woche dort. Gearbeitet wird in 3 Schichten und wie in jedem Unternehmen gibt es verschiedene Bereiche. Ich war meisten in der

: Küche :

Dort wird das Essen zubereitet. Wobei es verschiedene Stationen gibt, die dann auch nur Ihre Aufgabe haben. Einmal die "Fettseite". Dort stehen die Friteusen für die Apfeltaschen, Chicken McNuggets, es werden die Fischmäcs zubereitet, sowie das Fleisch für den McChicken. Meistens werden auch die Salate dort gemacht, aber das kommt darauf an, wer gerade nicht so viel zu tun hat. Die meiste Arbeit hat die "Burger" Fraktion. Sie muss die Brote toasten, das Fleisch grillen und die Hamburger nach genauen Vorgaben zubereiten. Schließlich soll ja jeder BigMäc, Hamburger und Co gleich schmecken. Für die Bürger sind zu den Hochzeiten 2-3 Leute zuständig, Spätabends reicht einer, aber das hängt auch von der Größe des Ladens ab. Dann gibt es noch die "Kontrolle". Das ist die große Kiste, die hinter der Kasse steht und wo die Bürger auf den Kunden warten. Die Übergabe sozusagen. Derjenige dort, packt die Burger ein und schreit durch die Gegend, was gerade benötigt wird. Dabei wird fachmcdonaldisch gesprochen. Er ist auch für die Haltbarkeit der Essenssachen zuständig, was er an der McDonalds Uhr und dessen besonderen Zahlen ablesen kann. 20 Minuten darf die Ware dort liegen, danach wird sie entsorgt und die Schweine freuen sich über die Mahlzeit am anderen Tag.

: Kasse:

Wie der Kassenjob aussieht, weiß eigentlich jeder, der schon einmal bei McD gegessen hat. Man nimmt die Bestellung auf, kassiert und stellt diese dann zusammen. Ich persönlich wollte nie an die Kasse, weil man dann direkten Kundenkontakt hat und keine wirkliche Zeit mal Blödsinn zu machen oder ein persönliches Gespräch mit den Kollegen zuführen.

: McDrive :

Bei Drive bekommt man diese überaus wichtig aussehenden Köpfhörer und nimmt die Bestellungen der Autos auf. Hier ist Schnelligkeit gefragt, weil die Autos so schnell wie möglich abgefertigt werden sollen, damit keine langen Autoschlangen und Wartezeiten entstehen. Der Drive hat eigentlich immer Vorrang und es arbeiten zu den Spitzenzeiten nur Leute für den Drive, also auch in der Zubereitung.

: Lobby :

Tische abputzen, Tabletts wegpacken und den Dreck der Gäste wegmachen. Gesehen hat das auch schon jeder Kunde. Was viele vielleicht nicht wissen, die Mitarbeiter trennen dann in einem separaten Raum den Müll. Faszinierend ist dabei, wie viel in so einem BigMäc Gehäuse hineinpasst und welche Kreativität manch ein Kunde entwickelt, um möglichst viel dahinein zu bekommen ;-) Es ist also nicht der angenehmste Job, aber auch nicht wirklich schlimm. Interessant fand ich dabei, dass man quasi Luft für die Kunden ist? beachtet wird man dabei kaum. Meistens ist man auch für das Außengelände zuständig und darf dieses sauber halten.

: Zeiten, Pausen, Essen :

Bei uns wurde in drei Schichten gearbeitet, aber das hängt auch von dem jeweiligen Standort ab. Pro Schicht hat man eine lange Pause und darf sich natürlich auch mal eine Auszeit nehmen, wobei die Arbeitszeit wirklich rasend schnell vorbei geht, weil bei McD immer etwas los ist. Wir durften in unserer Filiale pro Arbeitsstunde 60Cent verkosten. Allerdings lag das nicht an McD, sondern an der Stadtverordnung. Softgetränke waren kostenlos und durften ohne Limit getrunken werden. Kaffee, Shakes usw. wurden angerechnet.

: Gehalt :

Der Stundenlohn war eigentlich in Ordnung und im gleichen Rahmen, wie bei anderen Nebenjobs. Wie ich mitbekommen habe, ist dieser aber nicht einheitlich, sondern kann von Filiale zu Filiale variieren.

: Sonstiges :

Kleidung wird von McD gestellt und auch gewaschen. Man bekommt einen Spint und einen kleinen Wertsachentresor. Schuhe muss man selber mitbringen. Mit dem ganzen Fett und so, sollten die etwas älter sein. Duschen zur Benutzung waren vorhanden, weil man schon den ganzen Geruch und so annimmt.

::.. Die Mitarbeiter ..::

Meine Mitarbeiter waren alles samt nett und ich kam gut mit ihnen aus. Es gab einen Restaurantleiter, der den Laden in Schuss hält und mehrere Schichtführer, die dafür verantwortlich sind, dass in der jeweiligen Schicht alles glatt geht. Diese sind auch erste Ansprechpartner für Mitarbeiter und auch für die Kunden, wenn es zum Beispiel mal eine Reklamation geben sollte.


::.. Die Kunden ..::

Wenn man längere Zeit bei McD arbeitet, wird man schnell feststellen, dass die meisten Leute Stammkunden sind und es ist wirklich wahr: manche kommen jeden Tag! Wir hatten einen Kunden der kam jeden morgen, hat für sich einen Kaffee und für seinen Hund 6 Chicken Nuggets bestellt. Ein anderes Pärchen kam wirklich jeden Tag zur gleichen Zeit und hat immer, wirklich immer das gleiche bestellt. Teilweise stand es schon fertig zubereitet für sie an der Kasse... aber jeder wie er meint. Im Normalfall waren die Kunden eigentlich ganz okay. Man wird als McD Mitarbeiter nicht groß beachtet und sollte mal eine Reklamation oder dergleichen kommen, klärt der Schichtführer das meistens zur Kundenzufriedenheit.

::.. Fazit ..::

Ich war drei Monate bei McD und es hat mir ganz gut gefallen. Die Arbeit ist teilweise schon recht hart, Brandblasen oder andere Wehwehchen vorprogrammiert. Dafür geht die Arbeitszeit aber super schnell rum und der Stundenlohn dafür war auch in Ordnung.

Ehrlich gesagt, kann ich nichts zu den allgemeinen Vorurteilen beisteuern, die in den Köpfen der Menschen fest gemeißelt sind. McD ist weder ein Ausbeuter, nach dreckig oder sonst etwas. Ganz im Gegenteil. Ich habe noch nie so viel geputzt und auf Hygiene achten müssen, wie dort. Es gibt klare Regeln und an die muss man sich auch klar halten. Ist aber auch verständlich, weil ein Lebensmittelskandal oder so etwas in der Art hätte fatale Folgen. Deshalb wird genau auf Qualität und Zubereitung geachtet.

::.. NACHTRAG ..::

da viele nach dem stundenlohn fragen, wollte ich diesen hier eben noch anfügen. allerdings ist das von filiale zu filiale verschieden, weil die jeweilige geschäftsleitung den stundenlohn beschließt und ich kann nur von der aushilfstätigkeit sprechen. im schlechtesten falle liegt der stundenlohn bei 5 euro etwas... im besten bei 7 euro und. das ist aber nur, das, was ich so mitbekommen und gehört habe.. selber habe ich einen stundenlohn von 6 euro 70 bekommen....

bohr, ist das wenig... werden sich einige jetzt bestimmt sagen, aber zum einen war es nur nebenbei, dazu muss man das kostenlose essen rechnen und das wir mittlerweile in einer welt leben, wo man selbst für einen 400? job bewerbungen schreiben soll ;-)

realistisch gesehen, mit einem studium der wirtschaftsinformatik , finde ich den studenlohn der tätigkeit angepaßt
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Rosenblume

Rosenblume

28.07.2007 23:13

Ein sehr interessanter Bericht. Ich bewundere die Leute, die dort arbeiten, weil ich es selber nicht könnte. Ich könnte mit dem ganzen Stress kaum umgehen, der dahinter steckt. Und ich würde mir dort vieles gar nicht zutrauen, zum Beispiel die Kasse, weil mir das zuviel erscheint, was ich mir merken muß. Deswegen habe ich Respekt vor den Leuten, die diesen Job machen, wo alles schnell gehen muß und es immer hektisch zugeht. Lg Jeanette

sultanbinaber

sultanbinaber

25.05.2007 19:55

guter bericht, sehr interessant. ich selber habe auch mal überlegt, ob ich mich bei mcdonalds bewerbe, aber mit nachhilfe verdient man einfach mehr! ich denke der stundenlohn bei mcdonalds ist im vergleich noch recht gut, in kassel gibt es auch 6,70€. Im supermarkt regale einräumen ist noch weniger profitabel ;)

Wuffelchen

Wuffelchen

21.06.2006 20:09

Also zu den Stundenlöhnen: Im Westtarif war 6,13€ für Geringverdiener Tariflohn, wobei bei uns die "fest" angestellten 6,45€ (Tariflohn?) gekriegt haben. Beide wurden jetzt um 2,5% erhöht, also für mich 6,28€ pro Stunde. Zur Hygiene: Die ist echt top, wenn man sich dran hällt wie man arbeiten soll macht man es wirklich nicht mit dreckigen Fingern, achten tut aber bei uns keiner drauf, muss man schon selbst ^^ Die Burger werden bei uns nie weggeschmissen, und 20 Minuten sind falsch, die Burger sind nur 10 Minuten haltbar ;) Bei uns gibts auch z.B. kein Freiessen pro Stunde sondern generell nen Rabatt von 50% und Softdrinks frei. Viele Unterschiede mögen daran liegen, dass ich bei einem Franchisenehmer bin, und du wohl bei einer Company Filiale. Wir sind oft unterbesetzt wodurch Stress entsteht, aber das ist den Chefs egal, hauptsache Gewinn für sie... Und bei Reklamationen agiere ich meistens selbst, und verschenke Essen, braucht man keinen Schichtführer für ;) Aber sonst ein guter Bericht, und mal was anderes was man über Mecces hört. Bei uns stimmt das Klischee mit der Ausbeute, schlechtem Lohn (bei Vollzeit netto zwischen 4-5€) und den nicht wirklich immer frischen Produkten ^^

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