Erfahrungsbericht über "Mein CEWE Fotobuch"

veröffentlicht 19.01.2007 | DottiGross
Mitglied seit : 27.04.2001
Erfahrungsberichte : 614
Vertrauende : 100
Über sich :
www.die-hoermupfel.de - der Podcast aus dem Allgäu
Sehr gut
Pro Kein lästiges Kleben und Beschriften mehr | Sieht absolut toll aus!! | Sehr gute Qualität
Kontra Für Anfänger vielleicht etwas schwer | Programm mit kleinen Macken | Voransicht zu klein | Keine Webmiles möglich
sehr hilfreich
Funktionsvielfalt:
Benutzerfreundlichkeit
Stabilität:
Installation
Updatemöglichkeit:

"Mein Fotobuch"

| Vorgeschichte
Seit einiger Zeit fielen mir immer wieder Angebote und Berichte über so genannte "Fotobücher" auf. Hier kann man mit seinen eigenen (digitalen) Fotos eine Art Album zusammenstellen und dieses dann z.B. bei CEWE "drucken" und "binden" lassen. Doch skeptisch wie ich bin - "na, das wird noch nicht ausgereift sein" - und geizig obendrein - "puh, fast 30.- EUR für so ein Büchlein", beobachtete ich die Sache weiter. Nach unserem Urlaub auf der wunderschönen Insel Lanzarote, "grauste" es mir davor, die vielen Urlaubsfotos einzukleben und zu beschriften. Deshalb schaute ich mir die Fotobuch-Angebote nochmals genauer an, las ein paar Erfahrungsberichte und stieß dann auf eine webmiles-Aktion von Schlecker. Ich beschloss, die Herstellung eines solchen CEWE-Fotobuches zu testen.


| Systemempfehlung
AMD Athlon oder Pentium III, 1 GHz-Prozessor. Betriebssystem Windows 2000, Windows XP
Mindestens 256 MB RAM. Ca. 30 MB freier Festplattenplatz für das Programm, zuzüglich freier Platz zur Fotobuch Bearbeitung
(Richtet sich nach der Anzahl sowie Auflösung der Bilder)
Support: support@cewe-fotobuch.de


| Verwendete Daten
Leider nur Bilder im jpg-Format. Ich würde mir die Verarbeitung von gif- und psd-Dateien wünschen, da man hier mit Transparenz arbeiten kann.


| Installation
Die Installation des Gestaltungsprogramms war zwar nicht schwierig, aber die Anmeldung fand ich etwas umständlich. Ich war nämlich schon bei Schlecker zum Online-Shopping angemeldet und dachte nun, das sei es gewesen. Doch über einen entsprechenden Link wurde ich auf die Seite von Schlecker-Foto-Digital-Service unter http://as.photoprintit.de/ weitergeleitet, wo ich mich nochmals anmelden musste. Nochmals Name, Adresse, Account-Name eingeben und ein weiteres Passwort ausdenken... dann war auch das geschafft.

Das Herunterladen des Gestaltungsprogramms war dann auch recht einfach. Weder die Verbindung noch mein PC machten Probleme. Das einzige, was mich ein wenig irritierte, war die Tatsache, dass bereits nach wenigen Tagen neue Hintergrund-Bilder zur Verfügung gestellt wurden. War es Zufall oder hätte ich diese Bilder schon während der Installation aktualisieren können? Leider wurde man über diese neuen Features nicht informiert. Ich stieß eher durch Zufall darauf.
Eine meiner Kolleginnen besitzt keinen Internet-Anschluss und hat sich deshalb eine CD im Drogeriemarkt geholt. Sie hatte mit der Installation ebenfalls keine Probleme. Ihr fehlten jedoch die aktuellen Hintergrund-Bilder, da es sich bei der CD um eine ältere Version handelte.


| Aller Anfang ist schwer
Man hat zwei Möglichkeiten, sein (erstes) Fotobuch anzulegen. Entweder nimmt man den automatischen Umbruch in Anspruch oder man baut seine Seiten Stück für Stück selbst auf. Ich habe beides ausprobiert und bin mir nicht ganz sicher, welche Option ich empfehlen kann. Als Erstanwender ist es sicherlich von Vorteil, wenn man sich sein erstes Buch "vollautomatisch" umbrechen lässt. Hier taucht dann jedoch das ein oder andere Problem auf, mit dem der Anfänger vielleicht nicht zurecht kommt. So werden die ausgewählten Urlaubsfotos nämlich ziemlich bezugslos angeordnet. Das heißt, dass z.B. fünf zusammenhängende Bilder - sagen wir mal fünf Blumenfotos - voneinander getrennt werden. Vier Blumenbilder werden auf eine Seite angeordnet, das letzte jedoch auf der nächsten Seite mit - sagen wir mal - vier anderen Bildern, die Stadtansichten zeigen. Schöner wäre es, wenn alle fünf Blumenbilder auf einer Seite angeordnet werden würden und die Stadtbilder auf der nächsten Seite stehen würden. Möchte der Erstanwender nun ein wenig Ordnung hinein bringen, muss er sich jetzt schon mit den technischen Funktionen beschäftigen. Deshalb wäre es vielleicht gar nicht schlecht, wenn bereits der Erstanwender den "manuelle Umbruch" benützt, um die recht umfangreichen Funktionen des Programms von Anfang an zu lernen. Allerdings, so schätze ich, werden viele Laien damit ihre liebe Not haben. Ich persönlich kenne mich berufsbedingt mit vielen Arten von Computeranwendungen aus. Ich habe mit dem Programm keine Probleme. Aber wenn sich jemand mit PC-Anwenderprogrammen/Gestaltungsprogrammen schwer tut, wird auch hier Schwierigkeiten haben, weil er nicht weiß, wie er welche Funktionen verwenden kann. Zwar ist der Arbeitsbereich recht übersichtlich dargestellt, aber die Aufteilung der einzelnen Funktionen sind gewöhnungsbedürftig. Wenn ich längere Zeit nichts mehr in diesem Gestaltungsprogramm gemacht habe, brauche ich wieder eine ganze Weile, bis ich mich darin zurecht finde. "Wo war die Funktion noch mal? Muss ich mit der rechten Maustaste.... oder oben in der Leiste.... oder doch vielleicht hier links....?"

Die Online-Hilfe war mir - als Profi - keine große Hilfe. Sie ist nur sehr unvollständig. Viele Befehle werden nur unzureichend erklärt, manche nicht einmal erwähnt. Mit der Hilfe-Suchfunktion wird man selten fündig und wenn ein Problem auftaucht, findet man dazu selten einen Lösungsvorschlag. Ich bin das Programm nach dem Motto "learning by doing" angegangen.


| Herstellung
Ich gehe während des weiteren Berichtverlaufs also mal davon aus, dass jeder den Umgang mit dem PC und diversen Anwender-/Fotoprogrammen beherrscht. Die Funktionsvielfalt bei der Bucherstellung ist für jeden durchaus ausreichend, denke ich. Per Drag-and-Drop-Verfahren kann man die Bilder super-leicht auf seine Seite laden. Man kann sie proportional vergrößern und verkleinern, und nach eigenen Wünschen - außerhalb seiner Proportionen - beschneidet. Als besonderen Gag wollte ich einmal ein rundes Bild einbauen. In einem externen Bildbearbeitungsprogramm habe ich ein solches Bild hergestellt, doch konnte ich den transparenten Hintergrund nicht in das CEWE-Programm übernehmen. Transparente Bereiche werden nämlich, lt. Programminfo, nicht unterstützt. Schade.

Sehr sinnvoll finde ich die Bereitstellung von Musterseiten. Plane ich z.B. sechs Bilder auf eine Seite zu stellen, wovon zwei quer- und vier hochformatig sind, kann ich eine entsprechende Musterseite übernehmen. Meist gibt es für dieses 6-er-Format mehrere Vorschläge, so dass eigentlich für jeden etwas dabei sein sollte. Ist das ausnahmsweise einmal nicht der Fall sein, wählt man einfach die ähnlichste Vorlage aus und ändert sie dann nach eigenen Wünschen ab.
Man sollte sich vor Arbeitsbeginn einen separaten Ordner anlegen, in dem man die Bilder, die man verwenden möchte, hineinlegt. Dadurch erleichtert sich der Umbruch sehr. Jedes Bild, das man nämlich auf die Seite zieht, wird automatisch mit einem grünen Häkchen markiert. So sieht man, welches Bild schon im Fotobuch verwendet wird und es wird vermieden, dass ein Bild doppelt vorhanden ist. Es gibt jedoch ein Nachteil. Unterbricht man seine Arbeit, speichert das Dokument und schließt es, sind diese Häkchen nach dem Öffnen verschwunden. Man müsste also in einem Zug sämtliche Bilder hinein laden, bevor man die Arbeit unterbricht.

Sollte ein Bild mal nicht so aussehen wie man es gerne hätte, kann man es in diesem Programm auch bearbeiten. Die Funktionen sind jedoch - meiner Meinung nach - sehr eingeschränkt und ich benütze sie deshalb nicht. Aber für einen Laien mag dieses Programm durchaus ausreichend sein. Immerhin kann man das Bild heller und dunkler machen und es, mmmmmmh, mit ein paar so genannten "Effekten", ähm, "vergewaltigen". Diese Funktionen finde ich absolut überflüssig.

Die Seiten des Fotobuches kann man natürlich auch beschriften. Dafür zieht man einen Textrahmen an der gewünschten Stelle auf. Es öffnet sich daraufhin ein Fenster, in das der Text eingegeben und die Schriftart und -farbe bzw. Ausrichtung gewählt werden kann. Hier könnte ich manchmal verzweifeln! Möchte ich nämlich ein bestimmtes Wort - z.B. die Überschrift - halbfett machen und bestätige dies mit einem Klick, wird das Wort - nachdem es in der Voransicht bereits halbfett war - wieder auf "normal" zurückgestellt. Ich weiß nicht, woran das liegt, vermute aber einen Programmfehler dahinter.

[Update 8.8.2007:]
Achtung Schriften! Jeder PC-Anwender besitzt eine gewisse Anzahl an Schriften. Viele werden nur die besitzen, die Windows einem als so genannte Systemschriften zur Verfügung stellt. Ich persönlich kann auf eine etwas größere Auswahl an Schriften zurückgreifen, was ich auch oft und gerne tue. Hier stieß ich nun an eine ärgerliche Grenze.
In einem meiner Fotobücher (inzwischen habe ich natürlich schon merere Bücher bei CEWE herstellen lassen) verwendete ich eine so genannte Postscript-Schrift, die in der professionellen Textverarbeitung nur selten Probleme macht. Doch dieses Mal erschrak ich, als ich das Buch aus dem Pappkarton auspackte. Die Schrift war total "gepixelt". Das heißt, sie war ausgefranst und in kleinen Schriftgrößen fast unleserlich. Mir war sofort klar, dass das Problem bei CEWE lag. An meinem Bildschirm und beim Ausdruck der Seiten wurde die Schrift einwandfrei dargestellt. Ich konnte also davon ausgehen, das CEWE die von mir verwendete Schrift nicht besaß, weshalb sie bei der Übertragung falsch umgewandelt wurde.
Ich reklamierte also das Fotobuch, indem ich ein einfaches und recht kurze gehaltenes Schreiben beilegte und es mit Kundennummer und Auftragsnummer zu Schlecker zurück brachte. Wenige Tage später konnte ich das Buch wieder abholen. Es lag ein Schreiben bei, dass der Fehler nicht bei CEWE liegen würde und sie mir leider nicht weiterhelfen könnten. Nun, damit hatte ich gerechnet. Wer gibt schon gerne zu, wenn er einen Fehler macht. Diesmal waren sie aber an eine Fachfrau geraten, die wusste, was schief gelaufen war, und das auch erklären konnte. Ich schickte das Buch ein weiteres Mal zurück und erklärte darin, woran der Fehler lag. "Ich habe das Buch mit Ihrem Programm erstellt... blablabla... und mit Ihrem Programm übertragen.... blablabla... Umwandlung der Schrift.... Postscript-Datei.... Schriften zur Verfügung.... etc."
Eine Woche später rief mich die Dame von CEWE an und meinte, ich könnte mich zwischen einem Rabatt oder einem neuen Buch entscheiden. Ich entschied mich natürlich für das neue Buch, dass ich noch am selben Tag mit einer unverfänglichen, einfachen Systemschrift online übertrug. Das klappte dann auch problemlos. Fazit von dieser Erfahrung: Man sollte nur einfache Schriften wie Arial, Verdana, Times etc. verwenden, um Schriftenprobleme zu vermeiden!

Bei der Wahl der Textfarbe sollte man aufpassen, dass der Text auf dem jeweiligen Hintergrund gut zu lesen ist. Schwarze Schrift auf schwarzem Grund o.Ä. ist also nicht sehr sinnvoll. Leider gibt es hier keine großartigen Gestaltungsmöglichkeiten. So kann ich z.B. nur "Outline" stellen, aber leider keinen Schlagschatten oder ähnliche Hilfsmittel verwenden. Das würde sich bei manchen Hintergründen aber anbieten, um eine (Über-)Schrift deutlicher hervorheben zu können.

Beim ersten Buch, das ich gestaltet habe, dachte ich, ich könnte den Buchrücken nicht beschriften. Das fand ich schade, denn es wäre doch schön, wenn das Buch im Regal steht und ich bereits auf dem Rücken lesen kann, um welches Album es sich handelt. Erst bei der Herstellung des zweiten Fotobuch sah ich, dass eine Beschriftung durchaus möglich ist. Auf der Umschlagseite ist an entsprechender Stelle bereits ein Textrahmen aufgezogen. Man muss nur hineinklicken und schon geht ein Textfenster auf.

Besonders gerne nütze ich die Möglichkeit, eigene Bilder in den Hintergrund zu laden. Dabei empfiehlt es sich jedoch, "gleichmäßige" Motive zu wählen. So bieten sich z.B. Sonnenuntergangsbilder, ein Blütenmeer, ein Sandboden oder ein Himmel an. In der Hintergrund-Auswahl, die CEWE kostenlos zur Verfügung stellt, gibt es einige nette Vorlagen. So findet man dort z.B. eine Blumenwiese, einen Holzscheithaufen, Gummibärchen, einen Strandsand etc.
Doch meist nehme ich ein eigenes Bild, weil man damit wesentlich "sachbezogener" gestalten kann. Was nützt mir ein "Sandboden"-Hintergrund, wenn ich Bilder einer Bergwanderung auf die Seite stellen möchte? Für die Hintergründe sollte man jedoch Bilder mit einer Auflösung von min. 2496 x 1664 pixel verwenden. Alles, was darunter liegt, wird unscharf. Das Programm bietet eine Qualitätsanzeige an, die ich sehr nützlich finde. Man sieht bei jedem Bild, ob es die nötige Auflösung (Druckqualität) besitzt.
Wie lädt man nun ein Hintergrundbild auf die Seite? Das ist kein Problem, wenn man es erst einmal gemacht hat und man weiß, wie es geht. Man zieht das Bild einfach irgendwo auf die Seite, klickt es dann mit der rechten Maustaste an und wählt die Funktion "als Hintergrund auf Doppelseite" und schon hat man es geschafft. Meine Kollegin, die sich ebenfalls mit dem Programm auseinander gesetzt hat, ist hier jedoch verzweifelt, weil sie die Funktion nicht gefunden hat.

Nun möchte ich noch ein paar Tipps zur Gestaltung der Seiten geben. Natürlich ist das jedem selbst überlassen und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber dem ein oder anderen helfe ich vielleicht mit meinem "unverbindlichen Ratschlag". Sechs Fotos auf einer Seite sind meiner Ansicht nach zu viel. Die Bilder sind dann zu klein und der Betrachter verliert das Interesse. Als Maßstab würde ich drei bis vier Fotos pro Seite veranschlagen. Aufgelockert wird das Layout, wenn man unterschiedliche Bildgrößen wählt. Drei große Bilder und ein kleines (z.B. ein Portrait) oder ein großes Landschaftsfoto und drei gleichmäßig große Detailausschnitte machen sich z.B. sehr gut.
Eine ausgewogene Motivwahl sollte eigentlich schon beim Fotografieren beachtet werden. Nicht auf jedem Urlaubsfoto muss ein Mensch zu sehen sein. "Mama" kann auch mal hinter der Kamera warten, während der große Triumphbogen abgelichtet wird. Landschaftsbilder mit und ohne Menschen, Detailausschnitte, Blumennahaufnahmen... das lockert das Fotobuch hübsch auf.

Die Wahl der Schriftfarbe habe ich schon angesprochen. Zwischen Hintergrund und Schrift sollte ein deutlicher Kontrast bestehen. Eine dunkelgraue Schrift auf schwarzem Hintergrund ist z.B. extrem unleserlich. Trotz des gewählten Kontrastes sollten die Farben harmonieren. Auf einen hellblauen Himmel, passt z.B. eine schwarze oder dunkelblaue Schrift. Auch wenn es sehr "knallig" und "auffällig" ist, sollten in diesem Beispiel Pink, Gelb oder Lila vermieden werden, weil es "stilistisch" nicht sehr schön, unruhig und unharmonisch ist.
Probleme gibt es auch, wenn man ein kontrastreiches Bild einbaut. Dann kann es sein, dass die Schrift sowohl über einen hellen als auch über einen dunklen Bereich läuft. Diese Situation sollte vermieden werden, weil man dann weder eine helle noch eine dunkle Schrift verwenden kann. Eine Farbe im Mittelbereich - z.B. Orange - wäre evtl. eine Lösung, aber das kommt immer auf das Motiv des Bildes an.
Ein eigenes Thema ist die Schriftgröße. Für einen gewöhnlichen Fließtext - eine größere Textmenge also - sollte man eine Standardschrift wie Arial, Helvetica, Futura, Frutiger evtl. auch Times oder Concorde wählen. Schreibschriften sollten bei Fließtexten nicht verwendet werden, da sie - vor allem in kleinen Schriftgrößen - sehr unleserlich sind. Eine Schreibschrift sollte man nur spärlich und in großen Schriftgrößen benützen.

Man kann sich die Seite auch in der Vorschau anzeigen lassen, so dass man sieht, wie die Seite am Ende aussieht. Leider ist die Vorschau nur so groß, wie der jeweilige PC-Bildschirm. Auf meinem 19-Zoll-Bildschirm kann ich dann nicht einmal die Bildbeschriftung lesen. Es gibt leider keine Vergrößerungslupe, was ich schade finde. Da nützt die Vorschau nicht viel, wenn ich nicht einmal meinen Text kontrollieren kann.

Das erste Buch nahm fast sechs Stunden in Anspruch. Bis man sich zurecht findet und alles nochmals durchgegangen ist und korrigiert hat, vergeht viel Zeit. Doch beim zweiten Buch war ich nach gut zwei Stunden fertig. Der Umbruch ging dann recht locker von der Hand und die meiste Arbeit machte das Heraussuchen und Gestalten der Texte. Aber dafür hatte ich ein dann auch einen tollen "Reiseführer"! Ich habe die Fotobücher Bekannten, Kollegen und Freunden gezeigt und sie sind total begeistert. Da es noch nicht sehr bekannt ist, gab es einen riesen "Aha"-Effekt.


| Produktpalette / Preise / Bezahlung
Man kann zwischen folgenden Buchformaten und -Verarbeitungsarten wählen.
Softcover:
Format 21x28 und 21x21 cm
26 bis 98 Seiten
Basispreis: 19.95 EUR bzw. 18,95 EUR
Aufpreis pro weitere 8 Seiten: 4,- bzw. 3,60 EUR

Hardcover:
Format 22x30 und 21x21 cm
28 bis 98 Seiten
Basispreis: 26,95 EUR bzw. 24,95 EUR
Aufpreis pro weitere 8 Seiten: 4,- EUR bzw. 3,60 EUR

Leinencover:
Format 22x30 und 21x21 cm
28 bis 98 Seiten
Umschlagfarben: rot, blau, schwarz
Basispreis: 24,95 und 22,95 EUR
Aufpreis pro weitere 8 Seiten: 4,- bzw. 3,60 EUR

Fotoheft:
Format 14x13 cm
26 bis 50 Seiten
Basispreis: 7,95 EUR
Aufpreis pro weitere 8 Seiten: 2,- EUR

Ich habe mich für ein gebundenes Fotobuch mit Hardcover-Einband entschieden, weil mir das Format und die Verarbeitung am besten gefielen und ich den Einband selbst gestalten und beschriften wollte.

Zusätzlich zu den Herstellungskosten werden nochmals Liefer-/Verarbeitungsgebühren von unterschiedlicher Höhe erhoben. Wenn ich mir das Buch zuschicken lassen möchte, zahle ich dafür 3,54 EUR bei Online-Übertragung oder 3,84 EUR bei CD-Abgabe. Das finde ich eine Unverschämtheit, denn eigentlich werden Produkte, die ich bei Schlecker bestelle und über 15.- EUR kosten, frei Haus zugestellt. Hier werde ich aber auf die Schlecker-Foto-Digital-Service-Seite weitergeleitet, wo eben doch eine Gebühr fällig wird. Ich habe mich deshalb für die günstigste Variante entschieden. Ich übertrage die Daten online und hole mir das fertige Buch in einer von mir gewählten Schlecker-Filiale ab. Dafür werden dann nur 69 Cent fällig. Möchte man eine CD brennen und diese in einer Filiale zur Bearbeitung abgeben, kostet das bei Selbstabholung 99 Cent.

Da ich das Fotobuch bei Schlecker abholte, bezahlte ich es dort auch in bar. Ärgerlich finde ich in diesem Zusammenhang, dass ich auf dieses Buch keine webmiles sammeln kann. Zwar bekomme ich bei Schlecker.de für einen Euro Umsatz eine webmile gutgeschrieben und auf jedes entwickelte 10x15-Bild bei Schlecker-Foto-Digital-Service zwei webmiles, aber das Fotobuch fällt, lt. webmiles, weder in die eine noch in die andere Kategorie. Darüber habe ich mich sehr geärgert.


| Auslieferung
Die erste Auslieferung verlief ziemlich kompliziert und dauerte fast zwei Wochen. Bereits nach zwei Tagen fand ich in meinem Auftragsstatus den Hinweis, dass das Fotobuch an die Schleckerfiliale ausgeliefert worden sei. Die gleiche Information erhielt ich per E-Mail. Doch in meiner Schleckerfiliale wusste niemand Bescheid. Nun fuhr ich jeden Tag hin - telefonisch sind die Schleckerfilialen nicht zu erreichen - und fragte nach meinem Buch. Die Verkäuferinnen hatten bis dato noch niemals eine solche Auslieferung gehabt und waren nun selbst gespannt auf mein Buch. Als es dann endlich kam, fragten sie mich ganz höflich (und verständlicherweise neugierig), ob sie das Fotobuch mal sehen dürften. Beim zweiten Mal bekam ich das Buch - trotz dazwischen liegendem Feiertag - schon nach sechs Tagen.


| Qualität
Die Qualität des Buches ist hervorragend. Der Druck ist passgenau und es gibt keine "Blitzer", was man übrigens an weißen Flächen mit einer einfachen Lupe kontrollieren kann. Die Bilder sind kontrastreich und farblich in Ordnung, obwohl sie meiner Meinung nach teilweise etwas zu hell heraus kommen. Aber ein Laie oder jemand, der die Originalfotos nicht kennt, wird keine Mängel feststellen. Der Unterschied fällt nur bei einem direkten Vergleich auf.
Die Buchbindung ist stabil und qualitativ hochwertig. Sowohl der Hardcoverumschlag als auch die einzelnen Seiten bestehen aus robustem Material und sind von sehr hoher Qualität. Ich bin mit dem Produkt rundum zufrieden.


| Service/Reklamationsbehandlung/Stabilität
Die oben angesprochenen Lieferprobleme möchte ich nicht zu sehr anprangern, weil es das erste Mal war, dass ich ein solches Buch in meine Schlecker-Filiale schicken ließ. Alle weiteren Lieferungen erfolgten zuverlässig.
Reklamationen wurden vom CEWE erst einmal abgeblockt (siehe Schriftenproblem weiter oben) - ich vermute, weil die Firma erst einmal davon ausgeht, dass man kein zweites Mal reklamiert. Als ich dann jedoch erklären konnte, warum die Firma zu ihrem Fehler stehen muss, wurde die Reklamation schnell und unbürokratisch erledigt.
Da Schlecker als eine Art "Zwischenhändler" fungiert, kann man sich bei eventuell anfallende Problemen nicht an Schlecker wenden. In diesem Fall ist CEWE der direkte Ansprechpartner. Doch der "Austausch" erfolgt trotzdem über den Postweg "Schlecker" und deshalb auch nur in schriftlicher Form.

Die Stabilität des Programms möchte ich als einwandfrei bezeichnen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich irgendwann mal einen Absturz hatte. Die Online-Übertragung der Daten verlief problemlos und recht flott. Ich benötigte schätzungsweise zwischen 15 und 30 Minuten bis das 26 Seiten umfassende Buch versendet war. 32 Seiten können dann schon mal eine dreiviertel Stunde oder mehr dauern.


| Fazit
Wer mit Gestaltungsprogrammen umgehen kann, keine Angst vor "learning-by-doing" hat und sich am PC nicht wie ein Vollidiot anstellt, sollte durchaus fähig sein, ein solches Fotobuch zu gestalten. Das zur Verfügung gestellte Programm ist recht einfach zu handhaben und weist nur ein paar kleine Macken auf. Die Qualität des Buches ist ausgezeichnet und verdient höchstes Lob. Negativ sind die versteckten Lieferkosten hervorzuheben, die eigentlich - lt. Schlecker-Seite - gar nicht anfallen sollten. Außerdem werden einem die verdienten Webmiles in irgendeiner Form (entweder über Schlecker.de oder über den Schlecker-Foto-Service) vorenthalten. Was ich ebenfalls ärgerlich finde. Da sich kein Ansprechpartner für solche Dinge verantwortlich fühlt, gibt es einen dicken Punkteabzug. Hinzu kommt, dass Aldi-Süd inzwischen ebenfalls einen solchen Fotobuch-Service anbietet und das zu wesentlich günstigeren Preisen. Beim nächsten Fotobuch werde ich evtl. dort bestellen. Sollte die Qualität genauso gut sein, hat mich Schlecker als Kunde verloren.


In diesem Sinne... alles bleibt anders... Eure Dotti


| Bilderklärung
Bild 1: Die Oberfläche des Gestaltungsprogramms
Bild 2: Der Umschlag meines Fotobuchs mit einem meiner Landschaftsbilder im Hintergrund. Leider noch ohne Buchrückenbeschriftung.
Bild 3: Eine linke Seite mit Text
Bild 4: Eine Doppelseite mit eigenem Hintergrundbild (Kaktus, Nahaufnahme)
Bild 5: Eine Doppelseite mit einfachem, frei-wählbarem Hintergrund

[...auch bei yopi und dooyoo unter ähnlichem Nick tätig ;-) ]

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • iwachs veröffentlicht 14.05.2010
    hilfreich, aber kürzer und knapper ist lesenswerter
  • sammlerfreund veröffentlicht 12.09.2009
    Sehr guter Bericht. Danke. Gruss Sammlerfreund
  • G.Siebert veröffentlicht 07.10.2008
    1 A Bericht von dir. wenn du noch eins Bestellst möchtest bekommst du von mir einen 10 Euro Gutschein. einfach im PGB melden schicke dir dann einen Gutscheincode LG Georg ;-))
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