Marcel Reich-Ranicki, viel bewundert und viel gescholten, ist so bekannt und populär, so einflußreich und schließlich auch so umstritten wie wohl kein deutscher Kritiker zuvor. Mit... mehr
hergeschoben. Dennoch wurde er von Freunden und Bekannten ermutigt und gedrängt, von Verlegern mit Geld gelockt. Sechs Jahre schrieb er an seinen Erinnerungen. Im Alt...
einflußreich und schließlich aber auch umstritten. Mit seinem "Literarischen Quartett" beweist er seit 1988, daß die Vermittlung von Literatur im Fernsehen höchst un...
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Heute, nachdem die Verfilmung dieses Werks im TV gesendet wurde, aktualisiere ich diesen Bericht insoweit, dass ich meine Meinung zum Film äußere. Der Autor Marcel Reich-Ranicki kommt am 2. Juni 1920 in Wloclawek/Weichsel als drittes Kind seiner El ...
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sehr hilfreich
22.08.2008
(16.04.2009)
Sein Leben... Bewertung für Mein Leben / Marcel Reich-Ranickivon
suppengirl
Pro: unterhaltsam und flüssig geschrieben, tiefe Einblicke in ein außergewöhnliches Leben Kontra: Literatur steht manchmal zu sehr im Vordergrund
Marcel Reich-Ranicki ist wohl eine der kontroversesten Personen des öffentlichen Lebens in Deutschland. Man liebt ihn oder man hasst ihn. Seit er letztes Jahr Sigrid Löffler aus dem "Literarischen Quartett" regelrecht hinaus geekelt hat, sind diese beiden ...
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Pro: tiefe Einblicke in die Zeithistorie und in den MENSCHEN Reich-Ranicki Kontra: eventuell zu emotionslose Befassung mit der Nazi-Zeit / Die Zeit nach '66 kommt meiner Meinung nach zu kurz.
Menschen, deren Dasein davon lebt sich in der Öffentlichkeit über andere spottend, wie schimpfend herzumachen, sind in der Regel allzu ungeliebte Personen. Eine (Auto-)Biographie bringt so doch Klarheit in das Persönlichkeitsbild und das Charisma des wohl ...
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Über Liebe, Freundschaft und das Leben
Was soll man über dieses Buch sagen? Ich weiß es nicht.
Wie soll man einem Literaturkritiker wie Marcel Reich-Ranicki, der oft als der Papst der Literatur gesehen wird, eine gebührende Kritik aufbürgen? Es ist wi ...
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Pro: Deutsche (Literatur-)Geschichte lebding und zum Greifen nah Kontra: Wer dieses Buch schreiben konnte, braucht auf dem Begriff "intellektuel" nicht mehr herumreiten ;o)
Marcel Reich Ranicki ist in meinen Augen ein talentierter Kritiker mit scharfem Verstand und beeindruckender Ausdrucksfähigkeit und ein nicht weniger talentierter Autor.
In seiner Biografie "Mein Leben" packt er den Leser mit in seine Welt, die er bis in ...
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Kritiker, der über viele Jahre mit der ZDF-Sendung "Das literarische Quartett" Literatur einem breiten Publikum nahe brachte. In seinen Memoiren lernt man ihn als einen Menschen kennen, dessen Schicksal eng mit dem bedrückendsten Teil der Geschichte dieses Jahrhunderts verknüpft ist. Wie Reich-Ranicki seine Kindheit in Polen schildert, seine Jugend im Berlin der Weimarer Zeit, die Erlebnisse seiner Deportation nach Polen, die Begegnung mit seiner Frau Tosia am Anfang des Krieges, das Warschauer Ghetto, die Rückkehr nach Deutschland, das alles lässt nicht wieder los.Authentisch, unprätentios und fesselnd liest Marcel Reich-Ranicki selbst ausgewählte Passagen aus seinen Erinnerungen.
Buch. Der Literaturkritiker erweist sich als temperamentvoller und anschaulicher Erzähler. Farbig, pointiert und anekdotenreich schildert er die Stationen seines so bewegten wie bewegenden Lebens.
Literarischen Quartetts beeinflusst er mit seiner nicht immer von den Autoren geschätzten Meinung die Diskussion der aktuellen Neuerscheinungen. Auf zwei Hörcassetten (130 Minuten) erzählt Reich-Ranicki die wichtigsten Stationen seines Daseins. Er, der in einem Bonmot von sich behauptet "ein halber Pole, ein halber Deutscher und ein ganzer Jude" zu sein. Die Schule besuchte Marcel Reich-Ranicki, geboren 1920, in Berlin. Und seinen hervorragenden Lehrern hat er zu verdanken, dass sie ihm seine Liebe zur klassischen Literatur nicht austrieben, sondern sie förderten; auch wenn der Lehrkörper des Gymnasiums nicht aus Gegnern der Nationalsozialisten bestand -- ganz im Gegenteil. Damit nimmt die lebenslange Besessenheit von den Büchern und dem Theater, nicht zu vergessen der Musik, ihren Lauf. Mit ihnen allen hat Reich-Ranicki eine bis heute andauernde, heftige Liebesaffäre. Im Jahre 1938 wird er, da er polnischer Jude ist, nach Warschau deportiert. Die Zeit im Getto nimmt den Hauptteil seiner Lesung in Anspruch. Hier trifft er unter tragischen Umständen seine zukünftige Frau Teofila und ist gezwungen, sich von seinen Eltern, die nach Treblinka deportiert werden, für immer zu verabschieden. Überlebt hat er das Getto, weil ihn der Pole Bolek bei sich daheim unter Lebensgefahr versteckte. Es ist ein Genuss, diesem interessanten Autor zu lauschen, wenn er in seinem typischen Tonfall ausgewählte Passagen seines Buches vorträgt -- selbstverständlich mit dem bekannten Witz und Charme. --Manuela Haselberger
Literarischen Quartetts beeinflusst er mit seiner nicht immer von den Autoren geschätzten Meinung die Diskussion der aktuellen Neuerscheinungen. Auf zwei Hörcassetten (130 Minuten) erzählt Reich-Ranicki die wichtigsten Stationen seines Daseins. Er, der in einem Bonmot von sich behauptet "ein halber Pole, ein halber Deutscher und ein ganzer Jude" zu sein. Die Schule besuchte Marcel Reich-Ranicki, geboren 1920, in Berlin. Und seinen hervorragenden Lehrern hat er zu verdanken, dass sie ihm seine Liebe zur klassischen Literatur nicht austrieben, sondern sie förderten; auch wenn der Lehrkörper des Gymnasiums nicht aus Gegnern der Nationalsozialisten bestand -- ganz im Gegenteil. Damit nimmt die lebenslange Besessenheit von den Büchern und dem Theater, nicht zu vergessen der Musik, ihren Lauf. Mit ihnen allen hat Reich-Ranicki eine bis heute andauernde, heftige Liebesaffäre. Im Jahre 1938 wird er, da er polnischer Jude ist, nach Warschau deportiert. Die Zeit im Getto nimmt den Hauptteil seiner Lesung in Anspruch. Hier trifft er unter tragischen Umständen seine zukünftige Frau Teofila und ist gezwungen, sich von seinen Eltern, die nach Treblinka deportiert werden, für immer zu verabschieden. Überlebt hat er das Getto, weil ihn der Pole Bolek bei sich daheim unter Lebensgefahr versteckte. Es ist ein Genuss, diesem interessanten Autor zu lauschen, wenn er in seinem typischen Tonfall ausgewählte Passagen seines Buches vorträgt -- selbstverständlich mit dem bekannten Witz und Charme. --Manuela Haselberger
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(+) Spannend und man lernt vor allem viel über andere Kulturen und das Reisen (-) Sie zieht die Sätze in die Länge und trifft oft nicht den so genannten Punkt.
Marcel Reich-Ranicki, viel bewundert und viel gescholten, ist so bekannt und populär, so einflußreich und schließlich auch so umstritten wie wohl kein deutscher Kritiker zuvor. Mit seinem »Literarischen Quartett« beweist er seit 1988, daß die Vermittlung von anspruchsvoller Literatur im Fernsehen höchst unterhaltsam sein kann. Was steckt hinter Reich-Ranickis unvergleichlichem Aufstieg, hinter diesem unglaublichen Erfolg? Als er, kaum neun Jahre alt, aus seiner polnischen Geburtsstadt Wloclawek nach Berlin übersiedelt, verabschiedet ihn seine Lehrerin mit den Worten: »Du fährst, mein Sohn, in das Land der Kultur.« Doch das Land der Kultur stellt sich schon dem Kind nicht ohne düstere Seiten dar. Wie ein roter Faden zieht sich diese widerspruchsvolle Erfahrung durch sein weiteres Leben: Das Glück, das er der deutschen Literatur verdankt, der Musik und dem deutschen Theater, ist untrennbar verknüpft mit der Angst vor der deutschen Barbarei. Im Jahre 1938 wird Reich-Ranicki nach Polen deportiert. Als Jude erfährt er im Warschauer Getto die schrecklichsten Demütigungen, die Menschen Menschen bereiten können. Zusammen mit seiner Frau Tosia überlebt er das Inferno. Im Polen der Nachkriegsjahre wird er Kommunist und Zeuge des größten Verrats an der Idee einer gerechten Gesellschaft. 1958 kehrt er nach Deutschland zurück und wird beinahe sofort als Kritiker anerkannt.
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